Bei
0,6 Prozent fängt es harmlos an. So viele von 169 europäischen Industrieunternehmen sind direkt mit Schlüssellieferanten für
Permanentmagnete aus
China verbunden. Wer tiefer in die
Lieferkette schaut, kommt auf ein anderes Ergebnis: In der vierten Stufe sind es bereits
78 Prozent. Das zeigt die Studie
„Magnetic West" des Wiener Lieferkettenspezialisten
Prewave.
Die Magnete stecken in rund 80 Prozent der Antriebsmotoren von Elektroautos und in den Generatoren großer Windkraftanlagen. Die nötigen
seltenen Erden sind gar nicht selten, doch rund 90 Prozent ihrer
Raffinationsschritte finden in China statt. Die Elektromobilität macht Europa unabhängiger vom Öl und schafft dabei womöglich eine neue Abhängigkeit. Wie akut diese ist, zeigt ein Datum: Am
10. November endet die einjährige Aussetzung der chinesischen
Exportkontrollen für seltene Erden.
Zu Gast ist
Harald Nitschinger, Mitgründer und Co-CEO von
Prewave. Durch die Folge führen
Marcus Zacher und
Valentin Buss.
Themen der Folge- (01:26) Seltene Erden: nicht selten, aber schwer zu raffinieren
- (04:49) Motoren ohne Magnete: wie weit die Alternativen sind
- (06:34) So durchleuchtet Prewave die Lieferkette
- (11:39) Vom Bergwerk zum Autohersteller: fünf Stufen und mehr
- (15:00) 0,6 oder 78 Prozent: die Ergebnisse der Studie
- (19:08) Stichtag 10. November: Was der Autoindustrie droht
- (23:24) Drei Wege aus der Abhängigkeit
- (27:52) Blick in die neue Elektroautomobil-Ausgabe 05/2026
Erwähnt in dieser Folge•
Episode 111: Sind wir von China abhängig? – mit
Prof. Dr. Simon Lux von der Fraunhofer FFB über Chinas Dominanz bei Batteriezellen und ihren Vorprodukten: https://www.elektroautomobil.com/newsbeitrag/eam-podcast-111/
•
Episode 34: Kleine E-Maschinen-Kunde – welche Motortypen es gibt und welche ohne
Neodym-Magnete auskommen: https://www.elektroautomobil.com/newsbeitrag/eam-podcast-034/
• Die Studie
„Magnetic West" von Prewave: https://www.prewave.com/de/reports/magnetic-west-rare-earth-supply-chain-dependency
Über den GastHarald Nitschinger hat
Prewave 2017 gemeinsam mit Lisa Smith gegründet und führt das Unternehmen heute als Co-CEO. Zuvor studierte er Internationales Management an der FH Joanneum und arbeitete als technischer Berater bei Netconomy. Mit Prewave hat er eine Plattform aufgebaut, die Risiken in globalen Lieferketten per
KI sichtbar macht und heute von mehr als 200 internationalen Marken genutzt wird, darunter Lufthansa, Toyota und Dr. Oetker.
Über PrewavePrewave ist ein Software-Unternehmen aus
Wien, hervorgegangen als Ausgründung der
TU Wien. Die Plattform kartiert Millionen von Lieferanten und wertet Daten aus über 150 Risikokategorien in mehr als 400 Sprachen aus – von Zoll- über Mediendaten bis zu Pressemitteilungen. Daraus entsteht ein Abbild der
Lieferkette bis in die tieferen Stufen, das Risiken, Nachhaltigkeit und Compliance gemeinsam betrachtet. 2023 sammelte Prewave in einer Series-B-Runde unter Führung von Hedosophia 67 Millionen US-Dollar ein.
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Zeekr 7GT, Mazda CX-6e und Volvo EX60 sowie ein 1.900 Kilometer langer Roadtrip mit der elektrischen Reiseenduro
Zero DSR/X Black Forest. Im großen
Nutzfahrzeuge-Spezial steuern wir den
Mercedes eActros 600 durch die Republik und stellen E-Trucks aus China vor. Und die Reportage vom
Flughafen Stuttgart zeigt, wie das Vorfeld elektrifiziert wird und jährlich über eine Million Liter Diesel spart – mehr dazu auch in
Episode 138: Vorfeld unter Strom – Der Flughafen, der keinen Diesel mehr braucht: https://www.elektroautomobil.com/newsbeitrag/eam-podcast-138/
Die Ausgabe 05/2026 gibt es ab sofort am Kiosk, im Zeitschriftenhandel, als E-Paper und im
Abo-Shop auf elektroautomobil.com.
AbschlussWenn dir die Episode gefallen hat: Abonniere den Podcast und hinterlasse uns eine Bewertung auf der Plattform deines Vertrauens. Über fünf Sterne freuen wir uns besonders!
Mehr zu Rohstoffen, Batterien und Antriebstechnik findest du auf elektroautomobil.com.
KI-HinweisTeile der Shownotes wurden mithilfe von KI erstellt und vor Veröffentlichtung redaktionell geprüft.