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Mein Ziel mit endlich jura. ist es, allen Studierenden eine Examensvorbereitung in Rekordzeit zu ermöglichen, ohne endlos Schemata, Streits und Definitionen auswendig lernen zu müssen. So kann ich dir helfen:
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Hi, ich bin Michael. Seit dem Erwerb des mag. iur. im Jahr 2016 arbeite ich als selbstständiger Repetitor in Bonn. 2019 habe ich endlich jura. gegründet.
00:00 Willkommen zu »Zivilrecht: Durchbrechung des Abstraktionsprinzips durch Fehleridentität«! 00:33 Der Grundsatz: Trennungsprinzip und Abstraktionsprinzip 00:50 Verpflichtungsgeschäft und Verfügungsgeschäft 01:43 Trennungsprinzip erklärt 02:51 Abstraktionsprinzip erklärt 03:38 Gratis-Download: Juristisches Fachwissen kompakt aufbereitet 04:20 Die Ausnahme: Fehleridentität 06:00 Fallgruppen der Fehleridentität 09:46 Vorrang der Auslegung 10:43 Zusammenfassung
In diesem Video-Podcast vermittle ich dir die gesetzliche Systematik des Diebstahls, wir ordnen die §§ 243 f. StGB dogmatisch ein, und am Ende habe ich noch eine kleine Aufgabe für dich, damit du das Gelernte praktisch umsetzen kannst. Lad dir alle Zusammenfassungen herunter und wiederhole in fünf Minuten die Inhalte unserer Videos, ohne sie noch einmal ansehen zu müssen 👉 http://jura-basics.de
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00:00 Willkommen zu »Strafrecht BT Crashkurs: Diebstahl einfach erklärt«
01:01 TL;DR
01:43 dejure-Check
02:13 Gratis: Juristisches Fachwissen kompakt aufbereitet
03:15 Agenda des Videos
03:45 Dogmatische Einordnung des Diebstahls
04:41 Gesetzliche Systematik des § 242 Abs. 1 StGB
07:12 Gesetzliche Systematik der §§ 242 Abs. 1, 243 Abs. 1 StGB
08:00 Gesetzliche Systematik der §§ 242 Abs. 1, 244 Abs. 1 StGB
08:50 Spannungsverhältnisse
11:00 MVA
#endlichjura #strafrecht #examensvorbereitung #jurastudium #diebstahl
Willkommen zu einem neuen Beitrag von endlich jura. zur Sachverhaltsanalyse! In diesem Podcast stelle ich dir eine von mir entwickelte Methode vor, die es dir ermöglicht, in nur drei Schritten jeden Sachverhalt lückenlos zu erfassen und die einzelnen Sachverhaltsangaben methodisch richtig zu deuten. Komm auf die Warteliste und greif die Checkliste für gelungene Gutachten ab 👉 https://bit.ly/3EpyJRi
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00:00 Begrüßung & was du von diesem Podcast erwarten kannst
00:36 Schritt 1 der Methode: Tabelle erstellen
01:17 Schritt 2 der Methode: Sachverhalt analysieren
02:25 Beispielanalyse
05:01 Schritt 3 der Methode: Tabelle überarbeiten
06:36 Meine Bitte: Narrenfreiheit für 15 Sachverhalte
07:37 Case Breakdowns
09:13 Warteliste für endlich jura. All-Access
09:57 Nächstes Video: Schwerpunktsetzung in Klausuren verbessern
#endlichjura #juraklausur #examensvorbereitung
In dieser Folge stelle ich dir meinen Textbaustein zur dogmatischen Einordnung des Erlaubnistatbestandsirrtums vor. In ein paar Minuten wirst du also wissen, welche Formulierungen zum Erlaubnistatbestandsirrtum du eins zu eins für deine Klausur übernehmen kannst. Komm auf die Warteliste und greif die Checkliste für gelungene Gutachten ab 👉 https://mailchi.mp/endlichjura/all-access
Textbaustein zur dogmatischen Einordnung des Erlaubnistatbestandsirrtums: https://www.endlich-jura.de/blog/216
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Hi, ich bin Michael. Seit dem Erwerb des mag. iur. im Jahr 2016 arbeite ich als selbstständiger Repetitor in Bonn. 2019 habe ich endlich jura. gegründet.
00:00 Begrüßung & was du von dieser Folge erwarten kannst
00:32 Befindet sich der Täter wirklich im Erlaubnistatbestandsirrtum?
01:03 Anknüpfung an die §§ 16 Abs. 1 S. 1, 17 S. 1 StGB
01:18 Unterschiedliche Verbotsirrtümer
02:10 Vergleich von Verbots- und Erlaubnistatbestandsirrtum/ Stellungnahme gegen die strenge Schuldtheorie
03:00 Lehre von den negativen Tatbestandsmerkmalen
04:29 eingeschränkte (rechtsfolgenverweisende) Schuldtheorie
05:35 Wann ist eine Streitentscheidung erforderlich?
06:23 Bock auf mehr Textbausteine?
07:44 Checkliste für gelungene Gutachten
08:21 Template zum Erlaubnistatbestandsirrtum
09:09 Alles zum Erlaubnistatbestandsirrtum in 15 Minuten (oder weniger)
►► Blog-Post »Alles zum Versäumnisurteil in vier Minuten (oder weniger)«: https://bit.ly/429aIrW
Was du in der Klausur prüfst, hängt ein wenig davon ab, ob du dich auf das erste oder das zweite Examen vorbereitest.
Die gleiche Konstellation wie im ersten kann dich auch im zweiten Examen erwarten. Dort ist sie aber deutlich seltener, denn du sollst ja gerade zeigen, dass du einen mehrschichtigen Sachverhalt prüfen und juristisch bearbeiten kannst. Für dich sind Konstellationen relevanter, in denen schon ein Versäumnisurteil ergangen und nun ein Einspruch dagegen eingelegt ist. Denn dann kannst du die Voraussetzungen des Einspruchs prüfen und anschließend eine »normale« Prüfung vornehmen.
Die Voraussetzungen des Einspruchs sind freilich nicht gerade kompliziert. Du musst vordergründig die Frist nach § 339 ZPO beachten und im Gutachten daran denken, eine Rechtsbehelfs-/ Einspruchsstation vorzuschalten. Die Besonderheiten liegen für dich primär bei der Tenorierung respektive beim Antrag.
Mach dir klar, dass bei einer Entscheidung nach Einspruch schon ein Urteil in der Welt ist und du deinen Tenor beim anschließenden Endurteil darauf abstimmen musst. Hier existieren im Wesentlichen drei Konstellationen:
1. Das Versäumnisurteil deckt sich mit dem nun zu erlassenden Endurteil
Dann hältst du das Versäumnisurteil aufrecht: »Das Versäumnisurteil des Landgerichts Wanne-Eickel vom 02.01.2021, Az. 11 O 123/19, wird aufrechterhalten.«
2. Das Versäumnisurteil deckt sich gar nicht mit dem nun zu erlassenden Endurteil
Dann hebst du das Urteil auf und entscheidest in der Sache neu: »Das Versäumnisurteil des Landgerichts Wanne-Eickel vom 02.01.2021, Az. 11 O 123/19, wird aufgehoben und der Beklagte zur Zahlung von 1.000,- EUR an den Kläger verurteilt. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.«
Oder: »Das Versäumnisurteil des Landgerichts Wanne-Eickel vom 02.01.2021, Az. 11 O 123/19, wird aufgehoben und die Klage abgewiesen.«
3. Das Versäumnisurteil deckt sich nur teilweise mit dem nun zu erlassenden Endurteil
Dann ordnest du die Aufrechterhaltung/ Aufhebung nur teilweise an: »Das Versäumnisurteil des Landgerichts Wanne-Eickel vom 02.01.2021, Az. 11 O 123/19, wird insoweit aufrechterhalten, wie der Beklagte zur Zahlung von 1.000,- EUR verurteilt worden ist. Im Übrigen wird das Versäumnisurteil aufgehoben und die Klage abgewiesen.«
Die Anträge des Rechtsanwalts spiegeln die entsprechenden Tenorierungen.
Was du in der Klausur prüfst, hängt ein wenig davon ab, ob du dich auf das erste oder das zweite Examen vorbereitest.
Im ersten Examen gibt es dem Grunde nach nur eine Konstellation, nämlich, dass der Beklagte im Zivilprozess säumig ist und der Kläger daraufhin ein Versäumnisurteil beantragt. Die Frage ist fast immer, wie das Gericht entscheiden wird. Da das Versäumnisurteil gemäß § 331 Abs. 1 ZPO antragsbedürftig ist, wird der Sachverhalt wahrscheinlich deutlich auf die Problematik hinweisen. Das Prüfungsprogramm ist dann immer das Gleiche: War die Klage überhaupt zulässig und liegen die Voraussetzungen für ein Versäumnisurteil vor?
Die Zulässigkeitsprüfung funktioniert wie gewohnt. Die Voraussetzungen eines Versäumnisurteils findest du hingegen in § 331 Abs. 1, Abs. 2 ZPO. Im Einzelnen sind das:
Antrag auf Erlass eines Versäumnisurteils
Säumnis des Beklagten
Sachantrag
Schlüssigkeit der Klage
Hierbei musst du zwischen dem Antrag auf Erlass eines Versäumnisurteils (»Ich beantragte ein Versäumnisurteil«) und dem Sachantrag (»Ich beantrage, den Beklagten zur Zahlung von 1.000,- EUR zu verurteilen«) unterscheiden. Nur wenn beides vorliegt, kommt der Erlass eines Versäumnisurteils überhaupt in Betracht.
Die Säumnis des Beklagten bereitet meist keine Probleme. Sie liegt vor, wenn der Beklagte unentschuldigt keinen Sachantrag in der mündlichen Verhandlung stellt. Unerheblich ist hingegen, ob er vorher anwesend war oder sich an einer vorausgegangenen Güteverhandlung beteiligt hat (Stichwort: Flucht in die Säumnis).
Der Kern der Prüfung bleibt die Schlüssigkeit der Klage. Hier prüfst du letztlich nichts anderes als sonst auch, nämlich, ob dem Kläger der begehrte Anspruch zusteht. Auf etwaiges Gegenvorbringen des Beklagten kommt es nicht an, da der Vortrag des Klägers nach § 331 Abs. 1 ZPO als zugestanden gilt.
In beiden Staatsexamina ist das Versäumnisurteil eine beliebte Einkleidung. Wenn du noch im Studium bist und dich auf das erste Staatsexamen vorbereitest, wirst du feststellen, dass dich das Versäumnisurteil wegen der Geständnisfiktion des § 331 Abs. 1 ZPO zu einer ganz normalen materiell-rechtlichen Prüfung führt. Bist du hingegen schon im Referendariat, wirst du (überschaubaren) Herausforderungen im Bereich der Antrags- und Tenorierungstechnik begegnen. Die Dogmatik des Versäumnisurteils ist für dich in den meisten Fällen gar nicht so spannend. In jedem Fall musst du nur ein paar Grundprinzipien verstanden haben, um sicher ans Ziel zu kommen.
Die Parteien eines Zivilprozesses bestimmen durch Anträge und Sachvortrag den Inhalt und das Ziel des Zivilprozesses. Das funktioniert aber nur, wenn beide Parteien auch aktiv am Prozess teilnehmen. Das Versäumnisurteil dient dem Zweck, den Zivilprozess zum Abschluss zu bringen, wenn eine Partei nicht mitwirkt und in der mündlichen Verhandlung (§ 331 Abs. 1 ZPO) oder im schriftlichen Vorverfahren (§ 331 Abs. 3 ZPO) säumig bleibt.
Das erste Versäumnisurteil muss nicht endgültig sein. Die säumige Partei kann mit einem fristgebundenen Einspruch gemäß den §§ 338, 342 ZPO den Prozess in den Stand vor Erlass des Versäumnisurteils zurückversetzen lassen. Kritisch wird es erst, wenn eine Partei nach dem Einspruch im sogenannten Einspruchstermin erneut säumig wird und ein nicht mehr so einfach zu beseitigendes zweites Versäumnisurteil nach § 345 ZPO ergeht.
Die ZPO unterscheidet zwischen dem Versäumnisurteil gegen den Kläger (§ 330 ZPO) und dem Versäumnisurteil gegen den Beklagten (§ 331 ZPO). Klausurrelevanz hat nur das Versäumnisurteil gegen den Beklagten erlangt, da die materielle Rechtslage beim Versäumnisurteil gegen den Kläger in der Regel nicht zu prüfen ist.
In der Examensvorbereitung machen wir alle Fehler. Das ist auch gut so, denn Fehler bergen oft den größten Lerneffekt, und die meisten davon kann man mit ein wenig Reflexion peu à peu ausbügeln.
In einer mündlichen Prüfung ist das um einiges schwieriger. Anders als beim schriftlichen Examen entscheidet sich hier schließlich alles an einem Tag. Es gibt viel Ungewissheit, weil diesmal mehr Faktoren auf die Notengebung Einfluss nehmen; die Notenvergabe erfolgt immer auch intuitiv und mit stärkerem Persönlichkeits- und Einzelfallbezug.
Deshalb gibt’s heute acht Dinge, die den Tag der mündlichen Prüfung unnötig kompliziert machen und dich weniger kompetent erscheinen lassen.
1. bis zur Ladung warten und erst dann mit der Vorbereitung beginnen
2. morgens früh feststellen, dass deine Anzugschuhe noch bei deinen Eltern sind
3. Gürtel zu Hause vergessen
4. keine Krawatte tragen
5. Kaugummi erst im Vorgespräch rausnehmen
6. vorher nicht darüber nachdenken, wie du auf die Frage, was du mal werden willst, antwortest (Tipp: »Repetitor« kommt nicht so gut)
7. eine intuitiv gegebene Antwort vorschnell revidieren, statt noch fünf Sekunden länger nachzudenken, ob sie nicht doch richtig ist
8. auf die Frage, ob du »mal ein Stichwort geben« könnest, in Stichworten antworten statt in ganzen Sätzen
Ich habe alle acht Fehler gemacht und trotzdem die Note erreicht, die ich wollte. Aber ich weiß auch, dass noch ein Punkt mehr drin gewesen wäre, wenn ich sie nicht gemacht hätte. Sie waren alle ohne Weiteres vermeidbar.
►► Blog-Post »Wie bereite ich eine Klausur richtig nach?«: https://bit.ly/3LxmtD7
Die meisten Repetitorien (und leider mittlerweile auch einige Unis) legen es Kandidat*innen in der Examensvorbereitung nahe, so schnell wie möglich mit dem Schreiben von Probeklausuren zu beginnen. Allerdings erklären sie dir in den seltensten Fällen, was du zu tun hast, sobald du eine Klausur geschrieben und korrigiert zurückerhalten hast. Im Einzelunterricht und in Gruppencoachings haben viele Studierende mir deshalb die Frage gestellt, wie man eine Klausur am besten nachbereite.
In diesem zweiteiligen Beitrag möchte ich dir mein aktuelles Framework zur Nachbereitung jeder Klausur vorstellen. Du kannst es auch dann nutzen, wenn du die Klausur gar nicht abgegeben hast.
I. FINDE DEN ENGPASS (UND BESEITIGE IHN)
Sobald du fünf Klausuren vorliegen hast, werden sich Fehlermuster herauskristallisieren. Vielleicht verwendest du häufig unzulässigen Stil oder hältst bei kaum einer Klausur die Bearbeitungszeit ein. An diesen Stellen findet sich die größte Hebelwirkung; das sind die Engpässe, die deinen Fortschritt insgesamt verlangsamen.
Frage dich: Welches Hindernis bewirkt – wenn ich es beseitigen würde –, dass sich die meisten anderen (Hindernisse) in Luft auflösen? Mit anderen Worten: Ist das Problem einmal ausgeräumt, schneidest du in Zukunft automatisch besser ab.
II. BEWERTE DEINE LEISTUNG (ABER NICHT ÜBER)
Ein Framework wie dieses zu haben, beschleunigt den Prozess, weil du dich nicht fragen musst, wie du deine Klausur diesmal nachbereitest. Deine Effizienz nimmt zu, und du kannst die Aufgabe mit der Zeit stärker automatisieren.
Ich weiß, dass der erste Schritt darin bestand, einen besseren Blick für deine Leistung zu gewinnen, aber ich will dir ein Dirty Little Secret über Probeklausuren verraten. Die Noten sind egal. Entscheidend ist immer, was du daraus machst, denn am Ende zählt nur das Staatsexamen. Oder wie Poldi sagen würde: Wat zählt, ist aufm Platz. Klar, das kann beängstigend wirken. Aber es heißt doch auch, dass du auf dem Weg dorthin eine Menge falsch machen darfst. Also, schreib meinethalben miserable Probeklausuren, aber bereite sie vernünftig nach.
Häufig gestellte Fragen:
F: Soll ich zur Klausurbesprechung gehen?
A: Die Klausurbesprechung ist optional. Geh hin, wenn du ernsthaft davon profitierst. Im Zweifel gilt: Mut zur Veranstaltungslücke.
F: Was ist mit den ganzen Korrekturanmerkungen?
A: Die Erfahrung zeigt, dass man damit meist nicht viel anfangen kann; Ausnahmen bestätigen erfreulicherweise die Regel. Sobald du fünf Klausuren geschrieben hast, wird sich die Kritik an bestimmten Stellen häufen. Das solltest du zum Anlass nehmen, deinen aktuellen Engpass (s. o.) zu ermitteln und diesen in deiner weiteren Prüfungsvorbereitung zu priorisieren.
Die meisten Repetitorien (und leider mittlerweile auch einige Unis) legen es Kandidat*innen in der Examensvorbereitung nahe, so schnell wie möglich mit dem Schreiben von Probeklausuren zu beginnen. Allerdings erklären sie dir in den seltensten Fällen, was du zu tun hast, sobald du eine Klausur geschrieben und korrigiert zurückerhalten hast. Im Einzelunterricht und in Gruppencoachings haben viele Studierende mir deshalb die Frage gestellt, wie man eine Klausur am besten nachbereite.
In diesem zweiteiligen Beitrag möchte ich dir mein Framework zur Nachbereitung jeder Klausur vorstellen. Du kannst es auch dann nutzen, wenn du die Klausur gar nicht abgegeben hast.
Hier ist mein supersimples Framework in drei Schritten, das du eins zu eins übernehmen kannst, wenn gewünscht. Befolge diese oder ähnliche Schritte jedes einzelne Mal, wenn eine deiner Klausuren benotet zurückgegeben wurde.
1. Vergleiche dich mit dir selbst. Es geht nicht darum, eine neue Bestmarke zu setzen. Es geht darum, ob die Benotung dieser Klausur oberhalb deines persönlichen Schnitts liegt.
2. Untersuche den Lösungsvorschlag auf Ausführungen zu bestimmten Sachverhaltsangaben, die du nicht in der Lage warst, rechtlich zu deuten. Angenommen, in dem von dir bearbeiteten Sachverhalt fand sich die folgende Formulierung: »Da die Geschäfte gut laufen, beabsichtigt G, demnächst das Stammkapital seiner UG auf 25.000 € zu erhöhen. Im Vorgriff auf die Kapitalerhöhung lässt G bereits neues Briefpapier mit dem Briefkopf ›X-GmbH‹ drucken.« Das erfordert eine Transferleistung von dir; im besten Fall denkst du sofort an die analoge Anwendung des § 179 Abs. 1 BGB bei Verwendung eines falschen Rechtsformzusatzes. Hast du diese Transferleistung in der in Rede stehenden Klausur nicht erbracht, macht das nichts; Hauptsache, es gelingt dir beim nächsten Mal. Das wiederum setzt voraus, dass du in Zukunft dafür sensibilisiert bist.
Um deine Lücken zielgerichtet schließen zu können, erstelle dir passend zu diesen Sachverhaltsangaben Notizen (z. B. Karteikarten), die die bei dir fehlenden Deutungshypothesen umfassen.
3. Beginne eine Fehlerliste, die du mit der Zeit in eine Checkliste für ein gelungenes Gutachten umwandeln kannst. Filtere dafür diejenigen Fehler heraus, die noch auf eine geringe Methodenkompetenz oder grobes Unverständnis schließen lassen.
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