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War Jesus der erste Cowboy? Kann ein Pferd dabei helfen, mit Gott zu kommunizieren? Wie hängt Cowboy Christianity mit Trump und der MAGA-Bewegung zusammen? Und welche Faktoren tragen dazu bei, dass Mexikaner*innen und Schwarze Menschen Teil von Cowboy Churches werden, in denen auch rassistische Narrative zur gesellschaftlichen Abgrenzung genutzt werden (etwa in Bezug auf Migration und Einwanderung)?
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Sind religiöse Haltungen erst dann extrem, wenn sie in Gewalt münden? Warum spricht man von «Islamismus», aber nicht von «Christianismus»? Was unterscheidet religiösen Extremismus von Rechts- oder Linksextremismus? Wie untersuchen wissenschaftliche Disziplinen extreme Haltungen – und welchen konkreten Nutzen haben die Studienergebnisse? Im Abschlussgespräch der Summer School «Religion:extrem», die Anfang Juli 2026 in Zürich stattgefunden hat, diskutieren die Islamwissenschaftlerin Sabine Damir-Geilsdorf und der Kriminologe Dirk Baier mit Dorothea Lüddeckens über Dschihadismus und Prävention, Verschwörungstheorien und Gerechtigkeitsempfinden, Rassismus und die politische Prägung von Statistiken. Baier und Damir-Geilsdorf klären zentrale Begriffe, sprechen über die zunehmende Muslimfeindlichkeit in der Bevölkerung und über die Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Methoden in der Forschung zu Extremismus. Ausserdem geht es um blinde Flecken, Erfindergeist und Medienkompetenz sowie um einen Salafisten, der auch mitten in der Nacht in einem abgelegenen Dorf nicht bei Rot über die Strasse geht – selbst wenn weit und breit kein Auto zu sehen ist.
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Was hat Charlie Kirk mit SpongeBob gemeinsam und was ist «Kirkification»? Weshalb sind Mormoninnen auf Social Media so präsent? Und was hat Rohmilch mit erfolgreichen Influencerinnen zu tun? In der vierten und letzten Episode der Digital-Religion(s)-Sonderedition analysiert die Religionswissenschaftlerin Kathrin Trattner den Erfolg von Tradwifes auf Social Media und geht darauf ein, inwiefern sie in ihren Idealbildern auf multiplen Fiktionen aufbauen und wie sie gesellschaftliche Entsolidarisierung befördern. Trattner spricht über Mormoninnen als «Early Adopter» von neuen Kommunikationstechnologien und erklärt, weshalb das Internet nach dem Tod von Charlie Kirk nicht nur vom Maga-Lager mit KI-Bildern von Kirk geflutet wurde. Ganz nebenbei geht es auch um selbstgemachte Fruit Loops, Biblical Femininity und Ragebaiting.
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Was unterscheidet das christliche Kirchenrecht von Rechtsfragen in jüdischen oder islamischen Traditionen? Inwiefern kann der Datenschutz ein Problem für die Seelsorgearbeit sein? Wie verhalten sich Kirchen zum AI-Act und weshalb mischen sie vermehrt auf EU-Ebene mit? Der Jurist Ramazan Özgü befasst sich mit Rechtsfragen zwischen Ermöglichung und Begrenzung und spricht in der dritten Folge der Digital-Religion(s)-Sonderedition über das Kirchenrecht in Deutschland und die komplexe juristische Situation von Glaubensgemeinschaften in der Schweiz. Es geht um die Entstehung des Datenschutzgesetzes und darum, ob der Datenschutz die Seelsorgearbeit erschwert – oder sie überhaupt erst ermöglicht. Özgü erklärt, wieso und wie sich die Kirchen auf EU-Ebene für den AI-Act eingesetzt haben, und skizziert, wieso über das Prinzip «in dubio pro Datenschutz» Rechtspolitik zu Religionspolitik werden kann. Und er erzählt, wie sich eine Moscheegemeinde hinsichtlich der «Jerusalema Dance Challenge» von der katholischen Kirche hat inspirieren lassen.
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Was macht eine Theorie zu einer Verschwörungstheorie? Und müsste man nicht eher von Verschwörungsnarrativen, -ideologien oder -mythen sprechen? Im Gespräch geht es um Schlafschafe, die Covid-Impfung, Mobilfunksendemasten und Antisemitismus. Und um die Frage, wieso Trauernde ihre Gedanken und Gefühle öffentlich auf Social Media teilen. Was irritiert daran und weshalb kann es hilfreich sein? In der zweiten Episode der Digital-Religions-Sonderedition spricht die Sprachwissenschaftlerin Karina Frick einerseits über ihre Forschung zu digitalen Friedhöfen und Gedenkseiten auf Social Media, über Trostgemeinschaften und das Gespräch mit Verstorbenen. Andererseits geht es um Strukturen, Begriffe und Funktionsweisen von Verschwörungstheorien, um konspirative Praktiken und die Sinnsuche in einer komplexen Welt. Und: Ist Podcastmitarbeiter Andi Gredig tatsächlich ein Verschwörungstheoretiker?
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Es geht um «Shrimp Jesus», der viral ging, den Papst, der sich gegen die Tech-Konzerne stellt – und die Frage, wer von Slop-Farmen profitiert. Warum verstärkt die KI-Bildgenerierung Klischees und Diskriminierung? Worin unterscheidet sich die Propaganda in Social Media von der totalitären Propaganda des 20. Jahrhunderts? Roland Meyer, «Brückenprofessor» für digitale Kulturen und Künste an der ZHDK und der UZH, spricht in der ersten Episode der Digital-Religions-Sonderedition über «KI-Schrott» bzw. «Slopaganda», die Monopolisierung der Macht über Sprache und Bilder und über apokalyptische Bilder in der politischen Propaganda. Es geht um klischierte Schweizer Familien vor dem Matterhorn, die Tech-Konzerne und KI als Symptom und Brandbeschleuniger für Dinge, die ohnehin schon schief laufen.
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Die im Gespräch erwähnte Podcast-Episode mit Kathrin Trattner erscheint am 15.8.2026
Verändert der Umgang mit KI unsere zwischenmenschlichen Beziehungen? Sollen Pfarrpersonen assistierten Suizid begleiten können? Müssen wir die Klimakrise selbst lösen oder überlassen wir das besser Gott? Und: Welche Werte leiten Entscheidungsträger:innen bei ihrem Handeln? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich die theologische Ethikerin Lea Chilian als Postdoc am Institut für Sozialethik. Sie unterrichtet derzeit ein transdisziplinäres Seminar zu moralischen Überzeugungen in der Entscheidungsfindung, schreibt wissenschaftliche Aufsätze zu Sterbehilfe, Klimakrise und Künstlicher Intelligenz – und muss jeden Tag viel zu viele E-Mails beantworten. Im Gespräch geht Chilian auf den Gerechtigkeitsbegriff angesichts globaler Krisen ein, erzählt von Überraschungen in der transdisziplinären Lehre und spricht über die Arbeit an ihrer Habilitation. Es geht um Vertrauen als Empowerment, Belastung und gegenseitiges Geschehen – und darum, weshalb es ein Problem sein könnte, dass Chat-GPT immer so nett zu uns ist.
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Wieso sitzt Lady Gaga in einem Musikvideo bei Jesus auf dem Motorrad? Was bedeutet Karma für Taylor Swift? Warum kommen in einem Clip der K-Pop-Band BTS so viele christliche Symbole vor? Was hat Selbstfindung in der Popmusik mit Religion zu tun? Die Religionswissenschaftlerin Anna Höpflinger befasst sich unter anderem mit der Verwendung religiöser Symbole in Musikvideos und spricht im Podcast über den Kirchenraum in «Alice» von Veronica Fusaro, über Jesus und Judas als Teil einer Motorradgang bei Lady Gaga, über das Verständnis von Karma bei Taylor Swift und das Kopftuch bei Jaqlyn. Es geht um Frauengemeinschaften und eine moderne Interpretation der Ostergeschichte, um Popkultur als verbindendes Element, um Selbstfindung als transzendentem Vorgang und um das Brechen mit binären Kategorien. Und darum, was Hermann Hesse mit K-Pop zu tun hat.
Besprochene Musikvideos (auf Youtube)
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Ist die Buddha-Figur der neue Gartenzwerg? Wieso haben buddhistische Migrant:innen in der Schweiz nur selten etwas zu tun mit Schweizer:innen, die zum Buddhismus konvertiert sind? Wie gehen buddhistische Gemeinschaften mit Missbrauch um? Und was ist der «Alpin-Buddhismus»? Der Religionswissenschaftler Martin Baumann zeichnet im Gespräch die Geschichte des Buddhismus in Europa nach und erläutert wichtige buddhistische Begriffe und Konzepte. Er geht auf die Vielfalt an Glaubensrichtungen und Praktiken ein und auf die Idee einer idealen Religion. Es geht um die Bedeutung von Meditation und Ritualen in vietnamesischen, japanischen und tibetischen Gemeinschaften, um Reformbewegungen und Wiederverzauberung, um nationalistische Mönche in Sri Lanka und buddhistische Ökologie, um Schopenhauer, Dämonen und Selbstverantwortung.
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Welche Rolle spielen Social Media im Leben junger Muslim:innen? Mit was für Herausforderungen kämpfen Jugendliche im Fastenmonat Ramadan? Ist Gesundheit beim Fasten im Islam ein Thema? Und wer entscheidet eigentlich darüber, was jemand tun muss und lassen darf? Der Erziehungswissenschaftler und islamische Religionspädagoge Said Topalović berichtet von den Ergebnissen einer explorativen Studie zu den Social-Media-Aktivitäten muslimischer Jugendlicher und spricht über verschiedene Aspekte des Ramadans. Er macht deutlich, dass es im Ramadan nicht nur ums Fasten geht, sondern auch darum, ein besserer Mensch zu werden, Hilfsbereitschaft zu zeigen und soziale Kontakte zu pflegen. Topalović erklärt, inwiefern Social Media als Impulsgeber zwischen Normen und Erleichterungen fungieren und warum Tiktok und Insta manchmal dennoch überfordern. Ausserdem geht es darum, ob man sich im Ramadan die Zähne putzen darf, ob fasten die Produktivität erhöht und weshalb plötzlich sämtliche Parkplätze in der Umgebung von Moscheen belegt sind.
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