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In dieser Folge von Extreme Zeiten sprechen wir mit Prof. Dr. Ursula Birsl, Politikwissenschaftlerin an der Philipps-Universität Marburg, über die Ergebnisse der Bundestagswahl und ihre weitreichenden Folgen. Welche politischen Kräfte haben sich durchgesetzt, welche Entwicklungen waren überraschend, und was bedeutet das Wahlergebnis für die Zukunft der Demokratie in Deutschland? Gemeinsam analysieren wir, ob das Ergebnis ein historischer Wendepunkt oder politische Kontinuität abbildet.
Nach der intensiven Wahlnacht geht es nun um die Einordnung: Welche Koalitionen sind realistisch? Welche politischen Herausforderungen kommen auf die neue Regierung zu? Prof. Dr. Birsl erläutert, welche gesellschaftlichen Strömungen sich im Wahlergebnis widerspiegeln und wie sich die politische Landschaft langfristig verändern könnte. Ein Blick auf die internationale Reaktion rundet die Diskussion ab. Hört rein für eine fundierte Nachbesprechung mit wissenschaftlicher Einordnung!
Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: [email protected]
Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments.
Das Demokratiezentrum Hessen wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdI, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.
Wir müssen unsere Begriffe klären! In fast jeder politischen Debatte, ob im Fernsehen oder im Radio, in den sozialen Netzwerken, in vielen Zeitungskommentaren, besonders und gerade jetzt im Kontext der vergangenen Bundestagswahl, der Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg – überall taucht das Wort Haltung auf. Wir werden mit verschiedenen Haltungen konfrontiert, wir werden aber auch dazu aufgefordert, Haltung zu haben, Haltung zu zeigen. Im Duden finden sich für den Begriff viele verschiedene Synonyme wie „Gesinnung“, „Meinung“ bis hin zu „Contenance“ und, um den Sport nicht außen vor zu lassen, auch noch die Haltungsnote. Versuchen wir, uns dem Begriff jenseits des politisch-öffentlichen Diskurses zu nähern, so finden sich in der Philosophie klärende und erhellende Zugänge. In dieser Folge unseres Podcasts „Extreme Zeiten“ unternimmt unsere Moderatorin, Angela Fitsch, eine philosophische Annäherung an den Begriff mit Prof. Dr. Frauke Kurbacher, Philosophin und unter anderem Professorin für Ethik an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung in Münster und Dozentin im Studiengang „Beratung im Kontext Rechtsextremismus“ des Demokratiezentrums Hessen im Fachbereich Erziehungswissenschaften an der Philipps-Universität Marburg.
Hier findest du weitere Infos zu unserer Gesprächspartnerin: http://iiaphr.net/frauke-a-kurbacher/
Ergänzend zu diesem Interview verweisen wir auch auf das Gespräch mit Dr. Reiner Becker zum Thema „Haltung“ in diesem Podcast (Folge 14), siehe: https://beratungsnetzwerk-hessen.de/2023/12/01/was-ist-haltung/
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Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments.
Das Demokratiezentrum Hessen wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdI, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.
Bildung ist kein Arsenal, sondern ein Horizont , so der Philosoph Hans Blumenberg. Kinder und Jugendliche werden nicht als Demokrat*innen geboren. Sie müssen Demokratie lernen, um für sie einzutreten, sie weiterzuentwickeln, eine Haltung und eine Meinung zu finden. So etwas kann gelingen, wenn junge Menschen früh erfahren, dass ihre Stimme zählt, sie ihr Umfeld mitgestalten können und ihre Partizipation auch gewollt ist. Gleichzeitig ist das Buhlen um die Gunst von jungen Menschen ein immer wichtigeres Ansinnen von rechtspopulistischen Akteuren, insbesondere in Zeiten von Krisen und Unsicherheiten. Wie kann politische Bildung unter diesen Bedingungen Angebote für jungen Menschen machen, die auf ihre Potenziale zielen, die die jungen Menschen selbst in sich tragen, politisch und gestalterisch in dieser Welt tätig zu werden? Warum sollte politische Bildung nicht als eine Art Feuerwehr agieren, getrieben von tagesaktuellen Ereignissen? Zu diesen Fragen spricht unsere Moderatorin Angela Fitsch in der neuen Folge von „Extreme Zeiten“ mit Prof. Dr. Susann Gessner von der Philipps-Universität Marburg. Sie lehrt zur Didaktik der politischen Bildung am Institut für Politikwissenschaft und war früher selbst Lehrerin.
Hier findest du weitere Infos zu unserer Gesprächspartnerin: https://www.uni-marburg.de/de/fb03/politikwissenschaft/fachgebiete/didaktik-der-politischen-bildung/susann-gessner
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Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments.
Das Demokratiezentrum Hessen wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdI, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.
Premiere: Zum ersten Mal begrüßt unsere Moderatorin Angela Fitsch erneut einen Interviewpartner: Oliver Gottwald, Rechtspfleger und ausgewiesener Experte zum Thema „Reichsbürger“ berichtet im Interview über die verschiedenen Prozesse gegen Reichsbürger, die 2024 begonnen haben, wie zum Beispiel gegen das „Reichsbürger“-Netzwerk rund um Heinrich XIII. Prinz Reuß, mit 27 Beschuldigten, denen Umsturzpläne vorgeworfen werden. Außerdem gibt Oliver Gottwald Einblicke in seine Fortbildung für Mitarbeiter*innen im öffentlichen Dienst und davon, welche alltäglichen Erfahrungen mit Reichsbürgern in unterschiedlichen Behörden gemacht werden. Das größte Problem sei der „paper terrorism“. Was das ist und was Mitarbeiter*innen in Behörden konkret tun können, erfährst Du in dieser spannenden Folge.
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Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdI, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.
In der neuen Folge von „Extreme Zeiten“ hatten wir Hakan Çelik, den Leiter der Beratungsstelle Violence Prevention Network (VPN) Hessen, zu Gast. Er hat spannende Einblicke in seine Arbeit und die Herausforderungen gegeben, die Jugendliche in ihrem Umgang mit religiös begründetem Extremismus erleben. Gemeinsam haben wir darüber gesprochen, wie wichtig Prävention, Aufklärung und Unterstützung in diesem sensiblen Themenfeld sind – sowohl für Betroffene als auch für ihre Familien und Fachkräfte.
Die Beratungsstelle Hessen von Violence Prevention Network bietet Unterstützung in vielfältigen Situationen: Sei es bei religiös bedingten Spannungen in Institutionen, Konflikten im Umfeld oder Radikalisierungsgefahr bei Jugendlichen. Mit Präventionsmaßnahmen, Fortbildungen und gezielten Deradikalisierungsangeboten schafft die Beratungsstelle einen Raum für Toleranz, Verständnis und Veränderung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt darauf, Wege aus extremistischen Ideologien aufzuzeigen und Radikalisierungsprozesse rechtzeitig zu erkennen und umzukehren.
Hier findest du die Angebote von VPN Hessen: https://violence-prevention-network.de/angebote/projektuebersicht/beratungsstelle-hessen-religioese-toleranz-statt-extremismus/
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Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
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Nur wenige Monate nach ihrem ersten Besuch dürfen wir Frau Prof. Dr. Ursula Birsl erneut in unserem Podcast willkommen heißen! Diesmal haben wir die renommierte Politikwissenschaftlerin gefragt, wie sie die Wahlergebnisse im Osten Deutschlands bewertet und welche Auswirkungen diese auf die Regierungsbildung haben könnten.
In Bezug auf ein mögliches AfD-Verbot vertritt Frau Birsl eine differenzierte Position: Die Auseinandersetzung mit der AfD sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und dürfe nicht allein den Parteien überlassen werden. Ein Verbot der Partei würde das Problem nicht lösen, da die Wähler*innen der AfD dadurch nicht verschwinden würden. Dennoch hält sie ein Verbotsverfahren im Sinne einer wehrhaften Demokratie für wünschenswert.
Wir diskutieren auch das Bündnis rund um Sahra Wagenknecht: Wie ist es einzuordnen, und ist eine Regierungsbildung ohne diese neue Partei noch realistisch? Die bisherigen Koalitionsverhandlungen sind in jedem Fall außergewöhnlich: Sahra Wagenknecht ist nicht nur aktiv involviert, sondern besteht auch darauf, dass zentrale Bundesthemen, wie etwa die Waffenlieferungen an die Ukraine, Teil der Verhandlungen sind.
Ein weiteres spannendes Thema ist die Wählerschaft der AfD unter jungen Menschen. Laut der aktuellen Shell Jugend-Studie trifft die Annahme, dass die Jugend stark zur AfD tendiert, nicht zu. Im Gegenteil: Junge Menschen zeigen ein hohes politisches Interesse, und das Bild von einer desinteressierten Jugend ist eher ein verbreitetes Vorurteil. Ein Blick in die Studie lohnt sich auf jeden Fall: https://www.shell.de/ueber-uns/initiativen/shell-jugendstudie-2024/informationsmaterial-2024.html
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Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
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Der 7. Oktober 2023 markierte eine Zäsur, nicht nur für Jüdinnen und Juden. Die Welt blickte erschüttert nach Israel, wo das schlimmste Massaker seit dem Zweiten Weltkrieg stattfand. Die Schrecken und das Grauen führten in der Folge zu neuen, massiven Konflikten im Nahen Osten. Die Situation verschärfte sich zunehmend, und der 7. Oktober wirkte nicht nur vor Ort, sondern auch weltweit als Katalysator für Antisemitismus. In vielen Ländern hat sich das Zusammenleben verändert, und das Sicherheitsgefühl jüdischer Menschen hat sich im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert. Besonders die jüdischen Gemeinschaften sehen sich verstärkt mit Antisemitismus und gesellschaftlichen Spannungen konfrontiert. Doch wie sich der Alltag verändert und welche Maßnahmen wurden ergriffen, um auf diese neue Realität zu reagieren?
Zu Gast war Ilana Katz, Vorsitzende des Sara Nussbaum Zentrums und der Jüdischen Gemeinde Kassel. Sie berichtet über die vielfältigen Projekte des Zentrums, das sich für interkulturelle und -religiöse Verständigung, Aufklärung und die Förderung jüdischen Lebens einsetzt. Katz teilte Einblicke in die Arbeit des Zentrums, das durch Bildung und Dialog Brücken zwischen verschiedenen Kulturen baut und aktiv gegen Vorurteile vorgeht. Sie schilderte außerdem, wie die jüdische Gemeinde auf die aktuellen Herausforderungen reagiert und welche zentrale Rolle das Zentrum dabei spielt, als sicherer Ort für Austausch und Gemeinschaft zu dienen.
Hinweis der Redaktion: Bei dem Autor Handelt es sich um Douglas Murray.
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Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
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In unserem Podcast berichtete Mona Schwarz von der Mobilen Beratung Osthessen und Vogelsberg über die wachsende Präsenz rechtsextremer Gruppierungen in ländlichen Raum. Immer mehr rechtsextreme AkteurInnen kaufen gezielt Immobilien wie Bauernhöfe oder Gasthäuser, um ungestört ihre völkische Ideologie zu verbreiten und feste Strukturen und Netzwerke aufzubauen. Unter dem Deckmantel traditioneller Werte, Rollenverständnissen und Heimatverbundenheit integrieren sie ihre Ideologien tief in die lokale Gemeinschaft.
Ein besonderes Beispiel ist die rechtsextreme Anastasia-Bewegung, die aus Russland stammt und Esoterik mit antisemitischen und völkischen Ideen verbindet. Die Bewegung basiert auf den Büchern des Autors Wladimir Megre, die die Figur „Anastasia“ als eine Art spirituelle Führerin darstellen. In Deutschland gewinnt sie vor allem im ländlichen Raum Anhänger, die sich von der modernen Gesellschaft entfremdet fühlen. Die Bewegung fördert autarke Landkommunen, die als Keimzellen einer „rassisch reinen“ Volksgemeinschaft fungieren und sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung richten.
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Welche Rolle spielen Frauen und Geschlechterverhältnisse innerhalb rechtsextremer Parteien und Bewegungen? Die zunehmende Liberalisierung der Geschlechterverhältnisse provoziert Gegenbewegungen, da traditionelle Ordnungsvorstellungen aufgegeben werden müssen. Diese Entwicklungen mobilisieren Männer und Frauen gegen die sogenannte „Gender-Ideologie“, da sie Verunsicherung und Identitätskrisen verursachen, wenn etablierte Rollenverhältnisse ins Wanken geraten. Obwohl Frauen tendenziell progressivere und eher linke Einstellungen haben, spiegelt sich dies nicht immer in ihrem Wahlverhalten wider, und sie sind, wenn auch seltener, in rechtsextremen Strukturen zu finden.
In unserem Podcast sprach Prof. Dr. Ursula Birsl, Professorin für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg, über maskulinistische Identitätspolitik, vertreten durch Figuren wie Maximilian Krah und Bernd Höcke. Diese Politiker propagieren ein konservatives Rollenbild und nutzen die Unsicherheiten in der Gesellschaft, um gegen progressive Geschlechterrollen zu mobilisieren. Prof. Dr. Birsl erklärte, wie Frauen zur Verbreitung rechtsextremer Ideologien beitragen und welche Rolle sie in der rechtsextremen Szene spielen.
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Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
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Rechtspopulistische Sprache besitzt eine beachtliche Macht, da sie gezielt Ängste und Vorurteile in der Gesellschaft schürt. Durch die Verwendung von stark emotionalisierenden und oft aggressiven Begriffen versucht sie, bestehende Unsicherheiten zu verstärken und Feindbilder zu schaffen. Diese Rhetorik polarisiert und spaltet die Gesellschaft, indem sie bestimmte Gruppen als Bedrohung darstellt und dadurch eine „Wir gegen die“-Mentalität fördert. Die ständige Wiederholung solcher Worte in Medien und öffentlichen Diskussionen kann dazu führen, dass extremistische Ansichten normalisiert und schrittweise in den Mainstream integriert werden.
Zu Besuch bei uns im Podcast war Prof. Dr. Constanze Spieß, Germanistin und Linguistin von der Philipps-Universität Marburg, um über ihre Forschung zur Macht rechtspopulistischer Sprache zu sprechen. Prof. Dr. Spieß erläuterte, wie rechtspopulistische Rhetorik subtilere, aber nicht minder gefährliche Mechanismen nutzt, um gesellschaftliche Diskurse zu beeinflussen. Diese Sprache bedient sich oft vermeintlich harmloser Begriffe und Euphemismen, um diskriminierende und exkludierende Ideologien zu verbreiten. Zudem sitzt Prof. Dr. Spieß in der Jury für das „Unwort des Jahres“, wodurch sie maßgeblich dazu beiträgt, problematische sprachliche Entwicklungen in der Öffentlichkeit zu benennen und zu kritisieren. Ihre Expertise bietet wertvolle Einblicke in die Art und Weise, wie Sprache als Instrument der Macht und Manipulation fungieren kann.
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