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Antidemokratische Einstellungen und Verhaltensweisen gefährden das friedliche Zusammenleben einer Gesellschaft und erschüttern diese in ihren demokratischen Grundfesten. Den Schulen kommt als Ort gelebter Demokratie sowie als zentrale Sozialisationsinstanz eine besondere Rolle bei der Adressierung dieser gesellschaftlichen Gefährdungen zu. Berufliche Schulen im Speziellen werden dabei von politischen Bildungsangeboten bisher aber wenig beachtet. Sie stellen häufig die letzte Bildungsinstitution dar, die noch intentionale politische Bildungsangebote an junge Erwachsene richten kann.
Das hessische Modellprojekt „Starke Lehrer – starke Schüler“ an der Philipps-Universität Marburg hat Fortbildungsangebote für Lehrkräfte entwickelt, umgesetzt und wissenschaftlich begleitet. Bei uns waren Maria Schneider und Philipp Klingler, um von dem Projekt und aus der Praxis zu berichten. Im Zentrum steht neben der fachlichen Fortbildung von Lehrkräften zu den Themenfeldern Extremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch die Möglichkeit, von externen Berater:innen unterstützt zu werden.
Hier geht’s zum Modellprojekt: https://starkelehrer-starkeschueler.de/
Du hast Anregungen und Ideen? Schreibe uns: [email protected]
Wir bedanken uns herzlichst bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die großartige Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments.
Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des HMdIS, des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.
Nach dem Geheimtreffen der AfD und der Veröffentlichung der Correctiv-Recherchen sind Millionen von Menschen auf die Straßen gegangen, um ein Zeichen gegen Rechtsextremismus zu setzen. Doch was wird von diesen Protesten bleiben? Was braucht es, damit aus einem Protest eine soziale Bewegung entsteht? Und was ist mit den anderen Demonstrationen wie den sog. Bauernprotesten? Diese und weitere Fragen haben wir mit den beiden Wissenschaftlern Prof. Dr. Felix Anderl und Dr. Tareq Sydiq vom Zentrum für Konfliktforschung an der Philipps-Universität in Marburg besprochen.
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Hass im Netz begegnen
Hass im Netz und dessen Folgen sind leider ein weit verbreitetes Phänomen, das zunehmend unsere Demokratie und die Meinungsfreiheit gefährdet. Um diesem Problem etwas entgegenzusetzen, werden vermehrt Forschungsprojekte, neue Rechtsgrundlagen oder Meldestellen geschaffen. Doch auch für die politische Bildung ist der Umgang mit Hass im Netz ein wichtiges Thema. Gerade für Schülerinnen und Schüler aber auch für Lehrkräfte besteht eine zunehmende Notwendigkeit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Zu Gast ist Ann-Kathrin Mogge von dem Projekt #hatebreach des Vereines „Die Kopiloten“. Das Projekt bietet projektorientierte Lehr-Lern-Arrangements und Bildungsinterventionen für Schulen im Raum Nordhessen (Kassel, Landkreis Kassel, Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder-Kreis, Werra-Meißner-Kreis, Hersfeld-Rotenburg) an. Diese Angebote umfassen Projektwochen und -tage an allen Schulformen ab der 8. Klasse.
Mehr zu dem Projekt #hatebreach erfahrt ihr hier: https://hatebreach.net/
Über die anderen Angebote des „Die Kopiloten e.V.“ erfahrt ihr hier mehr: https://www.diekopiloten.de/
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Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Team des Medienzentrums der Universitätsbibliothek in Marburg für die tolle Zusammenarbeit sowie für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und des Equipments.
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Immer mehr Menschen wird bewusst, dass Demokratie aktive Mitarbeit benötigt. Doch wie können Menschen vor Ort gegen Rechtsextremismus und für unsere Demokratie aktiv werden? Andreas Balser von der Antifaschistischen Bildungsinitiative e.V. aus Friedberg spricht in dieser Folge über die Aktivitäten, denen der Verein in der Wetterau nachgeht. Demonstrationen, Vorträge, Weiterbildungen, Konzerte, Aufklären und Informieren – die Palette an Möglichkeiten ist groß!
Die Antifaschistische Bildungsinitiative (AntifaBI) ist ein demokratischer und gemeinnütziger Verein, der sich für eine offene Gesellschaft ohne Diskriminierung einsetzt. Vielen Menschen fehlen das Problembewusstsein und die Strategien für den Umgang mit menschenverachtenden und verfassungsfeindlichen Einstellungen. Gerade in ländlichen Regionen wie der Wetterau ist es aus Mangel an anderen Angeboten für Neonazis und Rechtsextremisten einfach, Jugendliche und Erwachsene mit niedrigschwelligen Angeboten für sich zu vereinnahmen. Hierbei zeigt die AntifaBI auf, mit welchen Formaten und Angeboten Alternativen geschaffen werden können.
Weitere Infos zum Verein: www.antifabi.de
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Rechtspopulistische Parteien wie die AfD haben eine klare Agenda, wie sie auf die Zivilgesellschaft und besonders zivilgesellschaftliche Träger im Bereich Kinder und Jugendarbeit einwirken können. Der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Benno Hafeneger hat zusammen mit seinem Team die Jugendpolitik der AfD anhand von parlamentarischen Interventionen wie Anträgen und Anfragen untersucht.
Die AfD wünscht sich eine homogene und angepasste Jugend. Schulen sollten kein politisches Engagement fördern oder gar Aushänge zulassen. In Hamburg hat die Partei sogar dazu aufgerufen, Lehrkräfte zu denunzieren, die nicht in das Konzept eines rechten Weltbilds passen. Ein besonderes Mittel der AfD beim Umgang mit Trägern und Vereinen der außerschulischen Jugendarbeit, ist die Anfrage. Diese soll Aktive verunsichern und Narrative verankern, die langfristig eine finanzielle Förderung erschweren.
Mehr Infos zu Studie „Die AfD und die Jugend. Wie die Rechtsaußenpartei die Jugend- und Bildungspolitik verändern will“ findest du hier: https://www.wochenschau-verlag.de/Die-AfD-und-die-Jugend/41200
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Das Demokratiezentrum Hessen, Fach- und Geschäftsstelle des Beratungsnetzwerks Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus, wird mit Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben“ und des Landesprogramms „Hessen – aktiv für Demokratie und gegen Extremismus“ gefördert.
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In ihrem Buch „Empowerment als Erziehungsaufgabe“ beschreibt die Soziologin Dr. Nkechi Madubuko die Folgen und den richtigen Umgang mit Rassismuserfahrungen bei Kindern und Jugendlichen. Sie ist nicht nur als Wissenschaftlerin am Demokratiezentrum Hessen tätig und forscht zu dem Thema, sie ist ebenso als Diversity-Trainerin aktiv. Ihre Schwerpunkte als Trainerin sind Diversität und rassismuskritisches Denken, Flucht, Empowerment von Kindern und Jugendlichen, Powersharing und Umgang mit Rassismuserfahrungen. Durch ihre beeindruckende Expertise ist sie eine gefragte Referentin und Autorin, der es besonders darum geht, Eltern und MultiplikatorInnen für das Thema zu sensibilisieren.
Mehr Infos zu Dr. Nkechi Madubuko findet du hier: https://www.nkechi-madubuko.de
Eine Auflistung ihrer Publikationen findest du hier: https://www.nkechi-madubuko.de/publikationen/
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„Haltung“ ist ein inflationärer Containerbegriff: Immer, wenn alle Stricke reißen, scheint der Ruf nach Haltung laut zu werden. In einer bestimmten Lesart ist Haltung nicht loszulösen von einer persönlichen oder gesellschaftlichen Krisenerfahrung. Doch schaut man sich einzelne Aspekte des Haltungsbegriffs näher auf dem Seziertisch an, lässt sich ein facettenreiches und spannendes Konzept entdecken, welches von einer gesinnungsethischen Nabelschau reichen kann, bis hin zur Frage nach Mut und Verantwortung in unsicheren Zeiten.
Reiner Becker (Leiter des Demokratiezentrums Hessen) hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit der Frage „Was ist Haltung?“ mit Blick auf Pädagogik und Beratung auseinandergesetzt. Zusammen mit Susann Gessner hat er ein Themenheft „Haltung“ für die Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ herausgeben:
https://www.wochenschau-verlag.de/Haltung/ZDgM2-21
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Wie selten zuvor spielte Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie eine zentrale Rolle im öffentlichen Diskurs. Wissenschaft und ihre Akteur*innen sahen sich mitunter pauschalen Infragestellungen, Ablehnung oder gar schweren Anfeindungen ausgesetzt. Hinter diesen Formen von Wissenschaftsfeindlichkeit steckt oftmals eine Strategie, die das Ziel verfolgt, wissenschaftliche Erkenntnisse und die dahinterliegenden Methoden und Prozesse zu delegitimieren.
Gamze Damat (wissenschaftliche Mitarbeiterin im Demokratiezentrum Hessen) und Sophie Einwächter ( Leiterin des DFG-Projekts: „Medienwissenschaftliche Formate und Praktiken im Kontext sozialer und digitaler Vernetzung: Eine ethnografische und netnografische Studie“ am Institut für Medienwissenschaft der Universität Marburg) haben verschiedene Aspekte zum Thema Wissenschaftsfeindlichkeit untersucht und in zwei Themenheften der Zeitschrift „Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit“ veröffentlicht.
Die Ausgaben zu „Wissenschaftsfeindlichkeit“ und „De/Legitimationen von Wissen“ sind 2022 und 2023 im Wochenschau Verlag erschienen. Die Veröffentlichungen von Gamze Damat und Sophie Einwächter in Demokratie gegen Menschenfeindlichkeit findet ihr hier:
https://www.wochenschau-verlag.de/De-Legitimationen-von-Wissen/zdgm1-23
https://www.wochenschau-verlag.de/Wissenschaftsfeindlichkeit.-Angriffe-auf-Wissenschaft-ler-innen-und-ihre-Bedeutung-fuer-Bildung-und-Demokratie/ZDgM2-22
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An der Philipps-Universität Marburg wurde ein bundesweit einzigartiger Studiengang entwickelt und eingeführt: Seit dem Wintersemester 2022/23 kann dort der Weiterbildungsmaster „Beratung im Kontext Rechtsextremismus“ belegt werden. Der Master ist berufsbegleitend und richtet sich an Fachkräfte, sowohl aus der Mobilen Beratung als auch aus angrenzenden Feldern der Beratung gegen Rechtsextremismus und der Demokratiebildung.
Verantwortlich für den Studiengang und dessen Akkreditierung sind Tina Dürr und Madeline Lockstedt, die im Rahmen dieses Projekts auch Anfeindungen im Sozialen Netz von rechten Akteuren und Parteien ertragen mussten. Dennoch kann der Start des Weiterbildungsmasters als voller Erfolg gewertet werden – letztlich hat der Shitstorm dem Studiengang auch bei der eigentlichen Zielgruppe Aufmerksamkeit beschert.
Der Einstieg in den Studiengang findet alle zwei Jahre zum Wintersemester statt, maximal 20 Studierende werden zugelassen. Bewerbungen für den Weiterbildungsmaster sind wieder ab dem Frühjahr 2024 für das Wintersemester möglich. Ist dein Interesse nach dieser Folge geweckt?
Alle Informationen zum Weiterbildungsmaster „Beratung im Kontext Rechtsextremismus“ findet ihr hier: https://www.uni-marburg.de/de/fb21/studium/studiengaenge/m-a-beratung-im-kontext-rechtsextremismus
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Serpil Temiz-Unvar verlor ihren Sohn Ferhat bei den rassistischen Morden am 19.02.2020 in Hanau, als ein Attentäter den damals 23-Jährigen in einem Kiosk erschoss. „Ferhat soll nicht umsonst gestorben sein“ sagte sie einst in einem Interview. Als Reaktion auf das grausame Attentat, welches zehn Menschen das Leben kostete, gründete sie die Bildungsinitiative Ferhat Unvar im November desselben Jahres. Die Initiative hat zum Ziel, „Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Eltern, die im Alltag Diskriminierung erfahren, eine Anlaufstelle zu bieten“. Ein besonderes Augenmerk liegt im Handlungsfeld Schule und den rassistischen Erfahrungen, die besonders junge Menschen mit Migrationshintergrund dort machen. In Antidiskriminierungsworkshops sollen junge Menschen Empowerment erfahren und einen Umgang mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen erlernen.
Alle Informationen zur Bildungsinitiative Ferhat Unvar findet ihr hier: https://www.bildungsinitiative-ferhatunvar.de/
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