Schokolade fürs Klima – wie geht das? Was bedeutet die Klimakrise für die Kakaoproduktion? Warum ist die Wertschöpfung im Anbauland so wertvoll? Und wie geht die Schokoladenproduktion selbst den Weg zu Klimapositivität?
In der neuen Podcast-Folge zum Weltladentag am 10. Mai dreht sich alles um Schokolade und die Klimakrise: Wie hängt das zusammen? Gemäß des Mottos “Schoki fürs Klima? Kauf ich euch ab!” sprechen Annalena und Laura mit Jonas Schaller von fairafric und mit Barbara Schimmelpfennig von der GEPA. Beide Schokoladenhersteller gehen mit dem Fairen Handel alternative Wege für Klimagerechtigkeit. Fairafric setzt bereits seit acht Jahren ganz auf die Wertschöpfung im Ursprungsland: Von der Bohne bis zur Tafel wird die Schokolade in Ghana hergestellt, die solarbetriebene Schokoladenfabrik liegt praktisch direkt neben den Kakaoplantagen. Die Verarbeitung im Kakaoanbauland führt zu 50 bis 60 Prozent Wertschöpfung des fertigen Produkts in Ghana – für Jonas Schaller ist das wirtschaftliche Handeln ein Mittel zur Armutsbekämpfung. Außerdem erklärt er, was ein Agroforst bedeutet und wie wichtig Schokolade fürs Klima sein kann.
Die GEPA ist ein Pionier im Fairen Handel und wird dieses Jahr – wie der Weltladen-Dachverband – 50 Jahre alt. Die Lieferkette ist vollkommen transparent – eine Besonderheit in der Schokoladenindustrie. Die GEPA weiß genau, wer wo beteiligt ist. Auch sie setzt zum Beispiel bei der Kakaobutter auf die Wertschöpfung im Ursprungsland. Barbara Schimmelpfennig zeigt auf, wie genau Schokolade hergestellt wird und was aus Sicht der GEPA echte Alternativen für Klimagerechtigkeit sind.
In der Folge erfahrt ihr Hintergründe, wie der Kakaoanbau und die Klimakrise zusammenhängen – und wie Schokolade zur Lösung beitragen kann. Außerdem wird es auch ein bisschen lecker – aber hört selbst!
Hier geht es zu unserer Umfrage an alle Hörenden. Wie gefällt euch unser Podcast fairtont. und warum hört ihr ihn?
Links zum Weiterlesen:
Am 10. Mai ist Weltladentag! Erfahrt hier, wie ihr euch selbst beteiligen könnt und geht unbedingt bei eurem Weltladen vorbei.
Die Schokoladenfirma fairafric stellt bereits seit acht Jahren ihre Schokoladen von der Bohne bis zur Tafel in Ghana her. Sie hat sich mit Weltpartner zusammengeschlossen.
Die GEPA setzt sich bereits seit 50 Jahren für den Fairen Handel und globale Gerechtigkeit ein. Sie hat direkte Handelspartnerschaften zu ihren Kakaokooperativen.
In der Folge sprechen wir den WDR-Dokumentarfilm „Schmutzige Schokolade: Sie zahlen für unseren Genuss“ an. Hier werden die harten Anbaubedingungen und die Kinderarbeit im Kakaoanbau in der Côte d’Ivoire gezeigt. Die GEPA kommt als Positivbeispiel mit dem Anbau in der Dominikanischen Republik vor.
Gerade zu Kinderarbeit im Kakaoanbau haben wir eine ganze Folge produziert: Noch immer arbeiten 1,5 Millionen Kinder auf den Kakaoplantagen in Westafrika unter ausbeuterischen Bedingungen. Hört auch gerne noch in diese Folge #23 Von Kindern für Kinder – Kakaoanbau in Westafrika rein!
So langsam tut sich was in der Schokoladenindustrie: Mit der Gründung des Forum Nachhaltiger Kakao verpflichten sich mittlerweile einige Schokoladenhersteller zu mehr Nachhaltigkeit im Kakaoanbau.