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"Brooklyn" von Colm Tóibín ist eines meiner Lieblingsbücher. Und weil es außerdem ein richtig gutes
Die junge Eilis bricht in den 1950er-Jahren allein aus einer irischen Kleinstadt auf, um in Brooklyn die Chance auf ein besseres Leben zu finden. Dabei muss sie sich Einsamkeit, Trauer und -- noch komplizierter -- der Liebe stellen. Eine zeitlose Geschichte, die sich gerade jetzt erstaunlich aktuell anfühlt. Voller Wärme und Humor, mit Tiefe und Leichtigkeit, wie ein Stück echtes Leben.
Bitte kauft in euren Buchhandlungen vor Ort, um sie in dieser schweren Zeit zu unterstützen: #kauflokal #bücherfürdiequarantäne
„Brooklyn“ von Colm Tóibín ist als Hardcover bei Hanser erschienen (21,90 €) und
Ich danke dtv, dass ich für diese Podcast-Episode in die deutsche Fassung schauen durfte.
Und wenn euch "Brooklyn" gefällt, ist vielleicht auch Colm Tóibíns Roman "Nora Webster" etwas für euch. Hardcover bei Hanser, Taschenbuch bei dtv.
Es freut mich,
Bleibt gesund!
In Nora Gantenbrinks autobiografisch inspiriertem Roman-Debüt begibt sich Ich-Erzählerin Marlene auf die Suche danach, wer der Vater war, der es schick fand, sich Dad zu nennen, aber nie in die Rolle des Vaters hineinfinden konnte. Der Hippie-Vater, der das Kleinstadtleben mit Frau und Kind, eben Marlene, "gegen Geschichten von Rauschgift, Wahn, langen reisen und kurzen Affäre" getauscht hat -- und früh gestorben ist.
Eigentlich hatte ich mich riesig darauf gefreut, Nora Gantenbrink zum Gespräch zu treffen. Ich hoffe, das können wir bald nachholen, einmal für eine Extrafolge Feiste Bücher und dann hoffentlich spätestens im Frühsommer im Hamburger Nachtasyl zur ersten Lit.EMOTION, dem Live-Bücherabend, den wir schieben mussten.
Vielleicht
Es ist als Hardcover bei
Über Feedback freue ich mich, gern per Mail an [email protected] oder auf Instagram.
Katya Apekinas Debüt „Je tiefer das Wasser“ ist eine Familiengeschichte, in der es um die Kraft der Kunst geht, die zerstören und heilen kann. Apekina verwebt mehrere Perspektiven und verschiedene Zeitebenen. Die beiden wichtigsten Stimmen gehören den Schwestern Edie und Mae, die wir 1997 kennenlernen, als sie 16 und 14 sind. Während Edie die Ereignisse 1997 erzählt, spricht Mae gut 15 Jahre später als Erwachsene. Apekina findet so für die Schwestern nicht nur einen klar unterscheidbaren Ton, sie bringt dadurch auch verschiedene Reflektionsebenen in den Text.
Die Mutter der beiden hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Der Vater, ein Starautor in einer Schaffenskrise, steht plötzlich den Töchtern gegenüber, die er als Kinder verlassen hat. Und während Edie bedingungslos loyal zu ihrer Mutter steht, hofft Mae, der Mutter, die sie so anders erlebt als ihre Schwester, zu entkommen.
Starkes Debüt, das auch davon erzählt, mit welcher Macht Eltern das Leben ihrer Kinder prägen.
http://nachtasyl.de/index.php/583-lit-emotion?date=2020-03-17-20-00
Um eine Idee zu bekommen, wie viele Leute vorbeikommen, möchten wir euch bitten, euch anzumelden unter: [email protected]
Und wenn euch Feiste Bücher gefällt,
Antje Joels Buch „Prügel“ hat mich so mitgerissen, dass das, was eigentlich nur ein Teaser werden sollte, nun Teil 1 einer Doppel-Episode ist. Ihr Buch über häusliche Gewalt ist zur Hälfte autobiografisch und zur Hälfte ein Sachbuch, mit so spannenden wie erschütternden Zahlen und Fakten. Jede dritte Frau in Deutschland erlebt mindestens einmal im Leben Gewalt in einer Beziehung. Das sind allein bei uns mehr als 12 Millionen Frauen ab 15 Jahren.
Antje Joel ist eine von ihnen. Und für mich ist sie mit ihrem Buch über Gewalt jemand wie Greta Thunberg: Die Journalistin macht mutig auf ein großes Problem aufmerksam, das wir allzu gern als individuelles „Paarproblem“ abtun. Aber selten war das Private politischer als bei dieser Frage. Ich habe durch dieses Buch zum ersten Mal verstanden haben, dass diese Gewalt sich nicht damit lösen lässt, indem die Frau „einfach“ geht. Tatsächlich kann es den Tod bedeuten, wenn sie geht.
Die Gewalt gegen Frauen ist ein gesellschaftliches Problem, und das können wir nur gemeinsam lösen und dafür müssen wir hingucken, um es besser zu verstehen. Aber vor allem, sagt Joel, müssten wir weg von der Frage, die oft eher Vorwurf ist: „Aber warum bleibt sie denn bei dem?“ hin zu den großen Fragen: „Was ist mit diesen Männern los? Und: Was läuft in unserer Gesellschaft schief, dass wir diese Gewalt dulden? Ich hoffe, dass sich möglichst viele an dieses Buch rantrauen.
Wie ich dazu gekommen bin? Joel hat für EMOTION,
Hier findet ihr die Links:
https://www.emotion.de/leben-arbeit/gesellschaft/antje-joel-haeusliche-gewalt
https://www.emotion.de/ich-bin-jede-dritte-frau
„Prügel“ von
Wenn
Andrea ist New Yorkerin, sie ist Single -- und die Anti-Heldin in Jami Attenbergs sechstem Roman "Nicht mein Ding". Anfangs habe ich Andrea gefühlt auf jeder Seite fragen wollen: Warum tust du dir das an? Die faden Affären, die allein geleerten Flaschen Wein... Zumal Andrea, die die meiste Zeit des Buchs in ihren 30ern ist, das alles selbst weiß: Denn sie ist klug, sie ist schlagfertig, empfindsam und ihre Neurosen haben New Yorker Glam, weil in der Über-Stadt alles cool ist, selbst wenn man seine Möbel auf den Sperrmüll zusammensuchen muss. In Rückblenden schält Jami Attenberg Schicht um Schicht Andreas Verletzungen frei, einer (Single)Frau unserer Zeit, einer Schwester im Geiste von Phoebe Waller-Bridges Fleabag. Sehr mein Ding!
Wenn
Und hier der versprochene Link zum Google Talk mit Jami Attenberg:
Das andere Buch, sehr (!) lesenswerte Buch, das ich erwähne, ist ein wiederentdeckter Klassiker, der ursprünglich 1965 erschienen ist:
"Stoner" von John Williams, als Taschenbuch bei dtv erschienen. Bernhard Robben hat es aus dem Englischen übersetzt, es kostet 10,90 Euro.
Der Roman "Taghaus, Nachhaus" der Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk spielt im schlesischen Riesengebirge, in einem Städtchen namens Nowa Ruda, das früher deutsch war, noch früher tschechisch und davor österreichisch-ungarisch. Die Ich-Erzählerin zieht mit ihrem Mann in die Gegend und beginnt, die Geschichten des Ortes und seiner Menschen zu sammeln -- die ihrer Nachbarn und die von denen, die vor langer Zeit dort gelebt haben
Das Buch bricht die Erwartungen an einen Roman. Tokarczuk erzählt ihre Geschichte(n) in einem Geflecht aus
Mit einer ungeheuren Vielfalt an Geschichten -- von der Suche einer jungen Bankangestellten nach Liebe über eine Heiligen-Legende des 14. Jahrhunderts bis hin zur Begegnung von Pol*innen und Deutschen am Ende des Zweiten Weltkriegs oder in den 90er-Jahren und immer wieder Träumen -- nähert sich Olga Tokarczuk diesem Ort und der Welt. Denn wie es im Klappentext heißt: "Was von den Menschen bleibt: Geschichten und Träume." Und ich versuche mich, in dieser Podcast-Folge der Vielfalt dieser Geschichten anzunähern. Was mich besonders bewegt hat: Meine Familie väterlicherseits kommt aus dem Riesengebirge, 130 Kilometer westlich von Nowa Ruda.
Anfang März stellen zwei meiner Kolleginnen zwei weitere Bücher der Literaturnobelpreisträgerin im Magazin EMOTION vor: den Krimi "Gesang der Fledermäuse" und "Unrast", einen Roman übers Reisen. Ich habe
"Der Sommer meiner Mutter" ist für mich eines der schönsten Bücher des Jahres 2019, auch wenn man vom ersten Satz an weiß, es wird tragisch enden. Ulrich Woelks Roman stand auf der Longlist für den Deutschen
Wenn euch der Podcast gefällt, freu ich mich,
In der Episode erwähne ich zwei andere Bücher, die mir dieses Jahr ausgesprochen gut gefallen haben, in denen Kinder die Erzähler sind, wird also Zeit, meine Vorurteile gegenüber dieser Perspektive zu revidieren.
Das eine ist: "Der Gesang der Flusskrebse" von Delia Owens, das ich euch in Episode 10 von "Feiste Bücher" vorstelle, erschienen bei Hanserblau, 22 Euro.
Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout hat eine Fortsetzung zu ihrem wunderbaren Roman „Mit Blick aufs Meer“
In 13 Geschichten erweckt Strout eine ganze Kleinstadt an der Küste Maines zum Leben. Die Geschichten sind lose verbunden über Olive Kitteridge, eine sarkastische Mathe-Lehrerin, die alles ist, aber nicht sofort
Der Surrealist Max Ernst war einer der großen Künstler des 20. Jahrhunderts. In seiner Romanbiografie "Max" nimmt Markus Orths
Ein wunderbares, bereicherndes Buch, das ich 2017 gelesen habe. Gerade waren mein Freund und der
Weil
Wenn ihr in
Max von Markus Orths ist 2017 als
Und
Über Feedback freue ich mich auf Insta oder per Mail an: [email protected]
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