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Weil proaktives Ragebait in unsere Richtung betrieben wurde, haben wir uns entschlossen über dieses Stöckchen zu springen und (erneut) den Kolleg*innen der Zeit ein bisschen Expertise zu Themen zur Verfügung zu stellen, zu denen sie zwar bisher mit eloquenten Meinungen aufwarten können, mehr jedoch nicht. In der Hoffnung, dass so viel Reichweite demnächst vielleicht mit etwas mehr Wissen und Hintergrund bespielt werden kann, folgt daher hier eine kostenlose Blattkritik, bzw. Podcastkritik zur Folge "Warum gibt es keine Tradwives von links?" der Sogenannten Gegenwart.
Woher kommen die Tradwifes? Was ist das ideologische Projekt dahinter? Warum treffen sie ausgerechnet jetzt einen Zeitgeist? Was hat das mit Arbeitskampf und Feminismus zu tun? Und warum sollten sich ALLE Medien sehr genau überlegen, warum und wenn ja, wie sie über diese Frauen berichten wollen - darüber sprechen und lesen wir.
Diese Folge ist eine Live Folge, die wir auf Einladung der IG Metall in Chemnitz aufgenommen haben. Statt Eintritt wurden an diesem Abend Spenden für die Frauenhilfe Chemnitz gesammelt. Falls ihr was übrig habt, ALLE Frauenhäuser sind unterversorgt und es geht schon wieder auf die Saison der Hochzeit in Sachen partnerschafliche Gewalt zu, spendet!
Annika könnt ihr auf Patreon unterstützen und auf Ko-Fi.
Rebekka könnt ihr auf Steady unterstützen.
Shownotes:
Sibel Schicks Antwort auf Hannah Lühmanns Text zu Tradwifes auf Campact.
‘I Want a Wife' von Judy (Syfers) Brady
Eine Folge übers Dating, im weitesten Sinne. Teil 1: Der Tagesspiegel interviewt (warum auch immer) die Betreiber*innen eine Partner*innenvermittlung für Superreiche, die sich tief in die Karteikarten blicken lassen: Romantische Liebe war gestern, Vermögenswerte optimieren und sichern lautet die Devise der Stunde! Teil 2: Auch hier wird Partnerschaft um jeden Preis vermittelt, in "Princess Cut" sucht ein junges Mädchen unter Anleitung ihres Vaters nach dem idealen Mann fürs Leben, bzw. nach einem mit dem sie nicht so nah verwandt ist, denn ideal ist sowieso eigentlich nur Daddy. Zum Glück findet sie auf Umwegen Clint Masters, ob der jedoch ihre Clit mastered - das steht in den Sternen, bzw. in den Sojabohnen.
Shownotes:
Den Artikel im Tagesspiegel gibt es hier.
Die Image-Clips der Agentur, hier.
Das PDF zur Präsentation zu Princess Cut, findet ihr hier.
Carol J. Adams Essay The Sexual Politics of Meat, findet ihr hier
Da die sozialen Medien uns zwingen über Sydney Sweeneys Gene nachzudenken und da Eugenik thematisch ohnehin zur ausstehenden Analyse des Evie Magazines passt, laden wir Euch dieses Mal auf eine Achterbahnfahrt zur den "rechten Trends du jour" an der Schnittstelle von Faschismus und Kapitalismus ein. Und a propos, genau auf diesem Knotenpunkt sitzt eh einer, der seit einiger Zeit so manchen Feuilleton Boy zum Schwingen bringen: Peter Thiel! Wir haben uns angeschaut wer, wie über Thiel berichtet und haben ein paar Anmerkungen, konstruktive Vorschläge, sowie enthemmte Fremdscham im petto.
FSC Liveshows:
16. September, Köln
18. September, Hamburg
Shownotes
Empfohlene Podcasts:
Behind the Basterds - Peter Thiel
In Bed With the Right - Wagner
Empfohlene Artikel:
The Baffler Artikel über Curtis Yarvin
FAZ Text über NYT unf Yarvin von Frauke Steffens
Text von John Ganz zur "Enigma" Peter Thiel
How To Ride your husband into Delirium in a Fascist Fashion
Wir machen einen kleinen Deepdive in die Welt der pastelligen Hochglanz-Gülle, die uns vom Evie Magazine seit Ende 2019 präsentiert wird und womit sie nicht nur rechts außen Leser*innen einfangen, sondern tatsächlich Themen setzen, die mehr und mehr vermeintliche Relevanz in einer gesellschaftlichen Mitte finden. Von AntiVaxx und Covid Verschwörungsideologien, „Großen Bevölkerungsaustausch“, Erzwungene Geburten, sowie pseudowissenschaftliches Geschwobel zu Verhütung und Depression - Evie ist die rechte Edgelady der shitty takes. Ein dementsprechend wilder Ritt durch ein Magazin, das nicht nur Ehemänner in einem totalen Delirium zurücklässt, inklusive zünftiger und züchtiger Busenbesprechung. Steigt mit auf unser Pferd und lasst uns gemeinsam durch das Tal der unterirdischen Inhalte und rohen Milchmagdfantasien reiten!
CW: Essstörung, Transfeindlichkeit, Rassismus
Podcast Quellen:
In Bed with the Right, Project 1933, Pt III
Rehash, Mar-a-Lago Face
A Bit Fruity, The incoherent Sexual Politics of the Right
Artikel:
https://jacobin.com/2023/03/cross-dressing-law-united-states-history-drag-bans
https://de.wikipedia.org/wiki/Transvestitenschein
Et voila, Teil zwei unserer Wrestling Geschichte über das kurze Glühen und Verglühen eines Stars am Wrestling Himmels: Chyna.
Wir machen ausgedehnte Ausflüge ins Mormoninnentum und eine Parallelwelt in der Chyna auch eine secret live of a mormon wife mitsamt Lavenderhusband gehabt haben könnte. Und weil die Show schon längst nicht mehr nur im Ring geblieben ist, sondern jetzt mitsamt einiger ihrer einflussreichsten Akteur*innen in der Regierung die Strippen Richtung Faschismus zieht, nehmen wir die McMahons, ihre Beziehung zu Trump und ihre Kakistokratie nochmal genauer unter die Lupe. Wie ein Vulkan eruptieren wir und bedecken Euch alle mit einer glühenden Schicht Insights zu den Strippenziehern hinter Chynas Untergang, Verschwörungsmythen und ihre Rollen in der aktuellen Trump-Regierung. Es geht im Bildungspolitik, Politik-Influencer-Dynastien und Kinder, die sich mehr gegen ihre Eltern wehren sollten.
CW: Pädo-Kriminalität, sexualisierte Gewalt, physische Gewalt, psychische Gewalt, Suchtkrankheiten
Shownotes:
Jessica Koch (2021): “‘For Glory, For Grandeur’ - Sports Entertainment Narratives and the Construction of Gender Ideologies in Professional Wrestling”. Die Arbeit ist über die Bibliothek der Uni Bielefeld erhältlich.
Artikel:
Vice, Mitchell Sunderland - Wrestling with Demons
Podcasts:
In Bed With the Right - WLOMW Folge
16 Minutes of Fame - Mormon Influencer
True Crime and Cocktails - Chyna Episodes
Are you ready to rumble?!
Wir sind endlich zurück und haben die Geschichte des 9. Weltwunders, Chnya, dabei. Das Leben der einzigartigen WWE Wrestlerin ist aus einer Vielzahl von Gründen höchst relevant für unsere Gegenwart und verdient Aufmerksamkeit. Da Rebekka in ihrem neuen Buch nicht 50 Seiten mit Wrestling füllen durfte, kanonisieren wir Chyna und ihr Leben nun hier!
Es geht um die 90er und 00er Jahre, um Genderperformance, um Beauty und Backpreifen, um Medien und um viele reiche Säcke, die kein Problem damit haben eine Frau zu zerstören, solange sie nur an ihr verdienen.
CW: sexualisierte Gewalt, physische Gewalt, Suchtkrankeiten und Transfeindlichkeit.
Chyna Clips: https://www.youtube.com/watch?v=J7fCBn-DPGA
Save Cosmo Radio Petition: https://innn.it/savecosmoradio
Kommt mit uns auf einen wilden Ritt, der das Raum-Zeit-Kontinuum krümmt, denn jeder Tag ist ein feministischer Kampftag und antifeministische Bros, Pick-me-Girls und Tech-Dystopien begleiten uns schon so lange, wie mit Milchmägde mit prallen Eutern hantieren um rechtes Gedankengut in den Mainstream zu spritzen.
Es geht unter anderem um studentische Verbindungsschwestern, um linke Bros deren Klassenkampf schon seit mehr als 200 Jahren Spuren von Misogynie enthalten kann, und um Frauen, die dafür gekämpft haben, das Arbeiterkämpfe auch Arbeiter*innenkämpfe sind. Zum Abschluss blicken wir auf die Obsession der Neuen Rechten mit der „natürlichen Weiblichkeit“ und die Techbillionäre, die ihre Kohle dafür investieren die Körper aller nicht cis männlichen Personen zu kontrollieren. Fun!
Vielen Dank an die lieben Leute von Gleichstellungsbüro der Stadt Köln, die den Tag im Kulturbunker organisiert haben, vielen Dank an das Center for Literatur, der Annette von Droste Hülshoff Stiftung in Münster für die Einladung.
Ganz besonderer Dank gilt an Unterstützerinnen! Annika könnt ihr hier auf Patreon unterstützen, Rebekka hier auf Steady.
Die Präsentation zur Show findet ihr hier.
Eine Premiere: Männerbesuch im FSC!
Zusammen mit Moritz Hürtgen und Dax Werner vom Bohnigen Wachmacher haben wir um 15:10 die ARD eingeschaltet und Sturm der Liebe geschaut, denn nach 20 sensationellen Jahren on Air ist es an der Zeit die erfolgreichste europäische Telenovela zu ehren.
Ist der Fürstenhof ist ein Funkloch?
Entwickeln Traumfrauen die magische Gabe des Bauchredens? Was sind Sexträume? Was ist Bluetooth? Ist die Frau meines Vaters vielleicht die Frau fürs Leben? Wie schmeckt unsichtbarer Kaffee und wie bekomme ich einen Kredit? Irgendwo zwischen Servicezeit, Aufklärung und Erotik oszillieren die Storylines im Fünfsterne Hotel und wir sind hooked.
Die Folge, die wir geschaut haben,hier!
Mehr von Bohnigen Wachmacher!
Einen Tag nach der Urteilsverkündung im Fall Pelicot, und nach der Aufdeckung von Vergewaltigungs-Gruppen auf Telegram hat “Titel, Thesen, Temperamente” - Deutschlands wichtigste Kultursendung bekanntgegeben, dass Thilo Mischke die Nachfolge von Max Moor als Nachfolger des Kulturmagazins antreten soll. Außerdem wird Mischke Co-Moderator des neuen TTT-Podcasts, zusammen mit der Podcasterin Jule Lobo.
Mischke hatte sich 2010 einen Namen mit seinem misogynen Buch “In 80 Frauen um die Welt” gemacht, und dann 2013 noch mit “Die Frau fürs Leben braucht keinen großen Busen” nachgelegt. In seinen Büchern äußert er sich sexistisch, misogyn, rassistisch, ableistisch und auch homophob. Außerdem schrieb er für die GQ über Frauen und Sex. TTT führt an, Mischke sei geläutert und bereue seine früheren Publikationen (zumindest vom Weltreise-Sex-Buch) ist die Rede. Aber es stellt sich heraus: Tatsächlich hat sich Mischke zumindest bis gerade jetzt nicht für den Inhalt des Buchs entschuldigt, sondern sich nur vom Titel distanziert.
Viele Menschen haben 24 Stunden lang im Internet gelesen und gehört und in dieser kurzen Zeit einen Haufen extrem unappetitliches Zeug gefunden, das in einer nicht-patriarchalen Welt zumindest dazu führen würde, dass Mischke nicht das wichtigste Kulturmagazin des Landes moderiert. Zusammen mit Isabella Caldart und Anja Rützel gehen wir die Timeline von Mischkes Äußerungen durch - und haben 15 weitere Stimmen von Menschen aus dem deutschsprachigen Medien-, Kunst- und Kulturbetrieb gesammelt, die sich gegen Mischkes Berufung aussprechen oder sich kritisch damit - und den Verteidigungsstrategien, die jetzt aufgezogen werden, auseinandergesetzt haben.
Die Botschaft ist eindeutig: Es wird mit zweierlei Maß gemessen - Misogynie, Sexismus und sämtliche -ismen sind kein Hindernis, einen der mächtigsten Jobs im deutschen Kulturbetrieb zu bekommen. Oder doch? Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Dank fürs Mitarbeiten & Lautsein an:
Isabella Caldart und Anja Rützel, sowie Mareike Fallwickl, Simon Sahner, Nicole Seifert, Till Raether, Asha Hedayati, Nabard Faiz, Adrian Daub, Ninia Binias, Nora Hespers, Moritz Hürtgen, Ike Häuser, Dax Werner, Jennie Bohn, Alena Schröder und Aida Baghernejad (und Ann-Katrin Büüsker, die keine Zeit hatte, aber meinte, wir sollten ihre Skeets vorlesen, was wir verpasst haben, die aber exzellent und u.a. hier und hier zu finden sind, sowie Berit Glanz deren Recherche-Threads u.a. hier und hier zu finden sind, sowie Magda Birkmann und Joris Wiese).
Hier könnt ihr euch bei der ARD melden und beschweren:hilfe.ard.de/kontakt
ARD-Zuschauerredaktion, Telefon: +49 89/5589-440
Alle Quellen findet ihr hier.
Es weihnachtet, wir haben Hot Frosty geschaut und viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Hört selbst!
„You can’t slip though my crack, amigo!“ - Bad Cop
„Ein tiefdurchdachter Film. Dieses Werk ist ein messerschafter, kultureller und gesellschaftlicher Kommentar: nah am Zeitgeist und polizeikritisch. Ich fühle mich abgeholt.“ - A. Brockschmidt
„Eine verpasste Chance für Netflix eine Marktlücke zu füllen. Mehr Mut zu Pfütze! Im Genre „wholesome horny“ geht noch was auf dem Weihnatchtsfilmemarkt.“ - R. Endler
Spenden haben wir für das Mädchenhaus Mia gesammelt. Wir freuen uns, wenn ihr beim Hören Spaß hattet, wenn ihr das mit einer kleinen Spende dort hin quittiert.
Danke an das Kreativ Haus in Münster für die Einladung und die weihnachtliche Bühnendeko!
Vielen Dank und fröhliche Feiertage an unsere Abonent*innen auf Patreon und Steady. Und an alle anderen auch.
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