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Gemeinsam fragen Alice und Özge: Wie gehen wir als Gesellschaft mit Opfern um? Wer gilt als „gutes Opfer“, wer als „schlechtes“? Und warum wird Gisèle Pelicot als das „perfekte Opfer“ gefeiert, während Amber Heard im Prozess gegen Johnny Depp öffentlich zerlegt wurde?
Von Amber Heard, Donald Trump und dem neun Faschismus
Alice Hasters zeigt, wie sich unser Bild vom Opfer kulturell verschoben hat. Sie verbindet diesen Wandel mit dem Erstarken rechter und faschistischer Politik, die wir gerade erleben. Und sie fragt, was wir politisch und gesellschaftlich dagegensetzen können.
Alice Hasters ist Autorin, Journalistin und Publizistin in Berlin. Ihr kennt sie vielleicht von ihren Bestsellern „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“ oder „Identitätskrise“. Mit Maxi Häcke spricht sie im Podcast „Feuer & Brot“ über Feminismus und Popkultur.
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Schlafprobleme, Hirnnebel, Stimmungsschwankungen und plötzlich funktioniert der Alltag nicht mehr so wie früher. Viele Frauen halten das zuerst für persönliches Versagen. Dabei steckt oft die Perimenopause dahinter, und die beginnt bei vielen deutlich früher als sie denken.
inah Lang hat genau darüber einen Comic gezeichnet: „Peri Meno”. Mit Lori spricht sie darüber, wie der Comic entstanden ist und warum das Thema zwar in manchen Bubbles gerade überall auftaucht, im Rest der Welt aber noch lange nicht angekommen ist. Das hat Folgen: Viele Ärzt*innen wissen wenig darüber, für die Behandlung gibt es kein eigenes Budget, und Betroffene sollen trotzdem einfach weiter funktionieren. Willkommen im Gender Health Gap. Außerdem entwirren die beiden das Begriffschaos zwischen Peri-, Meno- und Postmenopause, sagen, was sich politisch ändern muss, und verraten, was an dieser Lebensphase richtig gut sein kann.
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Über ein Drittel aller queeren Menschen hat schon Gewalt in der eigenen Beziehung erlebt – aber kaum jemand spricht darüber. Sophia und Özge schauen sich die neue Camino-Studie zu partnerschaftlicher Gewalt in queeren Beziehungen an: Wer ist besonders betroffen? Und warum ist das Thema selbst innerhalb der queeren Community noch so unsichtbar?
Dafür haben sie mit Sarah Riese und Moritz Konradi von Camino gesprochen, die an der Studie zu Erfahrungen mit Partnerschaftsgewalt unter queeren Menschen in Berlin mitgeforscht haben. Außerdem haben Sophia und Özge mit queeren Freund*innen gesprochen, einige haben ihnen ihre Erfahrungen als Sprachnachrichten zukommen lassen. Und zuletzt gibt es noch einen Blick auf die Hilfsangebote, die es schon gibt – und die dringend fehlen.
Du bist selbst queer und erlebst Beziehungsgewalt?
Bei diesen Beratungsangeboten findest du Unterstützung:
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Ob Stadtbilddebatte, Lifestyle-Teilzeit oder die private Krankenversicherung: Praktisch wöchentlich gehen neue Aussagen von Kanzler Merz viral, in denen deutlich wird, dass er ... nun ja, nicht besonders nah an der Lebenswelt der Bevölkerung dran ist. Und für Frauenrechte spricht er sich nur dann aus, wenn er damit rassistische Vorurteile verbreiten kann. Wir schauen uns an, wie die Gen Z damit umgeht, testen unser Merz-Wissen im Bullshitbingo und „Wer hat's gesagt“-Quiz.
Katharina und Özge haben beim Kosmos Festival 2026 über die aktuelle Bundesregierung mit Friedrich Merz sinniert und sind der Frage nachgegangen, wie feministisch die aktuelle Bundesregierung eigentlich ist. Spoiler: Sieht nicht so gut aus. Zustimmungswerte im Keller, Frauenanteil in der Union unter 25% und ein Plakat, das für einen Schulverweis-würdigen Skandal sorgte – wir haben mit dem Publikum live gequizzt, gelacht und analysiert, warum unser Kanzler gerade der unbeliebteste Regierungschef der Welt ist.
Danke an alle, die da waren – es ist immer wieder schön, echte Menschen zu treffen, die unseren Podcast zuhören.
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Gemeinsam mit Evke Rulffes spricht Sally über die Geschichte weiblicher Schönheitsnormen und darüber, wie tief sie sich in uns eingeschrieben haben. In ihrem Buch „Eingeschnürt. Wie der weibliche Körper in Form gebracht wurde” beschäftigt sich Evke mit zwei historischen Schönheitspraktiken: dem Füßebinden in China und dem Korsett in Europa. Was haben diese beiden Praktiken gemeinsam und worin unterscheiden sie sich?
Dabei geht es auch um die Frage, warum Frauen sich diesen Schönheitsnormen unterworfen haben: Wer sich gesellschaftlichen Vorstellungen von einem „richtigen” weiblichen Körper widersetzte, riskierte seine soziale Position. Wie viel Freiheit bleibt also, wenn die eigene gesellschaftliche Anerkennung davon abhängt, einem Schönheitsideal zu entsprechen? Außerdem sprechen Evke und Sally darüber, welchen Schönheitsnormen Frauen heutzutage noch ausgesetzt sind und wie wir herausfinden, ob wir etwas „für uns selbst” oder „für die gesellschaftliche Erwartung” machen.
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Gemeinsam mit Özge bespricht Ole Liebl in dieser Folge des Lila-Büchersommers die gesellschaftliche Entwicklung rund um Männlichkeit: Wie hält sich ein derart zerstörerisches System wie das Patriarchat aufrecht? Warum sind Maskulinisten gerade so erfolgreich? Und wie spielt die vermeintlich neue Männlichkeit rechten Akteuren in die Karten?
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Die erste Periode. Der erste Kuss. Zum ersten Mal Sex haben und feststellen, dass es ganz anders ist, als man erwartet hat. Mit diesen und vielen anderen ersten Malen setzen sich Gesina Demes und Annika Prigge in ihrem Buch „Zum ersten Mal“ auseinander. Sie erzählen von Momenten, die sie beim Erwachsenwerden geprägt haben, von schönen, aber auch schmerzhaften Ereignissen. Und davon, wie es ist, diese Erfahrungen nicht alleine tragen zu müssen.
Annika und Gesina verbindet eine enge Freundschaft, die von Ehrlichkeit, Offenheit und Vertrauen geprägt ist. Dadurch gibt es auch Raum für Themen, über die viele lieber schweigen. In dieser Lila-Podcast-Folge spricht Minusch mit Gesina und Annika über Tabus und darüber, warum Offenheit so viel verändern kann, aber auch über Eifersucht, wer von den beiden die Hauptrolle im Schultheater gespielt hätte und darüber, wieso wir alle mehr mit unseren Freund*innen in den Urlaub fahren sollten.
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Rechtsruck, autoritäre Politiken und toxische MännlichkeitAntje Schrupp ist Politikwissenschaftlerin und Journalistin aus Frankfurt und eine der wichtigsten feministischen Denkerinnen in Deutschland. Ihr Buch "Postpatriarchales Chaos und wie wir mit Feminismus die Freiheit erobern" erschien im Februar bei Aufbau. Sie legt darin dar, dass die weltweiten Entwicklungen aktuell nicht einfach nur ein Rückfall in die alten Zeiten des Patriarchats sind, sondern etwas Neues: Rechtsruck, autoritäre Politiken und toxische Männlichkeit. Denn im Gegensatz zu den Zeiten, als das Patriarchat noch das mehr oder weniger unhinterfragte dominante Gesellschafts-System war, haben Frauen dank des Feminismus' inzwischen ein ganz anderes Selbstverständnis. Antje sagt:
"Wenn wir jetzt einfach von der Wiederkehr des Patriarchats sprechen, dann schätzen wir gering, was der Feminismus auf der symbolischen Ebene verändert hat"Wir sind zuständigAntjes Überzeugung ist, dass Frauen und Feminist*innen nicht darauf warten sollten, dass das patriarchal geprägte System ihnen großzügig Gleichstellung ermöglicht, sondern dass wir selbst anpacken müssen, wenn wir wirklich Freiheit und Autonomie erlangen wollen.
"Es gibt auch oft diesen Spruch, wir müssen lauter werden als Feministinnen. Dann frage ich mich immer, wieso denn noch lauter? Glaubt ihr, wir sind deshalb nicht erfolgreich, weil irgendjemand noch nicht gehört hat, was wir sagen? Die wollen uns das nicht geben! Wir selber sind diejenigen, die das machen müssen."In ihrer Arbeit bezieht sich Antje viel auf die Differenzfeministinnen in Italien und die Denkerin Hannah Arendt. Immer auf der Suche nach Handlungsspielräumen und Raum für Diskurse.
Es geht um Resilienz, Streit als Chance, Identitätspolitiken, Genossenschaften und vieles mehr.
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In der ersten Lila Büchersommer-Folge 2026 begrüßt Özge Julia Ritter, Moderatorin des österreichischen Literaturpodcasts „Die Buch“. Gemeinsam sprechen die beiden über drei Bücher, die Machtdynamiken in Beziehungen beleuchten – aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Kein leichtes Thema, keine abschließende Meinung. Aber viele Fragen:
Was bedeutet Konsens – und wer kann ihn unter welchen Umständen überhaupt geben? Wie verändert sich unser Blick auf die eigene Vergangenheit, je mehr wir über Machtstrukturen verstehen? Kann man gleichzeitig Opfer einer Struktur sein und aktive Mitgestalterin?
Julia von die Buch war beim Lila Podcast und Katrin vom Lila Podcast war bei die Buch. Sie hat die Klassikerin Frances Hodgson Burnett mitgebracht. Ihr Roman "Das verfallene Herrenhaus" wurde 2024 von reclam erstmal in deutscher Übersetzung veröffentlicht.
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Content Note: In dieser Sendung geht es um Gewalt durch Männer gegenüber Frauen. Sollte das Thema euch belasten, hört diese Folge lieber nicht allein oder zu einem anderen Zeitpunkt.
Auch dieses Jahr waren wir bei der Doxumentale in Berlin und zwar beim Film "Silenced" von Selina Miles. Der Film begleitet die Menschenrechtsanwältin Jennifer Robinson bei internationalen Fällen in Australien, den USA, Lateinamerika und Südafrika. Die Fälle haben eins gemeinsam: Es geht um sexualisierte Gewalt und anschließende Verleumdungsklagen gegen die Betroffenen.
Freya Leggemann von LARA Berlin spricht mit Katrin darüber, was solche Verfahren mit Betroffenen machen. Freya arbeitet psychologisch und psychotherapeutisch im Bereich Trauma und erklärt, wie sexualisierte Gewalt psychisch wirkt und warum Betroffene häufig erst später über Erlebtes sprechen können. Rein psychologisch ist Zuspruch und Validierung zentral für Betroffene - doch nicht immer erhalten sie das von ihrem Umfeld und erst recht nicht im Rechtssystem. Viele Opfer sehen sich mit Bagatellisierung und Schuldzuweisungen konfrontiert, was sie zusätzlich belasten kann.
Außerdem geht es um patriarchale Erzählungen, die bestimmen, wie eine betroffene Person „sein“ soll. Wie sollte sie sich anziehen, wie "darf" sich ein Opfer verhalten? Und wie genau nicht? Freya zeigt, warum diese Vorstellungen in vielen Fällen an der Realität vorbeigehen.
An den Beispielen von Brittany Higgins, Amber Heard und Gisèle Pelicot sprechen Katrin und Freya über Scham, ob sie wirklich die Seite gewechselt hat und warum Gerechtigkeit schwer zu erlangen ist.
Was Betroffene tun können, wie Organisationen wie LARA sie unterstützen können und wie eine bessere Zukunft aussehen könnte, in der früh mit der Prävention von sexualisierter Gewalt begonnen würde - alles das hört ihr in dieser Folge!
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Beim Lila Podcast bekommt ihr Feminismus für alle. Wir stehen für eine inklusive, niedrigschwellige, unaufgeregte und trotzdem kritische Auseinandersetzung mit den Herausforderungen im Patriarchat.…
Katrin, Laura, Lena, Minusch und Özge betrachten gesellschaftliche Debatten, alltägliche Phänomene und Ereignisse auf der ganzen Welt durch die feministische Brille. Eine neue Folge gibt es alle 14 Tage.
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