FHV Galerie

FHV Galerie

By FH VorarlbergArtsVisual Arts
Download on the App Store

FHV Galerie episodes

  • Andreas Zimmermann

    Andreas Zimmermann zeigt in seiner Ausstellung in der FHV Galerie Fotoarbeiten, in denen er sich mit dem Kinderspielzeug LEGO, einem System zur Imitation von Realität, auseinandersetzt.


    Als Vorlage für seine Arbeiten dienten vielfach realer Bauwerke, welche Zimmermann mit Hilfe von LEGO-Bausteinen nachbildete. Der Fotograf beließ es dabei aber nicht bei einer bloßen Rekonstruktion. Seine Ansichten sind mehr als bloße architektonische Modelle. In seinem Umgang mit dem System demonstriert er vielmehr, dass eine formale Regel automatisch eine ästhetische Struktur hervorbringt. Erforderlich ist nur, dass man sie systematisch befolgt.

    Während in früheren Arbeiten von Zimmermann das Gegenständliche im Vordergrund stand und die digitalen Konstruktionsergebnisse erst beim näheren Betrachten ihre abstrakten Strukturen offenbarten, verkehrt er in seinen neuen Arbeiten diese Regel ins Gegenteil. Die Fotografien geben sich zunächst als abstrakte Konstruktionsergebnisse zu erkennen, bei denen systematische Anordnungen dominieren. Dem Betrachter und der Betrachterin zeigt sich eine rhythmische Struktur, die sich perspektivisch bis ins Unendliche zu erstrecken scheint. Erst durch das visuelle Sezieren der Bildelemente treten Perspektiven zutage, die sich mit Hilfe von Erinnerungsprozessen als architektonische Gebilde entschlüsseln lassen. Der Entstehungsprozess seiner Bildkonstruktionen ist dabei unverändert geblieben. Zimmermann baut auch für seine neuen Arbeiten mit Hilfe von LEGO- Steinen Modelle von Bauwerken, die er nach und nach fotografisch ablichtet. Bis zu 200 Einzelaufnahmen werden von ihm am Computer zusammengesetzt, bis eine Struktur entsteht, die entweder in ihrer Gesamtheit oder aufgrund der Summe ihrer Einzelteile an Stadtlandschaften oder Hochhäuser erinnert. Das für LEGO typische Baukastensystem findet in der computergestützten Bearbeitung durch Zimmermann seine logische Weiterführung.



    Biografie Andreas Zimmermann

    1975 geboren in Düsseldorf

    1998 bis 2008 Studium der Fotografie an der Universität Essen bei Prof. Bernhard Prinz

    2008 Diplom bei Prof. Gisela Bullacher und Prof. Peter Wippermann

    49 min
  • Annabelle Fürstenau

    Blumen stehen für Schönheit und Vollkommenheit, versinnbildlichen aber ebenso Vergänglichkeit und Tod. Seit Beginn der Fotografie wurden blühende Pflanzen in ihrer vergänglichen Schönheit abgelichtet. Karl Blossfeldt, Irving Penn, Edward Weston, Robert Mapplethorpe kommen uns in den Sinn, wenn wir an fotografische Abbildungen von Blumen denken. Ornamentales, Graphisches, Abstraktes, Erotisches entdecken wir in ihren Bildern.

    Annabelle Fürstenau erweitert das Spektrum der Pflanzenfotografie um eine zunächst typologisch, fast botanisch-wissenschaftlich anmutende Facette. Für ihre Fotografien bricht sie die vollkommene Schönheit unversehrter Blütenstände, zerlegt sie in ihre einzelnen Bestandteile und ordnet diese neu an. Immer gleiche Teile werden zueinander sortiert, es entstehen Anordnungen von Wiederholungen und Varianten aus dem „Zeichensatz“ je einer Pflanze. Doch diese Ordnung besteht nur für kurze Zeit: eine falsche Bewegung während der Arbeit, ein heftiger Atemzug und aus der fragilen Ordnung entsteht Chaos. Und schon kurze Zeit nach der Aufnahme welken die Pflanzenteile und das Bild wandelt sich erneut.

    Die Fotografie bewahrt das Bild der von der Künstlerin erarbeiteten temporären Ordnung und jenes der unversehrten frischen Pflanzenteile. Nur hie und da schleicht sich die Vergänglichkeit gleich einem Kommentar ins Bild: ein welkes Blatt, eine braune Stelle in der sonst makellosen Schönheit, ein Teil, das „aus der Reihe tanzt“ oder sich anders krümmt als die nebenliegenden Teile es tun.

    Die Ästhetik der Bilder weist über die sachliche Ordnung des Botanischen hinaus: Sie entziehen sich in ihrer eigenartigen Schönheit der rein wissenschaftlichen Betrachtung. Im Ergebnis assoziieren die Neuordnungen der Blütenteile eine bekannt wirkende, doch unlesbare Schrift. Die Blätter scheinen mit rätselhaften Zeichen bedeckt, gleich einer unbekannten Blütenschrift. Diese verweist jedoch auf nichts als sich selbst. Ihr Geheimnis liegt an der Oberfläche. Die Lektüre erschließt Formen- und Farbreichtum jeweils einer bestimmen Blüte, eines bestimmten Blütenstandes.

    50 min
  • Deutscher Fotobuchpreis 2012

    Er gehört zur Königsklasse aller Publikationsarten von Fotografie: der Bildband


    Nirgends sonst ist Fotografie so hochwertig, komplex und leicht zugänglich wie in einem guten Fotobuch.

    Einige der besten internationalen Neuheiten, die im letzten Jahr erschienen sind, werden beim Deutschen Fotobuchpreis ausgezeichnet und vom 4. Dezember 2012 bis 25. Jänner 2013 in der FHV Galerie gezeigt.

    Der Stuttgarter Fotograf und Journalist Andreas Langen, Mitglied der Fotobuchpreis-Jury, erläutert die Konzepte und Qualitäten der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger. Diese Einführung eröffnet die Ausstellung, in der alle prämierten Titel dem Publikum frei zugänglich sind - zum Blättern, Lesen und Genießen.

    1 hr 10 min
  • Axel Beyer
    Spielerisch komponiert Axel Beyer mit digitalen Möglichkeiten unserer Zeit neue Bildräume, aus denen kein Weg mehr herausführt. Bebracuriosa zeigt kleinbürgerliche Architektur und Interieurs, die sich durchdringen und einen eigenen, skurrilen und komischen Kosmos bilden. Die Fotografien von Bebra, einer Kleinstadt an der ehemals innerdeutschen Grenze, sprich Sinnbild der Provinz, mutieren so zum absurden Modellentwurf einer provinziellen Welt. Beim Dummy-Award des Photobookfestivals in Kassel 2010 wurde das Projekt mit dem 3. Preis ausgezeichnet und ist inzwischen bei Seltmann & Söhne als Buch verlegt worden.
    47 min
  • Norbert Enker
    Norbert Enker gehört zu den profiliertesten deutschen Fotodokumentaristen. Nahezu alle wichtigen deutschsprachigen Magazine arbeiten mit ihm zusammen und schätzen seinen Blick. Seit nun bereits über drei Jahrzehnten sind seine Bilder in den wichtigen Bildmagazinen zu sehen. Mit seiner umfassenden Fotoarbeit über Albanien, ein damals noch recht unbekanntes Land mitten in Europa, hat er sein Studium 1988 an der Universität Essen bei Prof. Angela Neuke im Bereich Bildjournalismus abgeschlossen. Es folgten dann noch weitere Reisen bis in das Jahr 1996. Die verhaltene Farbigkeit der Bilder sowie Norbert Enkers subtile Art der Annäherung an dieses fremde Land und seine Menschen geben der Arbeit eine unverwechselbare Handschrift. Diese teils sehr formal gehaltenen Bilder sind auch heute, zwanzig Jahre nach ihrem Entstehen, noch immer modern und zeitlos in ihrer Ästhetik und zugleich ein wichtiges Zeitdokument für den damaligen politischen und sozialen Umbruch.
    37 min
  • Knut Wolfgang Maron
    Prof. Knut Wolfgang Maron steht in der Tradition der Subjektiven Fotografie. Er hat diesen fotografischen Ansatz von Otto Steinert aus den 50er Jahren zusammen mit Janet Zeugner und und Marc Grümmert erneuert und eine Bewegung unter dem Titel „Neue Subjektive Fotografie“ gegründet. 2006 erschien die programmatische Publikation „Absage an die Wirklichkeit“. In dieser bekennt sich eine Gruppe von Fotografen weg von einer dokumentarischen und Realität vermittelnden, hin zu einer metaphorischen, visionären und poetischen, subjektiven Auffassung zeitgenössischer Fotografie. 2011 zeigte Maron zum 10-jährigen Jubiläum der Ausstellungen im Baumhaus der Hansestadt Wismar in der Ausstellung „Neue Subjektivität“ aktuelle Positionen dieser Bewegung. Ein gleichnamiges Buch ist dazu erschienen. Mit seiner hier gezeigten und bereits in den 1970er Jahren begonnenen Arbeit mit dem Titel „Bilder über Landschaften“ gehört er zu den Wegbereitern der modernen Farbfotografie in Deutschland. Knut Wolfgang Maron versucht hier, die fotografierte Realität Werkstoff und nicht Fluchtpunkt seiner bildnerischen Arbeit sein zu lassen.
    44 min
  • Thomas Knubben

    Hölderlin. Eine Winterreise


    Anfang Dezember 1801 machte sich Friedrich Hölderlin von Nürtingen auf nach Bordeaux. Die Winterreise sollte zum Wendepunkt in seinem Leben und Schreiben werden. Anfang Dezember 2007 folgte Thomas Knubben der Route Hölderlins. In seinem Buch „Hölderlin. Eine Winterreise“ bewegt er sich zwischen Hölderlins Reise, seiner eigenen Winterwanderung und bezieht auch die Kulturgeschichte der vielen anderen Winterreisen von Wilhelm Müller, Franz Schubert oder Richard Long mit ein. Die Buchillustration für „Hölderlin. Eine Winterreise“ stammt von Prof. (FH) Dipl. Des. Claudio Hils, Hochschullehrer für Fotografie an der FHV. Für die Musikalische Umrahmung der Lesung sorgt Susanne Hinkelbein.

    1 hr 35 min
  • Kai Olaf Hesse

    In all seinen Projekten lotet der Fotokünstler Kai-Olaf Hesse mit den Mitteln der künstlerischdokumentarischen Bildsprache Felder sozialer und historischer Landschaften aus.


    Auch seine hier vorgestellte Arbeit „Depot_ Bilder“ beschäftigt sich wieder mit einer solch komplexen Schnittstellenproblematik. Das Depot steht für einen Grenzraum, der zwischen Vergangenheit und Zukunft vermitteln soll, einen Speicher, in dem profane Gegenstände, Kunststücke, Zeitgeschichte temporär weggeschlossen und aufbewahrt werden, einen Ort des Sammelns und Konservierens. Nur wenige wissen um die Inhalte des Depots, dessen Ordnung, dessen Systematik. Deshalb birgt das Depot auch immer ein Geheimnis.

    Welche Dinge, Zeichen, Objekte werden dazu dienen, uns später einmal Zugriff und Einblick auf das Gewesene zu geben? Wie, wann und wer wird darüber entscheiden, was in das Depot kommt und was das Depot dann wieder verlässt?

    1 hr 39 min
  • Zoltan Jokay

    "Das Ich im Anderen"


    wir.

    unterscheiden uns.

    zwischen den Zeilen,

    lese ich.

    im spiegel,

    fortlaufend das leben.

    wo sind wir uns ähnlich.

    Zoltan Jokay lebt und arbeitet in München. Seit zwei Jahrzehnten gehört er zu den renommiertesten deutschen Porträtfotografen. Seine Arbeiten wurden vielfach international ausgezeichnet, u.a. erhielt er das Stipendium für Zeitgenössische Deutsche Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (1990), den Aenne-Biermann-Preis für deutsche Gegenwartsfotografie (1995) und den Förderpreis der Stadt München (2000).

    1 hr 5 min
  • Raphaela Seifert

    Die Porträtserie Inbetweens beschäftigt sich mit der intensiven und spannungsvollen Zwischenwelt von Jugendlichen. Bei Jugendlichen entwickeln sich Körper, Psyche und Verstand in Abhängigkeit von der eigenen Erfahrung und der Umwelt, und sie tun dies unterschiedlich schnell. Während Jugendliche körperlich und intellektuell Erwachsenen ähnlich, manchmal sogar überlegen sein können, hinken die Psyche und die Selbsteinschätzung oft hinterher.



    Andererseits aber täuschen kindliches Aussehen und Gebärden und verdecken die psychische und intellektuelle Reife einer Person. Diesem Wechselspiel zwischen Kind und Erwachsenem widmet sich die Fotografin in ihrer Arbeit. Raphaela Seiferts seriell konzipierte Arbeit ist im Studio entstanden und zeigt die isolierten Protagonisten vor dem neutralen und weißen Hintergrund des Studios. Dadurch wird die Konzentration des Betrachters ausschließlich auf das Aussehen, die Gestik und die Mimik der dargestellten Person gelenkt. Ein von den Jugendlichen selbst gewählter, im Bild inszenierter Gegenstand visualisiert symbolisch das Gleiten der Jugendlichen von einem Zeit- und Bewusstseinszustand in einen anderen und schafft zugleich eine Verbindung und einen Vergleich zwischen den einzelnen Personen.


    Raphaela Seifert studierte an der FH Vorarlberg. 2009 entstand die Arbeit „Inbetweens“ als Abschlussarbeit im Bachelor-Studium Mediengestaltung. Seither arbeitet sie freiberuflich als Fotografin und Mediengestalterin.

    21 min

About FHV Galerie

From the publisher's feed

ausgewählte Fotoarbeiten in der Bibliotheksgalerie der FH Vorarlberg

More shows like FHV Galerie

Trailer Studiengänge by FH Vorarlberg

Trailer Studiengänge

0 Listeners

Jugenduni by FH Vorarlberg

Jugenduni

0 Listeners

Videogrundlagen (HD) by FH Vorarlberg

Videogrundlagen (HD)

0 Listeners

Kinderuni by FH Vorarlberg

Kinderuni

0 Listeners

Vorträge by FH Vorarlberg

Vorträge

0 Listeners

Interdisziplinäre Medienproduktion by FH Vorarlberg

Interdisziplinäre Medienproduktion

0 Listeners

Organizational Behaviour HD by Falko E.P.  Wilms

Organizational Behaviour HD

1 Listeners

Organizational Behaviour HD new by Falko E.P.  Wilms

Organizational Behaviour HD new

0 Listeners

Videogrundlagen (SD) by FH Vorarlberg

Videogrundlagen (SD)

0 Listeners