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„Danke, Donald Trump!“ Wer hätte gedacht, dass eine Folge von FINANCE TV einmal mit diesen Worten starten könnte. Doch: Die unberechenbare Zollpolitik des US-Präsidenten dürfte das gerade vereinbarte Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien massiv beschleunigt haben – und damit die wachsende Bedeutung des Subkontinents für deutsche Unternehmen.
Für Sonia Wentzel, die bei der britischen Standard Chartered das deutschsprachige Firmenkundengeschäft leitet, kommt die Entwicklung nicht überraschend. Mehr als 2.000 deutsche Unternehmen sind in Indien bereits aktiv, 79 Prozent planen laut einer Handelskammer-Auswertung Investitionen bis 2030. Das Abkommen sei dabei gewissermaßen „das i-Tüpfelchen, die Ziellinie“, betont Wentzel.
Ihr Rat an CFOs, die den Sprung nach Indien wagen: Erstens sollten sie klar definieren, was sie erreichen wollen und in welchem Zeitrahmen. Zweitens müsse man das Land verstehen, betont Wentzel. Und drittens sei die Wahl der richtigen Partner entscheidend: „Nutzen Sie Häuser, die den Markt schon lange kennen.“ Mehr zu den Chancen und Herausforderungen, die sich deutschen Unternehmen in Indien bieten, berichtet Sonia Wentzel im Gespräch bei FINANCE TV.
Der Recruiting-Markt für Private-Equity-CFOs bleibt auch 2026 angespannt: Die Nachfrage nach qualifizierten Finanzchefs ist hoch, parallel sind die Anforderungen an die Kandidaten gestiegen. Daniela Nienstedt, Co-Leiterin der European Financial Officers Practice bei Russell Reynolds, gibt im FINANCE-TV-Interview Einblicke in aktuelle Markttrends und erklärt, warum sich Besetzungsprozesse für CFOs bei Private-Equity-Beteiligungen deutlich von denen in Konzernen unterscheiden.
Gesucht werden auf beiden Seiten zwar ähnliche Skills. Vergleicht man jedoch die Recruiting-Prozesse, gibt es markante Unterschiede: Während Konzerne mit strukturierteren Prozessen und klaren Gremien punkten, setzen Private-Equity-Häuser auf intensive Prüfungen mit Case Studies und Workshops.
Obwohl Private Equity im Recruiting vieles richtig macht, rät die Personalberaterin den Finanzinvestoren trotzdem zu mehr Struktur und Transparenz im Prozess: „Häufige Terminverschiebungen, zusätzliche ungeplante Termine oder Interviewrunden: Die Salamitaktik, die wir manchmal im Private-Equity-Bereich beobachten, ist einfach nicht gut.“
Das vollständige Interview mit weiteren Details zu Gehaltsentwicklungen und Recruiting-Strategien gibt es bei FINANCE TV.
2025 sollte die Trendwende am IPO-Markt werden – zumindest, wenn man auf die Prognosen vom Jahresanfang zurückblickt. Doch die Bilanz fällt nüchtern aus: Deutschland brachte lediglich drei größere Börsengänge zustande – im ersten Halbjahr die kleineren IPOs von Pfisterer und Innoscripta, im Herbst dann den mit rund 750 Millionen Euro größten deutschen Börsengang des Jahres von Otto Bock.
Die Zurückhaltung, vor allem im ersten Halbjahr, hatte vielschichtige Gründe. „Wir hatten mit der US-Zollpolitik im April und Mai doch größere Verwerfungen an den Kapitalmärkten“, ordnet Carsten Schwefer, Head of Equity Capital Markets DACH bei BNP Paribas, ein. Diese Turbulenzen beeinträchtigten das klassische IPO-Fenster im Juni erheblich. Erst über den Sommer beruhigten sich die Märkte wieder, sodass die Aktivität im zweiten Halbjahr anzog.
Ein weiterer entscheidender Faktor: Prominente Börsenkandidaten wie die Oldenburgische Landesbank, Stada oder Tennet Deutschland entschieden sich bewusst für alternative Transaktionswege, wie private M&A-Verkäufe. „Das sind alles Kandidaten, für die es durchaus großes Investoreninteresse für ein IPO gegeben hätte“, so der Kapitalmarktexperte.
Trotz aller Herausforderungen blickt der Kapitalmarktexperte optimistisch in die Zukunft: „Ich glaube schon, dass auch Deutschland nach wie vor sehr interessante Börsenkandidaten hat. Am Ende des Tages müssen Unternehmen dafür attraktive Storys an den Markt bringen. Ich glaube, da hat Deutschland noch einiges in der Hinterhand.“
Ob 2026 nun endlich das Jahr der IPO-Welle wird, warum vor allem der Rüstungssektor im Fokus steht und wie sich Unternehmen in einem herausfordernden Marktumfeld am besten auf einen Börsengang vorbereiten – das und mehr erfahren Sie im ausführlichen Interview bei FINANCE TV.
Hinweis: Diesen Talk von FINANCE TV präsentiert BNP Paribas.
Exasol gehört zu den Software-Unternehmen, die lange unter dem Radar liefen – damit könnte bald Schluss ein. Das börsennotierte Unternehmen bietet extrem schnelle Datenbanken an. „Wir sind fünf- bis zehnmal schneller als die Konkurrenten – und das unabhängig von der Datenmenge“, erklärt CFO Jan-Dirk Henrich im Interview bei FINANCE TV. Hinzu komme eine selten gewordene Flexibilität: On-Premise, Private Cloud oder Public Cloud.
2020 ist Exasol an die Börse gegangen. Kurz darauf erreichte die Aktie ihr Allzeithoch von 27 Euro – doch das ist lange vorbei. Seit mehreren Jahren stagniert das Papier bei rund 3 Euro. Der Grund: Nach dem IPO folgte eine ambitionierte, letztlich zu teure Expansion in den USA. Das Unternehmen habe sich sehr viel vorgenommen und ein paar Faktoren falsch eingeschätzt, räumt Henrich ein. 2021 stand ein Verlust von fast 30 Millionen Euro zu Buche. Die Konsequenz: Kosten runter, Cashburn stoppen, Strategie schärfen.
Heute fokussiert sich Exasol auf regulierte Branchen wie Finanzindustrie, Gesundheitswesen, öffentliche Hand und Telekommunikation. „Dort ist Datensouveränität kein Buzzword, sondern Pflicht.“ Operativ zeigt der Kurswechsel Wirkung: Der Umsatz stieg 2025 auf knapp 42 Millionen Euro, das Ebitda auf über 4 Millionen Euro, 2024 war Exasol erstmals seit dem Börsengang profitabel.
Trotzdem bleibt die Aktie träge. Einer der Gründe: fehlendes Wachstum bei den wiederkehrenden Umsätzen. Henrich spricht offen von einer „Talsohle beim Churn“, die nun durchschritten sei. Ziel sei es, wieder ins Netto-Wachstum zu kommen – unter anderem durch Referenzkunden wie LBBW oder Finanz Informatik sowie die Partnerschaft mit MariaDB. Seine Botschaft an Investoren ist klar: „All pieces are in place.“
Warum das Thema Cloud gerade jetzt an Bedeutung gewinnen könnte, wie KI das Geschäft von Exasol verändert und wann die Aktie ihr großes Comeback feiert – mehr dazu im Interview bei FINANCE TV.
In dieser Spezialfolge von Im Fokus sprechen Jakob Eich, Chef vom Dienst des Finance Magazins, und Heiner Thorborg, einer der renommiertesten Headhunter Deutschlands, über die spannendsten CFO-Situationen im deutschsprachigen Raum. Sie diskutieren herausfordernde Karriereschritte, strategische Entscheidungen und die wichtigsten Fähigkeiten von CFOs in Krisenzeiten. Erfahren Sie mehr über außergewöhnliche Karrieresprünge, die Bedeutung der CEO-CFO-Beziehung und die geopolitischen Herausforderungen, die CFOs heute meistern müssen.
Wie saniert man einen Traditionsverein mit Millionenpublikum – ausgerechnet in der zweiten Liga? In dieser Folge von Future CFO sprechen FINANCE-Redakteur Jakob Eich und Headhunter Paul Taaffe von FINANCE People Solutions mit Arnd Wellbrock, Finanzdirektor der HSV Fußball AG & Co. KGaA, über den wirtschaftlichen Turnaround des Hamburger SV. Vier Jahre schwarze Zahlen, netto schuldenfrei und zurück in der Bundesliga – und das nach sieben Jahren Zweitklassigkeit.
Wellbrock erklärt in seinem ersten Interview überhaupt, wie der HSV seine Kostenstrukturen und Spielerverträge neu ausgerichtet hat, warum Merchandising zu einem zentralen Wachstumstreiber wurde und wie Spieler im Profifußball bilanziert werden – und weshalb steigende Marktwerte in der Bilanz keine Rolle spielen. Außerdem geht es um die besondere Herausforderung, als Finanzchef eines Fußballvereins zwischen Emotion und Rationalität zu navigieren.
Dazu gibt Arnd Wellbrock persönliche Einblicke in seinen Weg über den FC Bayern zum HSV und spricht über die Bedeutung lokaler Partner und 50+1.
Data Analytics, KI, ESG-Reporting – die Liste neuer Anforderungen in der Finance-Welt scheint endlos. Was Finance-Profis wirklich brauchen, um zukunftsfähig aufgestellt zu sein, darum geht es in der neuen Folge Future FINANCE. In der Vielzahl an Zertifikats- und Weiterbildungsangeboten kann man als junger Finanzprofi schnell den Überblick verlieren. Für welche Spezialisierung ist welches Zertifikat relevant? Und für wen sind manche Fortbildungen auch überflüssig? Diese und weitere Fragen beantwortet in dieser Folge Mike Schulze, er ist Honorary Professor in Residence beim Institute of Management Accountants (IMA).
Wir schauen uns in dieser Folge das kürzlich aktualisierte IMA Competency Framework 2025 an. Was das ist und wie es Finanzprofis in der Karriere konkret Orientierung bietet, das erklärt Mike im Podcast. Im Interview erklärt er das Konzept der „Proficiency Levels“ und stellt die verschiedenen IMA-Zertifikate vor – vom Einstiegs-FMAA über den anspruchsvollen CMA bis zum strategieorientierten CSCA.
Hier können Sie sich selbst einen Überblick über die Zertifikate verschaffen:
IMA Competency Framework: https://eu.imanet.org/career-resources/competency-framework
AI Micro Credential for Finance: https://enterprise.imaglobal.org/pages/ai-micro
IMA Corporate Membership for employers: https://enterprise.imaglobal.org/
Zu Mike Schulze
Prof. Dr. Mike Schulze ist Honorary Professor-in-Residence beim Institute of Management Accountants – eine globale Organisation für Finance-Professionals, die sich auf die Fahne geschrieben hat, Finanzerinnen und Finanzer bei ihrer Karriere zu unterstützen. Er ist außerdem Vizepräsident für Forschung & Praxistransfer und Professor für Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement an der CBS International Business School in Mainz. Vor seiner akademischen Laufbahn war er selbst einige Zeit in der Finanzabteilung eines großen Autobauers tätig.
Haben Sie noch Fragen an Mike Schulze? Hier können Sie ihn erreichen: Prof. Dr. Mike Schulze | LinkedIn
Britta Schmidt ist eine der renommiertesten Finanzchefinnen in Deutschland. Sie spielte eine zentrale Rolle bei dem Börsengang von Scout24, übernahm eine wichtige Funktion beim Spin-off von Autoscout24 und verhalf dem Internetkonzern Ionos als CFO an die Börse. Dabei hat sie einiges an Erfahrung gesammelt. Schmidt verlässt Ionos nun Ende 2025, trotzdem hat sich die Finanzchefin noch mit FINANCE-Redakteur Jakob Eich und Headhunter Paul Taaffe von FINANCE People Solutions für eine Folge „Future CFO“ zusammengesetzt. Wie blickt Schmidt auf ihre Karriere bislang? Und was hat sie jetzt vor? Antworten auf diese Fragen gibt sie im Podcast!
Künstliche Intelligenz revolutioniert die Finanzabteilung und damit auch das Controlling – doch erst die richtige Kombination aus digitaler Innovation und jahrelanger Expertise macht Unternehmen wirklich erfolgreich, sagt Jens Oerding, Geschäftsführer der Personalberatung Treuenfels Professionals. Sprich: Verschiedene Generationen müssen zusammenarbeiten.
Die junge Controller-Generation bringt technisches Know-how mit, während erfahrene Kollegen den entscheidenden Kontext liefern. „Die ältere Generation bringt Erfahrung mit. Sie weiß, wie die Märkte ticken oder was die Zahlen in der Krise bedeuten", erklärt Oerding. Diese Kombination sei goldwert: KI liefert Daten und Prognosen, doch erst erfahrene Controller können beurteilen, ob die Ergebnisse plausibel sind und welche strategischen Schlüsse daraus zu ziehen sind.
Der Clou: Beide Seiten profitieren voneinander. Junge Controller lernen Prozessverständnis und Marktanalyse, während die ältere Generation neue digitale Werkzeuge kennenlernt. „Es ist nicht Erfahrung versus KI – beide zusammen sind der Erfolg des Unternehmens“, betont Oerding. Unternehmen, die ausschließlich auf KI oder nur auf Erfahrung setzen, verschenken enormes Potenzial – die einen riskieren Fehlentscheidungen, die anderen verlieren an Effizienz und Geschwindigkeit.
Warum die Zusammenarbeit der Generationen kein Selbstläufer ist, wie die Zukunft im Controlling konkret aussieht und welche Karrieretipps Oerding für die Controller hat, das und mehr erfahren Sie im aktuellen FINANCE-TV-Talk.
Hinweis: Dieser Talk von FINANCE-TV wird präsentiert von Treuenfels.
Die Structured FINANCE 2025 war mit über 2.750 Teilnehmenden die größte Veranstaltung ihrer Geschichte. Wir haben CFOs, Treasurer und weitere Finanzentscheider vor Ort gefragt, was sie derzeit wirklich umtreibt – und die Antworten zeichnen ein klares Bild: Geopolitische Unsicherheiten sind mit 49 Prozent die größte Herausforderung, noch vor Liquiditätsmanagement und Zinslast.
In dieser Episode teilen wir die wichtigsten Erkenntnisse: Wie reagiert die Finance-Community auf die Trump-Ära? Warum setzen 45 Prozent auf „Global diversifizieren und diplomatisch lächeln“? Und welche Lehren ziehen Finanzverantwortliche aus 2025 für die Zukunft?
Plus: Peer Steinbrück und Carsten Brzeski (ING) ordnen ein, wo Europa im globalen Machtgefüge steht und welche Risiken wirklich dringend sind. Das Fazit der Community: Pragmatisch bleiben, agil handeln – die Zeit fürs Aufregen ist vorbei.
📅 Save the Date: Structured FINANCE 2026
25. und 26. November 2026 – für alle, die Corporate Finance nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen.
Hier geht’s zur Anmeldung: https://fazbm.eventsair.com/22-structured-finance/anmeldeformular/Site/Register/?cid=Podcast:Anmeld…
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