Finanz Sorbet

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Finanz Sorbet episodes

  • Folge 37 – Insidertipps für eine erfolgreiche Bewerbung.

    Interview mit der Ausbilderin/Trainerin der Volksbank Mönchengladbach eG

    Vorwort: *Werbung* Heute wieder etwas Besonderes vorab, diese Folge ist unterstützt von der Volksbank Mönchengladbach eG. Dadurch ist die Folge aber nicht anders als unsere sonstigen Folgen, wir haben den Inhalt und das Thema natürlich alleine bestimmt. Dafür an dieser Stelle schon mal ein großes Dankeschön.

    “Der erste Eindruck zählt!” Das hört man immer wieder. Und ob es dabei um ein erstes Date oder eben um eine Bewerbung geht, ist eigentlich egal. Das richtige Auftreten und die richtige Wort/Textwahl ist bei beidem ausschlaggebend. Da man sich in seinem Leben das ein oder andere Mal bewirbt, haben wir gedacht, das ist genau das richtige Thema für die heutige Folge.

    Dazu haben wir heute eine Expertin auf diesem Gebiet eingeladen, keinen Datingexperten, sondern die Ausbilderin und Trainerin der Volksbank Mönchengladbach eG: Anka Nießen. 

    Um für euch ein paar Insiderinfos zu ergattern, stellen wir Ihr heute die folgenden Fragen: Worauf achtest Du bei einer Bewerbung als Erstes? Was sind absolute Ausschlusskriterien? Was kommt besonders gut an?  Was muss dein Traum Azubi mitbringen? Wie bereitet man sich am besten auf ein Assessment Center vor?

    Stelle Dich doch doch kurz vor und erzähl uns, was so deine Aufgaben sind?

    • Als TrainerIn ist man eine Art Trainer oder Coach für BeraterInnen und alle, die es werden wollen. Das bedeutet, man ist in Gesprächen dabei und deckt Verbesserungspotenziale auf, um den BeraterInnen auch gleichzeitig Lösungen an die Hand zu geben, wie Sie diese Potenziale heben können. Neben dem ist man als TrainerIn auch bei der Einführung von bspw. neuen Finanzprodukten dabei. Hierbei steht nicht unbedingt das fachliche Wissen im Vordergrund, sondern wie erkläre ich das Produkt richtig, sodass der oder die KundIn es versteht und am Ende auch möchte.
    • Zusätzlich coache ich auch Auszubildende auf Ihrem Weg zum Banker und bin bei den Auswahlverfahren für neue Auszubildenden dabei. 

    Worauf achtest du bei einer Bewerbung als Erstes?

    • Zunächst, auf welchem Weg Sie eingereicht werden. Wir bevorzugen z.B. Online-Bewerbungen, das schreiben wir auch auf unserer Website. Wenn BewerberInnen jetzt aber papierhafte Bewerbungen einsenden, stellt sich mir gleich mal die Frage “Hat er oder sie überhaupt unsere Website angeschaut?” Das ist zwar nur ein kleiner minus Punkt, kann aber vermieden werden, wenn man sich mit der Stelle bzw. dem Unternehmen im Vorhinein beschäftigt. 
    • Ich achte allerdings auch auf das Motivationsschreiben, ist dieses eher 08/15 oder vermittelt der oder die BewerberIn das tatsächliche Interesse für die Stelle?
    • Und natürlich, ob die Unterlagen bspw. Zeugnisse aktuell sind. Ein Grundschulzeugnis bringt mir als Personalerin nichts, lieber die aktuellsten 2-3 Zeugnisse.

    Was sind denn absolute Ausschlusskriterien bei Bewerbern?

    • Rechtschreibfehler, und ich spreche hier nicht von einem Komma, was falsch gesetzt ist. Wir erhalten oft Bewerbungen, in denen jedes dritte Wort falsch geschrieben ist und das geht überhaupt nicht. Vor dem absenden lieber noch mal jemanden drüber lesen lassen.

    Wie sieht denn dein/ deine TraumkandidatIn aus?

    • Da gibt es keinen speziellen Typ, was mir immer gefällt ist ein Motivationsschreiben, in dem nicht das Typische steht wie: “Ich bin gut in Mathe, kann gut mit Zahlen umgehen und interessiere mich für die Wirtschaft”. Ich möchte lieber hören, warum der oder die BewerberIn die Richtige für die Stelle ist und warum wir gerade sie oder ihn nehmen sollten. 
    • Interesse am Unternehmen ist für mich auch immer wichtig.

    Wie bereite ich mich am besten auf ein Assessment Center vor?

    • Das Assessment Center dauert meistens 4-6 Stunden und hat das klassische Bewerbungsgespräch abgelöst. Hier gibt es neben dem persönlichen Gespräch auch Gruppenarbeiten, Präsentationen und Rollenspiele. 
    • Wichtig ist hier, wie auch in der Bewerbung selber, Authentizität. Ich möchte, dass sich der oder die BewerberIn so zeigt, wie er oder sie ist und sich nicht in irgendeine Rolle begibt. 
    • Gleichzeitig ist natürlich ein gepflegtes Erscheinungsbild wichtig. Das heißt jetzt in unserem Fall einer Bank nicht, dass die Männer im Anzug kommen müssen, Chino und ein Hemd (kein Holzfällerhemd) reichen völlig aus. Bei den Frauen will ich keine Leggins oder zerrissenen Hosen sehen

    Was ist Dein bester Tipp für ein souveränes Auftreten beim Bewerbungsgespräch?

    • Authentizität!
    • Aufregung ist gut und auch richtig. Die darf man auch zulassen. Um unnötigen Stress vorzubeugen, sollte man auf ausreichend Zeit achten und bspw. Atemtechniken ausprobieren, die beruhigend wirken. 
    • Ein paar Fragen vorbereiten, die man über das Unternehmen oder die Stelle wissen will. Denn Fragen stellen kommt immer gut an. Hierbei aber darauf achten, dass es keine Fragen sind, die man mit einem Blick auf die Website auch selbst beantworten kann. 

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Zum Schluss ein Zitat, heute von einem unbekannten chinesischen Autor:

    “Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung”

    Unbekannt
    Folge 37: Insidertipps für eine erfolgreiche Bewerbung.

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    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

    Geplant haben wir die Folge hiermit*.

    Danke für die Unterstützung der Volksbank Mönchengladbach eG

    Falls Ihr Interesse an einer Ausbildung oder einem dualen Studium in diesem Bereich habt, schaut gerne hier vorbei.

    DISCLAIMER:

    (* Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-/Werbe-Link. Durch den Kauf über diesen Link werden wir am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.)

    Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

    Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

    Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktualisierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwiclung mindern.

    46 min
  • Folge 36 – Alles, was du über dein Konto wissen musst!

    Wir haben uns gedacht, alles gut und schön, dass du jetzt weißt, was Fonds, Aktien oder Immobilien sind, aber was ist eigentlich mit den Basics bzgl. deines Kontos?

    Bei einem Bankkonto gibt es auch das ein oder andere zu beachten und die ein oder andere Funktion, die dir weiterhilft. Aus diesem Grund beantworten wir in dieser Folge erst einmal die Frage, welche Konten gibt es überhaupt? Worum geht es bei einer Überweisung? Und, was ist ein Dauerauftrag oder eine Lastschrift? All das also in dieser Folge!

    Fangen wir mit der ersten Frage an, welche Konten gibt es überhaupt?

    • Girokonto: Oder auch Sichtkonto genannt, ist das Konto, über das der Kontoinhaber täglich seine Überweisungen, Barabhebungen oder Einzahlungen leisten kann. Die ersten Girokonten gab es schon im 11. Jahrhundert, dort allerdings überwiegend Kaufleuten vorbehalten. Ab ca. 1957 gab es mehr und mehr flächendeckende Girokonten (zuvor Lohntüte) bis zum heutigen Tag, wo fast jeder Mensch in Deutschland ein eigenes Girokonto besitzt. 
    • Sparkonten: Waren früher als Anlage gedacht und mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist ausgestattet. 
    • Tagesgeldkonto: Anlage von aktuell nicht benötigten Geld. Wird oft als Unterkonto zum Girokonto gesehen. 
    • Fremdwährungskonten: Wie der Name schon sagt, eine Art Girokonto, auf dem mit einer fremden Währung bspw. Schweizer Franken oder US-Dollar Zahlungen getätigt werden können. 

    Jedes Konto läuft meistens auf eine Person, kann aber auch im Falle einer Ehe oder einem Zusammenschluss von Personen auf mehrere Personen laufen. 

    Machen wir weiter und klären den Begriff Überweisung und stellen uns die Frage, was es eigentlich damit auf sich hat? 

    Die Überweisung ist eine Art des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, bei dem ein Kontoinhaber seiner Bank den Auftrag gibt, eine bestimmte Summe Geld auf das Konto einer anderen Person bei einer anderen Bank zu transferieren. Was sich hier kompliziert anhört, erfolgt heute natürlich alles elektronisch. Früher (1619 Gründung der Hamburger Bank,als erste Girobank)wurde dies jedoch noch Papierhaft oder auf Zuruf abgewickelt. 

    Der Aufbau einer Überweisung ist dabei bis heute noch gleich und besteht aus: 

    1. Name des Zahlungsempfängers
    2. IBAN des Zahlungsempfängers(International Bank Account Number = bestehend aus Länderkürzel (DE), Prüfziffer (12), der Bankleitzahl (34560000) und der Kontonummer (insgesamt 22 Zeichen)
    3. Geldbetrag in Euro und Cent
    4. Verwendungszweck (Wieso wird überwiesen?) 
    5. Name des Kontoinhabers
    6. IBAN des Kontoinhabers

    Durch Abgabe dieser Überweisung bei der Bank (meistens Online-Banking, oft jedoch noch papierhaft) wird diese an eine zentrale Verrechnungsstelle weitergeleitet, die die einzelnen Zahlungen zuordnen und an die andere Bank des Zahlungsempfängers weitergibt. 

    Seit 2017 gibt es auch die Möglichkeit der Echtzeitüberweisung. Das bedeutet, das Geld wird innerhalb weniger Sekunden beim Zahlungsempfänger verbucht. Sonst kann dies bis zu zwei Tage dauern. 

    Was genau ist in diesem Bezug ein Dauerauftrag? 

    Ein Dauerauftrag ist letzten Endes auch eine Überweisung, nur dass diese automatisch, zu einem bestimmten Zeitpunkt, zu einem festgelegten Turnus, überwiesen wird. 

    Diese Funktion bietet jede Bank an, ist i.d.R. kostenlos und kann bspw. bei der monatlichen Miete eine große Zeitersparnis für dich leisten.

    Und was war dann eine Lastschrift? 

    Bei der Lastschrift (auch Bankeinzug genannt) musst du zuallererst deine Erlaubnis einem Unternehmen geben, dass dieses ohne eine weitere Zustimmung auf deinem Konto Abbuchungen vornehmen kann. Das ist natürlich bei wiederkehrenden Zahlungen wie Versicherungsbeiträgen oder Abos wie Netflix sehr bequem. 

    Kleiner Tipp: Wenn du eine Abbuchung bemerkst, die du nicht autorisiert hast, kannst du innerhalb von 8 Wochen diese zurückbuchen lassen, das Geld ist sofort wieder zurück auf deinem Konto. Das geht bei Überweisungen bspw. nicht. 

    Zu guter Letzt ein paar Zahlen, damit du dir der Relevanz bewusst werden kannst:

    Anzahl der Überweisungen in Deutschland (2019): ca. 6,7 Mrd. 

    Volumen durch Überweisungen in Deutschland (2019): 56.208 Mrd. € (11,2 Billionen Döner entspricht 1.441 Döner pro Person auf der Welt)

     Anzahl der Lastschriften in Deutschland (2019): ca. 10,9 Mrd.

    Volumen der Lastschriften in Deutschland (2019): 3.400 Mrd. € 

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Zum Schluss ein Zitat, heute von Klaus Klage:

    “Politker sind nicht an Weisungen gebunden, höchstens an Überweisungen.“

    Klaus Klage
    Folge 36: Alles, was du über dien Konto wissen musst.

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    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

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    38 min
  • Folge 35 – Für Immobilien brauche ich erst viel Geld(?)

    Was Immobilien genau sind und dass diese auch ein gewisses Vermögen darstellen, haben wir in einer vergangenen Folge schon einmal geklärt. Allerdings werden Immobilien natürlich auch oft mit einem gewissen Einkommen verbunden, mit dem man sich diese erst leisten kann. Ist das aber wirklich so? Geht es vielleicht auch mit weniger Geld? Was genau sind diese Immobilienfonds? Welche Chancen und Risiken gibt es? Und worauf musst Du achten? All das in der heutigen Folge!

    Fangen wir also am besten an und stellen uns die Frage, ob man nicht auch schon mit weniger Geld in Immobilien investieren kann?

    Na ja an der Fragestellung merkst du sicherlich schon, ja, das ist möglich und zwar in Form von Immobilienfonds, REIT’s und Aktien von Immobilienunternehmen. REIT’s behandeln wir zu einem späteren Zeitpunkt. Aktien von Immobilienunternehmen sind zwar keine direkten Investments in Immobilien, aber diese Unternehmen wie z.B.  die Vonovia AG oder Aroundtown AG sind eben Verwalter und Ersteller von Wohn- bzw. Gewerbeimmobilien und damit sind es auch indirekte Investments in Immobilien. 

    Was sind aber genau Immobilienfonds?

    Grundsätzlich kann zwischen geschlossenen und offenen Immobilienfonds unterschieden werden. Egal ob geschlossen oder offen, der Grundgedanke ist jedoch derselbe. Es wird Geld von vielen “kleinen” Anlegern gesammelt und damit werden größere Immobilienprojekte (meistens gewerblich) geplant und gebaut. Danach erhält der Fonds die Miete für die Immobilie. Die Miete und der Wert der Immobilien bilden den Wert des Fonds aus. Durch die Miete können zusätzlich jährlich Ausschüttungen, also Gewinnauszahlungen an die Anleger bezahlt werden. Meistens bestehen solche Fonds aus vielen verschiedenen Immobilien bspw. aus der Büro-, Logistik oder Hotelbranche. 

    Was ist der Unterschied zwischen geschlossenen und offenen Fonds?

    Offene Fonds = Fonds in die man jederzeit einsteigen kann und auch wieder aussteigen kann. Die Gesamt-Anlagesumme ist meistens unbeschränkt. 

    Geschlossene Fonds = genaues Gegenteil zum offenen. Meistens wird für ein bestimmtes Projekt eine bestimmte Summe an Kapital gesucht, damit der Fonds befüllt und dann in diesem Verhältnis Anteile herausgegeben werden können. Während der Projektphase (bspw. Bauphase) kann aus dem Fonds nicht ausgestiegen werden und erst am Ende erhält der Anleger sein Geld wieder zurück (sofern das Projekt geglückt ist), dann in Verbindung mit Mietausschüttungen oder Gewinnausschüttungen. Geschlossene Fonds sind meistens finanzkräftigen Investoren vorenthalten.

    Welche Risiken habe ich bei einem Immobilienfonds?

    Grundsätzlich gehört das Investment in offene Immobilienfonds zu einer der konservativen Anlagemöglichkeiten, heißt,  geringe Schwankungen und eine Rendite von ca. 1-3% pro Jahr. 

    Jedoch können folgende Risiken auftreten:

    • Liquiditätsrisiko = Da Immobilien eher illiquide sind, kann es, im Fall, dass viele Anleger ihr Geld ausbezahlt haben möchten, zu Engpässen kommen. Immobilien können nicht so schnell verkauft (zu Geld gemacht werden) wie Aktien. Es kann also passieren, dass Anleger ihr Geld doch nicht direkt bekommen. Hat der Fonds zu viel Liquidität, drückt das, aufgrund von Negativzinsen, die Rendite. 
    • Portfoliorisiko = Natürlich besteht auch ein gewisses Risiko darin, dass die Immobilien im Fonds nicht nachgefragt werden und daher Mieten ausbleiben. Daher ist es wichtig, hier auf eine gute Mischung (Branche, Länder, Lage) der Immobilien im Fonds zu achten!

    Welche Chancen bestehen?

    • Natürlich kann man mit einem Immobilienfonds keine Renditen von 8%, 12% oder gar 20% erwarten. Wie immer gilt, wenn das Risiko niedrig ist, wird das auch mit einer geringeren Rendite bezahlt. I.d.R. sind bei diesen Fonds zwischen 1-3% pro Jahr an Rendite zu erwarten, bei einem sehr geringen Schwankungsverhalten. 
    • Jährliche oder halbjährliche Ausschüttungen aufgrund der Mieteinnahmen sind zu erwarten. 

    Worauf muss man also bei einem Immobilienfonds achten? 

    Vor allem auf die gesetzliche Haltefrist. Diese wurde im Jahr 2013 eingeführt, um dem Liquiditätsrisiko vorzubeugen. Die Haltefrist beträgt mind. 2 Jahre mit einer Kündigungsfrist von einem Jahr. Diese Zeit wird als angemessen gesehen, da der Fonds zur Not freie Liquidität beschaffen kann. Bei Sparplänen (meist ab 25€ pro Monat möglich) ebenso auf die Haltefrist achten! 

    Weiterhin solltest du darauf schauen, ob der jeweilige Fonds in den vergangenen Jahren die Rückgabe von Anteilen nicht erlaubt hat, das ist ein Zeichen von einer schlechten Liquiditätsplanung. 

    Und natürlich solltest du schauen, welche Immobilienarten (Wohnen, Büro, Logistik oder Hotel) im Fonds vertreten ist. 

    Dennoch kann durch einen Immobilienfonds auch mit kleineren Beträgen das Thema Immobilie als konservative und nicht schwankungsintensive Beimischung in das Gesamtvermögen eingebracht werden. 

    Als kleiner Hinweis und Tipp dazu: 

    Du kannst jederzeit, ohne Beachtung der Haltefrist, Anteile an einem Immobilienfonds an der Börse verkaufen. Hier kann es jedoch auch zu Kursschwankungen kommen, das solltest du beachten! 

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Zum Schluss ein Zitat, heute vom US-Stahlindustriellen Andrew Carnegie:

    “Neunzig Prozent aller Millionäre werden dies durch den Besitz von Immobilien. In der Immobilienbranche wurde mehr Geld verdient als in allen industriellen Investitionen zusammen. Der kluge Investor von heute steckt sein Geld in Immobilien.“

    Andrew Carnegie
    Folge 35: Für Immobilien brauche ich erst viel Geld(?)

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    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

    Geplant haben wir die Folge hiermit*.

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    35 min
  • Folge 34 – Begriffe, die dir sonst keiner erklärt 4.0

    Finanzbegriffe schnell und einfach erklärt! 4.0

    Vorwort: *Werbung* Heute wieder etwas Besonderes vorab, diese Folge ist unterstützt von der Volksbank Mönchengladbach eG. Dadurch ist die Folge aber nicht anders als unsere sonstigen Folgen, wir haben den Inhalt und das Thema natürlich alleine bestimmt. Dafür an dieser Stelle schon mal ein großes Dankeschön.

    Wir haben uns gedacht, es ist mal wieder Zeit für eine neue Folge Finanz Sorbet Lexikon. Gerade im Moment schwirren wieder viele Finanzbegriffe in den Medien, Social Media oder in den alltäglichen Gesprächen umher. Damit du hier den Durchblick behältst, werden wir ein paar wichtige Begriffe heute näher besprechen. 

    Also los gehts! 

    Fangen wir mit dem ersten Begriff Hedge Fonds an. 

    Hedge Fonds sind oft eher ein negativ belastetes Wort. Oft hört man sie im Zusammenhang mit Wetten, Spekulationen, hohen Verlusten und unmoralischen Investment. Doch ist das wirklich so? 

    Grundsätzlich sind Hedge Fonds aktive gemanagte Fonds, welche im Gegensatz zu herkömmliche Aktien- oder Mischfonds i.d.R. nicht in traditionelle Finanzprodukte wie Aktien, Anleihen oder Edelmetallen investiert sind, sondern in alternative Anlagen. 

    Das können direkte Beteiligungen (Private Equity) bspw. an Start-Ups, bestimmte Wetten auf Kursverläufe oder der Kauf von Krediten sein. Das Ziel ist es, egal wie sich ein Markt bewegt, immer eine positive Rendite zu erwirtschaften. Das Risiko ist meistens wesentlich höher als bei herkömmlichen Fonds und i.d.R. sind diese Fonds auch nur für sehr sehr vermögende Personen bestimmt. Trotzdem gab es im Zuge der GameStop-Wetten hier großes Aufsehen.

    Machen wir weiter mit dem nächsten Begriff: Neo-Trader.

    Auch im Zuge der GameStop-Wetten kam immer wieder der Begriff Neo-Trader vor. 

    Das sind letzten Endes moderne Trading Plattformen bzw. Depotanbieter. Sie zeichnen sich i.d.R. mit sehr geringen Kosten aus. Hiermit sind sie oft für Anfänger sehr interessant, allerdings muss man hier zum Teil auch vorsichtig sein. Kostenlos ist nie etwas. Die Kosten entstehen dann nur an anderer Stelle oder sind versteckt. Bspw. durch schlechtere Kurse für dich als Käufer oder eine schlechte Verfügbarkeit/ Handelbarkeit bei turbulenten Marktphasen, in denen viele Anleger handeln wollen. Oft werden (Bspw. Robinhood) die Aktien, die dort gekauft werden, gar nicht dem Käufer ins Depot gelegt, sondern bleiben bei der Trading-Plattform. Diese haben erst vor Kurzem diese Aktien dann auch bspw. Hedgefonds verliehen, um damit Erträge zu erwirtschaften. Fällt so ein Fonds aus, sind auch die Aktien des Käufers weg. 

    Bekannte Neo-Trader sind TradeRepublic, Trading 212 oder Robinhood. 

    Der nächste, aktuell immer wieder vorkommende Begriff ist der Negativzins.

    Negativzinsen sind grob gesagt ein prozentualer Betrag von einer bestimmten Geldsumme, der zu zahlen ist. Dieser wird bspw. auf höhere Geldbeträge, die auf Giro- oder Tagesgeldkonten geparkt sind, erhoben. Meistens haben Kunden einen Freibetrag (Bspw. 100.000€) unter dem keine Negativzinsen anfallen. Alles darüber hinweg wird dann mit einem negativen Zins belastet. Der Grund für die Berechnung eines solchen Zinses ist vor allem die anhaltende Niedrigzinsphase sowie die Tatsache, dass die Banken seit einigen Jahren für jeden Euro, der auf ihren Konten liegt, einen negativen Zins bezahlen müssen. Diesen geben sie nun nach und nach an ihre Kunden weiter. 

    Der nächste Begriff betrifft die Kyptowährung DogeCoin.

    DogeCoin ist letzten Endes auch eine Kryptowährung wie der Bitcoin. Allerdings benötigt die Erstellung eines DogeCoin lediglich eine Minute, während es zur Erstellung eines Bitcoins 10 Minuten benötigt. Weiterhin ist die Erstellung wesentlich Ressourcen-, sprich Energieschonender als die Erstellung eines Bitcoins. 

    Große Bekanntheit erlangte diese, seit 2013 am Markt erscheinende, Kryptowährung durch einige Tweets von Elon Musk. Elon Musk sprach seine Begeisterung für die Währung aus, sodass in gleichem Zug der Kurs sehr stieg.

    Wie zukunftsfähig diese Kryptowährung nun ist, ist allerdings fraglich. Mal wieder hatte Elon Musk aber seine Finger mit im Spiel.

    Und die beiden letzten Begriffe dieser heutigen Folge sind Bulle und Bär:

    Was haben die beiden Tiere denn mit der Börse zu tun? Sie stehen für die Entwicklung der Börse bzw. die Einstellung von Anlegern zur Börse. 

    Der Bulle steht an der Börse für steigende Kurse, der Bär für fallende. Wenn du bullish unterwegs bist, denkst du, die Kurse an der Börse oder einer konkreten Aktie steigen, andersherum bist du bearish unterwegs. Der Kampf der Bullen und Bären ist ständig an der Börse präsent. 

    FunFact: In New York gibt es nirgendwo eine Statue, die einen Bär abbildet!

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Zum Schluss ein Zitat, heute vom Börsenguru Warren Buffet:

    “Be fearful when others are greedy, and greedy when others are fearful.”

    Warren Buffet
    Folge 34: Begriffe die dir sonst keiner erklärt.

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    39 min
  • Folge 33 – Ist Bitcoin das neue Gold?

    Die Themen Krypto und Bitcoin sind überall präsent. Ob auf Social-Media, in den Nachrichten oder sogar im Privatleben. Nachdem wir uns gefühlt aktuell im zweiten Hype befinden, haben wir uns gedacht, wir klären heute mal die wichtigsten Fragen zum Thema Kryptowährung. Was ist das überhaupt? Was ist der Unterschied zu einer “normalen” Währung? Wie kann man sie kaufen und benutzen? Und wie sicher ist diese Währung bzw. Anlage? All das heute!

    Fangen wir mit der ersten Frage an, was ist so eine Kryptowährung überhaupt?

    Kryptowährungen sind nicht direkt Währungen wie der Euro oder US-Dollar. Jedoch sind es Zahlungsmittel, die i.d.R. auf der Blockchain-Technologie beruhen. 

    Blockchain ist eine Technologie, bei der einzelne Blöcke (Datensätze) aneinandergereiht sind. Jeder Block hält eine Prüfziffer. Bei jeder Erweiterung dieser Blockchain muss jede Prüfziffer technisch geprüft werden, ob diese in der Reihenfolge stimmen. Sollte dies nicht der Fall sein, bspw. durch Veränderungen oder Eingriffe in die Daten, kann die Blockchain nicht erweitert werden. Sie hat also einen sehr hohen Sicherheitsschutz. Die Prüfung der Blockchain erfolgt unabhängig auf einem selbst erstellten Netzwerk, von den jeweiligen berechtigten. (Link )

    Diese Währungen werden nicht von Staaten geschöpft, was eine hohe Unabhängigkeit signalisiert. Mitte des Jahres 2020 gab es ca. 7.300 verschiedene Kryptowährungen mit einer Kapitalisierung von ca. 343 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Der DAX 30, bestehend aus den 30 größten Unternehmen hat eine Marktkapitalisierung von ca. 1.634 Milliarden US-Dollar. 

    Die bekannteste Kryptowährung ist Bitcoin, andere Währungen, auch Alt-Coins (Alternative) können Ripple oder Ethereum sein. 

    Was ist jetzt der große Unterschied zwischen einer “normalen” Währung und bspw. dem EURO? 

    Grundsätzlich ist der EURO eine staatlich anerkannte Währung. Das bedeutet auch, dass Sie von den Staaten der EU geschaffen und kontrolliert werden.

    Das ist eigentlich auch der große Vorteil von einer Kryptowährung, sie ist anonym und wird nicht von Zentralbanken oder ähnlichen gesteuert. 

    Dabei ist es egal, in welchem Land man mit diesen Coins bezahlt. Gleichzeitig gelten diese als sehr sicher und fälschungssicher. 

    Nachteile sind allerdings auch, dass es zu sehr hohen Kursschwankungen kommen kann. Schaut man sich den Bitcoin Kurs an:

    Bitcoin Kursentwicklung seit 2016

    Kommen wir natürlich zur Frage, wie kann man solche Kryptowährungen kaufen oder mit Ihnen bezahlen? 

    Kaufen kann man Kryptowährungen bspw. auf entsprechenden Börsen wie Coinbase oder Plus 5000. Verwahrt werden die Coins in einem “Wallet”, das ist eine entsprechende Software, welche einen Schlüssel erstellt (Private Key), dieser ist die einzige Möglichkeit, um auf das Wallet zugreifen zu können. Im Wallet selber sind Adressen gespeichert, mit denen man Coins empfangen oder versenden kann, also zahlen kann. 

    Mit Coins bezahlen kann man bei einigen Internetanbietern (Story Megapark Malle) wie z.B. Lieferando, Wikipedia, Greenpeace oder Expedia. 

    In der Stadt Arnheim in den Niederlanden kann man sogar in mehr als hundert Geschäften mit Bitcoins zahlen. 

    Kommen wir zur letzten Frage, wie sicher sind Kryptowährungen und brauchst du diese?

    Schaut man die Kryptowährung als Zahlungsmittel an, ist sie sehr sicher, da die Fälschung quasi ausgeschlossen ist. Dennoch sind die Wertschwankungen natürlich extrem. Allerdings sollte man immer auf die Zukunftsfähigkeit schauen, gerade bei Kryptowährungen, die in der Realwirtschaft evtl. genutzt werden können. Ob Kryptowährungen jemals eine Währung wie den Euro oder den US-Dollar ablösen können, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch entwickeln einige Zentralbanken (EZB) aktuell ihre eigene digitale Währungen, woran man auch merkt, wie vielversprechend die Technik dahinter sein kann. 

    Als Beimischung im Gesamtvermögen kann Krypto daher sicherlich sinnvoll sein, da kaum eine Korrelation mit anderen Vermögenswerten wie Aktien oder Anleihen bestehen. Jedoch muss man sich den immensen Wertschwankungen bewusst sein. Weiterhin musst du deine Coins in einem sicheren Wallet verstauen, denn oft werden diese nur auf Börsen gehalten. Diese wurden in den letzten Jahren jedoch oft gehackt und die dementsprechenden Coins wurden gestohlen… komplett digital. 

    Einen ausführlichen Bericht über das Thema Krypto als Vermögensanlage findest du hier.

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Zum Schluss ein Zitat, heute vom ehemaligen CEO von Google, Eric Schmidt:

    “(Bitcoin) ist eine bemerkenswerte kryptografische Leistung … Die Fähigkeit etwas zu erschaffen, das nicht duplizierbar ist hat enormen Wert.”

    Eric Schmidt
    Folge 33: Ist Bitcoin das neue Gold?

    Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!

    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

    Geplant haben wir die Folge hiermit*.

    DISCLAIMER:

    (* Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-/Werbe-Link. Durch den Kauf über diesen Link werden wir am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.)

    Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

    Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

    Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktualisierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwiclung mindern.

    36 min
  • Folge 32 – Eine Bankausbildung bringt heute nichts mehr! Oder?

    Vorwort: *Werbung* Heute wieder etwas Besonderes vorab, diese Folge ist unterstützt von der Volksbank Mönchengladbach eG. Dadurch ist die Folge aber nicht anders als unsere sonstigen Folgen, wir haben den Inhalt und das Thema natürlich alleine bestimmt. Dafür an dieser Stelle schon mal ein großes Dankeschön.

    Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben wir für den heutigen Beitrag eine duale Studentin (Ausbildung, Bankkauffrau und Studium, Bachelor of Arts) eingeladen. Mit ihr haben wir über die Ausbildung und die vermittelten Skills gesprochen. Auch wollten wir wissen, wie ihr das erlernte Wissen im privaten Alltag weiterhilft. In der Podcast Folge haben wir im Anschluss kritisch über die Zukunftsfähigkeit der Ausbildung diskutiert.

    Was machst du und wer bist du?

    Hallo, mein Name ist Victoria, ich bin 22 Jahre alt und habe genau wie Lukas in der letzten Woche erfolgreich meine Ausbildung zur Bankkauffrau mit der mündlichen Prüfung abgeschlossen. Damit bin ich allerdings noch nicht ganz fertig mit meiner Ausbildung.

    Ich mache nämlich ein duales Studium bei der Volksbank Mönchengladbach. Das bedeutet, dass ich, anstatt die Berufsschule zu besuchen, berufsbegleitend an einer Hochschule studiere und mir das theoretische Wissen für die Ausbildung selbst aneigne. Mein Ziel ist nämlich, neben der Ausbildung auch meinen Bachelor zu machen.

    Was lernt man, bezogen auf Kompetenzen und Wissen in der Ausbildung/ im dualen Studium?

    Ich würde die erlangten Kompetenzen in 2 Kategorien aufteilen. Einerseits die sogenannten Hardskills, also das gelernte Fachwissen im Finanzbereich und andererseits die sogenannten Softskills.

    Mit Softskills meine ich die sozialen Kompetenzen, die ich in der Zeit meiner Ausbildung überall erlangen konnte und auch weiterhin erlange. Dazu gehört im Wesentlichen der Umgang mit Menschen, seien es Kollegen, Vorgesetzte oder Kunden. Da man in der Ausbildung in vielen verschiedenen Filialen und Abteilungen eingesetzt ist, lernt man viel von verschiedenen Kollegen und Vorgesetzten, was man dann selber adaptieren möchte. Jedoch natürlich nicht alles

    Im Umgang mit Kunden wird einem sehr schnell bewusst, dass jeder Kunde mit einer anderen Geschichte und einem anderen Hintergrund in die Bank kommt. Das ist super interessant, jedoch wird auch immer eine andere Reaktion von mir erwartet und das ist teilweise auch nicht immer leicht herauszufinden.

    Bezogen auf das Fachwissen, welches du in der Ausbildung gelernt hast: Welche Erkenntnisse waren für dich besonders wichtig?

    Mir fallen da direkt zwei Sachen ein.

    Zum einen habe ich viel über das Thema Geld gelernt. Man hat einen ganz anderen Blickwinkel erhalten und somit auch einen anderen Umgang. Was ich damit meine, ist die Tatsache, dass man das verdiente Geld nicht einfach nur ausgibt, sondern eine Balance zum Thema Sparen und Vorsorge herstellt.

    Die Vorsorge ist daher mein zweiter Punkt. Als junger Mensch macht man sich darüber leider keine oder nur wenig Gedanken. In der Bank habe ich allerdings festgestellt, wie wichtig das Thema gerade schon in unserem jungen Alter ist.

    Wie kannst du das Wissen im Privatleben nutzen? Was für Vorteile hast du auf dem Gebiet im Vergleich zu deinen Freunden?

    Im Privatleben hilft mir selbst das Fachwissen natürlich ungemein, da ich genau weiß, was es für Anlagemöglichkeiten gibt und welche zu mir passen. Gerade auch, wie schon bereits angesprochen, zum Thema Vorsorge. Meine Familie profitiert logischerweise auch davon. Meinen beiden Geschwistern gebe ich regelmäßig Tipps und für meine Eltern verwalte ich sogar ihr Wertpapierdepot.

    Ich werde auch öfters von anderen Freunden und Bekannten um Rat gebeten. Gerade bei jüngeren Leuten freue ich mich immer besonders, da es meist nicht so ein beliebtes Thema ist. Ich bin froh um jeden in meinem Alter, der überhaupt irgendwas tut. Mir ist bei vielen jedoch aufgefallen, dass das Thema Bank für sie ein sehr verschwiegenes Thema ist, was ich richtig und gut finde, aber der Grund für die Verschwiegenheit ist bei vielen der Falsche.

    Das Vorurteil vom “bösen Banker, der einem nur was andrehen will, was man nicht braucht und nur der Bank allein Geld bringt” ist leider noch in vielen Köpfen verankert. Das ist aber nicht wahr, denn die Bank und deren Mitarbeiter, also auch ich, verkaufen zwar sogenannte “Produkte” wie ein Konto oder ein Depot, jedoch machen wir das in erster Linie, um den Menschen zu helfen und nicht um sie “abzuziehen”. Das musste ich schon öfters Freunden, Bekannten und auch Kunden klar machen. Man sollte natürlich trotzdem zumindest ein bisschen Ahnung von Finanzthemen haben, damit die Hilfe des Bankberaters auch optimal umgesetzt wird.

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Zum Schluss ein Zitat, heute vom Georg-Wilhelm Exler:

    “Wer meint, mit dem Ende der Ausbildung sei es Aus mit der Bildung, hat nicht verstanden, dass Ausbildung Weiterbildung ist.”

    Georg-Wilhelm Exler

    Folge 32: Eine Bankausbildung bringt heute nichts mehr! Oder?

    Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!

    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

    Geplant haben wir die Folge hiermit*.

    Danke für die Unterstützung der Volksbank Mönchengladbach eG

    Falls Ihr Interesse an einer Ausbildung oder einem dualen Studium in diesem Bereich habt, schaut gerne hier vorbei.

    DISCLAIMER:

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    Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

    Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktualisierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwiclung mindern.

    39 min
  • Folge 31 – 100% Steigerung im Börsenjahr 2021?

    Gerade zu Beginn des neuen Jahres fragen sich viele, wie wird eigentlich das Börsenjahr 2021? Gleich vorweg, wenn wir das wüssten, würden wir diesen Beitrag von einem weißen Sandstrand aus verfassen.

    Dennoch ist das natürlich eine berechtigte Frage, wenn man schon in Aktien, Fonds oder ETF’s investiert ist oder dieses Jahr endlich damit anfangen möchte. Aus diesem Grund stellen wir uns heute eben genau diese Frage und ermitteln, wer eigentlich die Treiber dieses Jahr sein könnten? All das in der heutigen Folge!

    Fangen wir damit an, indem wir uns die aus unserer Sicht großen Treiber für ein positives Börsenjahr anschauen.

    Für alle, die nicht gegen den Markt wetten, also auf fallende Kurse setzen, empfinden wir das Börsenjahr als ein positives Jahr, indem die Aktienmärkte mit (deutlichem) Plus zu Ende gehen werden. (Wie war 2020?)

    Das Börsenjahr ist vor allem von folgenden Faktoren abhängig: 

    • Corona-Pandemie: Ja, wir können es alle nicht mehr hören, aber Corona ist immer noch nicht vorbei und so wie es aktuell aussieht, wird es uns mind. noch bis zum Ende des Jahres mehr oder weniger begleiten. Die Maßnahmen wie Lockdowns schwächen natürlich die Wirtschaft, da viele Unternehmen geschlossen haben bzw. ihre Aufträge sinken. Hierzu muss man allerdings sagen, dass durch die entdeckten Impfstoffe die tatsächliche Pandemie eher wenig Einfluss auf die Börsen haben wird. Denn der Großteil wurde durch die Kursrutsche im Februar/März 2020 schon längst in den Kursen “eingepreist” (eingepreist bedeutet, dass sich der Kurs einer Aktie, wegen dieses Ereignisses, nicht noch weiter ändern wird)
      Dennoch sind die Lockdowns, welche verhängt werden, eine sehr starke Belastung. Der Lockdown kostet die Wirtschaft pro Woche 3,5 Milliarden Euro. Eine unfassbar große Zahl. Das sind ca. 700 Millionen Döner, also für jeden Deutschen ca. 8 Döner. Die Unternehmen werden durch den Lockdown weniger Gewinn machen und das spiegelt sich dann auch in den jeweiligen Aktienkursen wider.
    • Maßnahmen der Politik und Zentralbanken: Um den Verlusten aus den Lockdowns entgegenzuwirken, haben die Staaten und Zentralbanken große Hilfsprogramme aufgelegt. Die Bundesregierung bspw. hilft mit Unterstützungszahlungen für die Unternehmen, die durch den Lockdown geschlossen haben oder haben extra Kreditprogramme aufgelegt, damit mehr Unternehmen die Möglichkeit haben zu investieren. Je mehr Unternehmen investieren, umso mehr andere Unternehmen haben wiederum was davon, das steigert wie in einem Kreislauf die Wirtschaft.
      Die Zentralbanken haben ihren Leitzins noch mehr ins Negative gesenkt, sodass Banken und Staaten mittlerweile Geld bekommen, wenn sie bspw. der EZB Geld abnehmen. Gleichzeitig müssen die Banken, Versicherungen und Staaten für jeden Euro auf den Konten auch Zinsen an die EZB bezahlen. Du fragst dich sicherlich, was das jetzt soll? Na ja die Banken müssen diese Negativzinsen mittelfristig an ihre Kunden weitergeben. Bedeutet, dass Zinsen für Kredite niedrig sind und zum anderen müssen Kunden Geld bezahlen, wenn sie das Geld auf dem Konto liegen lassen. Beides soll einen großen Anreiz zum Investieren liefern und somit die Wirtschaft stärken. 
    • Inflation: Aktuell befindet sich die Inflation, also die  Geldentwertung auf einem Wert von -0,3 %. Wir haben gerade im Moment also keine Inflation (Preise steigen und das Geld wird weniger wert), sondern wir haben eine, wenn auch sehr kleine, Deflation (die Preise sinken, das Geld wird mehr Wert). Das liegt an der “Mehrwertsteuersenkung”, die die Bundesregierung bis Ende 2020 beschlossen hatte.

    Die Zentralbanken verbreiten allerdings gerade sehr viel neues Geld, wodurch die Gefahr von einer höheren Inflation steigt. Das Ziel der Zentralbank ist ein Wert von nahe aber unter 2 %. Bedeutet, es dürfte zur Zeit ruhig ein wenig steigen, nur eben nicht zu sehr. Für dieses Jahr sehen die Experten hierzu noch keine großen Probleme, aber in den kommenden Jahren sind sie sich einig: Wir müssen mit größeren Inflationsraten rechnen.
    Dazu jedoch gleich vorweg. Eine etwas höhere Inflation ist nicht schlecht für die Aktienkurse, denn Aktien preisen die Inflation ein und dienen daher eher zum Schutz vor der Inflation.

    • Alternativen: Es fehlen die Alternativen zur Geldanlage. Auf der Bank bekommst du nichts mehr, musst teilweise sogar Geld zahlen, um dein Geld zu “parken”. Anleihen geben kaum bzw. keine Rendite und dasselbe gilt für Lebensversicherungen. Kurzum, es gibt genau zwei Vermögenswerte, die sich aktuell noch lohnen, das sind zum einen Aktien und zum anderen Immobilien. Das heißt alle, die ihr Geld mit Rendite anlegen wollen, kommen um Aktien und Immobilien nicht herum. Das treibt logischerweise auch die Preise nach oben. Die Börsen steigen. 
    • Neuer Präsident in den USA: Mit dem “abdanken” von US-Präsident Trump und dem Amtsantritt von Joe Biden kommt Ruhe in die Weltwirtschaft. Die Konflikte mit der EU und China werden abflauen und für Unternehmen wird es sicherer, in den jeweiligen Ländern zu investieren. Das hat wahrscheinlich einen positiven Effekt auf die Wirtschaft und somit auch auf die Börsen. Auch wenn die Probleme mit China und der EU aufgrund der Ungleichbehandlung der Unternehmen immer mal wieder auftauchen werden. 

    Wie sieht also unser Fazit für das Börsenjahr 2021 aus? 

    Ob eine 100%ige Steigerung in diesem Jahr zu erwarten ist, kann niemand sagen, aber sollte nicht etwas Unvorhersehbares bzgl. Corona und den Impfungen passieren wird das Börsenjahr 2021 sicherlich kein schlechtes. Denn wie gesagt, die Alternativen fehlen, das einzige, womit man sein Geld noch gewinnbringend anlegen kann, sind Aktien und Immobilien. Dennoch sollte man die Augen offen halten und sich bewusst sein, dass es auch mal zu stärkeren Schwankungen in diesem Jahr kommen kann. 

    Aber egal in welchem Börsenjahr, mit einer guten Strategie und kontinuierlichem investieren/ sparen nimmst du Höhen und Tiefen gerne in Kauf, denn damit kann es dir fast egal sein, ob das eine oder andere Jahr jetzt besonders gut oder eher schlecht war. 

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Zum Schluss ein Zitat, heute vom Banker Sidney B. Wachtel:

    “The January-effect / As goes January, so goes the year”

    Sidney B. Wachtel

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    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

    Geplant haben wir die Folge hiermit*.

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    Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

    Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsangehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

    Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktualisierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwicklung mindern.

    37 min
  • Folge 30 – Sollte ich immer nur die eine (Bank) daten?

    Vorwort: *Werbung* Heute etwas Besonderes vorab, diese Folge ist unterstützt von der Volksbank Mönchengladbach eG. Dadurch ist die Folge aber nicht anders als unsere sonstigen Folgen, wir haben den Inhalt und das Thema natürlich alleine bestimmt. Dafür an dieser Stelle schon mal ein großes Dankeschön.

    Kommen wir aber auch direkt zu den heutigen Fragen.

    Jede*r von euch hat eine Beziehung zu seiner Bank, manche lockerer, die anderen enger. Manchen von euch ist es wichtig, regelmäßig den/ die Bankberater*In zu sehen, anderen ist das nicht so wichtig. Vielleicht sind diese Leute auch eher bei einer Direktbank, wo es diese Leistungen gar nicht gibt, sie dafür aber auch weniger für das Girokonto zahlen. Aber wie wichtig ist eine Beziehung zu deiner Bank wirklich? Was ist eine Hausbank? Wofür benötigst du vielleicht eine? Und wie kann dir eine Hausbank in den verschiedenen Lebensphasen helfen? All das in der heutigen Folge!

    Fangen wir mit der ersten Frage an, was ist eine Hausbank?

    Die Hausbank ist keine eigene Bank, sondern eher ein Begriff zur Einordnung der Wichtigkeit einer Bank für eine Person oder ein Unternehmen. Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen ist dieser Begriff gängig. Aber auch bei Privatperson wird er aufgrund der verschiedenen Banken und der Digitalisierung immer bedeutender. 

    Als Hausbank wird letzten Endes die Bank bezeichnet, mit der der jeweilige Kunde am meisten zu tun hat. Heißt, wenn du bspw. bei zwei Banken ein Konto hast, aber das der einen Bank am meisten nutzt, dort vielleicht noch eine Finanzierung oder ein Wertpapierdepot laufen hast, ist das deine Hausbank. Gerade bei Finanzierungen von kleineren und mittleren Unternehmen kann man unterstellen, dass die Hausbank durch eine gute Beziehung viele Informationen vom Unternehmen hat und diese bspw. bei der Vergabe von Krediten nutzen kann, um die Risiken besser abschätzen zu können und das wiederum spiegelt sich in den Konditionen wider. 

    Brauchst du also eine Hausbank? 

    Na ja, wie so oft… es kommt darauf an. Wenn du sagst, du kümmerst dich um alles selber und brauchst keine Bankberater*In, brauchst du nicht wirklich eine Hausbank. Allerdings, gerade, wenn es um das Thema von letzter Woche geht, dem Immobilienwunsch, kann es sein, dass du dann doch wieder auf dein*e Bankberater*In angewiesen bist. Je länger eine Bank ein Konto von dir hat, welches du nutzt, umso mehr Informationen hat sie auch, was wiederum gerade bei Krediten positiv für dich ist. 

    Willst du dich allerdings eben nicht um alles selbst kümmern, dir der Rat bzw. die Beratung wichtig ist, dann solltest du dir eine Bank bzw. genauer gesagt eine*n Berater*In suchen, bei der du dich wohlfühlst, wo du mit den Leistungen einverstanden bist und natürlich auch preislich zufrieden bist. Allerdings gleich mal vorweg. Kostenlos und super persönlicher Service und Beratung gibt es nie! 

    Kommen wir zur Frage, wie dich eine Hausbank unterstützen kann?

    Dazu ist es wichtig zu wissen, dass je nach Lebensphase du auch unterschiedliche Bedürfnisse nicht nur privater Natur hast, sondern eben auch finanziell. Ein Kleinkind benötigt verständlicherweise andere Dinge als Berufseinsteiger oder Rentner. Wir haben uns gedacht, wir stellen mal für die einzelnen Lebensphasen Situationen vor, in denen eine Hausbank helfen kann.

    Geburt, Kleinkind: 

    Für ein Kleinkind bzw. ein Baby sind Finanzprodukte natürlich erstmal gar kein Thema. Allerdings können die Eltern oder Großeltern etwas für das Kind ansparen z. B. für den Führerschein, das erste Auto oder für die Studienfinanzierung. Auch hier, je früher damit angefangen wird, umso mehr kommt dabei rum. 

    Berufseinsteiger:

    Im Idealfall weiß deine Hausbank, wann du mit der Schule fertig bist und bspw. eine Ausbildung anfängst oder nach deinem Studium mit dem Arbeiten anfängst. Hier sollte dir deine Hausbank helfen, wichtige Themen wie Altersvorsorge, essenzielle Versicherungen und das generelle sparen anzupacken. Eine Hausbank hat im Best-Case immer mehr Informationen als andere Banken und kann zum genau richtigen Zeitpunkt dich dabei unterstützen. 

    Ab 30: 

    Es ist soweit, du möchtest deine eigene Immobilie kaufen. Eine erste Wohnung oder dein eigenes Haus. Hier wird in den allermeisten Fällen eine Baufinanzierung benötigt. Grundsätzlich hast du den Vorteil, dass es dein Konto bspw. schon lange bei deiner Hausbank gibt und die Bank daher genau weiß, wie deine Zahlungsmoral ist. Diese Informationen erleichtern es sehr, das etwaige Risiko besser einschätzen zu können und dir in dem Fall eine Baufinanzierung zu ermöglichen. Gerade bei unüblichen Konstellationen oder schwierigen Immobilien kann so etwas sehr helfen. 

    Gerade wenn es darum geht, bspw. die Familie abzusichern, das eigene Haus abzusichern oder bei deinem jetzt vielleicht höherem Gehalt mehr und besser zu sparen, kann eine Hausbank auch helfen und vor allem dich darauf aufmerksam machen. 

    Bis zur Rente: 

    Gerade im Alter zwischen Ende 30 und bis Anfang 60 ist man in einer Phase, in der man tendenziell am meisten Geld verdient. Hier möchte man bspw. weitere Immobilien kaufen, sein Geld richtig anlegen oder die eigenen Kinder unterstützen. Manche machen sich in dieser Phase auch selbstständig oder gründen ihr eigenes Unternehmen. Auch hier kann eine Hausbank aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit dir als Kunde wesentlich besser einschätzen, wie hoch das Risiko ist, wenn sie dir einen Kredit vergeben. Vor allem wenn du selbstständig bist, ist eine gute Beziehung zu einer Hausbank sehr wichtig, da auch mal Phasen kommen können, in denen es deinem Unternehmen nicht so gut geht (Vgl. Corona). Eine Hausbank hat dann selbst großes Interesse, dich dabei zu unterstützen. Eine Fremde bzw. neue Bank wird hier eher vorsichtig sein. 

    In der Rente: 

    Nur weil man aufhört zu arbeiten, heißt es ja nicht, dass das Leben jetzt vorbei ist, für viele geht es jetzt erst richtig los. Themen wie die Verwaltung des eigenen Vermögens, ohne das man sich selbst darum kümmern braucht, können jetzt ins Spiel kommen. Oder um das Phänomen “House rich, Cash poor” lösen zu können, kann dir eine Hausbank sehr behilflich sein. Eine Verminderung der Kreditraten z. B. können dir bei einer geringen Rente sehr helfen und kann nur dann umgesetzt werden, wenn dir die Bank vertraut. Durch ständiges Wechseln der Banken ist das eher schwierig. 

    Über den Tod hinaus:

    Eins ist klar, sterben werden wir alle irgendwann. Obwohl das schon hart genug ist, ist es wichtig, dass das Erbe geregelt ist. Hier hat eine Hausbank im Idealfall schon vorgesorgt und entsprechende Vorarbeit geleistet. Vollmachten sind vorhanden, je nachdem wurden die Kinder bzw. Enkel in Anlageentscheidungen mit einbezogen, sodass es nicht zu Komplikationen oder ähnlichen in so einer ohnehin schon schwierigen Situation kommen kann.

    Fazit

    Wie du vielleicht merkst, kann eine vorausschauende Hausbank dir viele Probleme im Laufe deines Lebens abnehmen. Im Idealfall musst du nicht mal tätig werden und dein*e Bankberater*In kümmert sich um dich in allen finanziellen Belangen. Allerdings muss man hierzu auch sagen, gehören immer zwei Seiten dazu, man selber muss auch die Bereitschaft haben, der jeweiligen Bank alles anzuvertrauen und Informationen auch “fließen” zu lassen. Gerade die Beziehung zwischen Kunde und Berater*In sollte sehr nah sein. Denn schließlich weiß der oder die Berater*In über eines der privatesten Dinge, das Vermögen, bescheid. Dabei gilt das wohl älteste Gesetz in der Bankenwelt, das Bankgeheimnis. Alles was einen Kunden betrifft, darf die Bank nicht verlassen. Dennoch ist es gar nicht so einfach eine*n guten Berater*In zu finden. Das geht tatsächlich nur über “ausprobieren” oder Bekannte. 

    Wie bei jedem Finanzthema: Wichtig ist, scheut euch nicht, sondern probiert es einfach aus!

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Zum Schluss ein Zitat, heute vom Microsoft Gründer, Bill Gates:

    “Banking is necessary, Bank’s are not!“

    Bill Gates

    Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!

    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

    Geplant haben wir die Folge hiermit*.

    Danke für die Unterstützung der Volksbank Mönchengladbach eG

    Falls Ihr Interesse an einer Ausbildung oder einem dualen Studium in diesem Bereich habt, schaut gerne hier vorbei.

    DISCLAIMER:

    (* Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-/Werbe-Link. Durch den Kauf über diesen Link werden wir am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.)

    Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

    Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

    Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktuali- sierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwick- lung mindern.

    36 min
  • Folge 29 – Was sind Immobilien?

    Frohes neues Finanz Sorbet Jahr. Wir hoffen, Du bist gut in das neue Jahr gestartet. Wir haben dieses Jahr auf jeden Fall einiges mit Euch vor, also seid gespannt. 

    Während es im letzten Jahr oft um das Thema Aktien ging, wollen wir das neue Jahr mit einem neuen Themenkomplex starten, und zwar den Immobilien. Natürlich kennst du Immobilien, irgendwo muss man ja wohnen. Welche verschiedenen Arten gibt es allerdings? Wie gestaltet sich der Wert einer Immobilie? Und wie können Immobilien einen Teil beim Vermögensaufbau beisteuern? All das in der heutigen Folge.

    Fangen wir also mit der ersten Frage an, was sind Immobilien?

    Eine Immobilie muss nicht immer ein Wohnhaus darstellen. Es kann sich auch um eine Eigentumswohnung, ein Mehrfamilienhaus oder lediglich um ein Grundstück handeln. Grundsätzlich ist eine Immobilie “immobil” das bedeutet, sie kann nicht bewegt werden und steht fest an einem Ort. Der Nachweis, dass man Eigentümer einer Immobilie ist, erfolgt durch das Grundbuch. Das kannst du dir tatsächlich wie eine Art Buch (heute alles digital) vorstellen, in dem der Eigentümer und etwaige Rechte an der Immobilie eingetragen sind.

    Welche verschiedenen Arten von Immobilien gibt es? 

    • Wohnimmobilien, darunter fallen z.B. Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen oder Mehrfamilienhäuser. Wie der Name schon sagt, dienen diese Immobilien ausschließlich dem Wohnzweck.
    • Gewerbeimmobilien, das können Häuser sein, welche ausschließlich zum gewerblichen Zweck genutzt werden. Das können z.B. Arztpraxen, Büros oder Werkstätten sein. Oft gibt es auch Mischimmobilien. Meistens ist im unteren Teil des Hauses z.B. ein gewerblicher Teil (Döner, Einkaufsladen oder Shishabar) und darüber befinden sich Wohnungen. 
    • Betriebliche Immobilien, dies sind extra für ein Unternehmen errichtete Gebäude. Oft handelt es sich um Fabrikgebäude oder Warenlager. 
    • Spezialimmobilien, das sind z.B. Bahnhöfe, Hotels, Schulen oder Kaufhäuser.
    • Renditeimmobilien, das können Wohn- oder Gewerbeimmobilien sein, jedoch wohnt oder arbeitet der Eigentümer in diesen nicht selbst, sondern benutzt diese Immobilien, um sein Geld gewinnbringend anzulegen. Wie genau das geht, zeigen wir dir in einer späteren Folge. 
    • Luxusimmobilien, Wohnimmobilien welche einen sehr hohen Standard durch verarbeitete Produkte oder die Lage vorweisen können. 

    Kommen wir zur berechtigten Frage, wie gestaltet sich der Wert einer Immobilie?

    Grundsätzlich sind Immobilien ein Vermögenswert, oft werden sie als Betongold angesehen. Verständlich, denn ein Haus steht im Gegensatz zu einer Aktie wirklich da und kann “angefasst” werden. Der Wert einer Immobilie hängt von einigen Faktoren ab und kann genauso wie bei Aktien gewissen Schwankungen unterliegen. Zugegebenermaßen nicht in der Stärke! 

    Ein wichtiger, wenn nicht der wichtigste Faktor, für den Wert einer Immobilie, ist die Lage. Wo liegt das Grundstück, wo steht das Haus? Wie du dir sicherlich denken kannst, ist es ein immenser Unterschied, ob ein Haus in der Stadtmitte von Berlin, Stuttgart oder München steht oder irgendwo auf dem Land, wo außer ein paar Schafen nicht wie los ist. Die Menschen wollen aufgrund diverser Faktoren lieber in der Stadt bzw. zumindest in der Nähe einer Stadt wohnen. Da jedoch nicht unendlich viel Platz in einer Stadt ist, ist das Angebot dort auch eher gering. Wie immer, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, steigt auch der Preis. 

    Weitere Einflussfaktoren für den Wert einer Lage, sind z.B. die Verkehrsanbindung, Versorgungsmöglichkeiten (Lebensmittel etc.), Kultur und Bildungsangebote. 

    Neben der Lage hat aber auch das Alter einen Einfluss auf eine Immobilie. Logisch, denn je älter ein Haus ist, umso mehr Geld muss in Reparaturen gesteckt werden. Aber auch die Ausstattung eines Hauses ist ein wichtiger Werttreiber. Gibt es z.B. Teppich- oder Marmorböden? 

    Wie können Immobilien jetzt einen Teil zum Vermögensaufbau leisten?

    Grundsätzlich ist das eigene Haus ja der Traum vieler Menschen. In der Regel finanziert man sich so ein Haus auf eine gewisse Laufzeit und zahlt den Kredit entsprechend ab. Da der Wert eines Einfamilienhauses schnell bei 300.000 € bis 750.000€ liegt, stellt, sofern der Kredit abbezahlt wurde, ein Haus schon ein beträchtliches Vermögen dar. Das ist schon einmal die erste Möglichkeit sein Vermögen aufzubauen. Solch eine Finanzierung hängt aber auch immer vom jeweiligen Einkommen ab. Je nachdem ist dann leider kein eigenes Haus drinnen, aber vielleicht eine Wohnung? 

    Neben der Möglichkeit diese Immobilien dann selbst zu bewohnen, gibt es natürlich auch die Möglichkeit bspw. eine Wohnung zu kaufen/ finanzieren und diese dann zu vermieten. Im Idealfall trägt die Miete dann die Kreditrate und die Wohnung zahlt “sich von selbst” ab. In dem Moment, wo die Wohnung dann Schuldenfrei ist, kann sie zu deinem Vermögen dazu gezählt werden. 

    Was sich hier allerdings so einfach anhört, ist nicht unbedingt der Fall. Denn wie du selbst wahrscheinlich merkst, hängen beide Möglichkeiten von einer Finanzierung ab. Logisch denn wahrscheinlich haben die wenigsten einfach so 400.000€ rumliegen, mit denen sie sich ein Haus kaufen können :p 

    Die Finanzierung wiederum hängt stark von deinem Einkommen ab. Das heißt, dein Einkommen limitiert zu einem gewissen Teil auch die Höhe eines Kredites bzw. einer Finanzierung. Wie genau das allerdings abläuft, erfährst du bald in einer anderen Folge. 

    Wichtig ist an dieser Stelle zu sagen, es nützt nichts, auf “Krampf” sich unbedingt eine Wohnung oder ein Haus zu finanzieren, denn von irgendetwas musst du schließlich auch leben. Bei vielen kann man jedoch das Phänomen: “House rich, Cash poor” sehen. Oft besitzen diese Menschen ein Haus mit einem höheren Wert, haben dies bspw. ihr Leben lang abbezahlt, aber Geld auf dem Konto, mit dem sie sich was zu essen oder ähnliches kaufen können, gibt es nicht. Die Gefahr, dass man sich zu hoch verschuldet, wenn man eine Immobilie kauft, besteht durchaus und der Kauf sollte daher gut und langfristig überlegt sein. 

    Neben der Möglichkeit sich selbst eine Immobilie zu kaufen, kann man diesen Vermögenswert aber auch über Fonds abbilden. Ähnlich zu einem Aktienfonds kaufst du eben nicht alle Aktien, sondern einen Teil am Fonds. Durch die verschiedenen Geldgeber kann dieser Fonds dann Immobilien kaufen und diese vermieten. Und lässt dich im Gegenzug an den Mieterträgen und Wertentwicklung teilhaben. Dazu kommen wir allerdings auch nochmal im Detail in einer späteren Folge. 

    Diese Folge soll den ersten Teil zum Thema Immobilien darstellen und dir einen groben Überblick über den Bereich geben. 

    Wenn du Fragen zu diesem Thema oder Anregungen hast, schreib uns wie immer gerne! 

    Wie auch im alten Jahr, zum Schluss ein Zitat, heute vom 32. Präsidenten der USA, Franklin D. Roosevelt:

    “Immobilien können weder verloren gehen oder gestohlen noch mitgerissen werden. Mit gesundem Menschenverstand gekauft, vollständig bezahlt und mit angemessener Sorgfalt verwaltet, handelt es sich um die sicherste Investition der Welt.“

    Franklin D. Roosevelt

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    36 min
  • Folge 28 – Das war das Jahr 2020!

    Wir wollen die letzte Folge des Jahres 2020 dafür nutzen, einen kleinen Jahresrückblick zu geben und über das zu sprechen, was an der Börse im letzten Jahr los war. Jetzt sagst du vielleicht, das Jahr ist doch noch gar nicht rum? Das stimmt natürlich aber gerade vor Weihnachten und zwischen den Jahren passiert meistens sehr sehr wenig. Deswegen kann man schon jetzt gut ein Fazit schließen.

    Wir haben uns überlegt, wir unterteilen den Jahresrückblick wie ein Wirtschaftsjahr in 4 Quartale, also jeweils 3 Monate. Fangen wir doch direkt mit dem 1. Quartal an.

    Am Jahresanfang 2020 standen eigentlich alle Zahlen gut dar. Irgendwo weit entfernt in Asien gab es eine Grippewelle, aber das ist ja relativ normal für die Jahreszeit. Hätte uns jemand am Silvesterabend erzählt, der DAX würde drei Monate später unter 10.000 Punkten stehen, hätten wir der Person wahrscheinlich das Sektglas weggenommen. 

    Anfang des Jahres lag der DAX bei über 13.000 Punkten und das Börsenjahr 2019 war für viele (diejenigen, die investiert waren) ein voller Erfolg. Und dann Mitte Februar das bittere erwachen. Diese weit entfernte Grippewelle mit dem neumodischen Virus SARS-COV-2 kam plötzlich auch in Europa an und die Fallzahlen stiegen und stiegen auf der gesamten Welt. Der darauf folgende Absturz der Börsen auf der Welt war zwar nicht der stärkste (2008/2009 höherer Verlust) aber die Geschwindigkeit war immens. Mehrere Tage verloren die großen Indizes im zweistelligen Bereich an Wert, sodass nach genau einem Monat der DAX seinen niedrigsten Wert seit 7 Jahren erreichte – 8.174 Punkte. Das entsprach einem Verlust von fast 40%. Der Grund war neben den steigenden Fallzahlen, natürlich auch der damit verbundene Lockdown des öffentlichen Lebens und damit der Wirtschaft. 

    Mit immensen Förderprogrammen steuerten die Regierungen und Zentralbanken der Welt gegen diese Entwicklungen. Kurz um, das 1. Quartal war ein Börsenquartal, was so noch nie vorgekommen ist und auch in keinen Businessplänen jemals vorgekommen ist – ein klassischer schwarzer Schwan. 

    Das 2. Quartal brachte dann relativ schnell den Umschwung.

    Obwohl die Fallzahlen immer noch hoch waren, stieg die Hoffnung durch die Wiedereröffnung der Geschäfte und dem Blick Richtung Sommer. So schnell wie die Börsen im Februar/ März gefallen waren, stiegen sie auch wieder, und zwar um mehr als 50% innerhalb von 3 Monaten. Ende Juni fand sich der Dax wieder auf mehr als 12.600 Punkten und dasselbe Bild zeigte sich auch in den USA und dem Rest der Welt. 

    Woran lag das? 

    Vor allem daran, dass die Alternativen gefehlt haben. Anleihen, Bankkonten, Rohstoffe brachten keine Renditen mehr und das auch perspektivisch in den nächsten Jahren nicht. 

    Es bleibt also den großen, wie auch kleinen Anlegern nichts übrig, als in Aktien zu investieren. 

    Eine weitere Besonderheit in diesem Quartal war der Ölpreis. Das erste Mal in seiner Geschichte war der Ölpreis im negativen Bereich. Ja du liest richtig, du hast Geld dafür bekommen Öl zu kaufen! Zugeben nur für einen Tag, aber dennoch einzigartig. 

    Und dann war zum Ende des 2. Quartals auch noch der Wirecard Absturz. Noch nie in der Geschichte des DAX ist ein Mitglied dieser “DAX-Familie” so stark abgestürzt. Innerhalb von einem Tag von einem Kurs von 109,00€ auf 29,60€. Und dann innerhalb einer Woche auf einen Wert von einem € pro Aktie. 

    Und das Jahr 2020 war ja erst zur Hälfte rum!

    Das 3. Quartal stand ganz im Zeichen von Entspannung.

    Da Corona während des Sommers kaum ein Thema war, viele Unternehmen schon wieder Hoffnung geschöpft hatten und viele Menschen aus der Kurzarbeit rauskamen, war das 3. Quartal relativ schwankungsarm. Der DAX bewegte sich zwischen 12.800 und 13.400 Punkten hin und her. 

    Der NASDAQ (Amerikanischer Index für Technologiewerte), der absolute Corona Gewinner, stieg am 1. September auf sein Rekordhoch von damals 12.400 Punkten. Seit dem Corona “Down” im März, konnte man mit einem Investment auf den NASDAQ, ganze 86% Rendite erwirtschaften!

    Der Goldpreis kletterte auf ein Rekordniveau von 2076$ pro Feinunze. Bis zum Sommer konnte man sehr gute Gewinne mit Gold machen. Klar, Gold ist eben auch ein Kriseninvestment. 

    Das 3. Quartal mit den Urlaubsmonaten, war zwar entspannt, aber mit den Urlaubsrückkehrern kam auch Corona wieder auf den Plan und die Infektionszahlen stiegen wieder. 

    Damit fing das 4. Quartal wieder mit einer deutlichen Unsicherheit an. 

    Die steigenden Corona-Zahlen versetzten die Wirtschaft wieder in eine große Unsicherheit. Die Aktienmärkte sanken wieder etwas und verloren ihre Euphorie. Keinesfalls so stark wie im März aber der DAX musste Verluste i.H.v. ca. 15% verkraften. 

    Allerdings kam es dann zu den ersten Erfolgen in den klinischen Tests der Corona-Impfungen. Was natürlich ein absolut positives Signal für die Wirtschaft und somit auch für die Börsen war. Der DAX stieg somit wieder auf über 13.000 Punkte und auch die restlichen Börsen der Welt waren begeistert. Gewinner waren auch endlich wieder nicht nur Tech-Werte, sondern auch sogenannte Value-Werte. 

    Selbst der Börsengang von Airbnb war ein voller Erfolg. Die Aktie stieg innerhalb eines Tages von ca. 60$ auf über 120$ und das, obwohl es sich hier um eine Tourismus-Firma handelt. 

    Jetzt zum Ende vor Weihnachten stiegen die Börsen auf der Welt nochmal etwas, sodass zum heutigen Stand (17.12.2020) gesagt werden kann, wer Anfang des Jahres 2020 in den DAX investiert hatte, kam zum Ende des Jahres mit einem Plus aus diesem extrem turbulenten Jahr – ein Zartes, aber Plus ist Plus! 

    Wie wird 2021? 

    Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.

    Bis dahin, ein Zitat zum Schluss, heute mal von Friedrich Nietzsche:

    “Erst am Ende eines Jahres weiß man, wie sein Anfang war”

    Friedrich Nietzsche
    Folge 28: Das War das Jahr 2020!

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