Finanz Sorbet

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  • Folge 27 – Worauf du bei einer Kreditkarte achten musst!

    Was eine Kreditkarte ist haben wir in einer der letzten Folgen schon einmal besprochen. Allerdings ist nicht jede Kreditkarte gleich und nicht jede Kreditkarte hat die gleichen Funktionen. Aus diesem Grund wollen wir in dieser Folge eine der beliebten Zahlungsmethoden genauer beleuchten und dir Tipps an die Hand geben, worauf du bei einer Kreditkarte achten musst. 

    Starten wir nochmals kurz mit einer Zusammenfassung und der Frage, was ist eigentlich eine Kreditkarte? 

    Die Kreditkarte ist ein bargeldloses Zahlungsmittel bei der du i.d.R. über einen bestimmten Kreditrahmen monatlich verfügen kannst. Anders als bei einer “normalen” Girocard, werden die Beträge, die zu zahlst, allerdings über den laufenden Monat hinweg gesammelt und dann einmal im Monat von einem hinterlegten Girokonto abgebucht. Das Besondere ist nicht nur der Kreditrahmen, sondern vor allem die nahezu weltweite Akzeptanz. Gerade bei den größten Kartenanbietern “Mastercard” und “Visa”. 

    Nachdem jetzt nochmal der Grundgedanke der Kreditkarte klarer ist, stellen wir uns jetzt die Frage woher die Kreditkarte eigentlich stammt?

    Der Idee zu einer Karte, die dem Eigentümer einen gewissen Kredit zuspricht, kommt ursprünglich aus den USA… (woher auch sonst ) Schon im Jahr 1894 gaben Hotels an gute Gäste eine Karte aus, hinter der sich eine Kreditlinie verbarg und mit der die Kunden in dem jeweiligen Hotel bezahlen konnten. Ab den 1945er Jahren stellten auch erste Restaurants, Kaufhäuser, Tankstellen oder Fluggesellschaften diese Karten aus, um den Kunden die Möglichkeit zu geben, die Leistung direkt zu erhalten, die Zahlung allerdings später vornehmen zu können. 

    Zur Kreditkarte, wie man sie heute kennt, kam es allerdings erst in den 1950er Jahren, als Diners Club gegründet wurde. In diesem “Club” hatten Freunde und Bekannte der Gründer die Möglichkeit, in bestimmten Restaurants in New York Speisen erst später in Form eines Kredites zu bezahlen. Dies entwickelte sich natürlich weiter, sodass immer mehr Restaurants und Geschäfte diese Möglichkeit angeboten haben. Bis man heutzutage in nahezu allen Ländern der Welt, mit einer Kreditkarte bezahlen oder Bargeld abheben kann. 

    Kommen wir zu den verschiedenen Arten von Kreditkarten:

    “klassische” Kreditkarte:

    • Hier hast du eine bestimmte Kreditlinie (meistens das Dreifache deines Nettoeinkommens) und kannst diese pro Monat ausschöpfen, die Abrechnung erfolgt gesammelt im nächsten Monat
    • revolvierende Kreditkarte:

      • Hier ist die Funktion ähnlich zur “normalen” Kreditkarte, allerdings bezahlt man dort die Abrechnung in monatlichen Raten ab. Je nach Rate kann der Kreditrahmen jederzeit wieder in Anspruch genommen werden. Diese Art der Kreditkarte ist sehr stark in Großbritannien oder den USA zu finden und stellt eine große Gefahr der Überschuldung dar. 
      • Charge Karte:

        • gängigste Form in Deutschland, ähnlich zur Funktion der “klassischen” Kreditkarte, allerdings erhält der Besitzer jeden Monat eine Rechnung, welche er innerhalb von 30 Tagen bezahlen muss. 
        • Debitkarte:

          • Hier wird der bezahlte Betrag direkt vom hinterlegten Girokonto abgebucht. Neben der herkömmlichen Girocard, bieten das auch die großen Anbieter Mastercard und Visa an. Die Debitkarte hat i.d.R. dieselben Funktionen wie eine “normale” Kreditkarte, bezogen auf die Akzeptanz im Internet oder im Ausland.
          • Prepaid Karte:

            • Bei dieser Karte wird ein gewünschter Geldbetrag auf die Karte überwiesen, über den im Anschluss verfügt werden kann. Einen Kreditrahmen gibt es hier nicht, sodass die Gefahr der Überschuldung gehemmt wird. 
            • Premium Kreditkarten:

              • Diese Kreditkarten bieten neben der “klassischen” Kreditkarte i.d.R. noch diverse Zusatzleistungen an. Bspw. Versicherungen gerade in Bezug auf das Reisen oder dann bei exklusiven Programmen (BlackCard) spezielle Concierge Services. Diese Karten haben dann i.d.R. allerdings einen deutlich höheren jährlichen Preis. 
              • Stichwort Preis, worauf musst du bei der Bestellung bzw. Beantragung einer Kreditkarte achten? 

                • Es kommt natürlich immer darauf an, wie stark du diese nutzen möchtest. Reist du nicht viel oder brauchst die angebotenen Versicherungen nicht, lohnt sich für dich natürlich keine teure “Premium Karte”. Deswegen unser Tipp: Achte bei der Kreditkarte immer auf den Preis. Extra Leistungen kosten immer Geld und ergeben nur dann Sinn, wenn du sie auch nutzt. 
                  • Weiterhin achte auf die Kreditlinie. Die Linie sollte natürlich hoch genug sein, damit du die Karte gerade im Urlaub auch nutzen kannst, allerdings musst du das Thema Überschuldung im Blick behalten. Mehr als du monatlich an Einkommen hast, kann je nachdem schnell ausgegeben sein. 
                    • Ob Visa oder Mastercard, in Europa sind beide Anbieter gleich stark verbreitet. Die höchste Akzeptanz international gesehen, hat allerdings Mastercard, gefolgt von Visa, American Express und Diners Club. Beantrage keine “exotischen” Karten, mit denen du letzten Endes nirgendwo zahlen kannst.  
                    • Wir hoffen, wir konnten dir mit dieser Folge ein paar wertvolle Tipps an die Hand geben, wenn du dich für eine Kreditkarte interessierst. 

                      Wie immer, wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne bei uns melden.

                      Bis dahin, ein Zitat zum Schluss, heute mal von einem Unbekannten:

                      “Haben Sie sich noch nie gefragt, ob der Erfinder des Bumerangs nicht auch die Kreditkarten erfunden haben könnte?”

                      Unbekannt
                      Folge 27: Kreditkarten

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                      Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

                      Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

                      Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktuali- sierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwick- lung mindern.

                      32 min
                    • Folge 26 – Wer ist eigentlich Warren Buffett?

                      Warren Buffett, ihn haben wir in diesem Podcast schon mehrfach zitiert und sobald man sich mit dem Investieren und Aktien beschäftigt, läuft einem dieser Name früher oder später über den Weg. Doch wer ist er? Warum “läuft” er einem immer wieder über den Weg? Und was macht ihn so besonders? All das in der heutigen Folge! 

                      Kommen wir zur ersten Frage, wer ist er?

                      Warren Buffett ist 1930 in Omaha in den USA geboren, oft wird er daher als das Orakel von Omaha bezeichnet, warum? Dazu später mehr.

                      Im Alter von sechs Jahren, so sagt man, hat er im Sommer Coca-Cola Sixpacks verkauft. Er kaufte diese Sixpacks für 25 Cent und verkaufte die einzelne Flasche dann wiederum für 5 Cent. Auch vermietete er später Flipperautomaten oder verkaufte gebrauchte Golfbälle. Seine ersten drei Aktien kaufte er im Alter von 11 Jahren, gut, sein Vater war auch Broker (Aktienhändler) und eine gewisse Affinität für Aktien wurden ihm wahrscheinlich schon in die Wiege gelegt, dennoch bemerkenswert. 

                      Er studierte Wirtschaftswissenschaften und hatte im Jahr 1954 die Möglichkeit im Unternehmen seines ehemaligen Professors Benjamin Graham (Begründer der Fundamentalanalyse: Eine Form der Aktienanalyse, bei der Unternehmen nach bestimmten Kennzahlen bewertet werden) als Wertpapieranalyst zu starten. Schon von Beginn an hat er sich zum Ziel gesetzt, kein kurzfristiges Handeln zu betreiben, sondern nur langfristige Investments zu tätigen. So erreichte er in den ersten Jahren eine jährliche Rendite von 20%! 

                      Mit 25 Jahren gründete Buffett seine erste Investmentgesellschaft, eine Art Fonds mit dem er weiterhin eine jährliche Rendite von über 29% erwirtschaften konnte. 

                      13 Jahre später kaufte er das Textilunternehmen Berkshire Hathaway und bot den Investoren an, ihr Geld in Anteile an B.H. (zu damalig ca. 43 US-Dollar pro Aktie) zu investieren. Berkshire sollte allerdings kein Textilunternehmen bleiben, denn Warren Buffett kaufte immer mehr Unternehmen auf, die eigentlich nichts mit der Textilbranche zu tun hatten und bildete so ein Beteiligungsunternehmen (Holding) mit Schwerpunkt in der Versicherungswirtschaft. Berkshire ist heute einer der größten Rückversicherer (Versicherung für Versicherungen) der Welt. 

                      Bekannt wurde das Unternehmen von Warren Buffett vor allem durch hohe Beteiligungen an bspw. Coca-Cola, Kraft-Heinz, Gilette oder der Washington Post. 

                      Heute ist Berkshire eines der Top 10 Unternehmen in den USA und beschäftigt mehr als 360.000 Menschen. Noch heute wird das Unternehmen von Warren Buffett geleitet. 

                      So viel zu ihm und vor allem seinen Unternehmen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie er das geschafft hat?

                      Grundsätzlich ist Warren Buffett ein absoluter Verfechter des “Value-Investings” (letzte Folge). Er achtet also stark auf den Wert und schaut, ob dieser in seinem Modell unter- oder überbewertet ist. Weiterhin lässt er aber auch Themen einfließen wie z.B. die Qualität der Geschäftsführung oder die Zukunftsfähigkeit. Weiterhin schüttet sein Unternehmen (sein Vermögen besteht zu 99,9% aus B.H.) z.B. keine Dividende aus, sondern nutzt die Gewinne um zu reinvestieren. 

                      Ein weiterer Anlagegrundsatz von Buffett ist, dass er nur in “einfache” Unternehmen investiert, deren Geschäftsmodell er auch versteht. 

                      Seine Grundsätze kurz zusammengefasst:

                      „Wir investieren nur in ein Unternehmen, wenn wir (1) die Geschäfte verstehen, (2) die langfristigen Aussichten des Unternehmens gut sind (erwiesene Ertragskraft, gute Erträge auf das investierte Kapital, keine oder nur geringe Verschuldung, attraktives Geschäft), (3) das Unternehmen von kompetenten und ehrlichen Managern geleitet wird und (4) sehr attraktiv bewertet ist.“

                      Mit diesen Grundsätzen war und ist er bis heute sehr erfolgreich. So konnte er seit 1965 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 20% erwirtschaften. Die Aktie von Berkshire Hathaway ist heute die teuerste Aktie der Welt, mit einem Wert von ca. 280.000€ pro Aktie! (Dezember 2020) Da kann man sich glücklich schätzen nicht nur einer der Aktionäre zu sein, sondern vielleicht damals eine/r der Personen gewesen zu sein, die Ihre Anteile am Investmentpool in Aktien umgetauscht haben… zu einem Wert von damals 43 US-Dollar pro Aktie. 

                      Kommen wir zur letzten Frage, wieso wird er oft als das “Orakel von Omaha” bezeichnet?

                      Durch sein Geschick, einige Unternehmen erkannt zu haben, die unterbewertet waren und die nach dem Kauf durch Warren Buffett stetig an Wert gewannen, erhielt er den Titel “Orakel von Omaha”. Relativ einfach also… 

                       

                      Wir wollten dir mit dieser Folge einen Überblick über einen der bedeutendsten Börsengurus der letzten Jahrzehnte geben. Damit du weißt, um wen es sich handelt, wenn mal wieder die Rede vom Orakel von Omaha ist. 

                      Wie immer, wenn du Fragen hast, kannst du dich gerne bei uns melden.

                      Ein Zitat zum Schluss, heute, wie soll es anders sein, von Warren Buffett:

                      “Vor langer Zeit hat mir Ben Graham beigebracht, dass ‘der Preis das ist, was Du zahlst, und der Wert das ist, was Du bekommst.’ Ob wir über Socken oder über Aktien reden: Ich mag es, Dinge zu kaufen, wenn sie heruntergesetzt sind.”

                      Warren Buffet
                      Folge 26: Wer ist eigentlich Warren Buffet?

                       

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                      Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

                      Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktuali- sierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwick- lung mindern.

                      35 min
                    • Folge 25 – Sind alle Aktien gleich?

                      Sind alle Aktien gleich? Das ist die große Frage mit der wir uns in der heutigen Folge beschäftigen. Man hört aktuell immer von verschiedenen Aktientypen die gerade steigen oder eben sinken, aber was bedeutet das? Und hat das mit der Art der Aktie oder eher mit dem Unternehmen zu tun? All das klären wir in der heutigen Folge! 

                      Um diese Fragen beantworten zu können, müssen wir erst Einmal ein paar Grundlagen klären.

                      Aktien kann man nach drei verschiedenen Arten unterscheiden.

                      1. Nach Stimmrecht
                        1. Es gibt Stammaktien, diese nennen wir mal die “klassische” Aktie denn hiermit hat man die gängigen Rechte. Also Dividendenausschüttung, Informationsrechte und Stimmrechte auf der Hauptversammlung
                        2. Es gibt allerdings auch Vorzugsaktien, hier gibt man sein Recht, auf der Hauptversammlung mitzubestimmen ab, erhält im Gegenzug meistens eine höhere Dividende. Volkswagen z.B. bietet beide Arten zum Kauf an.
                        3. Tipp: Wenn du von deinem Stimmrecht keinen Gebrauch machen willst, dann kannst du, sofern es diese Aktien auf dem Markt gibt, auch Vorzugsaktien kaufen und eine höhere Dividende kassieren

                          1. Nach Übertragbarkeit
                            1. Inhaberaktien: Diese Art der Aktie ist eigentlich die gängigste, denn hier kann die Aktie einfach und schnell verkauft bzw. gekauft werden. Der Besitzer der Aktie ist der oder diejenige, der die Aktie “hält”. 
                            2. Namensaktie: Hier bist du als Aktionär im Aktionärsregister eingetragen. Das kannst du dir wie eine zentrale Sammelstelle vorstellen, wo vermerkt wird, wer (Name, Adresse und Nationalität) wie viele Aktien von welchem Unternehmen besitzt. 
                            3. Vinkulierte Namensaktien: Diese Art ist ähnlich zur Namensaktie, allerdings muss hier das jeweilige Unternehmen zustimmen, das du die Aktien kaufen bzw. verkaufen darfst.
                            4. Warum gibt es sowas? Gerade bei Unternehmen an denen der jeweilige Staat, in welchem das Unternehmen den Sitz hat, ein großes Interesse hat, da es z.B. Sicherheitsrelevant ist und ein entscheidender Faktor in der Infrastruktur darstellt, soll so eine Einflussnahme von anderen Unternehmen oder Staaten vorgebeugt werden. In Deutschland ist hier z.B. die Lufthansa zu nennen. Als einzige deutsche Fluggesellschaft, hat der Staat Deutschland hier ein großes Interesse, dass diese nicht von anderen Staaten kontrolliert wird, was ganz einfach ginge, wenn eben diese große Mengen an Aktien kaufen würden. 

                              Stichwort: Feindliche Übernahme

                              1. Nach Alter
                                1. Junge Aktien: Diese Aktien sind Aktien, welche neu von einer bestehenden Aktiengesellschaft ausgegeben wurden, um dadurch z.B. neues Kapital zu erhalten. 
                                2. Alte Aktien: Erklärt sich glauben wir von selbst  
                                3. Diese Thematik kommt auf dich nur zu, wenn du schon Aktionär bist und das jeweilige Unternehmen neue Aktien herausgibt. Dazu jedoch mehr in einer anderen Folge.

                                  Jetzt denkst du dir vielleicht, wie soll ich da nur durchblicken? 

                                  Ganz einfach, wenn du dir Aktien kaufen möchtest, ist vor allem wichtig, ob es sich um Stamm- oder Vorzugsaktien handelt. Alles andere ist gerade bei Privatanlegern eher nicht so wichtig. 

                                  Und was hat das jetzt damit zu tun, ob die Aktien steigen oder fallen? 

                                  Das hat eher was mit dem Investment Gedanken hinter dieser Aktien zu tun. Man könnte es auch Strategie nennen. Es gibt dort zwei große “Lager” oder Weltanschauungen. Die Personen, die einen sogenannten Value-Ansatz (Wert) verfolgen und die Personen, die einen Growth-Ansatz (Wachstum) verfolgen.

                                  Value-Ansatz: 

                                  Der bekannteste Verfechter dieses Ansatzes ist Warren Buffet. Hier werden Aktien gekauft, welche als unterbewertet angesehen werden. Also deren Kurs aktuell niedriger ist, als den das Unternehmen tatsächlich Wert ist. Wie man diesen tatsächlichen Wert berechnen kann, klären wir in einer anderen Folge. Wichtig ist, dass du dir merkst, dass es hier um den Wert des Unternehmens bzw. eben der jeweiligen Aktie geht. 

                                  Growth-Ansatz:

                                  Hier geht es nicht direkt um den Wert des Unternehmens bzw. der Aktie, also ob diese unterbewertet sind oder nicht, sondern es geht um die Zukunftsaussicht des Unternehmens bzw. der Branche. Investoren, die diesen Ansatz verfolgen, suchen schon frühzeitig nach Unternehmen und Branchen bei denen ein hohes Wachstum zu erwarten ist. Auch junge Unternehmen in zukunftsträchtigen Branchen kommen da in Frage. Oft werden Gewinne mit Aktien erwirtschaftet, bei denen das jeweilige Unternehmen noch Verluste verbucht. 

                                  Ein Beispiel hier ist z.B. Facebook. Facebook hatte beim Börsengang noch keinen einzigen Dollar Gewinn erzielen können und dennoch ist die Aktie seit dem um fast 1000% gestiegen… 1000%! 

                                  Wie du sicherlich gemerkt hast, haben diese Ansätze nicht direkt was mit der Aktienart zu tun, sondern eher mit den Branchen und den jeweiligen Entwicklungen. Ob eine Aktie steigt oder sinkt hat daher immer etwas mit der Gesamtwirtschaft, der jeweiligen Branchen und eben dem Unternehmen zu tun… nicht ob es sich um eine Namens- oder Inhaberaktie handelt. 

                                  Welche weiteren Ansätze es gibt, klären wir in einer der nächsten Folgen und gehen tiefer in die Welt der Value und Growth Unternehmen. 

                                  Wie immer zu guter Letzt ein Zitat, heute passend zum Thema, von Warren Buffet:

                                  “Der dümmste Grund eine Aktie zu kaufen, ist, weil sie steigt.”

                                  Warren Buffet
                                  Folge 25: Sind alle Aktien gleich?

                                  Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!

                                  DISCLAIMER:

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                                  Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktuali- sierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwick- lung mindern.

                                  34 min
                                4. Folge 24 – Was fange ich nur mit meinem Geld an?

                                  Stellen wir uns vor, nach Abzug all deiner üblichen/laufenden Kosten hast du jeden Monat noch 50€ frei zum Sparen. Du nimmst dir also vor, 50€ zu sparen, was machst du damit? Wie kannst du das Geld sparen und worauf musst du dabei achten? 

                                  Manche von euch haben sich diese Frage vielleicht schon mal gestellt. Wenn Ja, gut. Die anderen fragen sich bestimmt … welche 50€?

                                  Nichtsdestotrotz möchten wir dir mit dieser Folge ein paar wertvolle Tipps an die Hand geben.

                                  Fangen wir mit der ersten Frage an. Worauf musst du achten? 

                                  Grundsätzlich solltest du erstmal darauf achten, dass du alle “lebensnotwendigen” Versicherung abgeschlossen hast. Dazu gehören zum einen, eine KFZ-Versicherung (sofern du ein Auto hast) und zum anderen eine private Haftpflichtversicherung. (Folge 13).

                                  Manche sehen zusätzlich noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung als elementar an, also eine Versicherung zur Sicherung deiner Arbeitskraft. Das ist unserer Meinung nach eine persönliche Entscheidung… empfehlenswert ist es aber allemal. 

                                  Nachdem wir das “trockene” und dennoch unvermeidbare besprochen haben, können wir uns jetzt mit dem Teil beschäftigen, der Spaß macht – dem Sparen! 

                                  Kommen wir also zur Frage, wie kannst du das Geld sparen? 

                                  Wir empfehlen dir zunächst auf jeden Fall eine Art Puffer oder Reserve aufzubauen, auf die du im Notfall jederzeit zurückgreifen kannst. Das kannst du z.B. durch ein Tagesgeldkonto erreichen, was als Unterkonto deines Girokontos fungiert. Dieses Konto ist bei den meisten Banken kostenlos. Hier solltest du dir einen gewissen Puffer aufbauen damit du für den Fall der Fälle nicht an anderes Erspartes dran gehen musst.

                                  Perfekt wäre hier eine Größe vom 2-3 Fachen deines monatlichen Einkommens. Das ist allerdings, gerade wenn man anfängt mit dem Sparen, nicht so einfach. Deshalb hier unsere Empfehlung, richte dir einen Dauerauftrag (monatliche automatische Überweisung) ein, bei dem ein gewisser Betrag, jeden Monat auf das Tagesgeld überwiesen wird. Bei unserem Beispiel mit den 50€, solltest du diesen Gesamtbetrag für mind. ein Jahr auf deinem Tagesgeldkonto sparen. Zuvor machen andere Sparformen keinen Sinn. Nachdem du ca. 1.000€ angespart hast, kannst du den Dauerauftrag auf z.B. 25€ reduzieren und mit den anderen 25€ in etwas anderes sparen. Und im Idealfall kannst du bis dahin schon mehr als die 50€ im Monat sparen  

                                  Gehen wir jetzt aber mal davon aus, du hast schon einen Betrag als Puffer auf Seite gelegt, mit dem du dich wohlfühlst, was kannst du mit den 50€ dann anfangen? 

                                  Wie du sicherlich in den letzten Folgen schon gemerkt hast, ist der einzige Weg in der aktuellen Situation (und ja diese Situation wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern) das Sparen bzw. Investieren in Aktien oder Aktienfonds. 

                                  Gerade mit kleineren Beträgen (50€) lohnt sich das Sparen in Fonds, denn hier kannst du mit bereits kleineren Beträgen (ab 25€) in viele verschiedene Aktien/ Unternehmen investieren und somit das Risiko von hohen Kursverlusten senken. 

                                  Kurz nochmal der Überblick warum investieren in Fonds Sinn macht. Aufgrund des Niedrigzinsumfeldes erhälst du bei fast keiner Bank in der EU einen Zins für dein Geld, der die Inflation (ca. 1-2%) ausgleicht. Diese jährliche Rendite solltest du aber mindestens erzielen, damit dein Geld im Wert gleich bleibt… und im Idealfall noch ein bisschen mehr. 

                                  In einem Fonds sind je nach Thema viele verschiedene Aktien von verschiedenen Unternehmen gebündelt. Du selber erwirbst mit deinen Einzahlungen in den Fonds Anteile an dem Fonds und somit im übertragenen Sinn auch Anteile an den Aktien in diesem Fonds. Die Anteile kannst du theoretisch jeder Zeit kaufen und wieder verkaufen. Ein zu schnelles wechseln und verkaufen macht allerdings keinen Sinn, da zum einen die Preise deiner Anteile von Tag zu Tag schwanken (aufgrund der Kursschwankungen der Aktien) und zum anderen durch kontinuierliches sparen in Fonds einen Zinseszinseffekt erzeugen kannst. 

                                  So viel zu den Fonds. Um deine 50€ sinnvoll anzusparen, macht es also Sinn einen sogenannten Fondssparplan anzulegen. Dieser wird wie ein Dauerauftrag monatlich ausgeführt und dein gewünschter Betrag wird in den Fonds eingezahlt, im Gegenzug erhältst du Anteile. 

                                  Jetzt stellt sich natürlich die Frage, in welchen Fonds du das einzahlen kannst. 

                                  Unserer Meinung nach ist, gerade bei kleineren Beträgen (bis 100€), eine breite Mischung in verschiedene Fonds nicht so Sinnvoll. Es macht Sinn die Sparrate in einen Fonds, dafür aber einen Weltweit ausgerichteten, zu sparen.

                                  Weltweit bedeutet, dass der Fonds bzw. das Fondsmanagement meistens in die größten Unternehmen weltweit investiert. Mit einem Investment in so einen Fonds senkst du dein Risiko deutlich, denn du machst dich nicht abhängig von einem einzigen Land und auch nicht von einer speziellen Unternehmensbranche.

                                  Die meisten bekannten und großen Fondsgesellschaften bieten übrigens solche Fonds an. 

                                  Neben einem wie hier beschriebenen “aktiven Fonds” hast du auch die Möglichkeit in einen ETF (bildet einen Aktienindex nach) zu sparen, auch hier zum Großteil schon ab 25€ möglich. Im Bereich des weltweiten Investments gibt es z.B. den Index MSCI World, welcher von den meisten ETF Anbietern abgebildet wird.

                                  ETFs zeichnen sich vor allem durch sehr niedrige laufende Kosten aus. Die Thematik der Kosten sollte nicht außer Acht gelassen werden, gerade auf lange Frist können 1% Unterschied schon einiges an Unterschied ausmachen. 

                                  Die Entscheidung ,ob ETF oder aktiver Fonds, können wir dir leider nicht abnehmen, wie bei so vielem hat das nämlich auch ein Stück weit mit persönlicher Neigung zu tun. Möchtest du lieber ein Management hinter deinem Geld, welches Aktien und Unternehmen auswählt, in welche es investiert oder lieber einen ETF, der in die Unternehmen eines Index investiert, ohne eine eigene Wahl zu treffen. (dadurch aber deutlich geringere Kosten vorzuweisen hat)

                                  Du hast dich entschieden und möchtest einen Sparplan auf einen Fonds einstellen? -wie machst du das jetzt? 

                                  Du hast im Grunde zwei Möglichkeiten, entweder du gehst zu der Bank wo du auch dein Girokonto hast bzw. zu deinem Bankberater.

                                  Die zweite Möglichkeit, du machst es bei einem Online-Broker wie Comdirect, Consors, etc. selber. 

                                  Auch hier kommt es wieder darauf an, was dir lieber ist. Möchtest du einen festen Ansprechpartner, den du anrufen kannst, sofern mal etwas nicht stimmen sollte und jemanden der dir einen Fonds auswählt, oder willst du alles selber machen und dafür auch einen geringeren Preis zahlen? Das liegt an dir! 

                                  Bei beiden Varianten kannst du aber i.d.R. beide Fondsarten (aktiv oder passiv) besparen. 

                                  Zusammenfassend ist also zu sagen, du solltest dir zunächst erst einen Puffer aufbauen und dann kannst du an das Sparen mit Fonds gehen.

                                  Wir hoffen, wir konnten dir mit dieser Folge mal wieder etwas Licht in diese manchmal undurchsichtige Finanzwelt geben.

                                  Wenn du Fragen zu den einzelnen Themen hast, schreibe uns gerne eine Nachricht! 

                                  Und höre dir unsere “älteren” Folgen zum Thema Fondssparen und ETFs an, sofern du das nicht schon gemacht hast.

                                  Wie immer zu guter Letzt ein Zitat, heute von Henry Ford:

                                  “Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.”

                                  Henry Ford
                                  Folge 24: Was fange ich nur mit meinem Geld an?

                                  Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!

                                   

                                  DISCLAIMER:

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                                  35 min
                                5. Folge 23 – Finanzbegriffe schnell und einfach erklärt! 3.0

                                  Wir haben uns gedacht es ist mal wieder Zeit für eine Runde Finanzbegriffe. Oft hört oder liest man sie, aber die richtige Bedeutung ist oft nicht klar. Aus diesem Grund haben wir das Finanz Sorbet Lexikon ins Leben gerufen, um Euch schnell und einfach die wichtigsten Finanzbegriffe zu erläutern. Heute liegt der Fokus auf den modernen Finanzbegriffen.

                                  Fangen wir mit dem ersten Begriff an: 

                                  Forex:

                                  Wahrscheinlich hat jede*r von Euch schon mal eine dieser hunderten Anfragen zum Thema Forex-Trading auf Instagram erhalten. Oft wird einem das “passive Einkommen” mit nur wenigen Stunden Arbeit pro Tag versprochen. Mal unter uns… Das ist absoluter Schwachsinn.

                                  Forex (FX) bedeutet nichts anderes als Fremdwährung. Der sogenannte Forex-Market bzw. Devisenmarkt ist ein Teil des Finanzmarktes, an dem neben Devisen (Fremdwährungen) auch Aktien und Anleihen gehandelt werden. 

                                  Kurz um: Beim Forex-Trading werden spezielle Finanzprodukte gekauft, die eine Fremdwährung wie z.B. den Dollar abbilden und mit denen dann auf steigende oder fallende Kurse gewettet wird. Was sich hier wie Glücksspiel im Casino anhört, ist eigentlich auch nichts anderes, solange man sich nicht sehr sehr gut mit dem Währungsmarkt auskennt. Wenn Du das nicht tust, lass lieber die Finger weg. Außer Geld zu verlieren und teure Trading-Programme zu kaufen, passiert nämlich sonst nicht viel.

                                  (Dasselbe gilt übrigens auch für Crypto-Trading) 

                                  FinTech:

                                  Bleiben wir beim Buchstaben F. Oft hört man auch das Wort FinTech, gerade wenn es um Online-Banken oder Online-Versicherer geht, aber was sind FinTechs? 

                                  FinTechs sind mehr oder weniger nichts anderes als Start-Ups in der Finanzszene. FinTechs haben sich meistens auf die Fahne geschrieben etwas anders zu machen als die etablierten Finanzunternehmen und dies mit dem höchstmöglichen Einsatz von Technologie. Gute Beispiele sind die Online-Bank N26 oder der Online-Versicherer clark.

                                  Mobile-Payment: 

                                  Die Möglichkeit modern zu bezahlen. Was sich so einfach anhört ist es eigentlich auch. Beim Mobile-Payment habt ihr die Möglichkeit durch die Apple Pay oder Google Pay Schnittstelle, einfach euer Handy an das Kartenterminal zu halten und zu bezahlen. Ihr habt in diesem Fall eine digitale Karte Eurer Bank auf dem Handy. 

                                  Kontaktloses Bezahlen: 

                                  Diese Funktion geht bei den meisten neuen Bankkarten. Hier könnt ihr eure Karte einfach an ein Kartenterminal halten und i.d.R. ohne Pin (bis 50€) bezahlen. Bei einem Betrag darüber müsst ihr den Pin eingeben.

                                  Kreditkarte:

                                  Hier handelt es sich um eine Karte mit der ihr bezahlen könnt und die jeweiligen Beträge nicht direkt von eurem Konto abgebucht werden, sondern gesammelt werden und dann zusammen einmal im Monat abgebucht werden. Bei einer Kreditkarte habt ihr eine zugewiesene Linie über die ihr verfügen könnt. Diese Linie ist abhängig vom monatlichen Einkommen bzw. von dem jeweiligen Vermögen. Als Richtwert werden i.d.R. 3 Netto Monatsgehälter als Linie zur Verfügung gestellt. So eine Kreditkarte hat mehrere Vorteile und Nachteile. Zu den Vorteilen gehört zum einen die weltweite Akzeptanz, du kannst fast überall auf der Welt damit zahlen. Dasselbe gilt für Online-Zahlungen. Als Nachteil ist vor allem die mögliche Überschuldung zu nennen. Denn da du i.d.R. ein höheres Limit, als dein monatliches Einkommen hast und die Zahlungen gesammelt werden, kann die Gefahr bestehen, dass du den Überblick verlierst. Du verdienst bspw. 1.000€ im Monat, hast aber eine Linie von 3.000€ und nutzt diese vollkommen aus, dann ist es sehr schwierig aus diesem Minus wieder herauszukommen. 

                                  MasterCard: 

                                  Ist einer der größten Anbieter, neben Visa und mit einem gewissen Abstand American Express, welche Kreditkarten anbieten. Jedoch holst du nicht direkt eine Kreditkarte bei diesen Anbietern, sondern bspw. bei deiner Bank, diese erhalten die Karten dann mit dem eigenen Logo etc. von den Anbietern selber. Die Anbieter schaffen also lediglich die Infrastruktur. 

                                  IBAN: 

                                  IBAN ist die Abkürzung für International Bank Account Number. Diese Nummer ist eine spezielle Nummer für dein Girokonto, die weltweit gültig ist. Die IBAN hat die herkömmliche Kontonummer, wie man sie vielleicht kennt, abgelöst. Dies war notwendig, um einen problemlosen grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr zu ermöglichen. Die IBAN besteht aus einem Länderkürzel (DE), einer Prüfziffer (11), der Bankleitzahl (1234 0000) sowie der Kontonummer (1234 56) und ist zumindest in Deutschland 22 Zeichen lang. 

                                   

                                  Das waren mal wieder viele Begriffe, mit denen wir es für die heutige Folge auch belassen wollen. 

                                  Wenn ihr weitere Fragen zu Begriffen habt, schaut gerne in unserem Finanz Sorbet Lexikon vorbei oder schreibt uns einfach. 

                                   

                                  Wie immer zum Schluss ein Zitat, heute mal wieder von André Kostolany:

                                  “Einer Straßenbahn und einer Aktie darf man nie nachlaufen. Nur Geduld: Die nächste kommt bestimmt.”

                                  André Kostolany
                                  Folge 23: Finanzbegriffe einfach und schnell erklärt! 3.0

                                  Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich! 

                                  DISCLAIMER:

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                                  Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktuali- sierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwick- lung mindern.

                                  38 min
                                6. Folge 22 – Mit einem Bausparvertrag machst Du nichts falsch?

                                  Mach einen Bausparer, damit machst du nichts falsch – Wer hat diesen Satz von euch nicht schon von seinen Eltern oder Großeltern gehört? Der Bausparvertrag ist der Klassiker und gerade in der Generation Ü40 extrem beliebt. Aber was ist ein Bausparvertrag überhaupt? Warum ist er so beliebt? Bringt er etwas für das Sparen? Und wofür brauche ich einen Bausparer? 

                                  All das klären wir in der heutigen Folge und tragen hoffentlich dazu bei, dir Klarheit zu diesem Thema zu verschaffen! 

                                  Fangen wir mit der ersten Frage an: Was ist ein Bausparvertrag überhaupt?

                                  Die grundsätzliche Idee von einem Bausparvertrag (BSV) ist, einen Teil einer festgelegten Summe (Bausparsumme) anzusparen, i.d.R. 50%, und den anderen Teil als Darlehen/ Kredit zu erhalten. Bspw. um sich ein Haus zu bauen oder eine Wohnung zu kaufen. Für das Geld, welches du sparst, erhältst du einen Zins und das Geld ist garantiert(es kann nicht weniger werden). Der Zins für das spätere Darlehen ist von Anfang an festgelegt. 

                                  Machen wir das mal an einem Beispiel fest. Du möchtest einen BSV über 50.000€ abschließen, das bedeutet, du musst erst einmal 25.000€ ansparen, mit bspw. monatlichen Einzahlungen in Höhe von 200€. Dann hast du innerhalb von 8-10 Jahren diese 25.000€ gespart (inkl. Zinsen) und hast damit das Anrecht, die restlichen 25.000€ als Darlehen zu erhalten. Bedeutet: Du kannst anstatt nach 20 Jahren, schon nach 10 Jahren über eben diese 50.000€ Verfügen. Natürlich musst du für die 25.000€ die du als Darlehen bekommst auch einen Zins zahlen… ganz geschenkt ist das ganze dann natürlich nicht.  

                                  Das mal zum Grundgedanken des BSV. Früher galt, jeder der einmal ein Haus oder eine Wohnung besitzen möchte, muss einen BSV haben.

                                  Warum war/ ist so ein BSV so beliebt? 

                                  Na ja grundsätzlich hast du erstmal die Sicherheit, dass dein Geld, welches du sparst, auch garantiert ist und dabei auch noch verzinst wird. Noch dazu sicherst du dir, mit einem Abschluss von einem BSV,  einen Darlehenszins in der Zukunft. Somit hast du die Garantie, dass du z.B. in 10 Jahren die berechnete Summe an Geld erhältst und gleichzeitig auch noch ein Darlehen zu einem gesicherten Zins. 

                                  Und für alle die, die das Darlehen dann doch nicht brauchen, ist der schöne Nebeneffekt, dass du dein Geld auch herausnehmen kannst ohne das Darlehen in Anspruch zu nehmen. Das geht sobald du die Zuteilung erreicht hast (i.d.R. 40-50% der Bausparsumme). 

                                  Und wie immer ein Top Grund für die Beliebtheit, die Sicherheit, die ein BSV mit sich bringt. Die Deutschen sind eben sehr Sicherheitsorientiert!

                                  Bringt ein Bausparer denn heute noch was fürs Sparen?

                                  Nein! Ein Bausparer macht in heutiger Zeit einfach keinen Sinn mehr zum Sparen. Denn die Zinsen sind sehr niedrig (0,25%) und die Darlehenszinsen auch noch höher als normal (1,4%). Da bei einem BSV i.d.R. immer noch eine Abschlussgebühr von 1 bis 2% anfällt, das heißt, sie wird euch indirekt belastet und steht der Inflation mit 1,5% – 2% entgegen, kommt ihr mit dem Zinssatz nie in den Gewinnbereich. Die Aussage, mit einem BSV machst du nichts falsch, stimmt heute einfach nicht mehr. 

                                  Brauche ich dann überhaupt noch einen Bausparer? 

                                  Die Daseinsberechtigung eines BSV möchten wir nicht komplett absagen, denn als Zinssicherung kann ein Bausparer dennoch helfen. Denn einen Zins von sagen wir mal 1,4% kann euch heute für in 10 Jahren niemand sonst garantieren. 

                                  Daneben gibt es allerdings auch noch gute Einsatzmöglichkeiten bei einer Finanzierung von einer Wohnung oder einem Haus. Darauf gehen wir jedoch in einer der kommenden Folgen nochmal genauer ein.

                                  Ein Bausparer hat auch noch einen großen Vorteil, denn ihr könnt zwei verschiedene staatliche Zulagen erhalten. Einmal die Arbeitnehmersparzulage. Die bekommt ihr, wenn ihr eure VL (Vermögenswirksame Leistung) in einem BSV laufen lasst. Hier bekommt ihr dann eine Prämie von 9% auf maximal 470€ eingezahlte jährliche Sparsumme, also ca. 42€. Für diese Prämie gibt es jedoch eine Einkommensgrenze, diese beläuft sich auf 17.900€ brutto (ledig) und 35.800€ (verheiratet) im Jahr.

                                  Noch dazu könnt ihr eine Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8% jährlich auf einen maximalen Sparbetrag von 512€ (ledig)(max. 45€)  bzw. 1.024€ (verheiratet) (max. 90€) erhalten. Allerdings gibt es hier auch eine Einkommensgrenze von jährlich brutto 25.600€ (ledig) bzw. 51.200€ brutto (verheiratet)

                                  Verdient ihr mehr als diese Einkommensgrenzen erhaltet ihr auch keine Prämie mehr, das gilt es zu beachten!

                                  Alle vorher genannten Prämien und Einkommensgrenzen gelten für 2020 und werden jährlich angepasst.

                                  Wenn du wissen willst, wie du wirklich sparen kannst höre/ schaue dir diese Folge an (hier)

                                  Wie immer zum Schluss ein Zitat, heute von Benjamin Franklin:

                                  “Wenn du den Wert des Geldes kennenlernen willst, versuche dir welches zu leihen” 

                                  Benjamin Franklin
                                  Folge 22: Mit einem Bausparvertrag machst Du nichts falsch?

                                  Bleibt informiert, ehrlich und eiskalt!

                                  DISCLAIMER:

                                  Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

                                  Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

                                  Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktuali- sierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwick- lung mindern.

                                  32 min
                                7. Folge 21 – Warum man nachhaltig investieren sollte. (Mit Nachhaltigkeitsexperte Sam)

                                  Vor ein paar Folgen haben wir uns schon einmal die Frage gestellt, wie Fondssparen und Nachhaltigkeit zusammen passen. Wie du damals aber auch schon gemerkt hast, ist Nachhaltigkeit ein sehr großes Thema, was man nicht einfach in 15 Minuten behandeln kann. Aus diesem Grund haben wir uns für diese Folge Unterstützung von Sam geholt. Sam macht aktuell seinen Master an der Cologne Business School (CBS) und hat sich durch sein Studium hinweg intensiv mit nachhaltigen Investments und den dazugehörigen Fonds und Unternehmen beschäftigt. Also ein perfekter Gast für diese Folge. 

                                  Wir stellen uns die folgenden Fragen: Wieso sollte man Nachhaltig investieren? Was für Nachhaltigkeitsindizes gibt es und wer erstellt diese? Und wonach wird Nachhaltigkeit eigentlich bewertet bzw. gemessen? 

                                  Starten wir mit der ersten Frage: Warum eigentlich nachhaltig investieren?

                                  Sam: “Kurz gesagt: Weil man so einen wertvollen, wenn auch kleinen, Beitrag zu einer nachhaltigeren Entwicklung der Welt beitragen kann.
                                  Je mehr wir die Unternehmen unterstützen und finanzieren, die Ressourcen schonen und soziale Standards unterstützen ABER auch Profite erzielen, desto länger haben wir etwas von unserer Umwelt. Insgesamt würde das zu mehr Umweltschutz, weniger Armut und vielen weiteren elementaren Dingen beitragen.

                                  Das ist die übergeordnete Sicht. Aber auch aus individueller oder privater Sicht ist es sinnvoll, weil sich diese Unternehmen auch dadurch vergrößern und finanziell ertragreicher werden, was sich natürlich auch für den Anleger lohnt. Das liegt daran, dass dadurch sein Anteil mehr wert wird und das Unternehmen gegebenenfalls eine schöne Dividende auszahlen kann. Und natürlich das Wissen, dass man sowohl insgesamt als auch für das eigene Konto etwas Gutes tun kann. Das Ganze wird zusammengefasst durch die sogenannte Triple Bottom Line. Die besagt, dass Unternehmen sich in ihrem Handeln an Ökonomie, Ökologie und Sozialem orientieren sollen. Also wirtschaftlich klug, umweltfreundlich und sozial gerecht handeln. 

                                  Außerdem übt man damit Druck auf die Unternehmen aus, die weniger nachhaltig sind, mitzuziehen, weil die Anleger lieber Aktien der nachhaltigen Konkurrenz kaufen. So werden diese, hoffentlich, nachhaltiger und transparenter.”

                                  Und wer erstellt diese Indizes?

                                  Sam: “Das sind große Finanzdienstleister. Da gibt es keine Branche die pauschal nur das macht. Zum Beispiel gibt es die große Ratingagentur Standard & Poors (S&P), die Investmentbank MSCI oder die Deutsche Börse AG, die den DAX erstellt. Diese und andere große Unternehmen haben zahlreiche Indizes erstellt, oft nach Größe der Unternehmen, Branche oder natürlich Geographie. In Deutschland gibt es zum Beispiel den DAX 30, mit den größten 30 börsennotierten Unternehmen im Land, den mDAX mit den nächstgrößeren, sDAX, TechDAX und weitere. Global gibt es zum Beispiel Indizes für sogenannte Emerging Markets, also wachsende Märkte. Das sind Länder, die noch nicht zu den großen Wirtschaftsmächten wie den USA oder auch Deutschland gehören, aber vielleicht das Potenzial dazu besitzen. Bei solchen Investments steigt natürlich auch das Risiko im Vergleich zu den “sicheren” Anlagen in die großen Hauptindizes.”

                                  Die großen wie S&P oder MSCI kennt man ja, aber sind das die einzigen die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen?

                                  Sam: “Nein das nicht. Auch kleinere Unternehmen können Indizes erstellen. Es gibt viele Firmen, die in der Finanzbranche tätig sind, zum Beispiel im Bereich Research oder Rating, die Indizes gründen. Oft schließen sich dafür auch zwei Firmen zusammen, weil es eigentlich nicht ihr Spezialgebiet ist. Insgesamt gibt es unzählige Indizes, sogar mehr als es börsennotierte Aktiengesellschaften gibt. Um genau zu sein ungefähr 70 mal so viele. Das hängt natürlich damit zusammen, dass diese sich oft sehr stark überschneiden. Dazu ist es mit den Jahren einfacher geworden, so einen Index selbst zu gründen. So gibt es also auch Indizes, von denen es gar keinen ETF gibt. Um in sie zu investieren, muss man dann zu komplexen Finanzprodukten wie Zertifikaten greifen.”

                                  Wie bewerten diese Unternehmen Nachhaltigkeit?

                                  Sam: “Also zunächst kann man natürlich einfach, wie ihr es bereits in einer früheren Folge erklärt habt, bestimmte Industrien ausschließen. Das sind dann die Waffenindustrie, Tabak-, Glücksspiel- und Alkoholindustrie. Da fängt es aber natürlich erst an. Dann werden oft Zahlen genommen, wie CO2-Ausstoß der Unternehmen, Energieverbrauch, Wasserverbrauch oder die Produktion von Abfällen. Da kann man einige Kennzahlen zusammen sammeln und erstellt daraus ein Bewertungsmodell, was in der Regel einen Score ergibt. Meistens werden Unternehmen dabei nach Branchen aufgeteilt, weil sie so einfacher zu vergleichen sind. Hinzukommen dann im nächsten Schritt sogenannte Soft Factors, also Dinge, die man nicht einfach in Zahlen ausdrücken kann. Hierzu gehört das Einhalten von Gesetzen und Vorgaben, die zum Beispiel in dem Land in dem produziert wird, gelten. Oder generell Arbeitsbedingungen, das Unterstützen von sozialen Projekten und viele weitere. Daran merkt man schon, dass das sehr umfangreich und komplex wird. Das übernehmen dann spezielle Research- und Ratingagenturen wie zum Beispiel ROBECOSAM, Sustainalytics, ISS oder andere.”

                                  Auch in dieser Folge, diesem Blog konnten wir leider noch nicht alle Themen rund um das nachhaltige Investieren besprechen. Aus diesem Grund wird es dazu auch in den kommenden Folgen noch das ein oder andere Gespräch geben. In denen wollen wir Dir auch einen Leitfaden an die Hand geben, wie Du einen nachhaltigen Fonds erkennst und ihn für dein Investment auswählen kannst.

                                  Nun wie immer zum Schluss, ein Zitat. Heute von Arthur Schopenhauer:

                                  „Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten. Aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen.“

                                  Arthur Schopenhauer
                                  Folge 21: Warum man nachhaltig investieren sollte. (Mit Nachhaltigkeitsexperte Sam)

                                  Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!

                                  DISCLAIMER:

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                                  Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

                                  Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktuali- sierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwick- lung mindern.

                                  39 min
                                8. Folge 20 – Die Amazon Ära

                                  Amazon: Jeder von euch kennt dieses Unternehmen als riesigen Online-Versandhändler, jedoch ist das nicht das einzige Geschäftsmodell. Natürlich ist es interessant zu wissen, was Aktien und Fonds sind, aber das alles mal anzuwenden und sich anzuschauen welche Unternehmen in einem Aktienfonds sind oder in welche Unternehmen man investieren kann ist sicherlich genauso wichtig. Aus diesem Grund haben wir uns gedacht, wir schauen uns in der heutigen Folge mal ein Unternehmen genauer an und zwar ein ziemlich erfolgreiches Unternehmen… und das nicht nur an der Börse. 

                                  Wir stellen uns heute die Fragen: Woher kommt Amazon eigentlich? Wie und Wann wurde es gegründet? Mit was verdient Amazon eigentlich sein Geld? Und wie entwickelt sich die Aktie dieses riesigen Unternehmens? All das in der heutigen Folge!

                                  Amazon kennt wie gesagt wahrscheinlich jeder von Euch. Amazon ist eine der größten Handelsplattformen im Internet, bei der neben Büchern, Technik Zubehör und Kleidung auch bspw. Nahrungsmittel gekauft werden können. Gleichzeitig können auch andere Unternehmen und Privatperson Amazon dazu nutzen ihre Produkte Online zu verkaufen. 

                                  War das schon immer das Geschäftsmodell von Amazon?

                                  Der Gründer und heutige CEO des Unternehmens, Jeff Bezos (vielen wahrscheinlich bekannt als reichster Mensch der Welt und vielleicht auch durch die Scheidung von seiner Frau :p ) gründete Amazon im Jahr 1994 als Online Buchhändler und wollte den herkömmlichen Bücherläden damit den Kampf ansagen. 1995 wurde dann das erste Buch verkauft, sodass im Jahr 1996 der Umsatz schon 15,7 Millionen Dollar betrug und ein Jahr später 147,8 Millionen Dollar. Über die Jahre hinweg, kamen dann immer neue Artikel, neben Büchern, auf die Plattform, was auch durch einige Übernahmen von Konkurrenten erfolgte. Nach eigenen Angaben ist Amazon heute der größte Anbieter in Sachen Büchern, Videos und CDs auf der Welt. 

                                  Aber der Onlinehandel ist nicht das einzige Standbein welches Jeff Bezos mit seinem Unternehmen betreibt. Im Jahr 2006 gründete Amazon das Tochterunternehmen Amazon Web Services (AWS), welches Cloud-Lösungen für andere Unternehmen anbietet. Internet Dienstleister wie Netflix oder Dropbox nutzen diese Dienste heute und sind Gründe dafür, dass AWS heute der führende Anbieter von Cloud-Lösungen im Internet ist. Das besondere ist, dass Unternehmen hier nicht eigene Server vorhalten müssen, sondern nach Bedarf darauf zugreifen können, dies wird teilweise sogar Sekundenweise abgerechnet. AWS ist aufgrund der Größe und des Wachstums eines der wichtigsten Unternehmen im Amazon Universum und trägt dazu bei, dass Amazon profitabel ist. Denn interessanterweise macht Amazon gerade im internationalen Bereich Verlust mit ihren übrigen Geschäftsmodellen (2019 – 1,7 Milliarden Dollar). Da AWS im selben Jahr allerdings 9,2 Milliarden Dollar Gewinn machen konnte und ein Wachstum von 37% vorweisen kann, kann dieses Unternehmen die Verluste ausgleichen. 

                                  Da stellt sich natürlich die berechtigte Frage, wie macht Amazon eigentlich sein Geld?

                                  Insgesamt machte Amazon im Jahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 280,5 Milliarden US Dollar bei ca. 800.000 Mitarbeitern weltweit. Am Ende kam im Jahr 2019 unter dem Strich ein Gewinn in Höhe von 11,6 Milliarden Dollar heraus. Zum Vergleich: Im Jahr 2009, also 10 Jahre vorher waren es noch 24,5 Milliarden Dollar Umsatz, 24.500 Mitarbeiter und 902 Millionen Dollar Gewinn. Also ein unfassbares Wachstum, welches Amazon schon seit Jahren an den Tag legt. Nebenbei – Deutschland ist eins der wichtigsten Länder für Amazon, denn hier werden ca. 10% des Gesamtumsatzes abgesetzt und hier gibt es insgesamt 50 Standorte mit mehr als  20.000 Mitarbeitern. 

                                  Amazon verdient sein Geld zunächst einmal natürlich durch den Handel mit den diversen Waren und durch Provisionen die andere Unternehmen bezahlen müssen, wenn sie auf Amazon ihre Waren verkaufen möchten. Auch durch die Prime Mitgliedschaften werden einige Erlöse erzielt, allerdings entstehen hier auch hohe Kosten für Amazon aufgrund des kostenlosen Versandes und kostenlosen Film-, Serien- und Musikstreamings. 

                                  Wie aber schon zuvor angemerkt verdient Amazon das meiste Geld mit den Amazon Web Services.

                                  Bei all diesen riesigen Zahlen: Wie hat sich die Aktie denn bisher entwickelt?

                                  Angefangen hat die Aktien im Jahr 2002 mit einem Kurs von 14,20 Dollar pro Aktie. Über die Jahre hinweg stieg die Aktie bis auf 3.166 Dollar pro Aktie (Stand 21.10.2020) also ein entspannter Anstieg in Höhe von 22.195%…

                                  Gerade in den letzten 5 Jahren stieg die Aktie von ca. 300 Dollar pro Aktie auf über 3.000. Unfassbares Wachstum, jedoch sieht man auch gut, dass die Aktien ebenso stark gestiegen ist wie der Umsatz. 

                                  Quelle: Guidants

                                  Woran liegt dieser enorme Anstieg? 

                                  Na ja, grundsätzlich natürlich erstmal am Wachstum des Unternehmens, denn in derselben Zeit stieg der Umsatz sowie der Gewinn auch sehr stark. Gleichzeitig prägt Amazon bis heute den Online-Handel und ist einer der Initiatoren eben von diesem Verkaufsmöglichkeiten. Auch Corona war für Amazon, im Vergleich zum stationären Handel (Filialen vor Ort) kein harter Einschnitt. Im Gegenteil der Online-Handel wurde durch den Lockdown eher noch gefördert und das vermehrte Home-Office in Unternehmen spielt auch AWS in die Karten. So brach die Aktie im März 2020 auch um ca. 27% ein, gewann allerdings sehr schnell wieder und stieg innerhalb von 7 Monaten um mehr als 90%. Amazon ist kurz um eines der vielversprechendsten Unternehmen, wenn es um die Zukunft geht und durch die heutigen hohen Umsätze und Kundenzahlen auch kaum mehr zu verdrängen. 

                                  Wie kann man nun in Amazon investieren?

                                  Nachdem du die Zahlen gesehen hast, denkst du dir sicherlich nichts wie rein, “ich will Amazon Aktien”… Leider ist diese Aktie mittlerweile nur etwas für Aktionäre die eine höhere Summe investieren möchten. Für viele ist die Aktie allerdings mittlerweile einfach zu teuer. (Teilaktienkäufe gibt es, aber dann gehört einem die Aktie noch nicht) Für alle, die dennoch in dieses Unternehmen investieren wollen, sollten sich mal genauer die ggf. schon vorhanden Fonds anschauen oder gezielt globale Aktienfonds oder Techfonds anschauen, diese haben teilweise Amazon Aktien mit einer Gewichtung von über 5% in ihrem Fonds. Damit bist du zwar nicht direkt Aktionär an Amazon, kannst aber dennoch daran teilhaben.

                                  Lohnt sich das Investieren denn noch?

                                  Na ja so genau kann man das ja nie sagen und wenn wir es wüssten, könnt ihr uns glauben, wären wir schon längst an einem warmen und sonnigen Ort…  

                                  Allerdings spricht natürlich viel für Amazon, immer mehr Menschen bekommen Zugang zum Internet und somit auch zu Amazon. Pandemien sind eher gut für Amazon als schädlich und durch den immer höher werdenden Wohlstand auch in den Schwellenländern in Asien, Südamerika und Afrika entstehen neue Märkte für Amazon. Das Gleiche gilt natürlich auch für Unternehmen, die die Dienstleistungen von Amazon in Anspruch nehmen.

                                  Eine Gefahr besteht allerdings. Denn durch die Größe von Amazon, ähnlich zu Google, Apple, Facebook und co. ,die GAFA Unternehmen, werden immer mehr Stimmen laut, die eine Zerschlagung dieser riesigen Unternehmen fordern, da die Macht zu groß sein soll. Sollte so etwas mal vorkommen, wird das natürlich auch starke Konsequenzen für den Aktienkurs haben. 

                                  Als letzten Hinweis noch: Amazon zahlt keine Dividende. Das klingt auf den ersten Bick etwas unfair bei den Umsätzen, doch für den Investor ist das nicht unbedingt schlecht. Wenn ein Unternehmen keine Dividende zahlt, hat es immerhin mehr Geld um zu investieren und weiterzuwachsen. Dadurch kann man vermutlich auch bessere Kursentwicklungen erwarten.

                                  Wir hoffen euch hat dieses neue Format gefallen und wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, könnt ihr die uns natürlich gerne jederzeit schreiben. 

                                  Auch wenn ihr Interesse an einer stärkeren Unternehmens-Analyse im Hinblick auf das Investieren habt, könnt ihr das uns gerne schreiben! 

                                  Wie immer zu guter Letzt ein Zitat, heute vom CEO von Amazon Jeff Bezos:

                                  “Hinter Amazon stecken drei große Ideen, die der Grund für unseren Erfolg sind: Der Kunde kommt zuerst, Erfindertum und Geduld.“

                                  Jeff Bezos, CEO Amazon
                                  Folge 20: Die Amazon Ära – Finanz Sorbet

                                  Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich!

                                  DISCLAIMER:

                                  Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

                                  Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsansgehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft.

                                  Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktuali- sierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwick- lung mindern.

                                  39 min
                                9. Folge 19 – Lebensversicherungen bringen keine Rendite?

                                  Nachdem wir letzte Woche den Grundstein für das wichtige Thema Altersvorsorge gelegt haben, werden wir uns heute mit einem speziellen Produkt zu dem Thema beschäftigen. Die fondsgebundene Lebensversicherung bzw. Rentenversicherung. 

                                  Doch was ist solch eine Lebensversicherung? Was ist der Unterschied zu einer “normalen” Rentenversicherung? Worauf musst du achten? Und wie kann eine fondsgebundene Rentenversicherung dir bei der Altersvorsorge helfen? All das in der heutigen Folge!

                                  Fangen wir mit den Basics an: Was ist eine fondsgebundene Rentenversicherung?

                                  Was eine Rentenversicherung ist haben wir vor einigen Folgen schon mal geklärt. Hier jedoch nochmal kurz zusammengefasst. Grundsätzlich sind Renten- bzw. Lebensversicherungen Versicherungen, die Risiken, wie den Tod, absichern und/ oder der privaten Altersvorsorge dienen. Bei der klassischen Lebensversicherung wird zum einen das eingezahlte Kapital garantiert sowie ein Zins von aktuell 0,9%. Wie wir allerdings auch schon angemerkt haben, ist das gerade, wenn es um das Thema Altersvorsorge geht, eher ein historisches Produkt und nicht mehr ganz zeitgemäß. 

                                  Eine fondsgebundene Rentenversicherung kombiniert Eigenschaften aus der “klassischen” Variante mit herkömmlichen Fonds. Heißt, Themen wie steuerliche Vorteile (Haltedauer länger als 12 Jahre und dein Alter ist höher als 62) bei denen die Hälfte der Erträge steuerfrei sind, werden kombiniert mit Fonds, die wie du sicherlich weißt, echte Renditebringer sein können. Gleichzeitig kannst du, wenn du ins Rentenalter kommst, wählen ob du das Geld aus dem Vertrag ausbezahlt haben möchtest oder lieber als lebenslange monatliche Rente ausbezahlt bekommen möchtest. Die Höhe der Rente richtet sich nach der Summe, die in die Versicherung einbezahlt wurde inklusiver der Rendite. 

                                  Was ist jetzt der Unterschied zu einer normalen Lebensversicherung?

                                  Na ja, grundsätzlich natürlich erstmal die Fonds. Bei einer normalen Lebensversicherung sind keine Fonds hinterlegt, sodass, aufgrund des andauernden Niedrigzinsumfeldes, keine hohen Renditen ohne Aktien erwirtschaftet werden können. Des Weiteren hast du in den meisten fondsgebundenen Rentenversicherungen keine Garantien, also dein Geld kann nicht zu 100% garantiert werden, wenn du in Rente gehst. Einzelne Anbieter bieten das zwar auch an, allerdings können wir das aufgrund der oft sehr hohen Kosten nicht empfehlen. Ein weiterer Unterschied ist, dass es bei der fondsgebundenen Lebensversicherung keinen garantierten Zins gibt. Logischerweise, denn deine Rendite ist abhängig von der des Fonds. Macht der Fonds minus, macht deine Lebensversicherung auch minus, bzw. eben andersherum.

                                  Letzten Endes kannst du dir eine fondsgebundene Lebensversicherung so vorstellen, dass du einen oder mehrere Fonds besparst und gleichzeitig eine Lebensversicherung diese ummantelt und dir damit die Vorteile gibt. 

                                  Wie du mal wieder sicherlich merkst, gibt es sooo viele verschiedenen Arten. Worauf musst du also achten? 

                                  Du solltest auf jeden Fall auf die Kosten achten, denn hohe jährliche Kosten sind vor allem über lange Laufzeiten wie bei der Altersvorsorge echte Renditekiller. Um hohe Kosten zu vermeiden, solltest du jegliche Form der Garantie vermeiden. Garantien hören sich immer toll an, aber kosten am Ende nur Geld! 

                                  Weiterhin solltest du natürlich auf die Fonds schauen, die in dieser Versicherung vorhanden sind. Meistens kannst du dir die Fonds aussuchen, dabei kannst du alles auf einen Fonds setzen oder auch mehrere Fonds auswählen in denen deine Sparraten eingezahlt werden sollen. Bei diesen Fonds solltest du auch auf die Kosten schauen, denn hohe Kosten bei den Fonds, schlagen sich auch auf die Rendite der Versicherung aus. 

                                  Je nach Anbieter kannst du dir auch eine fondsgebundene Lebensversicherung mit kostengünstigen ETF’s zusammenstellen, diese nennen sich meistens “Netto-Policen”. 

                                  Achte auch darauf, dass du kostenlos deine Fonds umschichten kannst, denn wir wissen alle nicht was in 30-40 Jahren passieren kann. Manche Branchen sind vielleicht nicht mehr so interessant und vielversprechend wie sie aktuell sind. Oder vielleicht erleben wir irgendwann ja auch mal wieder Zinsen? Wer weiß das schon heute… 

                                  Kostenlose Umschichtungen, sogenannte Switches, bieten dir hohe Flexibilität.

                                  Kommen wir zur letzten Frage: wie kann dir eine fondsgebundene Rentenversicherung bei der Altersvorsorge helfen? 

                                  Der ein oder andere wird vielleicht jetzt sagen: „Ich brauche das alles gar nicht. Ich baue mir einfach so ein Fonds oder ein Aktienportfolio auf”. Grundsätzlich ist das auch kein schlechter Weg, allerdings muss man dazu auch sehr diszipliniert sein. Denn an ein Depot kann man jederzeit dran und einzelne Positionen verkaufen, wenn das Geld z.B. mal knapp sein sollte. Aber gerade das Geld für deine Altersvorsorge sollte eigentlich nicht angetastet werden, sondern, bis du in Rente gehst, angespart werden um Zinseszinseffekte und eine hohe Rente zu ermöglichen! 

                                  Für alle, die nicht wissen oder es sogar wissen, dass sie nicht zu diszipliniert sein werden, ist eine fondsgebundene Rentenversicherung eine gute Möglichkeit. Zwar kannst du im Notfall auch vor deiner Rente Geld herausnehmen, jedoch ist das erstens nicht zu einfach wie bei einem Depot und zweitens dauern die Auszahlungen meistens mehrere Wochen. Die Scheu, an das Geld in einer Lebensversicherung im Notfall dran zu gehen, ist wesentlich höher als bei einem “normalen” Depot. 

                                  Ebenfalls hast du solche Vorteile wie die der 12/62 Regel und eine lebenslange Rente bei einem Fondsportfolio nicht… auch wenn das sicherlich schön wäre  

                                  Wir hoffen, wir konnten euch mit dieser Folge etwas mehr Klarheit verschaffen und ein wichtiges und sicherlich für viele sinnvolles Produkt der Altersvorsorge vorstellen! 

                                  Wie immer zu guter Letzt ein Zitat. Heute von Helmut Schoek:

                                  “Das größte Risiko unserer Zeit, liegt in der Angst vor dem Risiko”

                                  Helmut Schoek
                                  Folge 19: Fondsgebundene Lebensversicherung

                                  DISCLAIMER:

                                  Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung gem. §63 ff. WpHG dar,

                                  sondern dient lediglich der Information und Unterhaltung!

                                  35 min
                                10. Folge 18 – Du musst dich vor der Altersarmut schützen!

                                  Altersarmut: In letzter Zeit hört man dieses Thema oft. Die Gefahr, dass unsere Generation in diese Armut fällt, ist höher als die von manch einem anderen. Denn was uns erwarten wird, wenn wir ein halbes Leben lang gearbeitet haben, weiß niemand. 

                                  Aus diesem Grund ist es aus unserer Sicht sehr wichtig schon früh mit der Altersvorsorge anzufangen. Diese Folge wird den Startschuss zu unserer Reihe über die Altersvorsorge geben und euch wichtige Tipps für eines der wichtigsten Themen unserer Generation liefern.

                                  Jetzt fragst du dich vielleicht: Wieso muss ich mich denn um die Rente kümmern? Ich bekomme doch eine gesetzliche? 

                                  Das stimmt natürlich, du erhältst eine gesetzliche Rente. Dafür wird dir von deinem Gehalt monatlich ein zugegebenermaßen nicht kleiner Teil abgezogen (18,6%) und in die Rentenversicherung eingezahlt. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um eine Art Sparrate, sondern um einen Beitrag. Denn mit deinem Beitrag finanzierst du die aktuelle Rente der heutigen Rentner. Nun gibt es aber leider das Problem, dass wir in absehbarer Zeit immer mehr Rentner und dafür immer weniger Personen haben die Erwerbstätig sind und somit in die Rentenversicherung mit einzahlen. Die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge oder auch Boomer genannt gehen nämlich in Rente und wollen verständlicherweise ihre Rente erhalten. Das stellt das System der gesetzlichen Rente vor eine große Probe und macht es unsicher vorherzusagen, ob und wie hoch die gesetzliche Rente in unserer Generation ausfallen wird. 

                                  Um dem entgegenzuwirken müssen wir privat Vorsorgen und uns sozusagen unsere eigene Rente aufbauen. 

                                  Wir sind ganz ehrlich zu dir… als uns die ersten vor ein paar Jahren gesagt haben “Hey du musst was für deine Rente machen” haben wir uns nur gedacht… wovon redet der/die da? 

                                  Aber tiefer darüber nachgedacht wurde es relativ schnell klar. Auch wenn wir erst in 40-50 Jahren in Rente gehen, was sich zugegebenermaßen sehr lange anhört, ist es umso wichtiger schon früh anzufangen etwas Geld auf die Seite zu legen. 

                                  Wie du aus den vergangenen Folgen mitbekommen hast, gibt es den Zinseszinseffekt, den Effekt bei dem sich “gewonnene” Zinsen weiter bzw. mitverzinsen. Dieser Effekt wird umso stärker, je länger man ihn ausnutzt – also je länger du sparst. Und deshalb machen wir uns diesen bei der Altersvorsorge zu Nutze.

                                  Jetzt haben wir zwar das Problem erkannt und verstanden, trotzdem stellt sich natürlich jetzt die Frage: Wie kannst du denn jetzt für dein Alter vorsorgen?

                                  Gleich vorweg möchten wir dir sagen, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, um für das Alter vorzusorgen. Deshalb wird dieses Thema auch eine ganze Reihe bei uns abbilden. Diese Folge soll dir dazu dienen einen Überblick zu erhalten! 

                                  Du kannst dir die Möglichkeiten zur Altersvorsorge wie ein Haus vorstellen, welches auf drei Säulen steht. Das Haus bildet deine Rente ab und die drei Säulen die Stützen bzw. Wege wie du dir diese Rente sichern und ausbauen kannst. 

                                  1. Säule: Die gesetzliche Rente 

                                  (dass wir eine gesetzliche Rente erhalten ist wahrscheinlich). Wie hoch diese allerdings sein wird, ist unklar. Deshalb kann man auch sagen, dass diese Säule am “bröckeln” ist und von den folgenden aufgefangen werden muss.

                                  1. Säule: Die betriebliche Vorsorge

                                  Hierunter zählen alle Möglichkeiten die dein Arbeitgeber bzw. das Unternehmen, für das du arbeitest, für deine Rente tut. Diese Vorsorge besteht aus einem Beitrag deines Arbeitgebers, einem von dir und einem steuerlichen Vorteil, den dir der Staat gibt. (Näheres dazu in einer separaten Folge)

                                  1. Säule: Die private Vorsorge

                                  Hierunter zählen alle Möglichkeiten, bei denen du einen Teil deines Gehaltes auf die Seite packst und je nachdem auch staatliche Förderungen oder Steuerbegünstigungen erhältst. 

                                  Im Idealfall stützt du deine Rente auf alle diese drei Säulen und versuchst “dein Haus” nicht nur auf einer Säule (der gesetzlichen Rente) stehenzulassen. 

                                  Welche Möglichkeiten bzw. Produkte bieten sich denn für die private Vorsorge an? 

                                  Auch hier gibt es eine Vielzahl an Produkten und Möglichkeiten. Um etwas Licht in das Dunkle zu bringen, zeigen wir dir hier eine Auflistung der Möglichkeiten:

                                  • Riester Rente (siehe Folge 15)
                                  • Rürup Rente (steuerliche Vorteile)
                                  • Lebens-/ Rentenversicherungen (steuerliche Vorteile)
                                  • Immobilien (spezielle Förderprogramme) 
                                  • Fonds- oder ETF Sparpläne (bedingte staatliche Förderung)
                                  • Bausparverträge (bedingte staatliche Förderung)

                                  Keine Sorge, zu all diesen Themen werden wir hier noch eigene Folgen herausbringen, damit du genau bescheid weißt. 

                                  Wie immer zu guter Letzt ein Zitat, heute vom Journalisten Heinz Kerp:

                                  Beim deutschen Rentensystem muss man sich relativ früh entscheiden, welchen Weg man einschlagen will. Will man jetzt leben oder nach der Rente?

                                  Heinz Kerp
                                  Folge 18: Altersvorsorge
                                  Bleibt informiert, eiskalt und ehrlich! 

                                  DISCLAIMER:

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                                  37 min

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