Finanz Sorbet

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Finanz Sorbet episodes

  • Folge 106 – Wie sollte ich aktuell mein Geld anlegen?

    Fangen wir mit der ersten Frage an: Wie lege ich aktuell mein Geld an? 

    Natürlich hängt diese Frage von einigen Faktoren wie Anlagehorizont, Risikobereitschaft und erwarteter Rendite ab. Ist der Anlagehorizont bspw. über 20 Jahre, kann aktuell genauso gut eine größere Einmalanlage getätigt werden, wie in durchsichtigen Marktphasen. Historisch betrachtet wird bei einem breiten Investment in den Aktienmarkt und einem Anlagezeitraum von über 15 bis 20 Jahren immer eine positive Rendite erwirtschaftet. 

    Dennoch können das wahrscheinlich die wenigsten von sich sagen. Die aktuelle Phase ist sehr undurchsichtig. Schaut man sich die Positionen der großen renommierten Vermögensverwaltungen an, sind die offensiven Mandate kaum investiert und halten aktuell teilweise über 80% an Cash. 

    Warum machen sie das? 

    Sie erwarten einen größeren Rückgang am Aktienmarkt, in den sie dann entsprechend mit viel Kapital einsteigen können. Dies ist u.a. eine Strategie in der aktuellen Situation. In Standardwerten (bspw. Dividendentiteln) zu kleinem Anteil investiert zu sein und den Rest liquide bspw. auf einem Tagesgeldkonto zu halten. Hier werden in der Zwischenzeit auch wieder Zinsen bezahlt. 

    Welche Alternativen gibt es dazu noch? 

    Weiterhin empfiehlt sich aktuell auch das Investment mittels Sparplänen. Anstatt eine größere Einmalanlage zu tätigen, kannst du den Betrag auch per monatlichen Sparplan investieren. Dabei teilst du den Betrag durch 12-24 Monaten. 

    Und in welche Anlageklasse? 

    Aktien sind immer noch der Renditebringer. Achte bei den Sparplänen auf bspw. Fonds oder ETFs mit einer weltweiten Ausrichtung. Branchenfonds sind aktuell mit deutlich höheren Risiken zu bewerten als noch vor einem Jahr. 

    Was mache ich jetzt, wenn ich Anleihen oder Anleihenfonds halte, die aktuell teilweise bis zu 17% im Minus notieren? 

    Anfang des Jahres war für viele Anleger und gerade eher risikoscheue Anleger ein großer Schock beim Blick ins Depot. Die eigentlich eher schwankungsarmen Anleihen brachen teilweise um -20% ein. Positiv an der ganzen Sache ist, Anleihen werden immer zu 100% zurückgezahlt, vorausgesetzt die Bonität ist gut. Gerade bei Anleihenfonds mit durchschnittlich guten Ratings ist dieses Risiko sehr überschaubar. Am Ende der Laufzeiten bspw. in 5 Jahren werden die Anleihen wieder vollständig zurückgezahlt und der Kursverlust ist damit ausgeglichen. Hier gilt also Ruhe bewahren!

    Aktuelle Investments in Anleihen können sich tatsächlich wieder lohnen, da deutlich höhere Zinsen bezahlt werden und im Fall der Fälle, dass die Zinsen wieder sinken sollten, große Kursgewinne zu erwarten sind. 

    Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreibe uns gerne und wir klären deine Fragen!

    An [email protected] oder über Social Media

    Zum Schluss, wie immer ein Zitat. Heute vom Börsenguru André Kostolany:

    “Die Börse hängt nur davon ab, ob es mehr Aktien als Idioten oder mehr Idioten als Aktien gibt.”

    -André Kostolany

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    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

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    (* Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-/Werbe-Link. Durch den Kauf über diesen Link werden wir am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.)

    Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

    Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsangehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft. Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktualisierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwicklung mindern.

    27 min
  • Folge 105 – Was macht der Markt?

    Kommen wir zur ersten Frage, wie haben sich die Aktienmärkte in den letzten drei Monaten entwickelt? 

    Die Aktienmärkte waren im letzten Quartal sehr volatil unterwegs und waren geprägt von den hohen Inflationszahlen und der Angst vor eine Rezession. 

    Die Indizes entwickelten sich folgendermaßen (Stand 30.09.2022):

    Dax: – 7,0% auf 11.968 Punkte (Hoch 13.941 Punkte)

    EUROStoxx: – 3,80% auf 3.318 Punkte (Hoch 3.819 Punkte)

    S&P 500: -6,60% auf 3.590 Punkte (Hoch 4.326 Punkte)

    NASDAQ: -5,33% auf 10,966 Punkte (Hoch: 13.720 Punkte)

    Hang Seng: -21,6% auf 17,234 Punkte (Hoch: 22.034 Punkte)

    Wieder einmal hat die chinesische Börse stark gelitten. Hier ist immer noch die strikte Corona-Politk und insbesondere die Angst vor einer weltweiten Rezession Grund für die fallenden Börsenkurse. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Hang Seng ein Minus von 25%. 

    Was hatte insbesondere großen Einfluss auf die Kurse? 

    Der Krieg in der Ukraine hatte eher eine untergeordnete Rolle. In Europa war vor allem die Sorge einer mangelnden Energieversorgung (u.a. aufgrund des Krieges) ein Grund für die fallenden Börsenkurse. Weiterhin die weltweit sehr hohen Inflationsraten. Hier steuerten die Zentralbanken mit Leitzinserhöhungen entgegen. Die Sorge, dass damit die Wirtschaft allerdings abgewürgt wird und die Sorge vor einer Rezession im 4. Quartal 2022 ist groß. Das hat man interessanterweise fast zeitgleich bei den Börsen in den westlichen Ländern gemerkt. Ab Juli stiegen die Kurse wieder an, um dann allerdings ab dem 17.08.2022 in Reaktion auf die hohen Britischen Inflationszahlen allesamt zu sinken. 

    Wie geht es jetzt weiter? 

    Aktuell ist es eher schwierig einzuschätzen, wo die Börsenreise dieses Jahr hingeht. Die Inflationsraten werden eine der entscheidenden Faktoren sein, da hiernach die Zinssteigerungen der Zentralbanken ausgerichtet werden. Auch wird gerade in Europa entscheidend sein, wie die Regierungen gegen die gestiegenen Energiepreise entgegenwirken werden. Erste Preisdeckel sind im Gespräch, allerdings ist offen, wie diese genau aussehen. Mit solchen Preisdeckelung wird die Bevölkerung und auch die Industrie unterstützt und ggf. kann so eine Rezession abgewendet werden. Das hätte natürlich wiederum eher einen positiven Einfluss auf die Märkte. 

    Im 4. Quartal kann es also wie auch zuvor eher zu schwankenden Phasen kommen, größere Abstürze wie auch Höhenflüge sind wahrscheinlich. 

    Aus unserer Sicht würden wir aktuell keine größeren Einmalanlagen tätigen, sondern eher auf Sparpläne setzen. 

    Wie schätzt du die aktuelle Lage ein? Schreibe uns gerne! Auch wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreibe uns gerne und wir klären deine Fragen!

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    Zum Schluss, wie immer ein Zitat. Heute von einem unbekannten, dennoch sehr passend:

    “Rezession: vornehmer Ausdruck für das brutale Wort Wirtschaftskrise. Unsere Vorfahren nannten es schlicht und einfach schlechte Zeiten”

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    29 min
  • Folge 104 – Wie läuft ein Börsengang ab? (Bsp. Porsche)

    Fangen wir mit der ersten Frage hinsichtlich des Ablaufs eines Börsenganges an. 

    Grundsätzlich ist der Börsengang ein eher längerer und sehr teurer Prozess, der neben der Zulassung der Aktie an einer bestimmten Börse auch die Kursfeststellung am ersten Handelstag betrifft. 

    1.     Prüfung Börsenreife

    Wichtigster Punkt ist das Vorliegen einer Aktiengesellschaft oder SE. Weiterhin werden diverse Analysen vorgenommen, bspw. Markt- und Konkurrenzanalysen und eine Unternehmensbewertung. Die meisten Unternehmen werden dabei von externen IPO-Beratern betreut. Es muss abgeschätzt werden, wie viel Kapital kann das Unternehmen durch den Börsengang für sich erlösen. 

    2.     Auswahl der begleitenden Partnern

    Wenn das Unternehmen zu dem Ergebnis kommt, dass es „ready“ für die Börse ist, erfolgt die Auswahl eines Bankenkonsortiums. Ein IPO erfolgt i.d.R. immer über mehrere Banken. 

    3.     Marketing und Werbung

    Damit potentielle Aktionäre auf das jeweilige Unternehmen aufmerksam werden, wird im Vorfeld viel Marketing betrieben, um den IPO anzukündigen.

    4.     Bookbuilding

    Hier werben die begleitenden Banken potentielle große Investoren an, damit das gezielte Finanzierungsvolumen durch den Börsengang auch erreicht werden kann. Dabei wird meistens auch eine Preisspanne festgelegt, zu welchem die Aktie an die Börse gehen soll. Im Fall von Porsche war diese zwischen 76,50 EUR und 82,50 EUR pro Aktie. 

    5.     Zeichnungsphase

    Zu diesem Zeitpunkt wird potentiellen Investoren ein Zeitraum gegeben, bei dem sie angeben können, wie viele Aktien sie zu welchem Preis verpflichtend kaufen möchten. Hier kann es zu einer sogenannten Überzeichnung kommen. Das ist dann der Fall, wenn mehr Aktien gekauft werden möchten, als überhaupt ausgegeben werden sollen. Das war auch bei Porsche der Fall. Dann werden entweder weitere Reserve Aktien ausgegeben oder die begleitenden Banken legen selbst eine Zuteilung fest. 

    6.     Settlement

    Diese Phase schließt sich an die Zeichnungsphase an und beendet diese. Hier wird auch der endgültige Emissionspreis festgelegt. 

    7.     Börsengang

    Im letzten Schritt erfolgt der Tag, an dem die Aktien offiziell an der Börse gehandelt werden. Dabei verpflichtet sich einer der Partnerbanken, die Aktie liquide zu halten und eine sogenannte Kurspflege zu betreiben, sodass möglichst vielen Aktionären der Handel mit der Aktie ermöglicht wird. 

    Zu den größten Börsengängen auf der Welt gehörten bspw. Saudi Aramco mit einem Volumen von ca. 25,6 Mrd. US Dollar (2019), die Alibaba Group mit ca. 24 Mrd. US Dollar (2014) oder General Motors mit ca. 23 Mrd. US Dollar (2010). 

    In Deutschland hat die Porsche AG den zweitgrößten Börsengang hingelegt mit ca. 9,4 Mrd. EUR. Der bisher größte war die Telekom in den Jahren 1996, 1999 und 2000 mit insgesamt ca. 33,8 Mrd. EUR. 

    Wie kann sich die Porsche Aktie nun weiterentwickeln? 

    Hier gilt natürlich wieder das Glaskugel Prinzip… Wir wissen es nicht. Aktuell ist es ein eher ungünstiger Zeitpunkt, um an die Börse zu gehen, da viel Unsicherheit im Markt herrscht. Dennoch war der Börsengang von Porsche ein großer Erfolg, was grundsätzlich ein positives Signal für die weitere Entwicklung ist. Weiterhin ist das Unternehmen sehr ertragsstark und die Marke ist sehr beliebt. Dennoch ist die Entwicklung nun auch stark von der allgemeinen Marktentwicklung abhängig. Bspw. ist die Aktie bei 82,50 EUR am 29.09. gestartet und ist kurzzeitig bis auf 86,76 EUR hoch, um dann wieder auf 82,50 EUR zu sinken. 

    Grundsätzlich ist Porsche aber ein Kandidat, der sich lohnt, auf die Watchlist zu setzen. 

    Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!
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    Zu guter Letzt wie immer ein Zitat: Heute passend zum Thema vom CFO von VW Arno Antlitz:

    „Wir haben heute bewiesen: Volkswagen kann Kapitalmarkt – auch in einem herausfordernden Markt-Umfeld.“

    – Arno Antlitz

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    31 min
  • Folge 103 – Hilfe, die Inflation frisst mein Gehalt!
    1. Haushaltsrechnung aufstellen:

    Hierzu haben wir bereits in Folge 98 gesprochen. Aber eine Aufstellung dieser ist der erste Schritt zum Geld sparen. Hier solltest du wirklich alle deine Ausgaben und Einnahmen auflisten, damit du einen guten Überblick erhältst. Auch jährliche einmalige Ausgaben kannst du dort auf den Monat herunterrechnen. 

    1. Abo Modelle überprüfen:

    Wir kennen es alle, extrem viele Abos für Zeitschriften, Programme, Streamingdienste oder ähnliche Dinge. Allein um Fußball oder Trash-TV schauen zu können benötigst du 3-5 verschiedenen Streamingdienste. All diese kosten im Schnitt bis zu 70 EUR im Monat. Geld, was man sich zur Not definitiv sparen kann oder mit Freunden oder der Familie teilen kann. 

    1. Preisvergleiche:

    Ein weiterer Schritt, um aktiv Geld sparen zu können, sind Preisvergleiche. Insbesondere für Wohnungsnebenkosten wie Strom oder Gas. Durch den Wechsel des Versorgers kannst du ebenfalls mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen. Am einfachsten geht das über Vergleichsplattformen wie Check24 oder Verivox. 

    Dasselbe kannst du natürlich auch bspw. bei deinem Internetbetreiber machen. Achte hier aber darauf, dass du keine “Leistung” einbüßt. Ein günstiger monatlicher Preis bringt dir nämlich nichts, wenn du kein Netz hast. 

    1. Sparraten und Versicherungsbeiträge überprüfen: 

    Sparen und Versicherungen sind natürlich wichtig. Allerdings machen Sie auch einen großen Teil deiner monatlichen Ausgaben aus. Ein Vergleich lohnt sich hier auch immer. Allerdings musst du unbedingt auf die Leistung achten. Dies ist bei Versicherungen leider oft der Fall. Monatlich günstig, aber in der Leistung stark eingeschränkt oder bspw. in der Abwicklung von Schäden. 

    Sparraten aussetzen ist nie eine gute Idee sondern eher ein “Worst-Case” Szenario. Eine Reduzierung der Sparraten sollte auch eher der letzte Ausweg sein. Gleiches gilt für die Kündigungen von Versicherungen. 

    1. Letzter Ausweg, an das Ersparte rangehen: 

    Wenn alle Stricke reißen, musst du an dein Erspartes ran. Aber auch hier kannst du systematisch vorgehen. 

    Deinen “Liquiditätspuffer” solltest du höchstens reduzieren, aber niemals ganz aufbrauchen. Bei Geldern in deinem Depot solltest du zunächst die einzelnen Positionen anschauen. Eher seitwärts bewegende Titel oder Titel mit schon längeren (über mehrere Jahre hinweg) Verlustphasen solltest du als erstes verkaufen. Als nächste Titel bzw. Positionen, welche bereits gute Gewinne erwirtschaftet haben. Hier kannst du auch zunächst Gewinnmitnahmen tätigen. Also nicht die ganze Positionen auflösen, sondern nur in Höhe des Gewinnes. 

    Positionen oder Titel, welche einen Verlust erlitten haben oder aufgrund der wirtschaftlichen Lage im Verlustbereich sind, solltest du nur zu allergrößter Not verkaufen. Dann realisierst du nämlich genau diese Verluste. 

    Generell ist dieses Thema natürlich nicht pauschal zu beantworten und sehr individuell. Wir hoffen aber, dass dir diese Tipps etwas weiterhelfen, solltest du in der Situation stecken.

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    Zu guter Letzt wie immer ein Zitat: Heute von André Kostolany:

    “Inflation ist wie Nikotin oder Alkohol. In kleinem Maße ist es stimulierend, man darf nur kein Kettenraucher werden oder Alkoholiker.”

    – André Kostolany

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    28 min
  • Folge 102 – Kommt jetzt eine große Rezession?

    Fangen wir mit der ersten Frage an: Was ist eigentlich eine Rezession? 

    Den Wirtschaftsverlauf kannst du dir wie eine aufeinanderfolgende Parabel vorstellen. Auf ein Tief folgt immer wieder ein Aufschwung, dann der wirtschaftliche Boom, gefolgt von einer Rezession, die in der Depression endet, bevor es wieder zum Aufschwung kommt. Die Rezession ist eine Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung bzw. eine Verminderung des Bruttoinlandsproduktes. 

    In der Volkswirtschaftslehre spricht man von einer Rezession, wenn das Wirtschaftswachstum innerhalb von zwei aufeinanderfolgenden Quartalen jeweils abgenommen hat. 

    Befinden wir uns jetzt aktuell in einer Rezession?

    Eine Rezession hat verschiedene Kennzeichen, bspw: 

    • Abschwächung der Hochkonjunktur
    • Rückgang der Nachfrage
    • Pessimistische Prognosen für die Wirtschaft
    • Überfüllte Lager
    • Stagnierende oder sogar sinkende Preise
    • Sinkende Löhne und Zinsen

    Aktuell sind wir (noch) nicht in der Rezession. Allerdings gibt es insbesondere aufgrund der Lieferketten Probleme eine Abschwächung der Wirtschaft. Das Wachstum ist nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. 

    Viele Experten sehen eine Rezession allerdings in den kommenden Monaten als sehr wahrscheinlich. 

    Was kann das jetzt für dich bedeuten? 

    Hier kommt es stark auf die Ausgestaltungen der Rezession an. Zunächst kann es sein, dass Unternehmen gezwungen sind, Arbeitskräfte zu entlassen oder sie in Kurzarbeit zu schicken. Daraus resultieren auch sinkende Löhne, was wiederum zu einer Verringerung der Kaufkraft führt. 

    Insgesamt kommt es dann stark auf die Eingriffe des Staates und der Zentralbanken an. Werden bspw. wirtschaftsfördernde Maßnahmen ergriffen? 

    Bezogen auf die Börse musst du dich auf fallende Kurse einrichten, was aber natürlich auch eine interessante Kaufgelegenheit sein kann. 

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    Zu guter Letzt wie immer ein Zitat: Heute vom Investor George Soros:

    „Aufgrund seiner Geschichte fürchtet sich Deutschland eher vor der Inflation als vor der Rezession. Im Rest der Welt ist das gerade umgekehrt.“

    – George Soros

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    24 min
  • Folge 101 – Komm in die Gruppe! Oder besser nicht?

    Folge 101 mit Max und Maximilian von SMILE. zu Gast

    In der ersten Folge nach unserem Special mit Bankvorstand Dr. Peter Hanker geht es direkt mit spannenden Gästen weiter. Diese Woche haben wir mit Max und Maximilian von SMILE. über unseriöse Finanzberatung und Abzocker-Systeme in den sozialen Medien gesprochen.

    Wie wir, werdet ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit schonmal schonmal eine DM oder eine Sprachnachricht von einem „Finanzexperten“, oder jemandem der euch reich machen möchte, bekommen haben. Aber kann man diesen Angeboten vertrauen und woran erkennt man einen seriösen Account und Anbieter?

    Genau darüber haben wir in Folge 101 gesprochen.

    Man betrügt sich oder den andern, und meist beide.

    – Johann Wolfgang von Goethe

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    36 min
  • Folge 100 – Special mit einem Bankvorstand

    Folge 100 mit Dr. Peter Hanker zu Gast:

    Vielen Dank, dass Ihr seit 100 Folgen Finanz Sorbet hört und uns unterstützt.
    Diese Woche durften wir für diesen besonderen Anlass ein sehr interessantes Gespräch mit dem Vorstand einer der größten Volksbanken Deutschlands führen (und sogar aufnehmen!).

    Wie immer ein Zitat heute von Bill Gates und auch wenn es etwas abgedroschen ist, mussten wir darüber doch mit einem Bankvorstand sprechen.

    “ Banking is necessary, Banks are not”!

    – Bill Gates

    Vielen Dank an Dr. Peter Hanker, dass er sich die Zeit genommen hat um in Folge 100 unser Gast zu sein

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    Diese Folge haben wir mit diesem* Mikrofon aufgenommen.

    Geplant haben wir die Folge hiermit*.

    DISCLAIMER:

    (* Hierbei handelt es sich um einen Affiliate-/Werbe-Link. Durch den Kauf über diesen Link werden wir am Umsatz beteiligt. Dies hat für Dich keine Auswirkungen auf den Preis.)

    Bei dieser Information handelt es sich um einen Beitrag, welcher der reinen Unterhaltung und Information dient.. Bei diesem Dokument und bei Referenzen zu Emittenten, Finanzinstrumenten oder Finanzprodukten handelt es sich nicht um eine Anlagestrategie Empfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder um eine Anlageempfehlung im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 jeweils in Verbindung mit § 85 Absatz 1 WpHG. Als Marketingmitteilung genügt diese Information nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen und unterliegt keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Anlageempfehlungen und Anlagestrategieempfehlungen. Diese Information soll Ihnen Gelegenheit geben, sich selbst ein Bild über eine Anlagemöglichkeit zu machen. Es ersetzt jedoch keine rechtliche, steuerliche oder individuelle finanzielle Beratung. Ihre Anlageziele sowie Ihre persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse wurden ebenfalls nicht berücksichtigt.

    Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsangehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft. Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktualisierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwicklung mindern.

    31 min
  • Folge 99 – Worauf bei einer Baufinanzierung aktuell achten?

    Aktuell eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen ist gar nicht so einfach. Aufgrund der doch deutlich höheren Zinsen als vor einem Jahr machen viele einen Strich durch den Traum vom Eigenheim oder von der Kapitalanlage. Bei einer entsprechenden Baufinanzierung sollte man also auf ein paar Punkte achten, daher haben wir gedacht, wir widmen uns in der heutigen Folge genau diesen Themen. 

    Fangen wir mit dem ersten Thema an, aktuelle Kaufpreise von Immobilien.

    Die Verkaufspreise sind trotz der höheren Zinsen nicht wirklich gesunken. Gerade für Kapitalanlagen, also Wohnungen/ Häuser, die du vermieten möchtest, ist natürlich der Kaufpreis ein entscheidender Faktor. 

    Bsp.:

    ETW* mit 70 qm für 250.000,- EUR entspricht einer Mietrendite von 3,36%. 

    ETW* mit 70 qm für für 160.000,- EUR entspricht einer Mietrendite von 5,25% 

    Bei einem Zins von aktuell 3,00 bis 4,00% ist natürlich eine Mietrendite von 3,36% deutlich zu wenig. 

    Da das nicht nur dir so geht, sondern allen, ist aktuell aber auch deutlich mehr Verhandlungsspielraum bei den Immobilien möglich. Oft wird bspw. die Maklercourtage vom Verkäufer übernommen oder ein Tiefgaragenstellplatz mit verkauft. 

    Hier also unser klarer Tipp, schaue dir die Preise genau an und versuche zu verhandeln. Wenn du ein Haus bauen oder sanieren möchtest, achte auf die steigenden Baukosten. 

    Aufgrund von Materialknappheit, Lieferketten, die gestört sind und gestiegenen Energiekosten sind auch die Baukosten extrem gestiegen. Wenn du überlegst, ein Haus zu bauen oder zu sanieren, solltest du das unbedingt mit in deine Überlegungen mit aufnehmen. 

    Folgende Tipps haben wir hier für dich: 

    • Festpreis Verhandlung mit Handwerkern.
    • Puffer von mind. 20% in der Finanzierung mit berücksichtigen.
    • Selbst eine Kostenkontrolle führen. 

    Und im Zweifel lieber sein lassen, auch wenn das für dich im ersten Moment sehr unbefriedigenden klingt.

    Achte weiterhin bei Förderkrediten auf die Zinsentwicklungen. 

    Oft werden sinnhafterweise Förderkredite in die Finanzierungsstruktur mit eingebaut.  Zwischen Prüfung einer Finanzierung und der tatsächlichen Antragstellung können bei einer Bank gute zwei bis drei Wochen ins Land ziehen. Erst bei Genehmigung durch die Förderbank kann der Zins garantiert werden. Das hatte vor allem in der Phase der wöchentlich steigenden Zinsen zur Folge, dass du ca. 1 bis 1,5% höhere Zinsen hattest als bspw. im ersten Angebotsgespräch. Das macht je nach Finanzierungssumme mehrer hundert Euro aus. 

    Hier allerdings etwas Entwarnung: Aktuell sind die Zinsen relativ stabil. 

    Zusammenfassung: Es ist nicht leicht aktuell sich den Immobilienwunsch zu erfüllen, lasse dir dabei Zeit und rechne es genau durch, dann kannst du auch aktuell gute Deals schließen. 

    Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!

    An [email protected] oder über Social Media

    Zu guter Letzt wie immer ein Zitat: Heute vom Investor Benjamin Graham

    „Selbst der kluge Investor braucht wahrscheinlich beträchtliche Willenskraft, um der großen Masse zu widerstehen.“

    – Benjamin Graham

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    33 min
  • Folge 98 – Wenn am Ende des Geldes zu viel Monat über ist…

    Wir kennen es wahrscheinlich alle, am Ende des Geldes ist noch so viel Monat übrig. Hier mal shoppen gewesen, da bucht mal die Versicherung ab und dort war man mal essen und sparen sollte man ja eigentlich auch noch. Oft ist dann einfach zu wenig Geld da. Wie behältst du am besten den Überblick? Wie stellt man eine Haushaltsrechnung auf? Und wovor solltest du dich schützen? Das klären wir in der heutigen Folge! 

    Fangen wir mit der ersten Frage an, wie behältst du deine Ausgaben am besten im Überblick?

    Wie viel du im Monat tatsächlich ausgeben kannst, hängt natürlich stark davon ab, was im Monat reinkommt. Weiterhin kommt es darauf an, ob du bspw. eher mit Bargeld zahlst oder mit Karte. 

    Wenn du viel mit Karte zahlst, macht bspw. ein eigenes Konto für den Konsum Sinn, auf das du monatlich einen festgelegten Betrag überweist. Ein zweites Konto ist für die monatlichen Abbuchungen wie Versicherungen, Miete etc. und ein drittes (bspw. als Tagesgeld) für die Rücklagen (Urlaub, größere Anschaffungen). 

    Generell lohnt sich ein häufiger Blick auf das Konto, um die Ausgaben im Blick zu haben. 

    Damit du aber weißt, wie viel du eigentlich im Monat ausgeben kannst, lohnt sich die Anfertigung einer Haushaltsrechnung. 

    Und wie stellt man so eine Haushaltsrechnung am besten auf?

    Am besten stellst du diese Rechnung in Excel bzw. einem anderen Tabellenkalkulationsprogramm auf. Hier gibt es bspw. schon extra Vorlagen, die dir das Ganze auch noch grafisch darstellen.

    Am besten hast du eine Einnahmenseite, hier schreibst du folgende Dinge auf: 

    –       Mtl. Lohn & Gehaltszahlungen

    –       Beteiligungen an Abos (Netflix und Co.) 

    –       Ggf. Kindergeld oder Unterhalt

    –       Ggf. Mieteinnahmen 

    –       Ggf. weitere Einnahmen

    Auf der Ausgabenseite dokumentierst du dann Folgendes: 

    –       Miete + Nebenkosten

    –       Heiz- und Stromkosten

    –       Autokosten (Versicherung, Tankkosten und Rücklagen für Reparaturen und TÜV)

    –       Lebensmittelkosten (ca. 200,- EUR bis 300,- EUR pro Person)

    –       Jegliche Abos 

    –       Versicherungsbeiträge

    –       Friseurbesuche und andere monatliche Ausgaben

    –       Ggf. Kreditraten

    Weiterhin gibt es sicherlich bei dir auch jährliche Abbuchungen, hier kann es Sinn machen, diesen Betrag anteilig monatlich auf ein Tagesgeldkonto zu überweisen (mittels Dauerauftrag) damit du einmal im Jahr nicht die große Abbuchung erhältst, sondern nur den entsprechenden Betrag umbuchen musst.

    Im Ergebnis erhältst du jetzt einen Betrag, der für die Altersvorsorge, Sparraten und den Konsum dienen kann. 

    Die monatliche Sparrate sollte 15 bis 20% deines Einkommens betragen inkl. Altersvorsorge. 

    Im Endeffekt erhältst du nun einen Betrag, der tatsächlich für den freien Konsum ist, ohne das du ein schlechtes Gewissen haben musst… Jetzt solltest du dich nur noch daran halten.

    Wovor solltest du dich schützen? 

    Es gibt manche Dinge, die deine monatliche Belastung extrem beeinflussen können, daher solltest du bei folgenden Dingen vorsichtig sein: 

    –       Konsum per Rate finanzieren (0% Finanzierung)

    –       Abos

    –       Große und teure Autos (Versicherung und Unterhaltungskosten sind teuer) 

    –       Betrüge dich nicht selbst und buche jeden Monat deine Sparraten vom Tagesgeldkonto wieder um

    Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!

    An [email protected] oder über Social Media

    Zu guter Letzt wie immer ein Zitat: Heute von Jean Paul Getty:

    “Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät.”

    – Jean Paul Getty

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    Wir weisen daher ausdrücklich darauf hin, dass diese Information keine individuelle Anlageberatung darstellt. Eventuell beschriebenen Produkte oder Wertpapiere sind möglicherweise nicht in allen Ländern oder nur bestimmten Anlegerkategorien zum Erwerb verfügbar. Diese Information darf nur im Rahmen des anwendbaren Rechts und insbesondere nicht an Staatsangehörige der USA oder dort wohnhafte Personen verteilt werden. Diese Information wurde weder durch eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft noch durch andere unabhängige Experten geprüft. Die in diesem Dokument enthaltenen Aussagen basieren entweder auf eigenen Quellen oder auf öffentlich zugänglichen Quellen Dritter und spiegeln den Informationsstand zum Zeitpunkt der Erstellung der unten angegebenen Präsentation wider. Nachträglich eintretende Änderungen können in diesem Dokument nicht berücksichtigt werden. Angaben können sich durch Zeitablauf und/oder infolge gesetzlicher, politischer, wirtschaftlicher oder anderer Änderungen als nicht mehr zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, auf solche Änderungen hinzuweisen und/oder eine aktualisierte Information zu erstellen. Wir weisen darauf hin, dass frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung sind und dass Depotkosten entstehen können, die die Wertentwicklung mindern.

    33 min
  • Folge 97 – Ist Gold wirklich der sichere Hafen?

    Gold ist die Krisenanlage Nummer 1. Sobald irgendwo eine politische oder humanitäre Krise auf der Welt passiert, steigt der Goldpreis. Auch in der aktuellen Situation vertrauen viele auf Gold. Doch ist das wirklich so eine sichere Anlage? Wie verhält sich der Wert? Wie lagert man es am besten? Und natürlich wie immer die Frage, worauf musst du achten? All das in der heutigen Folge! 

    Fangen wir mit der ersten Frage an, wie sicher ist die Anlage in Gold? 

    Hier gibt es zwei Sichtweisen, die beide auch berechtigt sind. Gold wird daher als Krisenanlage oder sogar Währung bezeichnet, da es auch als Tauschmittel gilt. Bedeutet: Sollten andere Währungen wie der Euro oder Dollar wertlos sein, könnte man sich mit Gold immer noch Güter kaufen bzw. ertauschen. Wie wahrscheinlich so ein Ausfall ist und wie praktikabel dann dieser Tausch ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. 

    Bei der zweiten Sichtweise geht es um die Wertentwicklung und damit evtl. einhergehende Schwankungen. 

    Zunächst muss dazu gesagt werden, dass der Goldpreis immer in US-Dollar angegeben bzw. gehandelt wird. Neben der Wertentwicklung des Goldes gibt es also gerade für uns in Europa auch noch Währungsunterschiede. 

    Schaut man in die letzten Monate, ist der Goldpreis vor allem aufgrund des Krieges in der Ukraine um über 10% gestiegen. Um danach wiederum allerdings um 10% wieder zu fallen. In den letzten 3 Jahren ist der Kurs um ca. 25% gestiegen. 

    Auf Jahressicht hat der Goldpreis in US-Dollar um ca. 3,5% verloren. In Euro wiederum ist der Goldpreis um 12% gestiegen. Das liegt an den unterschiedlichen Wechselkursen. So stabil, wie oft beschrieben, ist der Goldpreis also dann doch nicht. Er unterliegt sehr ähnlichen Schwankungen wie auch Aktien. 

    Kommen wir zur Frage, wie lagerst du es am besten? 

    In physischer Form am besten in einem Tresor daheim oder in einem Bankschließfach. Achte hier aber darauf, dass du den Wert entsprechend versichert hast. Bspw. in deiner Hausratversicherung. 

    Weiterhin kannst du auch Gold (siehe Folge 55) als Zertifikat an der Börse kaufen und in deinem Depot lagern. Das ist ganz interessant, wenn es dir um die Wertentwicklung geht und nicht um den Tausch Gedanken.

    Es gibt auch einige Firmen, die Goldsparpläne anbieten. Hier sparst du einen monatlichen Betrag an und sobald du eine entsprechende Summe angespart hast, kannst du dir eine Münze oder einen Barren ausliefern lassen. Alternativ kannst du das Gold auch bei dem Unternehmen in speziellen Tresoren lagern. 

    Hier musst du allerdings stark auf die Kosten achten. Bei den meisten Goldsparplänen sind laufende Kosten von über 5% pro Jahr normal, was deine Rendite stark schmälert. 

    Alternativ kannst du kleinere Barren bzw. Plättchen (ab 1 Gramm) oder Münzen kaufen. Meisten wird das Gewicht übrigens als Unze angegeben. Eine Unze sind ca. 28,4 Gramm. Auch wenn man diese kleinen Mengen kauft, sind die Kosten im Verhältnis meist sehr hoch.

    Worauf musst du zusammenfassend also achten? 

    1. Wertentwicklung. Auch Gold schwankt teilweise stark im Kurs!
    2. Richtige Lagerung und je nachdem auch die Versicherung
    3. Keine zu hohen Kosten für Sparpläne etc. in Kauf nehmen
    4. Nur bei vertrauensvollen Händlern kaufen und verkaufen

    Wenn du Fragen zu diesem Thema hast, schreib uns gerne und wir klären deine Fragen!

    An [email protected] oder über Social Media

    Zu guter Letzt wie immer ein Zitat: Heute vom Schauspieler Danny Kaye:

    “Geld allein macht nicht glücklich. Es gehören auch noch Aktien, Gold und Grundstücke dazu”

    – Danny Kaye

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