Fiori musicali

Fiori musicali

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Music
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Fiori musicali episodes

  • Innsbruck, Musikmetropole des 17. Jahrhunderts
    Innsbruck war im 17. Jahrhundert ein berühmter Mittelpunkt des europäischen Musiklebens. Das war vor allem dem regierenden Landesfürsten von Tirol zu verdanken, Erzherzog Ferdinand Karl. Er war sehr musikbegeistert und hat für sein Orchester die besten Musiker aus ganz Europa engagiert.
    Und die besten Musiker stammten im 17. Jahrhundert überwiegend aus Italien. Von diesen italienischen Wahl-Innsbruckern hören wir in dieser Ausgabe der Fiori Musicali Musik: von Domenico Giovanni Antonio Pandolfi Mealli, Antonio Cesti und Giovanni Buonaventura Viviani.
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  • Duette - ein Fall für zwei
    Doppelt sehen ist kein gutes Zeichen. Doppelt hören hingegen kommt dem Harmonieempfinden sehr entgegen: Zwei Traversflöten, zwei Viole da gamba, zwei Violinen, zwei Lauten oder zwei Theorben.
    Die Fiori musicali mit instrumentalen Verdoppelungen von Bellerofonte Castaldi, Christoph Schaffrath, Michel Blavet, Silvius Leopold Weiss, Giuseppe Torelli und Wilhelm Friedemann Bach.
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  • Die Ferrara-Rom-Connection
    Jenseits von Venedig im Italien des 17. Jahrhunderts: Ferrara und Venedig standen lange Zeit auf Kriegsfuss. Nicht nur politisch, sondern auch kulturell wurde stark rivalisiert.
    Vielleicht mit ein Grund, warum es bedeutende ferraresische Komponisten wie Luzzasco Luzzaschi oder Girolamo Frescobaldi an den Tiber zog - und nicht in die Lagunenstadt.
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  • Acque limpide - alte Wassermusik
    Das kühle Nass, das klare Wasser, die stürmischen Wogen, dies alles wurde ausgiebig besungen im Renaissance- und Barockzeitalter. Sei es naturalistisch, sei es allegorisch.
    Davon zeugt etwa die Musik von Giovanni Domenico da Nola, Tarquinio Merula, Michel-Richard Delalande, Carlo Monza, Claudio Monteverdi und Georg Philipp Telemann. Blumen giessen in den Fiori musicali, zum Beginn der Sommerferien.
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  • Ubi caritas - Italienische Laude der Frührenaissance
    Es gehört zu den weltweit angesehensten Spezial-Ensembles für die Musik des Mittelalters und der Renaissance: Das im Umfeld der Basler Schola Cantorum beheimatete Ensemble «Le Miroir de Musique» und sein Leiter Baptiste Romain.
    Auf seiner aktuellen Aufnahme erkundet «Le Miroir» die musikalische Welt der Laudesi-Bruderschaften, die um 1500 in der Region Venedig aktiv waren und auf die den heiligen Franz von Assisi zurückgehen. Diese schufen ein reiches Repertoire italienischer Andachtsgesänge, die tief in der volkstümlichen Frömmigkeit verwurzelt sind. Aus musikalischer Sicht interessant dabei: Oft verbinden diese Lieder homophone Satztechniken mit einer unmittelbaren Ausdruckskraft, die auf das einfache Volk zielte und von franko-flämischen Liedern beeinflusst war. Eine Klangwelt an der Schnittstelle von Spiritualität und aufkeimendem Humanismus.
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  • Schmerzvolle Harmonien
    Nicht erst in der Moderne haben Komponisten mit Dissonanzen und Mikrotonalität experimentiert. Auch in der Spätrenaissance entstanden etliche Werke, die noch heute mit ihrer scharfen Tonalität überraschen.
    Besonders der Liebeskummer schmerzt in den Seelen der damaligen Protagonisten – und in den Ohren der Zuhörenden. In dieser Ausgabe der Fiori musicali stellen wir einige dieser Madrigale mit «schrägen» Harmonien vor, von Cipriano de Rore, Pomponio Nenna und anderen.
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  • Pièces de clavecin
    «Pièces de clavecin» - Stücke für Cembalo - unter diesem Titel veröffentlichte Jacques Champion de Chambonnières im Jahre 1670 die erste gedruckte Sammlung von Cembalomusik in Frankreich.
    Der Titel wurde zum stehenden Begriff, und so nannten die auf Chanbonnières folgenden französischen Komponisten des 17. und 18. Jahrhunderts ihre Cembalo-Musik ebenfalls «Pièces de clavecin», darunter Jean-Philippe Rameau, Louis und François Couperin, Louis-Nicolas Clérambault, Jean-Henri d'Anglebert oder Elisabeth Jacquet de la Guerre. Die Fiori musicali mit einer cembalistischen Tour de France.
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  • Fortuna desperata - musikalische Schicksalsfragen
    Was das Schicksal mit uns Menschen im Schilde führt, das ist eine zeitlose Frage, die sich auch in der Musikgeschichte spiegelt. Ein bekanntes Beispiel dafür ist «Fortuna desperata» - das vielleicht populärste italienische Lied des 15. Jahrhunderts und eine der beliebtesten Vorlagen der Renaissance.
    Ein anonymer Dichter aus Florenz beklagt darin die Ungerechtigkeit der Göttin Fortuna. Auch wer die wunderschöne Melodie dazu geschrieben hat, ist unbekannt. Sie hat viele Komponisten jener Zeit inspiriert. «Fiori musicali» mit Fortuna-Beiträgen von Heinrich Isaac, Ludwig Senfl, Jacob Obrecht, u.a.
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  • Antonia Bembos Oper «Ercole amante»
    Aus dem Dornröschenschlaf erwacht: 1707 vertonte die venezianische Komponistin Antonia Bembo in Paris das Libretto von «Ercole amante» - und damit einen Stoff, den bereits ihr Lehrer Francesco Cavalli in Musik gesetzt hatte.
    Das Besondere an Bembos Version: Sie versucht einen Bogen zu schlagen vom italienischen zum französischen Stil. So sind etwa die Arien dieser Oper alla italiana gehalten, die vielen Tänze und Chorstücke hingegen à la française, also auf den Geschmack des französischen Publikums zugeschnitten. Da aber keine Aufführung zu Antonia Bembos Zeiten belegt ist, darf man davon ausgehen, dass jene mit dem Ensemble Il Gusto Barocco von 2023 die Uraufführung war. Unterdessen ist diese auf CD erschienen. Fiori musicali stellt sie vor.
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  • Der Gambist und Musikforscher Jordi Savall
    Ohne ihn klänge die Welt der Alten Musik anders: Jordi Savall hat als Gambist und Ensembleleiter zahlreiche Werke der Alten Musik ausgegraben und erstmals eingespielt. Für sein Lebenswerk erhält er 2026 den renommierten Ernst von Siemens Musikpreis.
    Wir hören in den Fiori musicali einige seiner wegweisenden Aufnahmen an – Musik vom Mittelalter bis zum Barock, Musik für Gambe solo bis hin zum grossen Ensemble mit Chor.
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