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Führungskräfte-Bashing: Darum sind immer die Führungskräfte schuld
Du bist Führungskraft?
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Ich weiss ja nicht, wie es dir geht:
Oft werden sie sogar als “Psychopathen” bezeichnet. Anscheinend liegt bei jeder Führungskraft eine geistige Störung vor – so hört sich das an.
Und dann gibt es da noch diese Umfragen und Untersuchungsergebnisse irgendwelcher Unternehmensberatungen von der Art:
• “86% aller Mitarbeiter finden, dass sie von ihrem Chef zu wenig gelobt werden.”
• “64% aller Mitarbeiter sind der Meinung, dass ihr Chef zu wenig kritikfähig ist.”
• “58% aller Mitarbeiter haben Chefs, die zu wenig Rückmeldung geben.”
Ach du meine Güte! Da scheint es ja ganz schlimm um die Führungskräfte bestellt zu sein.
Wer hat Interesse am schlechten Führungskräfte-Image?
Sie machen einen ziemlich unfähigen Eindruck, die Führungskräfte, oder nicht? Wie wäre es denn, wenn man da Abhilfe schafft – am besten mit einem oder mehreren Führungsseminaren, durch die man die Führungskräfte erst einmal schleusen muss. Kann ja nie schaden solch ein Seminar!
Interessant nur, dass die Unternehmensberatungen, die solche Umfragen und “Untersuchungsergebnisse” veröffentlichen, auch gleich die passenden Führungsseminare anbieten. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Mein Eindruck: Gute Arbeit unter schwierigen Bedingungen
Ich teile übrigens nicht den Eindruck, dass es so viele schlechte Führungskräfte gibt.
Ich weiss aus meiner Arbeit mit Führungskräften, dass viele von ihnen bereits seit Jahren als Führungskraft tätig sind, aber beispielsweise vom Unternehmen noch kein einziges Führungsseminar organisiert wurde. Auch hat weder Geschäftsführung noch Personalabteilung je gesagt, was von ihnen als Führungskraft erwartet wird.
Viele Führungskräfte in kleinen oder auch mittleren Unternehmen werden Vorgesetzte, ohne dass damit ein neuer Vertrag oder eine entsprechende Gehaltserhöhung verbunden wäre. Es wird erwartet, dass sie einen Führungsjob machen, ohne dass es dafür eine finanzielle Gegenleistung gibt.
Natürlich könnte man jetzt sagen: “Pech, die haben schlecht verhandelt.” Da hast du sogar Recht; und ich sage das den Führungskräften auch. Aber darum geht es mir hier gar nicht.
Ich will mit meinen Äusserungen zum Ausdruck bringen, dass es unzählige Führungskräfte gibt, die unter wirklich schwierigen äusseren Bedingungen einen verdammt guten Job machen.
Da finde ich die sich wiederholenden Umfragen und Untersuchungsergebnisse, die zeigen sollen, wie schlecht und psychotisch Führungskräfte angeblich seien sollen, nur ermüdend und schlicht und ergreifend eine Frechheit!
Nur für einen Moment: Den Spiess mal umkehren
Umgekehrt kenne ich keine Umfrage, die mal in eine andere Richtung fragt:
Was glaubst du, käme heraus, wenn wir Führungskräfte fragen würden, was sie denn so von ihren Mitarbeitern halten?
Ich glaube, dass auch dir als Führungskraft hierzu etwas einfallen würde, denn auch auf der Mitarbeiterebene soll es ja ab und zu vorkommen, dass ein paar faule Eier darunter sind.
Jedoch: Ein pauschales Bashing, egal ob gegenüber Führungskräften oder Mitarbeitern, bringt aus meiner Sicht absolut gar nichts.
Aber die Hoffnung, dass ich mal wohlwollende Artikel über die herausfordernde Arbeit von Führungskräften lese, habe ich aufgegeben.
Und du? Was meinst du als Führungskraft zu all dem? Und unter welchen (äusseren) Umständen bist du Führungskraft geworden?
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Praxis-Interview mit Michael, der seit mehreren Jahren als agile Führungskraft in einem deutschen Grossunternehmen unterwegs ist.
Die Fragen, auf die Michael im Interview eingeht und die wir diskutieren.
• Wann bist du das erste Mal mit dem Thema „Agilität“ in Verbindung gekommen und warum?
• Was ist Agilität für dich im Zusammenhang mit Mitarbeiterführung und Zusammenarbeit?
• Was macht agiles Arbeiten (am Beispiel Scrum) mit den Mitarbeitern und der Art der Führung? Wie verändert sich die Art der Führung durch agile Zusammenarbeit?
• Funktioniert agile Führung auch ohne Scrum?
• Wo standest du persönlich als du das erste Mal mit agilen Prinzipien in Kontakt gekommen bist? Was hat das mit dir gemacht?
• Wie stehen die unterschiedlichen Unternehmensbereiche zu den agilen Methoden? Welche Diskussionen werden ausgelöst?
• Warum es besser ist mit kleinen Team agiles Arbeiten auszuprobieren als mit ganzen Bereichen.
• Gibt es aus deiner Sicht Unternehmensbereiche in denen du dir in den nächsten Jahren kein agiles Arbeiten vorstellen kannst? Oder Jobs, die aus deiner Sicht nicht geeignet sind?
• Welche Menschentypen siehst du, die mit agilem Arbeiten gar nichts anfangen können bzw. welche Typen sind es, die diese Form der Zusammenarbeit mitmachen?
• Was macht ein agiles Mindset aus?
• Wie wird der mit der agilen Zusammenarbeit verbundene Machtverlust kompensiert, der bspw. durch den Wegfall der klassischen Führungsrolle entsteht?
• Warst du immer motiviert diesen Weg weiterzugehen oder gab es auch Momente, wo du keine Lust mehr auf das ganze Thema „Agilität“ hattest?
• Was sind deine bisherigen „lessons learned“ zum Thema „Agilität“ und agile Führung?
• Blick in die Glaskugel: Was wird in den nächsten Jahren hinsichtlich Agilität noch kommen?
Shownotes:
Informiere dich jetzt und hier: Die Führungsausbildung für deinen Erfolg als moderne Führungskraft
Ideal, wenn du demnächst Führungskraft wirst und dich professionell vorbereiten willst.
Bettina`s Artikel: Drei Dinge, die Führungskräfte von guten Verkäufern lernen können
**Marketing als Führungsaufgabe: Zeit die Werbetrommel zu rühren **
Kennst du das?
Dein Team und deine Abteilung bieten innerhalb des Unternehmens einen super Service an, aber nur Wenige im Unternehmen nehmen euren Service von sich aus tatsächlich auch in Anspruch!
Es passiert tatsächlich täglich und ist gar nicht ungewöhnlich:
Andere Abteilungen sind geradezu erstaunt, wenn sie von eurem Angebot erfahren. Davon haben sie bislang nichts gewusst und es war ihnen ihnen nicht klar, dass ihr als Abteilung so einen Service anbietet.
Ok, Problem erkannt: Niemand kennt unseren Service.
Und meist bringen auch die Teammitglieder schnell sehr gute Ideen, wie man den Abteilungs-Service intern bekannter machen könnte wie z.B. Vorträge, Blog, etc.
Häufig scheitert jedoch die Umsetzung der Ideen an der eigenen Führungskraft, also an dir. Aber pst: ich gehe davon aus, dass du ganz anders bist :-)
Denn was habe ich als Führungskräfte-Trainer an dieser Stelle schon von Führungskräften gehört?
Marketing als Führungsaufgabe: unangenehm oder notwendig?
Auch wenn es dir unangenehm ist, so ist es zumindest aus meiner Sicht auch deine Pflicht als Führungskraft, die Leistungen und Erfolge deines Teams nicht nur gegenüber externen Kunden, sondern auch innerhalb des eigenen Unternehmens darzustellen und zu “verkaufen”.
Warum ist dies so wichtig? Meiner Meinung nach ganz einfach zur Mitarbeitermotivation.
Frag doch mal dein Team! Die meisten deiner Mitarbeiter wollen in der Regel, dass sie im Unternehmen wahrgenommen, anerkannt und vor allem auch in Anspruch genommen werden. Die Mitarbeitenden wollen zum Unternehmenserfolg beitragen.
Also bitte, es geht hier nicht um Ego-Pflege, sondern einzig und allein um die Arbeit deiner Mitarbeiter. Zeit also, um über deinen eigenen Schatten zu springen.
Vielleicht kannst du dir dieses wichtige Thema auch so merken: Was machen die Hühner? Eier legen und gackern!
Ich bin nun wahrlich kein Marketing-Experte, aber hier mal ein paar einfache und hoffentlich nützliche Ideen, um die Dienstleistungen deines Teams innerhalb des eigenen Unternehmens bekannter zu machen:
Setz dich doch zum Thema „Marketing der eigenen Dienstleistungen“ mal mit deinem Team zusammen. Ihr kommt sicher noch auf ganz andere und bessere Ideen.
Was ist also zusammengefasst die Message dieser Folge:
Shownotes
Aus der heutigen Podcastfolge:
Stefan`s Website
Stefan`s Podcast „Führung ist ein Kinderspiel“
Weitere Episoden von mir, die dich beim Thema „Vereinbarkeit Karriere und Familie“ weiterbringen:
I did it my way: So findest du deinen Weg als Führungskraft
Coache dich mal selbst: Die Säulen des Lebens
Immer erreichbar als Führungskraft!?
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