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Heute wird es schwarz-weiß! Zumindest was die Cover angeht, aber man soll ja nie ein Buch nach eben jenem beurteilen. Also haben sich Robin und Tim mal wieder zu zweit zusammengesetzt und über einige spannende Neuerscheinungen gesprochen.
Tim macht den Anfang mit der (Auto-)biographie von Regie-Legende David Lynch. Dem Buch liegt ein interessantes Konzept zugrunde, und zwar hat die Filmjournalistin und gute Freundin von Lynch, Kristine McKenna, je ein Kapitel zu einem Abschnitt seines Lebens geschrieben, mit hunderten Leuten Interviews geführt und Alles so ausführlich wie nur möglich recherchiert. Danach folgt ein Kapitel über das zuvor geschriebene von Lynch selber, der ebenfalls Kommentare und Anekdoten preis gibt. Das Ganze liest sich dadurch unglaublich dynamisch und für eine Biographie äußerst abwechslungsreich, bringt dadurch allerdings auch eine beachtliche Länge von knapp 800 Seiten mit sich. Wer mit dem Schaffen von David Lynch vertraut ist oder sich mehr wissen über ihn aneignen will, ist hier genau an der richtigen Stelle. Große Empfehlung!
Robin hat sich das neue Buch des “Er ist wieder da”-Autoren Timur Vermes vorgenommen; das kürzlich erschienene “Die Hungrigen und die Satten”. Das Buch handelt von dem Klischee einer Moderatorin für das Privatfernsehen, die in einer nahen Zukunft Flüchtlingslager besucht und vor Ort “hilft”. Natürlich nur so dass es aussieht, als würde sie den Menschen helfen, während ganz Europa mittlerweile alle Grenzen für Flüchtlinge geschlossen hat und diese nun in Nordafrika festsitzen. Der Sender bekommt den genialen Einfall, sie in das größte Lager in der Sahara zu schicken, in dem sich bei der Moderatorin etwas verändert. Robin war hin und weg von der fließenden Grenze zwischen Realismus und Satire, die gerade im Vergleich zu “Er ist wieder da” subtil und zynisch ist. Eine klare Empfehlung von Robin.
Zum Schluss gibt es ebenfalls ein neues Buch, welches beide von ihnen durchgelesen haben: “Das Teemännchen” von Heinz Strunk. Der Kurzgeschichtenband reiht sich stilistisch wie inhaltlich neben “Der goldene Handschuh” ein, denn es geht meist um rohe Menschen, körperlichen Verfall, Zynismus und bittere Bilder, die mit Worten gezeichnet werden. Dabei kommt es einerseits zu einer Bildgewalt wie selten zuvor bei Strunk, andererseits sind die Geschichten teilweise so surreal und absurd, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Ein rundum gelungenes Werk, mit großem Potential für unsere diesjährige Top-Ten!
In ein paar Tagen trifft sich das Team zur Frankfurter Buchmesse, um die sich auch die nächste Folge drehen wird. Bis dahin – lest was gutes!
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Traumwelten: Ein Leben
Titel: Die Hungrigen und die Satten
Titel: Das Teemännchen
Der Beitrag Folge 44: Schwarz-Weiß erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke5
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Heute wird es schwarz-weiß! Zumindest was die Cover angeht, aber man soll ja nie ein Buch nach eben jenem beurteilen. Also haben sich Robin und Tim mal wieder zu zweit zusammengesetzt und über einige spannende Neuerscheinungen gesprochen.
Tim macht den Anfang mit der (Auto-)biographie von Regie-Legende David Lynch. Dem Buch liegt ein interessantes Konzept zugrunde, und zwar hat die Filmjournalistin und gute Freundin von Lynch, Kristine McKenna, je ein Kapitel zu einem Abschnitt seines Lebens geschrieben, mit hunderten Leuten Interviews geführt und Alles so ausführlich wie nur möglich recherchiert. Danach folgt ein Kapitel über das zuvor geschriebene von Lynch selber, der ebenfalls Kommentare und Anekdoten preis gibt. Das Ganze liest sich dadurch unglaublich dynamisch und für eine Biographie äußerst abwechslungsreich, bringt dadurch allerdings auch eine beachtliche Länge von knapp 800 Seiten mit sich. Wer mit dem Schaffen von David Lynch vertraut ist oder sich mehr wissen über ihn aneignen will, ist hier genau an der richtigen Stelle. Große Empfehlung!
Robin hat sich das neue Buch des “Er ist wieder da”-Autoren Timur Vermes vorgenommen; das kürzlich erschienene “Die Hungrigen und die Satten”. Das Buch handelt von dem Klischee einer Moderatorin für das Privatfernsehen, die in einer nahen Zukunft Flüchtlingslager besucht und vor Ort “hilft”. Natürlich nur so dass es aussieht, als würde sie den Menschen helfen, während ganz Europa mittlerweile alle Grenzen für Flüchtlinge geschlossen hat und diese nun in Nordafrika festsitzen. Der Sender bekommt den genialen Einfall, sie in das größte Lager in der Sahara zu schicken, in dem sich bei der Moderatorin etwas verändert. Robin war hin und weg von der fließenden Grenze zwischen Realismus und Satire, die gerade im Vergleich zu “Er ist wieder da” subtil und zynisch ist. Eine klare Empfehlung von Robin.
Zum Schluss gibt es ebenfalls ein neues Buch, welches beide von ihnen durchgelesen haben: “Das Teemännchen” von Heinz Strunk. Der Kurzgeschichtenband reiht sich stilistisch wie inhaltlich neben “Der goldene Handschuh” ein, denn es geht meist um rohe Menschen, körperlichen Verfall, Zynismus und bittere Bilder, die mit Worten gezeichnet werden. Dabei kommt es einerseits zu einer Bildgewalt wie selten zuvor bei Strunk, andererseits sind die Geschichten teilweise so surreal und absurd, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Ein rundum gelungenes Werk, mit großem Potential für unsere diesjährige Top-Ten!
In ein paar Tagen trifft sich das Team zur Frankfurter Buchmesse, um die sich auch die nächste Folge drehen wird. Bis dahin – lest was gutes!
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Titel: Traumwelten: Ein Leben
Titel: Die Hungrigen und die Satten
Titel: Das Teemännchen
Der Beitrag Folge 44: Schwarz-Weiß erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

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