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Allein zu zweit! Robin und Tim bestreiten nach längerer Zeit eine Folge ohne Mara oder Kayleigh, und haben einige neue Sachen im Gepäck. Zum einen gibt es jetzt einen Papierstau-Webshop, der euch mit allem möglichen Merch versorgt. Zum anderen gibt es ab jetzt auch eine Patreon-Seite, auf der man uns direkt unterstützen kann. Die Crew würde sich freuen!
Das erste Buch der Folge stellt Robin vor, der mit “Großmutters Haus” von Thomas Sautner eine kleine Perle für sich entdeckt hat. In dem Buch geht es um Malina, die eines Tages ein mysteriöses Päckchen voller Geld bekommt. Neben den Scheinen lag auch eine Notiz bei, durch die der Absender deutlich wird: ihre Großmutter, welche sie nie kennengelernt hat, da ihre Familie über sie den Mantel des Schweigens hüllte. Also heißt es, auf in die alte Heimat, von der Großstadt aufs Land. Dort angekommen merkt sie schnell, dass ihre Großmutter “Kräutermischungen” verkauft – Gras mit besonderen Kräutern, das vor allem die Kreativität fördert. Die beiden freunden sich schnell an und es entsteht ein leichter, wunderbar geschriebener Sommerroman raus, den Robin wärmsten empfehlen kann.
Tim hat sich mal wieder einem Buch von Haruki Murakami gewidmet, nämlich der Liebesgeschichte “Naokos Lächeln”. In dem Buch geht es um Tōru, einen Studenten in den zwanzigern und den Bindungen und Beziehungen, die er mit verschiedenen Leuten hat. Zum einen die Titelgebende Naoko, die mit seinem besten Freund zusammen war, der bei einem Autounfall gestorben ist. Der Kontakt verlor sich nach dem Ereignis, bis sie sich eines Tages zufällig in Tokyo treffen und regelmäßig lange Spaziergänge unternehmen. Darüber hinaus geht es um eine Kommilitonin, mit er sich gut anfreundet, einem älteren Studenten, mit dem er öfter Mädchen aufreißen geht und vielen Personen mehr. Bei dem Buch werden viele Feinheiten in Murakami typischer Manier eingefangen und mit vielen Gesprächen zementiert. Seine elegante Schreibweise und die Charaktere machen das Buch zu mehr als einem einfachen Liebesroman, der allerdings durch die leider sehr seltsamen Sexszenen nicht gänzlich rund ist.
Den Abschluss macht Robin mit einem Buch, das in letzter Zeit für viel Aufsehen gesorgt hat: “GRM: Brainfuck” von Sibylle Berg. Das Buch handelt von vier Teenagern, die in einem dystopischen England in der nahen Zukunft leben. Rochdale ist ein Ort voller Armut, Elend und den Übersehenden der Gesellschaft. Dort aufzuwachsen ist kein Zuckerschlecken, denn für die Anwohner gibt es im Grunde keine Perspektive. Das Buch holt zu einem Rundumschlag aus, der jeden mitten ins Gesicht trifft. Es werden unter anderem Themen wie Privatsphäre, Überwachung, Neoliberalismus, Kapitalismus, Nationalismus, Sexismus, Xenophobie und toxische Männlichkeit auf eine so radikale und drastische Art und Weise behandelt, wie die beiden es in der Form selten sehen haben. Hinzu kommt der staccatoartige Stil, der die perfekte literarische Umsetzung von Grime ist und das Geschehen einmalig einfängt. Ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte.
Zum Schluss gibt es noch zwei Empfehlungen begleitend zum Buch. Eine nette Instagramerin hat eine Grime Spotify-Playlist erstellt, die Leuten einen guten Zugang und Überblick in die Szene gibt und den Stil wahrscheinlich etwas nachvollziehbarer macht.
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Titel: Großmutters Haus
Titel: Naokos Lächeln
Titel: GRM: Brainfuck
Der Beitrag Folge 62: No Risk, No Fun erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke5
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Allein zu zweit! Robin und Tim bestreiten nach längerer Zeit eine Folge ohne Mara oder Kayleigh, und haben einige neue Sachen im Gepäck. Zum einen gibt es jetzt einen Papierstau-Webshop, der euch mit allem möglichen Merch versorgt. Zum anderen gibt es ab jetzt auch eine Patreon-Seite, auf der man uns direkt unterstützen kann. Die Crew würde sich freuen!
Das erste Buch der Folge stellt Robin vor, der mit “Großmutters Haus” von Thomas Sautner eine kleine Perle für sich entdeckt hat. In dem Buch geht es um Malina, die eines Tages ein mysteriöses Päckchen voller Geld bekommt. Neben den Scheinen lag auch eine Notiz bei, durch die der Absender deutlich wird: ihre Großmutter, welche sie nie kennengelernt hat, da ihre Familie über sie den Mantel des Schweigens hüllte. Also heißt es, auf in die alte Heimat, von der Großstadt aufs Land. Dort angekommen merkt sie schnell, dass ihre Großmutter “Kräutermischungen” verkauft – Gras mit besonderen Kräutern, das vor allem die Kreativität fördert. Die beiden freunden sich schnell an und es entsteht ein leichter, wunderbar geschriebener Sommerroman raus, den Robin wärmsten empfehlen kann.
Tim hat sich mal wieder einem Buch von Haruki Murakami gewidmet, nämlich der Liebesgeschichte “Naokos Lächeln”. In dem Buch geht es um Tōru, einen Studenten in den zwanzigern und den Bindungen und Beziehungen, die er mit verschiedenen Leuten hat. Zum einen die Titelgebende Naoko, die mit seinem besten Freund zusammen war, der bei einem Autounfall gestorben ist. Der Kontakt verlor sich nach dem Ereignis, bis sie sich eines Tages zufällig in Tokyo treffen und regelmäßig lange Spaziergänge unternehmen. Darüber hinaus geht es um eine Kommilitonin, mit er sich gut anfreundet, einem älteren Studenten, mit dem er öfter Mädchen aufreißen geht und vielen Personen mehr. Bei dem Buch werden viele Feinheiten in Murakami typischer Manier eingefangen und mit vielen Gesprächen zementiert. Seine elegante Schreibweise und die Charaktere machen das Buch zu mehr als einem einfachen Liebesroman, der allerdings durch die leider sehr seltsamen Sexszenen nicht gänzlich rund ist.
Den Abschluss macht Robin mit einem Buch, das in letzter Zeit für viel Aufsehen gesorgt hat: “GRM: Brainfuck” von Sibylle Berg. Das Buch handelt von vier Teenagern, die in einem dystopischen England in der nahen Zukunft leben. Rochdale ist ein Ort voller Armut, Elend und den Übersehenden der Gesellschaft. Dort aufzuwachsen ist kein Zuckerschlecken, denn für die Anwohner gibt es im Grunde keine Perspektive. Das Buch holt zu einem Rundumschlag aus, der jeden mitten ins Gesicht trifft. Es werden unter anderem Themen wie Privatsphäre, Überwachung, Neoliberalismus, Kapitalismus, Nationalismus, Sexismus, Xenophobie und toxische Männlichkeit auf eine so radikale und drastische Art und Weise behandelt, wie die beiden es in der Form selten sehen haben. Hinzu kommt der staccatoartige Stil, der die perfekte literarische Umsetzung von Grime ist und das Geschehen einmalig einfängt. Ein Buch, dass jeder einmal gelesen haben sollte.
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