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Robin, Tim und Mara lassen sich nicht vom heißen Wetter beirren und haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über Bücher zu sprechen!
Den Anfang der Folge macht Mara mit “The Girl Before” von JP Delayne, dem ersten Psychothriller von Anthony Capella unter diesem Pseudonym. Die Protagonistin braucht nach einem Schicksalsschlag einen Neuanfang und nimmt die Chance war, als sie ein Angebot für ein modernes Haus in London bekommt. Sie lernt den Besitzer und Architekten kennen, der sich scheinbar zu ihr hingezogen fühlt. Sie findet allerdings schnell etwas über ihre Vorbesitzerin raus, die in dem Haus verstorben ist und erstaunliche Ähnlichkeit mit ihr selber hat. Daraus entwickelt sich ein spannender und unkonventioneller Thriller, den Mara nur wärmstens empfehlen kann.
Robin stellt “Die Nickel Boys” von Colson Whitehead vor, der für sein vorheriges Werk “Underground Railroad” 2017 den Pulitzer-Preis erhalten hat. Das Buch beginnt mit einer archäologischen Untersuchung in Florida, bei der viele menschliche Überreste entdeckt wurden. Die Untersuchung ergab, dass auf dem Gelände eine Besserungsanstalt war, in der jugendliche unter menschenunwürdigen Umständen festgehalten und misshandelt wurden. Mit Rückblenden erzählt das Buch die Geschichte zweier Jungen, die aus Versehen in die Fänge der Justiz der 60er Jahre geraten, als die Bürgerrechtsbewegung gerade ihre Anfänge nahm und Afro-Amerikaner immer noch nicht in der Gesellschaft akzeptiert wurden. Das Buch schildert eindringliche Ereignisse und schafft es, die niederschmetternde Erfahrung von Alltagsrassismus zu der Zeit nahe zu bringen. Auch wenn es ein paar erzählerische Makel hat, kann Robin das Buch durchaus empfehlen.
Tim stellt “Die letzten Tage des Patriarchats” von Margarete Stokowski vor, das knapp 70 Essays und Kolumnen aus den Jahren 2011-2018 sammelt. Dabei ist das Buch nicht nur eine einfache Sammlung, sondern umfangreich kommentiert und bearbeitet. Mit einem brillanten Stil beschreibt Stokowski ihre Sicht der Dinge. Dabei geht es zum Großteil (aber nicht ausschließlich) um Feminismus, und sie schafft mit jeder Kolumne neue Denkansätze, eine andere Perspektive und trägt für Tim viel zum öffentlichen Diskurs verschiedenster Themen bei. Eine unbedingte Empfehlung!
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Titel: The Girl Before
Titel: Die Nickel Boys
Titel: Die letzten Tage des Patriarchats
Der Beitrag Folge 64: Ambivalenz erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke5
11 ratings
Robin, Tim und Mara lassen sich nicht vom heißen Wetter beirren und haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über Bücher zu sprechen!
Den Anfang der Folge macht Mara mit “The Girl Before” von JP Delayne, dem ersten Psychothriller von Anthony Capella unter diesem Pseudonym. Die Protagonistin braucht nach einem Schicksalsschlag einen Neuanfang und nimmt die Chance war, als sie ein Angebot für ein modernes Haus in London bekommt. Sie lernt den Besitzer und Architekten kennen, der sich scheinbar zu ihr hingezogen fühlt. Sie findet allerdings schnell etwas über ihre Vorbesitzerin raus, die in dem Haus verstorben ist und erstaunliche Ähnlichkeit mit ihr selber hat. Daraus entwickelt sich ein spannender und unkonventioneller Thriller, den Mara nur wärmstens empfehlen kann.
Robin stellt “Die Nickel Boys” von Colson Whitehead vor, der für sein vorheriges Werk “Underground Railroad” 2017 den Pulitzer-Preis erhalten hat. Das Buch beginnt mit einer archäologischen Untersuchung in Florida, bei der viele menschliche Überreste entdeckt wurden. Die Untersuchung ergab, dass auf dem Gelände eine Besserungsanstalt war, in der jugendliche unter menschenunwürdigen Umständen festgehalten und misshandelt wurden. Mit Rückblenden erzählt das Buch die Geschichte zweier Jungen, die aus Versehen in die Fänge der Justiz der 60er Jahre geraten, als die Bürgerrechtsbewegung gerade ihre Anfänge nahm und Afro-Amerikaner immer noch nicht in der Gesellschaft akzeptiert wurden. Das Buch schildert eindringliche Ereignisse und schafft es, die niederschmetternde Erfahrung von Alltagsrassismus zu der Zeit nahe zu bringen. Auch wenn es ein paar erzählerische Makel hat, kann Robin das Buch durchaus empfehlen.
Tim stellt “Die letzten Tage des Patriarchats” von Margarete Stokowski vor, das knapp 70 Essays und Kolumnen aus den Jahren 2011-2018 sammelt. Dabei ist das Buch nicht nur eine einfache Sammlung, sondern umfangreich kommentiert und bearbeitet. Mit einem brillanten Stil beschreibt Stokowski ihre Sicht der Dinge. Dabei geht es zum Großteil (aber nicht ausschließlich) um Feminismus, und sie schafft mit jeder Kolumne neue Denkansätze, eine andere Perspektive und trägt für Tim viel zum öffentlichen Diskurs verschiedenster Themen bei. Eine unbedingte Empfehlung!
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