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Robin, Tim und Kayleigh haben sich mal wieder zusammengesetzt, um wieder über drei – mehr oder weniger – frische Bücher zu sprechen. Dabei sind sie deutlich positiv gestimmter als in der letzten Folge.
Den Anfang macht Kay, die sich mit “Die Zeitmaschine” von H.G. Wells einen der wohl größten Klassiker der Science-Fiction-Literatur vorgenommen hat, dem ersten Roman, in dem mittels der titelgebenden Zeitmaschine in die Zukunft gereist wird. Der Namenlose Protagonist erfindet Ende des 19. Jahrhunderts eine Apparatur, mit deren Hilfe er die 4. Dimension, also die Zeit, manipulieren und sich in ihr fortbewegen kann. Die Idee stellt er einem ausgewählten Kreis an Menschen vor, denen er die Sache auch gleich vorführt. Er reist knapp 800.000 Jahre in die Zukunft, und auf der Erde leben noch zwei Arten: Die menschenähnlichen Eloi hausen über der Erde in Wohlstand und Reichtum, während die Morlocks unter der Erde für sie schuften müssen. Das Ganze entwickelt sich zu einer Gesellschaftsparabel, die sich bis heute gut lesen lässt nicht nur aus Recherchezwecken einen Blick wert ist, sondern hält dem Zahn der – entschuldigt – Zeit stand.
Robin widmet sich dem Debütroman einem seiner Lieblingsautoren, “Fleisch ist mein Gemüse” von Heinz Strunk. Das Buch schildert die späte Jugend bzw. das frühe Erwachsenenleben von Heinz Strunk, der in Hamburg Harburg aufgewachsen ist. Durch seine Mutter hatte er eine frühe musikalische Erziehung, bevor sie schwere Depressionen bekommen hat. Er litt selber an einer starken Akne und ebenfalls Depressionen, während er sich der Tanzband “Tiffanies” anschloss, die vornehmlich auf Hochzeiten, Schützenfesten oder sonstigen Veranstaltungen dieser Art gebucht wurden. Mit seiner präzisen Beobachtungsgabe und schonungsloser Ehrlichkeit liefert er einen tiefen und gleichzeitig unglaublich lustigen Einblick in seine Jugend.
Tim stellt das neueste Buch von Ferdinand von Schirach “Kaffee und Zigaretten” vor, welches ebenfalls autobiografische Texte versammelt. Dabei handelt es sich, im Gegensatz zu Strunk’s Buch, aber nicht um einen Roman, sondern um eine Sammlung verschiedener Textsorten, die alle nicht miteinander zusammenhängen. Kurze Erzählungen aus seiner Internatszeit treffen auf essayartige Abhandlungen verschiedenster Themen, juristische Beobachtungen und seine Sicht auf unterschiedlichste Dinge. Dabei ist allen ein präziser, schnörkelloser Schreibstil inne, der sich außergewöhnlich fließend lesen lässt.
Nächste Woche gibt es ein Nachtgeflüster, bevor euch ein kleines Special zu einem Autor erwartet, der bereits Thema im Podcast war. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr, bis dahin – lest was Gutes!
Abonnieren: Spotify | iTunes | Android | RSS
Titel: Die Zeitmaschine
Titel: Fleisch ist mein Gemüse
Titel: Kaffee und Zigaretten
Der Beitrag Folge 67: harter Tobak erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke5
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Robin, Tim und Kayleigh haben sich mal wieder zusammengesetzt, um wieder über drei – mehr oder weniger – frische Bücher zu sprechen. Dabei sind sie deutlich positiv gestimmter als in der letzten Folge.
Den Anfang macht Kay, die sich mit “Die Zeitmaschine” von H.G. Wells einen der wohl größten Klassiker der Science-Fiction-Literatur vorgenommen hat, dem ersten Roman, in dem mittels der titelgebenden Zeitmaschine in die Zukunft gereist wird. Der Namenlose Protagonist erfindet Ende des 19. Jahrhunderts eine Apparatur, mit deren Hilfe er die 4. Dimension, also die Zeit, manipulieren und sich in ihr fortbewegen kann. Die Idee stellt er einem ausgewählten Kreis an Menschen vor, denen er die Sache auch gleich vorführt. Er reist knapp 800.000 Jahre in die Zukunft, und auf der Erde leben noch zwei Arten: Die menschenähnlichen Eloi hausen über der Erde in Wohlstand und Reichtum, während die Morlocks unter der Erde für sie schuften müssen. Das Ganze entwickelt sich zu einer Gesellschaftsparabel, die sich bis heute gut lesen lässt nicht nur aus Recherchezwecken einen Blick wert ist, sondern hält dem Zahn der – entschuldigt – Zeit stand.
Robin widmet sich dem Debütroman einem seiner Lieblingsautoren, “Fleisch ist mein Gemüse” von Heinz Strunk. Das Buch schildert die späte Jugend bzw. das frühe Erwachsenenleben von Heinz Strunk, der in Hamburg Harburg aufgewachsen ist. Durch seine Mutter hatte er eine frühe musikalische Erziehung, bevor sie schwere Depressionen bekommen hat. Er litt selber an einer starken Akne und ebenfalls Depressionen, während er sich der Tanzband “Tiffanies” anschloss, die vornehmlich auf Hochzeiten, Schützenfesten oder sonstigen Veranstaltungen dieser Art gebucht wurden. Mit seiner präzisen Beobachtungsgabe und schonungsloser Ehrlichkeit liefert er einen tiefen und gleichzeitig unglaublich lustigen Einblick in seine Jugend.
Tim stellt das neueste Buch von Ferdinand von Schirach “Kaffee und Zigaretten” vor, welches ebenfalls autobiografische Texte versammelt. Dabei handelt es sich, im Gegensatz zu Strunk’s Buch, aber nicht um einen Roman, sondern um eine Sammlung verschiedener Textsorten, die alle nicht miteinander zusammenhängen. Kurze Erzählungen aus seiner Internatszeit treffen auf essayartige Abhandlungen verschiedenster Themen, juristische Beobachtungen und seine Sicht auf unterschiedlichste Dinge. Dabei ist allen ein präziser, schnörkelloser Schreibstil inne, der sich außergewöhnlich fließend lesen lässt.
Nächste Woche gibt es ein Nachtgeflüster, bevor euch ein kleines Special zu einem Autor erwartet, der bereits Thema im Podcast war. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr, bis dahin – lest was Gutes!
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Titel: Die Zeitmaschine
Titel: Fleisch ist mein Gemüse
Titel: Kaffee und Zigaretten
Der Beitrag Folge 67: harter Tobak erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

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