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Robin, Tim und Mara haben sich, nachdem es eine ganze Reihe von Specials gab (und noch geben wird), mal wieder zu einer normalen Folge zusammengesetzt, um über drei Bücher zu sprechen.
So ist das erste Buch der Folge auch gleichzeitig der erste Roman: “Dschungel” von Friedemann Karig. In seinem Debüt geht es um einen namenlosen Erzähler, der auf der Suche nach Felix, seinem besten Freund ist. Dieser ist in Kambodscha verschollen, und nachdem die Polizei nichts zu machen scheint, bittet dessen Mutter nun den Erzähler darum, ihm nachzureisen und zu suchen. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit und in Rückblenden werden Ereignisse aus ihrer Kindheit und Jugend geschildert. Für ein Erstlingswerk schafft Karig einen bereits ausgeschliffenen, wiedererkennbaren Stil an den Tag zu legen, der einen Flow erzeugt, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Die kleineren Längen im Mittelteil sind dank des guten Anfangs und der hervorragenden Auflösung verzeihbar, was es insgesamt zu einem der besten Debütromane des Jahres macht.
Beim nächsten Buch handelt es sich um das erste Buch von Friedemann Karig, der mit “Wie wir lieben: Das Ende der Monogamie” ein Sachbuch über Polygamie und Polyamorie geschrieben hat. Dabei beschreibt er zum einen die gesellschaftliche Tragweite, die historische Entwicklung und Stigmata und Vorurteile gegen Menschen in offenen Beziehungen. Zum anderen führt er Interviews mit mehreren Paaren, die in einer polyamoren Beziehung leben, wobei ein möglichst breites Spektrum genommen wurde. Einige Paare haben Kinder, bei einigen funktioniert es gut, bei einigen wiederum nicht. Das Buch zeichnet einen breiten Schnitt, zweifelt das aktuell vorherrschende Beziehungsmodell an und bietet gleichzeitig eine tiefe Betrachtung zwischenmenschlicher Beziehungen, die sich sehen lassen kann. Ein beeindruckendes Erstlingswerk.
Den Abschluss und den größten Teil der Folge bildet “Untenrum frei” von Margarete Stokowski. Nachdem bereits ihre Kolumnen- und Essaysammlung “Die letzten Tage des Patriarchats” Thema im Podcast war, befassen sich die drei nun mit ihrem ersten Buch. Darin beschreibt sie, anhand ihrer eigenen Geschichte von der Kindheit bis heute, gesellschaftliche Missstände, Gleichberechtigung, Feminismus und vieles mehr. Mit ihrem brillanten, pointierten Stil gelingt es ihr, sich selbst und sein Handeln zu hinterfragen, ohne dabei mit gebieterisch zu wirken oder den erhobenen Zeigefinger zu zeigen. Ein Buch, dass jeder und jede gelesen haben sollte.
Das war’s mit dieser Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes!
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Titel: Dschungel
Titel: Wie wir lieben: Vom Ende der Monogamie
Titel: Untenrum frei
Der Beitrag Folge 68: Poesie des ‚F**k you!‘ erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke5
11 ratings
Robin, Tim und Mara haben sich, nachdem es eine ganze Reihe von Specials gab (und noch geben wird), mal wieder zu einer normalen Folge zusammengesetzt, um über drei Bücher zu sprechen.
So ist das erste Buch der Folge auch gleichzeitig der erste Roman: “Dschungel” von Friedemann Karig. In seinem Debüt geht es um einen namenlosen Erzähler, der auf der Suche nach Felix, seinem besten Freund ist. Dieser ist in Kambodscha verschollen, und nachdem die Polizei nichts zu machen scheint, bittet dessen Mutter nun den Erzähler darum, ihm nachzureisen und zu suchen. Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit und in Rückblenden werden Ereignisse aus ihrer Kindheit und Jugend geschildert. Für ein Erstlingswerk schafft Karig einen bereits ausgeschliffenen, wiedererkennbaren Stil an den Tag zu legen, der einen Flow erzeugt, dass man förmlich durch die Seiten fliegt. Die kleineren Längen im Mittelteil sind dank des guten Anfangs und der hervorragenden Auflösung verzeihbar, was es insgesamt zu einem der besten Debütromane des Jahres macht.
Beim nächsten Buch handelt es sich um das erste Buch von Friedemann Karig, der mit “Wie wir lieben: Das Ende der Monogamie” ein Sachbuch über Polygamie und Polyamorie geschrieben hat. Dabei beschreibt er zum einen die gesellschaftliche Tragweite, die historische Entwicklung und Stigmata und Vorurteile gegen Menschen in offenen Beziehungen. Zum anderen führt er Interviews mit mehreren Paaren, die in einer polyamoren Beziehung leben, wobei ein möglichst breites Spektrum genommen wurde. Einige Paare haben Kinder, bei einigen funktioniert es gut, bei einigen wiederum nicht. Das Buch zeichnet einen breiten Schnitt, zweifelt das aktuell vorherrschende Beziehungsmodell an und bietet gleichzeitig eine tiefe Betrachtung zwischenmenschlicher Beziehungen, die sich sehen lassen kann. Ein beeindruckendes Erstlingswerk.
Den Abschluss und den größten Teil der Folge bildet “Untenrum frei” von Margarete Stokowski. Nachdem bereits ihre Kolumnen- und Essaysammlung “Die letzten Tage des Patriarchats” Thema im Podcast war, befassen sich die drei nun mit ihrem ersten Buch. Darin beschreibt sie, anhand ihrer eigenen Geschichte von der Kindheit bis heute, gesellschaftliche Missstände, Gleichberechtigung, Feminismus und vieles mehr. Mit ihrem brillanten, pointierten Stil gelingt es ihr, sich selbst und sein Handeln zu hinterfragen, ohne dabei mit gebieterisch zu wirken oder den erhobenen Zeigefinger zu zeigen. Ein Buch, dass jeder und jede gelesen haben sollte.
Das war’s mit dieser Folge, bis zum nächsten Mal – lest was Gutes!
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Titel: Dschungel
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