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Robin, Tim und Meike haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über drei neue Bücher zu sprechen! Ein letztes Mal geht es dabei um Kandidaten für den diesjährigen deutschen Buchpreis.
Den Anfang macht Tim mit „Das flüssige Land“ von Raphaela Edelbauer, welches sogar auf der Shortlist des Buchpreises steht. Die Protagonistin ist eine theoretische Physikerin, deren Eltern zu Beginn durch einen Autounfall sterben. Sie versucht, deren Heimatort Groß-Einland ausfindig zu machen, um sie dort zu begraben, was sich allerdings als schwierig herausstellt. Sie schafft es trotz dessen in die Stadt, in der viele Dinge anders laufen. Das Buch verbindet eine kafkaeske Narrative mit einer von Symbolen und Metaphern durchströmte Handlung, die das Buch zu einem von Tims bisherigen Highlights des Jahres werden lässt.
Meike macht weiter mit einem der wohl ungewöhnlichsten Bücher auf der Shortlist, „Nicht wie ihr“ von Tonio Schachinger. In seinem Debütroman dreht sich das Geschehen um einen Fußballer, der klischeebehafteter nicht sein könnte: er ist stinkreich, hat ein gigantisches Haus und Autos. Als jedoch seine Jugendliebe erneut in sein Leben tritt, ändern sich viele Sachen. Allem voran der Erzählstil mit seinen absurden Metaphern und seltsamen Einblicken in die Gedankenwelt des Protagonisten machen das Buch zu etwas besonderem, selbst wenn man mit der Fußballthematik ansonsten wenig am Hut hat.
Zum Schluss stellt Robin ein Buch vor, dass es nicht auf die Shortlist geschafft hat, dafür aber nicht weniger lesenswert ist: „Mobbing Dick“ von Tom Zürcher. Es geht um Dick, der bei seinen Eltern lebt und stets unter dem Druck von hohen Erwartungen steht; vor allem auch durch sein Jurastudium. Um dem zu entkommen, fängt er bei der Schweizer Bankanstalt an – was jedoch (surprise, surprise) wenig ändert. Aus Verzweiflung entwickelt er ein Alter Ego, den titelgebenden Mobbing Dick, um sich an seinen Peinigern zu rächen. Das Buch ist ungewöhnlich und hat einen bitterbösen Humor, der sich langsam zu einer Abwärtsspirale der menschlichen Psyche entwickelt.
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Titel: Das flüssige Land
Titel: Nicht wie ihr
Titel: Mobbing Dick
Der Beitrag Folge 75: Kafkanismus erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke5
11 ratings
Robin, Tim und Meike haben sich mal wieder zusammengesetzt, um über drei neue Bücher zu sprechen! Ein letztes Mal geht es dabei um Kandidaten für den diesjährigen deutschen Buchpreis.
Den Anfang macht Tim mit „Das flüssige Land“ von Raphaela Edelbauer, welches sogar auf der Shortlist des Buchpreises steht. Die Protagonistin ist eine theoretische Physikerin, deren Eltern zu Beginn durch einen Autounfall sterben. Sie versucht, deren Heimatort Groß-Einland ausfindig zu machen, um sie dort zu begraben, was sich allerdings als schwierig herausstellt. Sie schafft es trotz dessen in die Stadt, in der viele Dinge anders laufen. Das Buch verbindet eine kafkaeske Narrative mit einer von Symbolen und Metaphern durchströmte Handlung, die das Buch zu einem von Tims bisherigen Highlights des Jahres werden lässt.
Meike macht weiter mit einem der wohl ungewöhnlichsten Bücher auf der Shortlist, „Nicht wie ihr“ von Tonio Schachinger. In seinem Debütroman dreht sich das Geschehen um einen Fußballer, der klischeebehafteter nicht sein könnte: er ist stinkreich, hat ein gigantisches Haus und Autos. Als jedoch seine Jugendliebe erneut in sein Leben tritt, ändern sich viele Sachen. Allem voran der Erzählstil mit seinen absurden Metaphern und seltsamen Einblicken in die Gedankenwelt des Protagonisten machen das Buch zu etwas besonderem, selbst wenn man mit der Fußballthematik ansonsten wenig am Hut hat.
Zum Schluss stellt Robin ein Buch vor, dass es nicht auf die Shortlist geschafft hat, dafür aber nicht weniger lesenswert ist: „Mobbing Dick“ von Tom Zürcher. Es geht um Dick, der bei seinen Eltern lebt und stets unter dem Druck von hohen Erwartungen steht; vor allem auch durch sein Jurastudium. Um dem zu entkommen, fängt er bei der Schweizer Bankanstalt an – was jedoch (surprise, surprise) wenig ändert. Aus Verzweiflung entwickelt er ein Alter Ego, den titelgebenden Mobbing Dick, um sich an seinen Peinigern zu rächen. Das Buch ist ungewöhnlich und hat einen bitterbösen Humor, der sich langsam zu einer Abwärtsspirale der menschlichen Psyche entwickelt.
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