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Nach längerer Abwesenheit ist Tim mal wieder mit dabei, und gemeinsam mit Mara und Robin gibt es wieder drei neue Bücher!
Den Anfang macht Mara mit “Thalamus” von Ursula Poznanski. Das Buch handelt von einem Jungen, der in ein Krankenhaus eingeliefert wird, weil er sich nach einem Motorradunfall nicht mehr wirklich bewegen und artikulieren kann. Nichts desto trotz bekommt er alles um sich herum mit und beobachtet seine Umgebung genau. Sein Bettnachbar, der sich in der gesamten Zeit, in der er da ist, nicht bewegt hat und ein schwerer Pflegefall ist, scheint nachts sein Bett zu verlassen. Er bekommt langsam mit, dass er nicht der einzige ist, der das macht, und dass in der Klinik einige andere merkwürdige Sachen vorfallen. Mara fand das Buch spannend geschrieben, hatte Spaß beim miträtseln und hatte Gefallen an der Unvorhersehbarkeit.
Tim macht weiter mit dem Debütroman von Kat Kaufmann, “Superposition”. Das Buch handelt von Izy Lewin, eine Musikerin in ihren zwanzigern, die sich in ihrem Leben verloren und unzugehörig fühlt. Als sie ein Kind war, sind ihre Eltern von Russland nach Deutschland geflüchtet, und seitdem fühlt sie sich drei Seiten gleichzeitig zugehörig: deutsch, russisch und jüdisch. Das Buch verpackt diese Gefühle vor allem in Wut und Liebe, die rauschartig beschrieben werden. Vor allem stilistisch ist Kaufmanns Debüt herausragend und packend, und einen Blick alle Male wert.
Robin macht den Abschluss mit “Die Farbe von Milch” von Nell Leyshon, das von Wibke Kuhn übersetzt wurde. Das Buch dreht sich um Mary, die auf dem Bauernhof ihrer Eltern bereits von Anfang an schwer arbeiten muss. Von den beiden bekommt sie wenig Zuneigung. Das ändert sich jedoch, als sie anfängt, bei einem Pfarrer zu arbeiten, dessen Frau sie pflegen soll. Dort wird ihr das erste Mal richtig Aufmerksamkeit geschenkt und ernsthaft mit ihr gesprochen, was sie erst skeptisch werden lässt. Das Buch schafft es, durch kurze Dialoge und kleine Gesten viel über die Charaktere zu sagen und ist stilistisch wie inhaltlich sehr zu empfehlen.
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Titel: Thalamus
Titel: Superposition
Titel: Die Farbe von Milch
Der Beitrag Folge 78: Wind of Change erschien zuerst auf Papierstau Podcast.
By Robin Schneevogt, Meike Stein, Anika Falke5
11 ratings
Nach längerer Abwesenheit ist Tim mal wieder mit dabei, und gemeinsam mit Mara und Robin gibt es wieder drei neue Bücher!
Den Anfang macht Mara mit “Thalamus” von Ursula Poznanski. Das Buch handelt von einem Jungen, der in ein Krankenhaus eingeliefert wird, weil er sich nach einem Motorradunfall nicht mehr wirklich bewegen und artikulieren kann. Nichts desto trotz bekommt er alles um sich herum mit und beobachtet seine Umgebung genau. Sein Bettnachbar, der sich in der gesamten Zeit, in der er da ist, nicht bewegt hat und ein schwerer Pflegefall ist, scheint nachts sein Bett zu verlassen. Er bekommt langsam mit, dass er nicht der einzige ist, der das macht, und dass in der Klinik einige andere merkwürdige Sachen vorfallen. Mara fand das Buch spannend geschrieben, hatte Spaß beim miträtseln und hatte Gefallen an der Unvorhersehbarkeit.
Tim macht weiter mit dem Debütroman von Kat Kaufmann, “Superposition”. Das Buch handelt von Izy Lewin, eine Musikerin in ihren zwanzigern, die sich in ihrem Leben verloren und unzugehörig fühlt. Als sie ein Kind war, sind ihre Eltern von Russland nach Deutschland geflüchtet, und seitdem fühlt sie sich drei Seiten gleichzeitig zugehörig: deutsch, russisch und jüdisch. Das Buch verpackt diese Gefühle vor allem in Wut und Liebe, die rauschartig beschrieben werden. Vor allem stilistisch ist Kaufmanns Debüt herausragend und packend, und einen Blick alle Male wert.
Robin macht den Abschluss mit “Die Farbe von Milch” von Nell Leyshon, das von Wibke Kuhn übersetzt wurde. Das Buch dreht sich um Mary, die auf dem Bauernhof ihrer Eltern bereits von Anfang an schwer arbeiten muss. Von den beiden bekommt sie wenig Zuneigung. Das ändert sich jedoch, als sie anfängt, bei einem Pfarrer zu arbeiten, dessen Frau sie pflegen soll. Dort wird ihr das erste Mal richtig Aufmerksamkeit geschenkt und ernsthaft mit ihr gesprochen, was sie erst skeptisch werden lässt. Das Buch schafft es, durch kurze Dialoge und kleine Gesten viel über die Charaktere zu sagen und ist stilistisch wie inhaltlich sehr zu empfehlen.
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Der Beitrag Folge 78: Wind of Change erschien zuerst auf Papierstau Podcast.

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