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Die Wahl in Ungarn
Am 12.04.2026 wurde in Ungarn ein neues Parlament gewählt. Die oppositionelle Tisztelet és Szabadság Párt (TISZA) um ihren Vorsitzenden und Spitzenkandidaten Péter Magyar setzte sich deutlich gegen die seit 16 Jahren regierende Fidesz-Partei von Ministerpräsident Viktor Orbán durch und gewann eine parlamentarische Zweidrittelmehrheit.
Auf Budapests Straßen waren die Freude und Euphorie groß, doch als diese abflachte, folgte die Unsicherheit: Was genau bedeutet es für Ungarn, nach 16 Jahren nicht mehr unter Orbáns Regime zu stehen? Kann und wird Magyar seine Versprechen halten? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen nun die Menschen, nicht nur in Ungarn, sondern auch hier in Österreich.
Expert*innengespräch
Aus diesem Grund fand am 14. April 2026 in Wien ein politikwissenschaftliches Expert*innengespäch zu den Parlamentswahlen in Ungarn statt. Veranstalter war das Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Im Zentrum standen aktuelle Entwicklungen rund um die Demokratie, die Parteienlandschaft und die Frage, was das Wahlergebnis bedeuten kann.
Als Expert*innen sprachen Béla Greskovits und Eszter Kováts. Béla Greskovits ist Professor an der Central European University sowie an der Hungarian University und forscht zu politischer Ökonomie, Demokratisierungsprozessen und postsozialistischen Entwicklungen in Ostmitteleuropa. Seine Arbeiten analysieren insbesondere die strukturellen Grundlagen illiberaler Systeme. Eszter Kováts ist Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien. Ihre Schwerpunkte liegen auf Genderpolitik, feministischer Theorie sowie rechtspopulistischen und anti-liberalen Bewegungen in Europa, insbesondere in Ungarn. Die Moderation übernahm Ulrich Brand.
Béla Greskovits gab einen Einblick darin, wie das letzte Jahrzehnt unter und mit Orbán gestaltet war. Er behandelt die beiden Punkte, wie sich das Regime so lange halten konnte und wie es dann zur Krise kam. Eszter Kováts stellte in ihrem Impulsvortrag dar, was von 2024 bis zur Wahl passiert ist, welche Gründe Péter Magyar so erfolgreich machten und wie das Parlament nun zusammengesetzt ist.
Beitragsbild: Richard Stachmann @unsplash
Anti-Rassimus Messe
Mitte März fanden die dritten Österreichischen Tage gegen Rassismus statt. Das Auftaktevent war die Anti-Rassismus-Messe. Im heutigen Frozine hören Sie die Eröffnungsrede von Vina Yun sowie kurze Interviews mit den Organisationen vor Ort.
Einer der Vereine, mit denen wir sprachen, war ZARA, die Beratungsstelle für Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, insbesondere im Netz. Wir heben ZARA heute besonders hervor, da jenen Anfang April die Nachricht erreicht hat, dass die Förderung für das Jahr 2026 aufgrund von „Sparmaßnahmen“ vollständig gestrichen wurde. Die Entscheidung wurde unter der Verantwortung der Bundesministerin Claudia Bauer (ÖVP) getroffen. Diese Streichung bedroht den Verein akut, denn ohne rasche Finanzierung droht das vollständige Aus bereits im Juni. Zara ist die Beratungsstelle, die in Österreich allen Betroffenen von Hass im Netz kostenlos und niederschwellig offensteht. Aufgrund der Sparmaßnahmen ist das Beratungsangebot bereits jetzt massiv eingeschränkt. Neue Fälle werden zwar weiterhin dokumentiert, jedoch können für diese keine Beratungsleistungen angeboten werden.
Armutskonferenz
Die Armutskonferenz findet dieses Jahr vom 27.-29. April in St. Virgil bei Salzburg statt. Das Thema lautet „Selber Schuld! – Armut und die Leistungslüge“. Bei der Pressekonferenz, die am 14.April stattgefunden hat, haben Martin Schenk, Mitbegründer der Armutskonferenz, Franziska Disslbacher, Assistenzprofessorin am Institut für Sozialökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien, und Doris Pettighofer aus dem Koordinationsteam der Armutskonferenz bereits im Vorfeld dargestellt, wie das aktuelle Sparpaket die Ärmsten belastet und welche Maßnahmen möglich sind, die nicht auf dem Rücken der Ärmsten ausgetragen werden.
In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über die sportlichen Vereinstätigkeiten der Queeren Community in Linz.
In den letzten Jahren ist es in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu spürbaren Verbesserungen für trans und nicht-binäre Personen gekommen. So erkennen inzwischen Österreich und viele andere Staaten in Europa neben männlich und weiblich auch andere Geschlechtseinträge an, und auch All-Gender-WCs sind an einigen Orten des öffentlichen Lebens zu finden. Im Sport jedoch ist der Umgang mit Geschlechtervielfalt nach wie vor ein umkämpftes Terrain. Selbst im Universitäts- und Breitensport bleiben die Normen der Zweigeschlechtlichkeit und Geschlechterstereotypen häufig unhinterfragt und werden so (un)bewusst reproduziert. Wie kann es vor diesem Hintergrund gelingen, eine sichere und wertschätzende sportliche Betätigung für Menschen aller Geschlechter zu ermöglichen?
Sie hören wie sich Sportverein in Linz darum bemühren die Geschlechtervielfalt hoch zu halten und wie divers die Community diesbezüglich ist.
Geschlechtervielfalt im Universitäts- und Breitensport
In den letzten Jahren ist es in vielen gesellschaftlichen Bereichen zu spürbaren Verbesserungen für trans und nicht-binäre Personen gekommen. So erkennen inzwischen Österreich und viele andere Staaten in Europa neben männlich und weiblich auch andere Geschlechtseinträge an, und auch All-Gender-WCs sind an einigen Orten des öffentlichen Lebens zu finden. Im Sport jedoch ist der Umgang mit Geschlechtervielfalt nach wie vor ein umkämpftes Terrain. Selbst im Universitäts- und Breitensport bleiben die Normen der Zweigeschlechtlichkeit und Geschlechterstereotypen häufig unhinterfragt und werden so (un)bewusst reproduziert.
Wie kann es vor diesem Hintergrund gelingen, eine sichere und wertschätzende sportliche Betätigung für Menschen aller Geschlechter zu ermöglichen? Diese Veranstaltung widmet sich diesem Thema, ausgehend von einem Fachvortrag von Jannis Ruhnau (er/ihm) von der Universität Bielefeld mit dem Titel „Bodyshaping, Self-Care und Empowerment – trans, nicht-binäre und genderqueere Perspektiven im Kraftsport“, welcher die Herausforderungen im Zusammenhang mit und die Bedeutsamkeit von sportlicher Betätigung für trans und nicht-binäre Personen am Beispiel des Kraftsports wissenschaftlich einordnet und beleuchtet. Auf Basis dieses Vortrags und der anschließenden Podiumsdiskussion mit Expert*innen und einem Rahmenprogramm gehen wir der Frage nach, was Universitäten, Sportverbände und -vereine tun können, um trans und nicht-binäre Personen sportliche Teilhabe zu ermöglichen und welchen Beitrag dies zur Lebensqualität dieser Personen leisten kann.
Welt-Autismus -Tag
Anlässlich des Welt-Autismus Tages war am 08.04.2026 im Alten Rathaus in Linz ein Aktionstag mit dem Fokus auf „Autismus und Lernen“.
Vor Ort waren zehn soziale Organisationen, die Menschen mit Autismus in Oberösterreich begleiten. Sie zeigen auf, welche Herausforderungen Betroffenen und deren Angehörigen bewältigen müssen und wie sie für Verbesserungen der alltäglichen Bedingungen für Menschen im Autismus-Spektrum eintreten. Außerdem war Primar Dr. Johannes Hofer, Vorstand des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie der Barmherzigen Brüder Linz, für einen Impulsvortrag anwesend. Anschließend sprachen drei Autist*innen über ihre Erfahrungen mit Autismus und Lernen.
Autismus und Lernen ist deshalb ein so wichtiges Feld, da Lernen für Menschen im Autismus-Spektrum oftmals kein selbstverständlicher, reibungsloser Prozess ist. Denn der Lernerfolg ist stark an die Rahmenbedingungen gekoppelt. Autist*innen reagieren meist anders auf eine hohe Reizdichte und soziale Erwartungen. Umso bedeutender ist es, dass das Licht auf neurodiverses Lernen gelenkt wird, um neue Perspektiven und Lösungsstrategien zu eröffnen. Denn damit das Lernen zu einem erfolgreichen und geliebten Prozess werden kann, müssen unterschiedliche Zugänge anerkannt, und individuelle Unterstützung gewährleistet werden.
Am 12.04.2026 wird in Ungarn ein neues Parlament gewählt und zum ersten Mal seit 16 Jahren besteht die Möglichkeit, dass die Partei Viktor Orbáns verlieren könnte. Derzeit liegt Péter Magyar von der Oppositionspartei Tisza vorne. Doch falls es tatsächlich zu einem Regierungswechsel kommen sollte, bedeutet das noch nicht, dass sich auch das politische System ändert, denn jenes hat Orbán während seiner Regierungsjahre stark verankert.
Im Mediengespräch von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz sprach Péter Techet, Jurist und Historiker sowie wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa, darüber was ein illiberaler Staat eigentlich ist und skizziert vier mögliche Szenarien für Ungarn, abhängig von unterschiedlichen Wahlausgängen.
Studierende, Schüler:innen, Mitarbeitende der JKU, Alumni und interessierte Gäste konnten am 11. März von 10 – 15 Uhr Organisationen kennenlernen, die vielfältige Möglichkeiten zum freiwilligen Engagement boten. Ein spannendes Rahmenprogramm mit vielfältigen Informations- und Interaktionsmöglichkeiten rundete die Messe ab.
Das freiwillige Engagement junger Menschen ist ein wichtiger Beitrag für unsere Gesellschaft. In Österreich engagieren sich etwa 49 Prozent der Bevölkerung, darunter fast die Hälfte der 15- bis 29-Jährigen. Sie bringen frische Ideen ein und leisten ihren Beitrag, die Welt ein Stück besser zu machen. Durch ihre sozialen Netzwerke helfen sie Organisationen neue Zielgruppen zu erreichen und bekannter zu werden. Mit ihrem Einsatz entwickeln sie sich zu wertvollen Unterstützer:innen und Botschafter:innen, die langfristig verbunden bleiben und den Erfolg einer Organisation mitgestalten. Dieses Engagement stärkt das Image und sichert die Zukunftsfähigkeit der Organisation.
Die Veranstaltung schaffte eine Plattform, um Projekte sichtbarer zu machen, Kontakte zu knüpfen und Einblicke in die Welt des freiwilligen Engagements zu gewinnen.
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