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By Marina WetzlmaierSociety & Culture
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FROzine episodes

  • Armut, Wohnungslosigkeit, Obdachlosigkeit

    In dieser FROzine-Ausgabe erfahren Sie von der Lebenswelt von wohnungslosen Personen und Menschen in Armut – und wie diese damit umgehen.

    Eine Wohnung bedeutet: Entspannungsort, Rückzugsmöglichkeit und Schutz vor Wind und Wetter. Doch wie ist das Leben, wenn man keine Wohnung hat? Die Kupfermuckn gibt uns einen Einblick in eine Lebenswelt, die viele nur aus der Ferne kennen. Drei Betroffene erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen und drei Experten von der Kupfermuckn berichten von ihrer Arbeit mit Menschen in Armut.

    Claudia, Jolanda und Johannes haben Wohnungslosigkeit selbst erlebt, haben aber ganz unterschiedliche Hintergründe. Claudia kennt, Armut seit ihrer Kindheit, während Jolanda in einem eher wohlhabenden Haus aufgewachsen ist. Johannes studierte Theologie. Für ihn ist das christliche Armutsideal eine prägende Idee. Die Drei berichten über die alltäglichen Herausforderungen, psychische Probleme, Ausgrenzung, Schuld und wie man mit all dem umgehen kann.

    Vom Kupfermicknteam bereichern den Beitrag zudem: Daniela, die Chefredakteurin, Daniel, der Sozialarbeiter und Katharina, Zuständige für die Verkäuferbetreuung und das Layout. Die Straßenzeitung Kupfermuckn hilft Menschen in Armut bei der Deckung ihrer finanziellen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse.

    51 min
  • Feministische Perspektiven auf Krieg und Frieden

    Frauenfriedensbewegungen und -aktivistinnen in der Geschichte und in aktuellen Konflikten.

    „Ich bin wütend, und ich bin traurig. Weil sich nichts ändert. Weil sich Klimakrise, Kriege, Despotie und Diktatur – fast jedes große Problem auf eine gemeinsame Ursache zurückführen lassen: Männer.“ (Elisa von Hof, Der Spiegel Nr. 38, 2024) Kriege und ihre Gewaltlogik gehören zu den destaströsen patriarchalen Auswüchsen, schreibt die politische Philosophin Birge Krondorfer und betont mit Blick auf Kriegstreiber in Geschichte und Gegenwart auch: Es seien „nicht alle Männer, aber immer Männer“.

    Die Welt erlebt derzeit so viele Kriege und bewaffnete Konflikte wie noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs, heißt es in einem Bericht des Osloer Friedensforschungsinstituts (PRIO). In einigen Ländern finden mehrere Konflikte gleichzeitig statt. Im Jahr 2024 wurden 61 Konflikten in 36 Staaten verzeichnet.

    Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, was aus den großen Friedensbewegungen der 1980er geworden ist. Welchen Stellenwert hat das Engagement für den Frieden heute? Wer engagiert sich? In welchem Verhältnis stehen Frauenrechtsorganisationen und Friedensaktivismus?

    Der Band „Krieg und Friedensbewegung: Feministische Perspektiven“ (Mandelbaum Verlag, 2025) gibt einen Überblick zu Frauenfriedensbewegungen: von den historischen Anfängen mit der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner und der Gründung der Women’s International League for Peace and Freedom (WILPF, Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit), bis zu aktuellen Kontexten, wie dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und dem Konflikt zwischen Israel und Gaza. Die Autorinnen stellen Frauenproteste und Friedensinitiativen vor, die trotz aller Herausforderungen einen Weg des gemeinsamen Handelns suchen, wie besonders am Beispiel Israel und Palästina eindrücklich wird.

    Im Rahmen der Frauenfilmtage „female tracks“ im Programmkino Wels wurde das Buch „Krieg und Friedensbewegung: Feministische Perspektiven“ vorgestellt. Zu Gast war Irmtraud Voglmayr, die den Band gemeinsam mit Birge Krondorfer herausgegeben hat.

    Irmtraud Voglmayr ist Medienwissenschaftlerin und Soziologin, sowie Universitätslektorin im Bereich Feministische Medienforschung. Sie lehrt derzeit an der BOKU Wien und der TU Wien zu Stadt- und Raumforschung. Außerdem ist sie Teil des Kollektivs Frauenhetz in Wien. Moderation: Marina Wetzlmaier.

    Weiterführende Links:

    • Frauenhetz
    • „Krieg und Friedensbewegung: Feministische Perspektiven“ im Mandelbaum Verlag
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      Iranian Home – Preisträger Chemnitzer Friedenspreis 2026

      Jedes Jahr wird um den 5. März herum der Chemnitzer Friedenspreis vergeben. Der Chemnitzer Friedenspreis honoriert Menschen, Vereine und Institutionen, die sich für Frieden, friedliches Miteinander, Demokratie und Zivilgesellschaft engagieren.

      Den 1. Preis gewann dieses Jahr der Verein Iranian Home. Radio T sprach mit Narges Beheshti und Banbertina vom Iranian Home e.V.

      Zum Beitrag

      50 min
    • Spielsucht und Anti-Rassimus Arbeit in OÖ

      Verhaltenssüchte behandeln

      „Ich bin so handysüchtig!“ Oft hört man diesen Satz in der heutigen Zeit, aber wann trifft er wirklich zu?

      Eine hohe Bildschirmzeit alleine ist noch keine Sucht. Menschen können süchtig nach Social Media werden, nach Onlinespielen oder -shopping. Das Verhalten wird dann problematisch eingestuft, wenn man andere Personen bezüglich der Nutzung belügt. Also behauptet, dass man weniger Zeit in einem Spiel verbringt, als es der Realität entspricht. Oder mehr Geld ausgibt als man es der Familie sagt, und sogar Schulden anhäuft. Nicht nur online können solche Verhaltenssüchte ausgelebt werden, auch das klassische Glücksspiel oder Einkaufen im Geschäft kann bei Personen zu problematischen Verhalten führen. In der Ambulanz für Spielsucht wird süchtigen Personen geholfen. Die Ambulanz ist ein Angebot von Pro Mente am Neuromed Campus des Kepleruniversitätsklinikums Linz. Karlheinz Staudinger, Psychotherapeut in der Ambulanz, spricht darüber, wie man problematisches Verhalten erkennen kann, welche Ansätze es für Therapien gibt und warum Verhaltenssüchte überhaupt entstehen können.

      Den Einzelbeitrag können Sie hier nachhören.

      Good Practices: Was bedeutet es heute Haltung zu zeigen?

      Ein Diskussionsbeitrag der 3. Anti-Rassismus Messe, moderiert von Simon Inou. Gespächspartner*innen waren Ulrike Salinger und Abena Carty-Pinner.

      Der 21. März ist der Internationale Tag gegen Rassismus. Aus diesem Anlass fand am 13.03.2026 in Wien die 3. Anti-Rassismus-Messe als Auftaktveranstaltung der Österreichischen Anti-Rassismus-Tage statt. Vor Ort präsentierten zahlreiche Organisationen ihre Arbeit und ihre Kampagnen. Darüber hinaus bot ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Reden und Diskussionsbeiträgen Raum für vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema. Oberösterreich war als Gast-Bundesland zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Dabei stellten die Juristin Ulrike Salinger von der Gleichbehandlungsanwaltschaft Oberösterreich sowie die grüne Gemeinderätin Abena Carty-Pinner zwei Good-Practice-Beispiele aus der Region vor. Abena Carty-Pinner berichtete über die Kampagne Miteinander Linz, während Ulrike Salinger ein Symposium zur rassismuskritischen Rechtswissenschaft präsentierte.

      Beitragsbild: Minitta Kandlbauer (c)

      50 min
    • Verhaltenssüchte behandeln

      „Ich bin so handysüchtig!“ Oft hört man diesen Satz in der heutigen Zeit, aber wann trifft er wirklich zu?

      Eine hohe Bildschirmzeit alleine ist noch keine Sucht. Menschen können süchtig nach Social Media werden, nach Onlinespielen oder -shopping. Das Verhalten wird dann problematisch eingestuft, wenn man andere Personen bezüglich der Nutzung belügt. Also behauptet, dass man weniger Zeit in einem Spiel verbringt, als es der Realität entspricht. Oder mehr Geld ausgibt als man es der Familie sagt, und sogar Schulden anhäuft. Nicht nur online können solche Verhaltenssüchte ausgelebt werden, auch das klassische Glücksspiel oder Einkaufen im Geschäft kann bei Personen zu problematischen Verhalten führen. In der Ambulanz für Spielsucht wird süchtigen Personen geholfen. Die Ambulanz ist ein Angebot von Pro Mente am Neuromed Campus des Kepleruniversitätsklinikums Linz. Karlheinz Staudinger, Psychotherapeut in der Ambulanz, spricht darüber, wie man problematisches Verhalten erkennen kann, welche Ansätze es für Therapien gibt und warum Verhaltenssüchte überhaupt entstehen können.

       

       

      32 min
    • Weltempfänger: Referendum Italien

      Referendum Italien gegen Meloni

      Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni scheiterte mit ihren Plänen für eine grundlegende Justizreform in einer Volksabstimmung. In der Volksabstimmung lehnten vorläufigen Endergebnissen zufolge knapp 54 Prozent der Italienerinnen und Italiener die Reform ab. Für eine Reform stimmten nur etwa 46 Prozent. Mit der Justizreform plante Georgia Meloni die italienische Justiz mit ihren Gerichten nach autokratischem Vorbild umzubauen und so mehr politische Kontrolle auszuüben. Damit hätte sie ihre rechtswidrige Politik gegen Menschen auf der Flucht durchzusetzen können. Mission lifeline international e.V. ist eine Dresdner Hilfsorganisation. Sie sind die einzigen, die im zentralen Mittelmeer noch den internationalen Verpflichtungen zur Rettung nachkommen. Radio Corax sprach mit Nolte Bauer. Er ist Vorsitzender von Mission Lifeline International. Sie unterhielten sich über die Zukunft ihrer Arbeit und Strukturen in Europa, die Seenotrettung kriminalisieren sollen.

      Gespräch zum Nachhören

      Antiziganismus im Bildungsbereich

      Die internationale Woche gegen Rassismus dauert von 18. März bis 1. April. In dieser Zeit informiert die Melde- und Informationsstelle gegen Antiziganismus (MIA Berlin) über die Wirkweise ihrer Arbeit und stellt dabei auch ihren letztjährigen themenspezifischen Bericht für den Bereich Kita/Schule vor. Konkrete Erfahrungen aus der 2024 in Freiburg durchgeführten partizipativen Bildungsstudie sowie die eindrücklichen Erfahrungen der Freiburger Bildungsberaterinnen erläutern die Situation vor Ort und fokussieren somit konkret die Erfahrungen der Minderheit. RDL war bei einem Podiumsgespräch am 18. März dabei. Zu hören im Beitrag sind Bilge Cömert (Melde- und Informationsstelle Antiziganismus Berlin MIA), Chana Dischereit (Verband Deutscher Sinti und Roma/Landesverband Baden-Württemberg Mannheim VDSR/BW) sowie Coralla und Griassa Reinhardt (Bildungsberaterinnen am Adolf-Reichwein-Bildungszentrum Freiburg). Die Diskussion wurde von Luisa Lindenthal (VDSR/BW) moderiert.

      Beitrag zum Nachhören

      Bildung vor der Haustür vernetzen

      Wie kann Austausch rund ums Lernen und um Bildung für nachhaltige Entwicklung in Dresdens Nachbarschaften aussehen? Lässt es sich auch in anderen Städten gestalten? Was ist der Beitrag den Freie Radios für Bildungsarbeit vor der Haustür leisten? Darüber sprach Jonathan von coloRadio in Dresden mit Anja Osiander. Sie treibt für die Stadt Dresden genau diese wichtige Vernetzungsarbeit voran.

      Gespräch zum Nachhören

      Gasbohrungen vor der Insel Borkum

      Vor der ostfriesischen Insel Borkum soll nach Erdgas gebohrt werden. Nebenan ist gleich der Nationalpark Wattenmeer und das UNESCO Weltnaturerbe. Dazu hat es von vielen Seiten Kritik gegeben. Auch von der deutschen Umwelthilfe, die sogar dagegen geklagt hat. Um mehr über das Thema zu erfahren, sprach Radio LOHRO mit Clara Winkler. Sie ist Referentin für Energie und Klimaschutz bei der Deutschen Umwelthilfe.

      Gespräch zum Nachhören

      Moderation: Nora Niemetz

      CC-BY Musik: Ronald Kah, thinking

      50 min
    • Beziehung zwischen Mensch und KI

      Das Robopsychology Lab in der JKU Linz beschäftigt sich mit Mensch-Ki Beziehungen und untersucht die psychologischen Auswirkungen von KI.

      Menschen, die sich besonders einsam fühlen, schreiben Robotern und ChatBots mehr menschliche Emotionen zu, als solche, die angeben, ein gutes soziales Umfeld zu haben. Die Leiterin des Robopsychology Labs, Martina Mara, spricht im Interview darüber, dass es normal sei, dass wir Objekten menschliche Züge zuschreiben.

      Dieses Phänomen, Antropomorphisierung genannt, würde vor allem bei Chatbots wie ChatGPT gut funktionieren. Sie geben Antworten aufgrund von gesammelten Trainingsdaten wie Chats, Foreneinträge und sonstige im Internet auffindbare Inhalten. Das lässt sie besonders menschlich wirken und geben uns genau die Antworten, die wir hören möchten. Das kann auch gefährlich werden, falls man sich nur mehr auf KI verlässt und Kontakt mit dem Umfeld einschränkt. Besonders die Menschen lassen sich beeinflussen, die wenig Wissen über die Arbeitsweise von Künstlicher Intelligenz haben. In Bildungseinrichtungen werden Kompetenzen dahingehend schon vermittelt, oder wird zumindest mit dem Fach Digitale Grundbildung immer weiter ausgebaut.

      Bei Erwachsenen ist es da schon schwieriger, diese mit dem nötigen Wissen auszustatten. Mara fände es eine gute Idee, wenn KI in Unterhaltungsformaten, wie zum Beispiel in der Fernsehsendung „Der Bergdoktor“, thematisiert würde. So könne eine breite Masse erreicht werden, die möglicherweise KI am Smartphone zwar verwendet, aber die Inhalte und Antworten nicht einordnen können. Ein Projekt des Labs, Songs About AI, knüpft genau hier an. Es wurde mit verschiedenen Künstler*innen Lieder komponiert, die verschiedene Aspekte von KI aufgreifen und das in unterschiedlichen Stilen. Mehr zum Projekt findet man hier.

      Headerbild: Airam Dato-on @pexels

      55 min
    • Rostrot das Pflaster und Radioastronomie

      Das heutige FROzine widmet sich den Aufständen im Februar 1934, sowie der Radioastronomie.

      Lesung: Arbeiter*innen Aufstand 1934

      Das Bündnis 12.Februar organisiert regelmäßig unterschiedlichste Veranstaltungen zum österreichischen Widerstand. Das Bündnis beschäftigt sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit den Ereignissen des Februars 1934. Neben politischer und aktivistischer Arbeit wird auch versucht, den Widerstand gegen den Austrofaschismus wissenschaftlich aufzuarbeiten. Einer der diesjährigen Veranstaltungen war eine Lesung, bei denen die Darstellung des Arbeiter*innenaufstands im Februar 1934, in der deutschsprachigen Literatur, im Mittelpunkt stand. In der Sendung hören Sie zwei Gedichte, eines von Kurt Tucholsky: „Oh du mein Österreich“ und das zweite von Erich Weinert: „Wiener Blut“. Beide gelesen von Robert Reinagl. Des Weiteren hören Sie Paul Ferstl, der einen Ausschnitt aus seinem Roman „Rostrot“ liest, der 2028 erscheinen wird.

      Radioastronomie – Hören wir das Universum?

      Im zweiten Teil der Sendung hören Sie ein Interview mit Anahí Caldú Primo. Sie ist Astrophysikerin und arbeitet am Institut für Astrophysik der Universität Wien im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation. Sie hielt, bereits im Dezember, einen Vortrag mit dem Titel: Radioastronomie – Hören wir das Universum?, welcher auf dem YouTube Kanal des Instituts verfügbar ist. Zusätzlich zu ihrem Vortrag sprach Anahí Caldú Primo mit uns nochmals darüber, was Radioastronomie eigentlich ist, wie ihr Alltag als Astronomin aussieht, und sie beantwortet die Frage, ob wir das Universum tatsächlich hören können.

      Am Mikrophon ist Anneta Trimis.

      50 min
    • Weltempfänger: Das Erbe der Proteste

      Das Erbe der Proteste – wenn linke Bewegungen an die Regierung kommen

      Vor sechs Jahren gab es viele Prosteste in Südamerika. Alleine in Chile und Kolumbien protestierten um das Jahr 2020 Millionen von Menschen gegen die rechten Regierungen. Danach kamen linke Präsidenten und Kandidaten aus den Protestbewegungen an die Regierung. Was denken Aktivist*innen aus dieser Zeit heute? Der Nachrichtenpool Lateinamerika sprach für den Podcast „Ohren auf Lateinamerika“ mit dem Fotografen Jahfrann Arango und dem Umweltaktivisten Rodrigo Mundaca. Sie erzählen, was für sie der Marsch durch die Institutionen bedeutet und wo die Linke in beiden Ländern derzeit steht. Die Politikwissenschaftlerin Bettina Schorr ordnet die Erzählungen ein.

      Moderation und Reportage: Malte Seiwerth, Anna-Lena Hartung, Johanna Fuchs und Daniela Correa
      Voice Over: John M. Shorack, Jara Frey-Schaber und Tininiska Zanger Montoya

      Beitrag zum Nachhören

      Pelzfarmen in Europa

      Mäntel mit Pelzeinsatz vor allem an Kapuzen sind allerorts bekannt. Teilweise sind diese Pelze synthetisch, teilweise aber auch mit Echtpelz von Tieren. In einigen Ländern in Europa sind Pelzfarmen, die solche Pelze herstellen, verboten. Trotzdem gibt es noch Echtpelz aus Europa. Über die Haltungsbedingungen in den Pelzfarmen und die Chance auf ein europaweites Verbot hat sich Radio Corax mit Lisa Wilhelm von der Tierschutzorganisation Aninova unterhalten.

      Gespräch zum Nachhören

      Altersverifikation bei Social Media

      Social-Media-Verbote werden gerade in vielen Ländern diskutiert, es gibt aber auch viel Kritik an einem Verbot. Auch Österreich plant ein Social‑Media‑Alterslimit und arbeitet an Umsetzungsvorschlägen. In Deutschland wurde beim Bundesparteitag der CDU ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre beschlossen. Wie die Umsetzung von so einem Verbot aussieht und wann es kommen könnte, ist dabei noch offen. Um einige dieser Fragen zu klären sprach Radio Corax mit Khaleesi. Sie ist Sprecherin vom Chaos Computer Club (CCC) in Deutschland. Der CCC  ist ein deutscher Verein, der sich seit den 1980er Jahren für Informationsfreiheit, Sicherheit und Bürger*innen-Rechte im digitalen Raum einsetzt. Er organisiert Konferenzen, veröffentlicht Sicherheitsforschungen und betreibt Aufklärung zu digitalen Risiken und demokratischen Fragestellungen.

      Gespräch zum Nachhören

      Moderation: Nora Niemetz

      CC-BY Musik: Ronald Kah

      50 min
    • „Wenn Erkrankten Sterbehilfe bewilligt, aber Pflegegeld abgelehnt wird, macht sich der Staat Österreich zum Mittäter“

      Am 15. März fand in Wien anlässlich des Long-COVID-Awareness-Days eine Kundgebung statt. Organisiert von MUT (ME, Unterstützung und Teilhabe) und Long Covid Austria versammelten sich Betroffene, Angehörige und Initiativen vor dem Parlament, um auf Long COVID, Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS) und andere postakute Infektionssyndrome (PAIS) aufmerksam zu machen.

      Über 1.000 Menschen versammelten sich vor dem Parlament, um auf die Situation von Betroffenen aufmerksam zu machen. Im Fokus standen Long COVID, ME/CFS, das posturale Tachykardiesyndrom (POTS) sowie weitere PAIS. Das sind Erkrankungen, die nach Infektionen auftreten und eine Vielzahl schwerwiegender Symptome verursachen können. Dazu zählen unter anderem extreme Erschöpfung, Atemprobleme, Herzbeschwerden, Kreislaufprobleme, Schmerzen und Schlafstörungen. Schätzungen zufolge sind weltweit 400 Millionen Menschen von Long Covid betroffen, in Österreich allein mehrere hunderttausend.

      Trotz dieser hohen Zahlen gilt das Forschungsfeld weiterhin als unzureichend erschlossen. Für viele Erkrankungen wie ME/CFS oder POTS existieren bis heute keine ursächlichen Therapien. Betroffene berichten zudem von langen und oft schwierigen Diagnosewegen, die sich über Jahre ziehen können. Gründe dafür sind unter anderem fehlendes Wissen in der medizinischen Ausbildung sowie mangelndes Forschungsinteresse.

      Ein zentrales Problem stellt auch die mangelnde Anerkennung der Erkrankungen dar. Viele Patient*innen sehen sich mit Vorurteilen konfrontiert oder erhalten Fehldiagnosen, häufig im psychischen Bereich. Dieses sogenannte „Medical Gaslighting“ führt dazu, dass Beschwerden nicht ernst genommen oder bagatellisiert werden. Auch nach einer Diagnose bleiben Herausforderungen bestehen: Pflegeeinstufungen und die Anerkennung von Arbeitsunfähigkeit verlaufen häufig schwierig – insbesondere im Zusammenhang mit Gutachten der Pensionsversicherungsanstalt (PVA).

      Auch Kinder und Jugendliche sind betroffen. Neben dem Krankheitsmanagement stellt vor allem der Versuch, Schule oder Ausbildung aufrechtzuerhalten, eine enorme Belastung dar. Viele berichten zudem von emotionalem Druck, sich ständig erklären zu müssen, und von mangelndem Verständnis in ihrem Umfeld.

      PAIS sind schwerwiegende Erkrankungen. Das Leitsymptom von ME/CFS, die Post-Exertional Malaise (PEM), führt dazu, dass schon geringe Überanstrengung den Zustand stark verschlechtern kann. Schwerstbetroffene leben oft isoliert, in reizarmen Räumen, mit kaum Bewegung oder sozialen Kontakten. Diese Situation betrifft nicht nur Erkrankte selbst, sondern auch ihre Angehörigen, die häufig Pflege und Unterstützung übernehmen und dabei an ihre körperlichen, emotionalen und finanziellen Grenzen stoßen.

      Jüngst bekannt wurde der Fall des 21-jährigen Samuel R., der an ME/CFS erkrankte und Ende Jänner dieses Jahres Sterbehilfe in Anspruch nahm. Seine Freundin spricht auf der Kundgebung und teilt seine Worte, um auf die fehlende Versorgung aufmerksam zu machen.

      In der Sendung zu hören:

      • Jana Winter (Long Covid Austria)
      • Miriam Hohl (MUT)
      • Bettina Wittman (POTS und andere Dysautonomien)
      • Marie Lipphart (Kritische Medizin Wien)
      • Antonia (Betroffene)
      • Nadine Taschler (Betroffene)
      • Enna Erber-Gludowatz (Betroffene)
      • Sara (Betroffene)
      • Margarete Erber-Gludowatz (Mutter einer Betroffenen und ÖG MECFS)
      • Angehörige von Samuel R.
      • Birgit Meinhard-Schiebel (IG pflegende Angehörige)
      • Martin (Bruder einer Betroffenen)
      • Manfred Müller (Vater einer Betroffenen)
      •  

         

        Foto: Aylin Yilmaz

        58 min
      • Fernsicht: Entwicklungspolitische Film-und Dialogabende

        Fernsicht – die Entwicklungspolitischen Film-und Dialogabende der Diozöse Linz laden dieses Jahr ins Schwerpunktland Burkina Faso ein. 

        Fernsicht: Entwicklungspolitische Film-und Dialogabende

        Wels, Freitstadt, Linz, Katzdorf, Gmunden, Kirchdorf – dies sind die heurigen Orte, an denen das Fernsicht-Filmfestival spielen wird. Mit dem Schwerpunktland Burkina Faso, lädt Fernsicht ein, über den Tellerand zu schauen, und deine eigenen Horizonz zu erweitern. Die Entwicklungspolitischen Film- und Dialogabend finden heuer bereits das 21. Mal statt.

        Als Ankündigung auf das Festival hören Sie in dieser FROzin-Ausgabe in Studiogespräch mit Christina Haslehner, vom Team Welthaus der Diozöse Linz. Am Mikrofon ist Melanie Schiller

        https://www.dioezese-linz.at/institution/804402/programm#

        21 min

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