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Wie anti-feministische „Väterrechtler“ und ihre Lobbying-Vereine Einfluss auf Obsorgeverfahren bei Gericht nehmen.
Sie treten auf gegen Emanzipation, gegen Gleichstellung und gegen LGBTQIA*-Rechte. Sie sind international mit rechtsnationalen Gruppen vernetzt und sie propagieren unwissenschaftliche Konzepte und Mythen, die sogar in Gutachten für Obsorgeverfahren Anwendung finden. Bei sogenannten Väterrechtlern gehe es nicht um Familienväter, die nach der Trennung gerne mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen möchten, sagt der Soziologe Wolfgang Hammer. Es handle sich um narzisstische Männer, denen es um Macht und Kontrolle geht. Studien und ausführliche Recherchen von Correctiv, Deutschlandfunk und SWR belegen, dass Lobbying-Vereine massiv Einfluss auf das Familienrecht nehmen und so die Rechte von Müttern und Kindern untergraben.
Der Verein Feministische Alleinerzieherinnen – FEM.A hat zu einer Pressekonferenz geladen, um über die Folgen dieser Einflussnahmen zu berichten. Zu hören sind:
Notrufnummer:
Frauenhelpline: 0800 222 555
Bei der Anwendung von KI-Technologien kann es zu Verzerrungen kommen, die Personen oder Gruppen diskriminieren. Wie diese Verzerrungen erkannt werden können und was Entwickler*innern und Nutzer*innen dagegen tun können, erklärt Barbara Herbst, Trainerin und Beraterin für den Einsatz von KI, im Interview.
Brasilien: Gesetzesprojekt der Verwüstung
Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 53 % verringert und Brasilien bis 2050 klimaneutral gestaltet werden. Von diesen großen Zielen sprach der im Jahr 2023 zum dritten Mal gewählte Präsident Luiz Inácio Lula da Silva auf der Weltklimakonferenz in Dubai. Doch am 20. Mai wurde das sogenannte „Generalgesetz zur Umweltlizenzierung“ (2159/21) durch die Ausschüsse des brasilianischen Senats für Umwelt und Landwirtschaft mehrheitlich angenommen. Das Gesetz soll unter anderem den Bau von Großprojekten ohne die Notwendigkeit von Umweltstudien ermöglichen, die heute den Schutz der Gesundheit und des Wohlergehens von Menschen und Ökosystemen gewährleisten sollen. Um dieses Gesetz besser zu verstehen und einen Einblick in die aktuelle Umweltsituation Brasiliens zu bekommen, sprach Radio Corax mit Christian Russau. Er ist Autor, Journalist und Übersetzer und unter anderem aktiv für das Netzwerk der Brasiliensolidarität KoBra, das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika sowie die Lateinamerika-Nachrichten.
Studierende der JKU Linz präsentieren ihre Forschungsarbeiten rund um die Nationalratswahl 2024.
Untersucht wurden die Bereiche:
Magdalena, Branka, Dilara und Emma berichten stellvertretend für ihre Gruppen über ihre Forschungsergebnisse. Das Projekt fand im Rahmen einer Lehrveranstaltung am Institut für Politikwissenschaft und Sozialpolitik unter der Leitung von Thomas Philipp statt.
“Demokratie, Medien und das Vertrauen”. Darum ging es am Mittwoch, den 25. Juni 2025 im Presseclub Concordia in Wien. Bei der Veranstaltung wurden 50 Resolutionen vorgestellt, die der Bürger*innenrat “Medien und Demokratie” in vier Sitzungen von März bis Mai diesen Jahres erarbeitet hat. David Winkler-Ebner hat die Veranstaltung im Presseclub Concordia besucht und sich die Resolutionen des Bürger*innenrats näher angeschaut.
Wie geht es nun weiter mit den Resolutionen des Bürger*innenrats Medien und Demokratie? Im Herbst 2025 wird in St. Pölten ein Projekttreffen von MeDeMap stattfinden, wo die Ergebnisse der Bürger*innenräte der fünf Länder, in denen die Räte getagt haben, ausgetauscht werden. Und im Frühjahr 2026 werden zwei Vertreter*innen des Projekts nach Brüssel fahren, um die Ergebnisse aller Bürger*innenräte auf EU-Ebene zu präsentieren.
Wer mehr über das Projekt MeDeMap wissen möchte, kann gerne online am Projekttreffen am 24. September teilnehmen. Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter medemap.commit.at sowie unter medemap.eu.
zum Beitrag
Clubs sind mehr als Party.
Die Forderungen der beteiligten Linzer Initiativen lauten:
800 Menschen machten durch die Demo auf die Bedeutung von gesellschaftlicher, kultureller und politischer Clubkultur aufmerksam. Der Demozug startete im Volksgarten und ging über die Landstraße zum AEC-Deck.
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Clubs sind mehr als Party.
Die Forderungen der beteiligten Linzer Initiativen lauten:
800 Menschen machten durch die Demo auf die Bedeutung von gesellschaftlicher, kultureller und politischer Clubkultur aufmerksam. Der Demozug startete im Volksgarten und ging über die Landstraße zum AEC-Deck.
Alexandra Eggendorfer ist Senior Lecturer für Deutsch als Fremdsprache an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz. Neben Deutschkursen dort, gibt sie Dialektkurse an der Volkshochschule. Mit der Problematik, dass Deutschlernende nicht darauf vorbereitet sind, wie in Österreich die Sprache tatsächlich angewandt wird, ist sie sehr vertraut. Eggendorfer erzählt von einem Deutschkursteilnehmer, der bei der Bäckerei nie den Preis verstanden hat, der ihm für die Jause genannt wurde. Oder eine Germanistikstudentin, die Kafka und Goethe problemlos lesen konnte, aber ein „Grüß Gott“ nicht verstand.
Diese Hilflosigkeit im Alltag lässt dann Personen einen Dialektkurs aufsuchen. Eggendorfer bietet ihren ab Sprachniveau B2 an, es sei wichtig, dass die Teilnehmenden Hochdeutsch gut genug verstehen, um überhaupt Übersetzungen in den Dialekt möglich zu machen. Das Verstehen von Dialekt geht nur mit Motivation, das können die Arbeitskolleg*innen sein, die im englischsprachigen Unternehmen in der Kaffeepause in den Dialekt wechseln, oder das eigene Kind, dass im Kindergarten Dialekt aufschnappt.
Viele Dialektwörter kommen aus der k. & k. Zeit, aus dem tschechischen und allgemein dem slawischen Raum. Eggendorfer findet es deshalb amüsant, wenn sich Sprachpurist*innen heutzutage darüber aufregen würden, wenn Jugendliche türkische oder arabische Wörter benutzen würden. Einiges aus unserem Wortschatz ist nicht „echt“ deutsch und überhaupt sei Sprache immer im Wandel.
In 20 Jahren, würde ich mal sagen, werden arabische und türkische Wörter ganz normaler Bestandteil des österreichischen Dialekts sein.
Eggendorfer hält die Idee, verpflichtende Dialektkurse, wie sie die oberösterreichische schwarz-blaue Landesregierung andenkt, anzubieten für eine populistische Maßnahme. Menschen seien schon genug mit Deutsch lernen beschäftigt, haben Arbeit, Familie, Hobbys. Es haben auch nicht alle ein Talent fürs Sprachen lernen, das würde den extra Aufwand nur verstärken. Außerdem gebe es gar keine einheitlichen Unterlagen zum Dialekt lernen. Eggendorfer hat mit ihrer Liebe zu Sprache und mit Hilfe von Freund*innen und Familie ihr Wissen zusammengetragen. Und dabei gleich ein paar Regeln für den oberösterreichischen Dialekt gefunden: Lautverschiebung von -al zu -oi (alt wird zu oid, kalt wird zu koid) und -il zu -ü (Milch wird zu Müch, Film wird zu Füm).
Der nächste Dialektkurs an der VHS Linz startet am 8. Juli 2025. Alle Informationen dazu gibt es hier.
Humanitäre Lage im Sudan
Seit 2023 herrscht im Sudan ein brutaler Bürgerkrieg zwischen den Sudanese Armed Forces (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF). Unter diesem Krieg leidet ein großer Teil der Zivilgesellschaft. Um die 12 Millionen Menschen wurde im Land aus ihren Heimatorten vertrieben und sind auf der Flucht. Im ganzen Land leiden 25 Millionen Menschen an Hunger. Nach Angaben der UN leiden die Menschen im Sudan unter der größten Hungersnot weltweit. Dabei ist die Situation sehr unübersichtlich. Um einen besseren Eindruck von der Situation zu bekommen, sprach Radio Corax mit Martina Liedke. Sie ist Sudan-Expertin bei Amnesty International in Deutschland.
Gespräch zum Nachhören
Legislative in Gefahr? Eine Podiumsdiskussion
Am 26.06., fand in der Aula der Martin-Luther Uni Halle im Löwengebäude eine Podiumsdiskussion statt. Das Thema: „Die Legislative in Gefahr? Historische und aktuelle Herausforderungen im Dialog“. Dabei ging es darum, die aktuelle Debatten um den Zustand der Demokratie und die Gefahr der Aushöhlung oder Entmachtung der Parlamente durch rechtsextremistische Parteien zu reflektieren und zu diskutieren. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Professur für Neuere und Neueste Geschichte.
Gespräch zum Nachhören
Deutschland beendet Finanzierung der Seenotrettung
Das Auswärtige Amt in Deutschland kündigte an, dass sie den zivilen Seenotrettungsorganisationen keinerlei finanzielle Förderung mehr zukommen lassen wird. Nach Angaben des auswärtigen Amtes gingen im ersten Quartal 2025 noch 900.000 Euro an entsprechende Organisationen. Im letzten Jahr waren es insgesamt zwei Millionen Euro. Was der Finanzierungsstopp bedeutet, fragte Radio Dreyeckland bei Petra Krischok nach. Sie ist Pressesprecherin von SOS Humanity. Die Organisation gründete sich 2015 in Berlin unter dem Namen SOS Mediterranee Deutschland und betreibt Seenotrettung auf dem Mittelmeer.
Gespräch zum Nachhören
Moderation: Nora Niemetz
“Demokratie, Medien und das Vertrauen”. Darum ging es am Mittwoch, den 25. Juni 2025 im Presseclub Concordia in Wien. Bei der Veranstaltung wurden 50 Resolutionen vorgestellt, die der Bürger*innenrat “Medien und Demokratie” in vier Sitzungen von März bis Mai diesen Jahres erarbeitet hat. David Winkler-Ebner hat die Veranstaltung im Presseclub Concordia besucht und sich die Resolutionen des Bürger*innenrats näher angeschaut.
Wie geht es nun weiter mit den Resolutionen des Bürger*innenrats Medien und Demokratie? Im Herbst 2025 wird in St. Pölten ein Projekttreffen von MeDeMap stattfinden, wo die Ergebnisse der Bürger*innenräte der fünf Länder, in denen die Räte getagt haben, ausgetauscht werden. Und im Frühjahr 2026 werden zwei Vertreter*innen des Projekts nach Brüssel fahren, um die Ergebnisse aller Bürger*innenräte auf EU-Ebene zu präsentieren.
Wer mehr über das Projekt MeDeMap wissen möchte, kann gerne online am Projekttreffen am 24. September teilnehmen. Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter medemap.commit.at sowie unter medemap.eu.
Wie barrierefrei ist Linz, wenn man mit dem Rollstuhl unterwegs ist? | Arbeiterkammer OÖ plädiert für mehr Geld für den Gesundheitsektor.
Im Rollstuhl Linz erkunden
Füruns – das Zentrum für Zivilgesellschaft und Linz zu Fuß haben am 18. Juni dazu eingeladen, Linz aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Wie barrierefrei ist die Stadt für Rollstuhlfahrer*innen? Christoph Etzlstorfer, Chemiker und Parasportler unter anderem in Leichtathletik, Handbike und Rollstuhlrugby benutzt seit 1981 einen Rollstuhl. Er hat den Workshop geleitet, bei dem Personen im Rollstuhl durch eine Tour in der Linzer Innenstadt die Barrierearmut testen. Vom Martin-Lutherplatz über das Kaufhaus Passage, über Kopfsteinpflaster und den Hauptplatz wurden Hürden erkundet, die Fußgänger*innen meistens nicht auffallen. Sie hören diese Tour durch Linz, mit Anmerkungen von Christoph Etzlsdorfer und den Teilnehmenden.
Arbeiterkammer OÖ präsentiert Studie zur Finanzierung im Gesundheitswesen
Demografische Entwicklungen, Personalmangel, lange Wartezeiten – all das sind Gründe dafür, dass mehr in den Gesundheits- und Pflegebereich investiert werden sollte. Das bringe nicht nur eine Entlastung für die Beschäftigten und Patient*innen. Vom Sozialstaat profitieren alle, sagt die Arbeiterkammer Oberösterreich. Der gesamtgesellschaftliche Nutzen übersteige die Kosten. Um dies zu veranschaulichen präsentierte die Arbeiterkammer kürzlich eine Studie.
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