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Am Donnerstag, den 1. Oktober, hat im Wissenturm Linz die Veranstaltung Welttag Stimmenhören 2026 „Zum Verrücktwerden: Stimmenhören und Psychose“ stattgefunden.
Rund 5% der Menschen hören im Laufe ihres Lebens Stimmen. Es gibt verschiedene Gründe und Ursachen für diese Stimmen, die sowohl positiv als auch negativ sein können. Ein möglicher Auslöser, vor allem oft für quälende und belastende Stimmen, sind Psychosen. Deshalb wollen wir uns heuer speziell diesem Thema, nämlich Stimmenhören in Phasen von Psychose, widmen.
Moderiert von Mag. Christian Lang
Den Fachvortrag von Mag.a Raphaela Ulrich „Jenseits der Realität – Stimmen hören bei Psychose“ hören Sie nun im Anschluss. Betroffene sowie Begleitende Personen kommen auch zu Wort.
Mag.a Raphaela Irene Ulrich ist Klinische Psychologin sowie Psychotherapeutin (Systemische Familientherapie) und bringt eine langjährige Erfahrung im sozialpsychiatrischen Bereich mit. Sie ist Regionalteamleiterin der GO-ON Suizidprävention in Weiz und arbeitet in ihrer privaten Praxis inGraz.
https://a.storyblok.com/f/295420/x/9b7a9befb1/2026_flyer_welttag-stimmenhoren_web.pdf
Gesprochen haben bei der Pressekonferenz zum Calle Libre Festival: Jakob Kattner (Kurator und Vorstandsvorsitzender Calle Libre), Walter Oblin (Generaldirektor Österreichische Post AG), Margot Nazzal (Landeskulturdirektorin OÖ) und Dietmar Prammer (Bürgermeister von Linz)
Die Safe Abortion Day Initiative entstand 1990 auf dem 5. Feministischen Treffen Lateinamerikas und der Karibik (EFLAC) und setzte sich für die Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs in Lateinamerika und der Karibik ein. Der Aufruf wurde von internationalen und lokalen feministischen Netzwerken in zahlreichen Ländern Europas, Afrikas, Asiens und Nordamerikas aufgegriffen und weitergeführt.
Seit 2022 vernetzt sich das „Bündnis 28. September“ österreichweit rund um den Safe Abortion Day, um Bewusstsein für das Thema zu schaffen und veranstaltet zahlreiche Workshops, Diskussionsrunden, Infostände und Demonstrationen in Wien, Innsbruck, Salzburg, Graz und Linz.
In Linz fanden dieses Jahr mehrere Aktionen am Hauptplatz und eine Prozession durch die Innenstadt statt. CatCallsOfLinz, Mitglied der internationalen Bewegung Chalkback.org, kreidete Abtreibungsmythen auf den Boden den Infostand am Linzer Hauptplatz, um so auf Irrtümer und Fehlschlüsse bezüglich des Themas Abtreibung aufmerksam zu machen.
Ab 15 Uhr konnte man auch auch an einem Abortion Quiz teilnehmen, und so sein eigenes Wissen zu dem Thema testen. Der Infostand wurde von verschiedenen feministischen und FLINTA Organisationen und Vereinen aufgebaut, darunter das Frauenbüro Linz und das Frauen*Volksbegehren.
Ab 16 Uhr zog von der Domgasse aus die Prozession der Hl. Abortia durch die Linzer Innenstadt. Daran beteiligt waren das fvk – fem voice kollektiv, maiz, M. C. Monster* und das Perchta* Kollektiv Linz, die sich mit lautem Trommeln, Protestrufen und in kreativen Perchta-Verkleidungen für das Recht auf einen freien und sicheren Schwangerschaftsabbruch stark machten.
Weitere Informationen zum Safe Abortion Day Linz unter https://www.linz.at/frauen/132067.php
und zum Safe Abortion Day Österreich unter https://www.safeabortionday.at/
In dieser Sendung hören Sie einen Beitrag zum Angebot des „Fairteiler“ vom Verein foodsharing und wie soziale Medien den Nachrichtenkonsum junger Menschen verändern und welche Auswirkungen das auf Journalismus, Glaubwürdigkeit und Demokratie hat.
Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung!
So lautet das Motto der Kooperation zwischen der Stadtbibliothek Linz und dem Verein foodsharing. Mit einem sogenannten „Fairteiler“ bekommen noch genießbare Lebensmittel eine zweite Chance. Dort können Lebensmittel kostenlos abgegeben und mitgenommen werden. Seit August gibt es einen solchen Fairteiler auch in der Stadtbibliothek im Wissensturm – mittlerweile der siebte Standort in Linz.
Der Verein foodsharing entstand 2012. Mittlerweile hat sich daraus eine internationale Bewegung mit mehr als 500.000 Nutzer:innen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern entwickelt. Getragen wird der das Konzept „Fairteiler“ von Ehrenamtlichen, welche die jeweiligen Standorte betreuen, Lebensmittel von Betrieben abholen und den „Fairteiler“ regelmäßig bestücken.
foodsharing bietet außerdem Möglichkeiten zur Weiterbildung und zum Mitmachen. Dazu gehören beispielsweise die sogenannten Essenskörbe. Über diese können Privatpersonen überschüssige Lebensmittel anbieten, die anschließend von anderen kostenlos abgeholt werden können.
Yasmine Elsalakawy war im Wissensturm und hat Anna Lischka (Wissensturm) und Ruth (foodsharing) zum Konzept und Zusammenarbeit befragt!
Schöne neue Öffentlichkeit
Unsere Öffentlichkeit verändert sich, besonders die der jungen Menschen. Nachrichten werden heute vor allem über Soziale Medien konsumiert. Das wirft die Frage auf: Was macht das mit unserer Nachrichtenlandschaft?
Die Öffentlichkeit in den sozialen Medien ist ein Raum voller Informationen, aller Art. Fast jeder kann ungefiltert zur Medienmacherin werden und die eigene Wahrnehmung einer breiten Masse zugänglich machen.
Doch es gilt zu differenzieren: Welche Informationen sind recherchiert? Wie lassen sie sich belegen? Wie finden klassische Medien ihren Platz in dieser neuen Öffentlichkeit? Und welche Rolle spielt eine breite, diverse Medien- und Öffentlichkeitslandschaft für unsere Demokratie?
Tamara Ehs ist Politikwissenschafterin und arbeitet als Demokratieberaterin. Sie erforscht, was Demokratie ausmacht und wie Medien und deren Glaubwürdigkeit miteinander verflochten sind. Am 21.09. hielt sie im Rahmen der Pressekonferenz „Schöne neue Öffentlichkeit“, veranstaltet vom PR-Ethikrat, einen Vortrag über den Zugang junger Menschen zu journalistischer Arbeit und was das mit dem Demokratieverständnis macht.
Beitragsgestaltung: Anneta Trimis
Bei einer Kundgebung wurde gefordert, dass das Angebot der Gewaltambulanz in Linz 24/7 verfügbar sein muss. | Bei der Urban Nature Quest können Bürger*innen Naturbeobachtungen einreichen.
„Ich ging drei mal durch die Hölle!“
Am 9. September fand vor dem Landhaus in Linz eine Kundgebung für eine durchgehend geöffnete Gewaltambulanz in der oberösterreichischen Landeshauptstadt statt. Seit Jänner 2026 gibt es am Kepler Universitätsklinikum eine Gewaltambulanz. Sie ist werktags von 7 bis 15 Uhr geöffnet – exklusive Mittwochsdiensten.
Auslöser für die Kundgebung war der Fall der trans Frau Viola. Nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung wurde sie in zwei Linzer Krankenhäusern abgewiesen und erst im dritten versorgt. Sie wandte sich an das MOMENT Magazin und machte ihren Fall öffentlich. Was darauf folgte: Transfeindlichkeit, Schuldzuweisungen und eine Verschiebung der Debatte.
Bereits 2025 setzte sich Didem Wenger, Juristin und Organisatorin der Kundgebung, mit einer Petition für eine Gewaltambulanz in der oberösterreichischen Landeshauptstadt ein. Als Vorbilder dienten andere österreichische Städte wie Wien, Graz oder Innsbruck, in denen entsprechende Strukturen bereits existieren.
Mehr über die Petition und die Entwicklungen rund um eine Gewaltambulanz könnt ihr in dieser FROzine-Sendung aus dem Jahr 2025 nachhören.
Notrufnummern:
Urban Nature Quest 2026
Der Naturschutzbund Österreich ruft vom 18. bis 21. September dazu auf, im städtischen Gebiet Flora und Fauna zu beobachten. Egal ob im Garten, am Balkon oder am Straßenrand, Bürger*innen sollen Fotos von Tieren und Pflanzen machen, die ihnen im Alltag begegnen. Diese Aktion ist ein sogenanntes Citizen Science Projekt. Bei diesen werden Bürger*innen zu Hobbywissenschaftler*innen und sammeln Daten, die von Expert*innen ausgewertet werden.
Bei der Urban Nature Quest sollen anhand der Fotos die Vielfalt im Stadtgebiet erforscht werden. Welche Pflanzenarten sind oft vertreten und welche davon sind unter Umständen invasive Arten? Im urbanen Raum gibt es eine große Artenvielfalt, wobei Gärten eine große Rolle spielen können. Gut angelegt, können sie Lebensraum bieten oder sogenannte Grünbrücken bilden, erklärt Carolina Trcka-Rojas, Ökologin vom Naturschutzbund Österreich. Diese Brücken helfen Tieren dabei, Wege sicherer zurückzulegen. So könnten Straßen, und somit Autos, vermieden werden.
Ebenfalls wichtig zu beachten sei, dass weniger mehr ist. Das Gras höher stehen lassen, nicht alles, was für uns Menschen „Unkraut“ ist, entfernen, Laub in einer Ecke des Gartens einfach liegen lassen – ein bisschen faulsein hilft der Natur! Tiere finden Futter und Lebensraum in einer Umgebung, die immer weniger Platz bietet und durch den Klimawandel auch widriger wird.
Alle Informationen, wie man bei der Urban Nature Quest teilnehmen kann und was alles beobachtet werden soll, findet man hier.
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