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40 Jahre Alter Schlachthof Wels | Präsentation des Jubiläumsprogramms
Der Alte Schlachthof Wels ist aus der heimischen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Seine Bedeutung reicht über die Landesgrenzen hinaus. Dieses Jahr findet das 40. Jubiläum statt und das wird am Gründungswochenende mit einem Fest am 16. und 17. Mai ausgiebig gefeiert. Auch im weiteren Jahresverlauf wird es einige Highlights geben. Diese wurden bei einer Pressekonferenz präsentiert.
Zu hören sind:
Vizebürgermeisterin Christa Raggl-Mühlberger (Kulturreferentin)
Die Pressekonferenz gibt einen Eindruck davon, wie sehr die 40-jährige Geschichte des Schlachthofs auch mit persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen verbunden ist.
Informationen zum Jubiläumsprogramm gibt es unter: schlachthofwels.at
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Mit KI Lockstoffe für Borkenkäfer entwickeln | Verschiedene Institute in Tschechien und Österreich arbeiten an Molekülen, die Borkenkäfer effektiver anlocken sollen.
Im Projekt SMARTbeetle (Smell-based Molecular Artificial Intelligence to Fight Bark Beetle) geht es darum, die Bekämpfung der Borkenkäfer zu optimieren. Borkenkäfer sind Schädlinge, die Nadelbäume, insbesondere Fichten, angreifen. Durch die Klimakrise ausgelöste trockenere Klima vermehrt er sich in unseren Breitengraden extrem. Monokulturen in den österreichischen Wäldern fördern die Verbreitung noch mehr. Im Moment kann man hauptsächlich mit Rodung gegen ihn vorgehen. Pheromonfallen werden für das Monitoring eingesetzt.
Diese Pheromone dienen als Lockstoffe und sind im Moment noch nicht spezifisch genug auf die verschiedenen Borkenkäferarten zugeschnitten. So werden auch Insekten in die Fallen gelockt, die keine Schädlinge sind.
SMARTbeetle möchte diese Lockstoffe so optimieren, dass diese dann als Fangfallen eingesetzt werden können und die Ausbreitung des Borkenkäfers verhindert. Manuela Geiß, Senior Researcher für Data Science im Software Competence Center Hagenberg, erklärt, wie dieser Prozess abläuft. Die Universität Südböhmen generiert die Daten für Hagenberg im Labor. Mit diesen Daten wird Geiß eine künstliche Intelligenz (KI) trainieren, die dann in kurzer Zeit große Datenmengen verabeiten kann und so dazu beiträgt, genau passende Lockstoffe zu finden.
Ziel des Projekt ist es einerseits, Moleküle für Geruchsfallen zu entwickeln, die besser funktionieren und zur Bekämpfung dienen. Andererseits soll es später möglich sein, die KI mit neuen Datensätzen für andere Arten von Schädlingen zu trainieren. SMARTbeetle dauert bis Ende 2028, die letzten zwei Jahre werden dafür aufgewandt, die hergestellten Lockstoffe direkt in den Wäldern in Tschechien und Österreich zu testen. Es wird sich zwei Jahre dafür Zeit genommen, um etwaige Wetteranomalien in den Berechnungen einkalkulieren zu können. Im Moment wartet Geiß noch auf die Daten aus Tschechien, dann soll der Kampf gegen die Borkenkäfer mit Hilfe von künstlicher Intelligenz konkreter werden.
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Wie Österreich mit dem Borkenkäfer umgehen soll und wie die heimischen Wälder durch die Klimakrise geschädigt werden, war schon 2023 Thema. Sie hören jetzt eine Pressekonferenz von Forst- und Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger und Landesforstdirektorin Elfriede Moser vom 15. Mai 2023.
Sie haben Zahlen und Fakten dazu geteilt, wie es um die österreichischen Wälder steht. Bäume helfen dabei CO2 aus der Atmosphäre zu speichern und in Sauerstoff umzuwandeln. Nadelbäume speichern mehr, aber Monokulturen sind ein schlechterer Lebensraum für Tiere und sie sind auch nicht gut für den Waldboden. Um diesen zu schonen wird in Oberösterreich mehr auf Mischwälder gesetzt. Der Borkenkäfer als Schädling setzt Bäumen auch zu. Die steigenden Temperaturen tragen zu seiner Ausbreitung bei.
Foto: Schlachthof Wels
Verschiedene Institute in Tschechien und Österreich arbeiten an Molekülen, die Borkenkäfer effektiver anlocken sollen.
Im Projekt SMARTbeetle (Smell-based Molecular Artificial Intelligence to Fight Bark Beetle) geht es darum, die Bekämpfung der Borkenkäfer zu optimieren. Borkenkäfer sind Schädlinge, die Nadelbäume, insbesondere Fichten, angreifen. Durch die Klimakrise ausgelöste trockenere Klima vermehrt er sich in unseren Breitengraden extrem. Monokulturen in den österreichischen Wäldern fördern die Verbreitung noch mehr. Im Moment kann man hauptsächlich mit Rodung gegen ihn vorgehen. Pheromonfallen werden für das Monitoring eingesetzt.
Diese Pheromone dienen als Lockstoffe und sind im Moment noch nicht spezifisch genug auf die verschiedenen Borkenkäferarten zugeschnitten. So werden auch Insekten in die Fallen gelockt, die keine Schädlinge sind.
SMARTbeetle möchte diese Lockstoffe so optimieren, dass diese dann als Fangfallen eingesetzt werden können und die Ausbreitung des Borkenkäfers verhindert. Manuela Geiß, Senior Researcher für Data Science im Software Competence Center Hagenberg, erklärt, wie dieser Prozess abläuft. Die Universität Südböhmen generiert die Daten für Hagenberg im Labor. Mit diesen Daten wird Geiß eine künstliche Intelligenz (KI) trainieren, die dann in kurzer Zeit große Datenmengen verabeiten kann und so dazu beiträgt, genau passende Lockstoffe zu finden.
Ziel des Projekt ist es einerseits, Moleküle für Geruchsfallen zu entwickeln, die besser funktionieren und zur Bekämpfung dienen. Andererseits soll es später möglich sein, die KI mit neuen Datensätzen für andere Arten von Schädlingen zu trainieren. SMARTbeetle dauert bis Ende 2028, die letzten zwei Jahre werden dafür aufgewandt, die hergestellten Lockstoffe direkt in den Wäldern in Tschechien und Österreich zu testen. Es wird sich zwei Jahre dafür Zeit genommen, um etwaige Wetteranomalien in den Berechnungen einkalkulieren zu können. Im Moment wartet Geiß noch auf die Daten aus Tschechien, dann soll der Kampf gegen die Borkenkäfer mit Hilfe von künstlicher Intelligenz konkreter werden.
Headerbild: Jörg Blobelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Präsentation des Jubiläumsprogramms
Der Alte Schlachthof Wels ist aus der heimischen Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Seine Bedeutung reicht über die Landesgrenzen hinaus. Dieses Jahr findet das 40. Jubiläum statt und das wird am Gründungswochenende mit einem Fest am 16. und 17. Mai ausgiebig gefeiert. Auch im weiteren Jahresverlauf wird es einige Highlights geben. Diese wurden bei einer Pressekonferenz präsentiert.
Zu hören sind:
Die Pressekonferenz gibt einen Eindruck davon, wie sehr die 40-jährige Geschichte des Schlachthofs auch mit persönlichen Erlebnissen und Erinnerungen verbunden ist.
Informationen zum Jubiläumsprogramm gibt es unter: schlachthofwels.at
Foto: Ostbahn Kurti Open Air 1991 (c) Schlachthof Wels
Der Linzer Bergschlösslpark ist in Gefahr: Geplant ist der Weiterbau der A26, die in diesem Gebiet verlaufen würde. „Der Bergschlösslpark ist ein Naherholungsraum für Linzer:innen, ein wichtiges städtisches Frischluftentstehungsgebiet, Lebensraum für Tiere und seine Zerstörung stellt nur die Spitze des asphaltgrauen Eisbergs dar.“ – schreibt die Klima-Allianz Oberösterreich.
Aus diesem Grund fand am 26. April ein Demozug, organisiert von der internationalen, zivilgesellschaftlichen Massenbewegung Extinction Rebellion, statt. Dieser ging vom Bergschlösslpark weg, zum Volksgarten, über die Landstraße und endetet am Hessenplatz. Neben Menschen aus der Zivilgesellschaft waren verschiedene Klimaschutz-Organisationen, wie beispielsweise Fridays for Future, Teachers for Future oder das Referat für Klimaschutz und Nachhaltigkeit der ÖH JKU Linz dabei.
Sie hören Ausschnitte von den Redebeiträgen, die im Zuge der Demo vorgetragen wurden.
Die Redner:innen waren:
-Christian Leckschmidt, verkehrswende-jetzt!
-Günter Eberhardt, Linzer Baumrettungsinitiative
-Florian Kaltseis, Teachers for Future
-Aeron, Referat für Klimaschutz und Nachhaltigkeit der ÖH JKU Linz
-Matilda, Fridays for Future
-Paul, Extinction Rebellion
Claudia Meixner über das Projekt „artenzählen“ und zur Biodiversitätsforschung
Claudia Meixner ist Projektkoordinatorin bei Global 2000 und arbeitet in diversen Projekten daran, schädliche Chemikalien in unserer Natur zu verringern.
Ein Beispiel für so ein Projekt ist BIOM – Garten, das sich auf Datensammlung von Amphibien und Reptilien fokussiert.
Was ist das Ziel des Forschungsprojekts? Wie melde ich meine Sichtung? Wie muss ein Garten aussehen, damit man überhaupt Tiere vorfinden wird? Welche Gefahren gibt es für Amphibien und Reptilien in unseren Gärten?
Beitragsbild: ©Global 2000/ Dominik Linhard
Wahlen in Ecuador
Am 13.04.2025 gewann der amtierende Präsident Noboa die Stichwahl in Ecuador. Er ist seit der Auflösung des Parlaments im Jahr 2023 im Amt. Noboa konnte sich gegen Luisa González durchsetzen, die in der Stichwahl rund 44 Prozent der Stimmen erhielt. Allerdings gibt es Zweifel an der Echtheit des Wahlergebnisses. Mehrere Staaten, darunter Mexiko, haben die Wahl nicht anerkannt und auch verschiedene unabhängige Organisationen sprechen von Wahlmanipulationen. Die Lage in Ecuador ist schwierig. Neben einer Kriminalitätskrise, gegen die die aktuelle Regierung unter Missachtung der Verfassung hart vorgeht, steckt das Land auch in einer anhaltenden Wirtschaftskrise. Radio Corax sprach mit Belen Diaz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lateinamerika-Institut der Freien Universität Berlin, über die Wahl und die aktuelle Situation in Ecuador.
Gespräch zum Nachhören
Geflüchtete aus Venezuela in Sachsen
Mit Ende der vergangenen Legislaturperiode in Sachsen sind einige Förderprogramme für Geflüchtete ausgelaufen. Betroffen ist zum Beispiel das Willkommens-Programm „Bienvenidos“, das vor allem Geflüchtete aus Venezuela helfen sollte, sich in Sachsen zu orientieren. Außerdem spricht er über Pläne der neuen sächsischen Regierung an den Gerichten in Sachsen eigene Asylkammern einzurichten, um die juristische Bearbeitung der Fälle zu beschleunigen. Der Flüchtlingsrat sieht das Vorhaben kritisch. Im Gespräch mit Radio Blau erklärt Sebastian Lupke vom Sächsischen Flüchtlingsrat e.V. die aktuelle Situation von Geflüchteten in Sachsen.
Gespräch zum Nachhören
Gefahren für die Wissenschaftsfreiheit weltweit
Die Columbia Universität in New York gab den Forderungen der US-Regierung nach und erntete dafür scharfe Kritik. In den letzten Wochen lasen wir vermehrt von der Harvard-Universität, die sich gegen die gleichen Forderungen der US-Regierung wehrte. Trump warf Harvard eine linke Ideologie vor. Er hatte zuletzt damit gedroht, ihr die Steuerbefreiung abzuerkennen und sie als politische Einrichtung einzustufen. Die Universitätsleitung lehnt es bislang ab, Diversitätsabteilungen zu schließen und die Einwanderungsbehörde beim Durchleuchten internationaler Studenten zu unterstützen. Trump hatte daraufhin angekündigt, der Universität Fördergelder in Milliardenhöhe zu streichen. Diese Streichung oder vielmehr Einfrieren der Fördergelder nahm Harvard vergangene Woche nun als Grund einer Klage gegen die Regierung, da diese gegen die im ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung festgeschriebene Meinungsfreiheit verstoße. Darüber sprach Ida Hinterholzinger von RadioZ im Interview mit Lars Lott vom Institut für politische Wissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Er arbeitet unter anderem auch mit am Academic Freedom Index, dem AFI, der die Wissenschaftsfreiheit weltweit erfasst.
Gespräch zum Nachhören
Moderation: Nora Niemetz
Tag gegen Lärm 2025 | Raddemo für den Radstreifen auf der Nibelungenbrücke
Am 30. April ist der internationale Tag gegen Lärm. Peter Androsch von der Hörstadt Linz spricht über die Definition von Lärm und wie oft auf Schall vergessen wird.
Der Tag gegen Lärm findet in diesem Jahr unter dem Motto „Ruhe rockt“ statt. Dieser wurde 1995 vom Verband der Hörgeschädigten ins Leben gerufen. Damals noch mit Fokus auf den Lärm, der an Arbeitsplätzen entstand. Heutzutage ist es eher Straßenverkehrslärm, Baulärm oder auch laute Nachbar*innen, die Menschen stören. „Lärm, das sind die anderen.“, so Peter Androsch von der Hörstadt. Die Hörstadt hat eine Karte veröffentlicht, auf denen Linzer Hörenswürdigkeiten veröffentlicht werden, Orte, die einen besonderen Klang haben, oder Alltagsgeräusche gut wiedergeben. Aktives Hören ist etwas, das Menschen trainieren müssen, so Androsch.
Lautstärke allein ist kein Indikator für den Störfaktor von Geräuschen, man denke nur an den tropfenden Wasserhahn, der den Schlaf raubt, versus das laute Meeresrauschen, bei dem es sich wunderbar schlafen lässt. Naturgeräusche wirken allgemein beruhigend. In der Stadt entkommt man Lärm kaum, hier hilft es, wenn man Parameter weiß, zum Beispiel, wie lange eine Baustelle dauert, oder wann die Party in der nächsten Wohnung vorbei sein wird. Dem Lärm ausgeliefert zu sein, ohne Kontrolle, wann er wieder vorbei sein wird, das ist es, was die Menschen stresst. Das kann auch der Gesundheit schaden, Herzprobleme sind eine mögliche Folge von zu viel Lärmbelastung.
Die Hörstadt hat auch das Projekt „Über drei Brücken musst du gehn“ gestaltet, das sind Hörspaziergänge unter und über die drei Linzer Stadtbrücken. Alle sind eingeladen, diesen akustisch eingefangenen Wegen zu folgen und sich selbst davon ein Bild zu erhören. Alle Informationen gibt es hier.
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300 Radfahrer:innen setzten ein Zeichen: am 23.04 fand in Linz eine Demofahrt über die Nibelungenbrücke statt.
Konkret ging es dabei um die neuen provisorischen Radstreifen, die es seit 7. April auf der Brücke gibt, mittlerweile ist der Radstreifen auf einer Seite schon wieder weg – Grund dafür seien Sicherheitsbedenken und Störungen im öffentlichen Verkehr.
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300 Radfahrer:innen setzten ein Zeichen: am 23.04 fand in Linz eine Demofahrt über die Nibelungenbrücke statt.
Konkret ging es dabei um die neuen provisorischen Radstreifen, die es seit 7. April auf der Brücke gibt, mittlerweile ist der Radstreifen auf einer Seite schon wieder weg – Grund dafür seien Sicherheitsbedenken und Störungen im öffentlichen Verkehr. Die demonstrierenden Radfahrerinnen und Radfahrer sind empört über den voreiligen Rückzug des einen Radstreifens und fordern eine längere Testphase, eine bessere und sichere Radinfrastruktur und im generellen mehr Aufmerksamkeit für den Radverkehr im Gegensatz zum Autoverkehr in der Stadt.
Radio FRO war auf der Raddemo anwesend und hat Teilnehmende befragt: Warum haben sie sich entschieden auf die Demo zu gehen? Was würden sie sich für den Radverkehr auf der Nibelungenbrücke wünschen? Was ist ihre Meinung zum politischen Vorgehen?
Am 10. April hat im Stift Wilhering die Veranstaltung „34 Fragen, die die GenZ nachts wachhalten“ stattgefunden. Das Forum Humanismus Wilhering hat die Autorin Valerie Huber eingeladen. Sie hat das Buch „Fomo Sapiens: Verpassen wir die heile Welt?“ geschrieben. Nach einer Lesung aus Passagen ihres Buches gab es eine Diskussionsrunde. Was können wir der FOMO entgegen setzen? Das steht für Fear of missing out, also die Angst, etwas zu verpassen. Durch soziale Medien wird uns suggeriert, dass die anderen ein besseres Leben haben. Schönere Wohnungen, coolere Urlaube, bessere Jobs. Aber wie sehr entspricht das wirklich der Realität?
Darüber haben diskutiert: die Autorin Valerie Huber, CEO von KEBA Christoph Knogler, Psychologin Raphaela Plasch, Schulsprecherin des Stiftsgymnasiums Wilhering Marlene Angerer und Abt des Stifts Wilhering Reinhold Dessl. Moderiert hat Peter Weixelbaumer vom Forum Humanismus.
Fomo Sapiens ist im Goldegg Verlag erschienen.
Am 30. April ist der internationale Tag gegen Lärm. Peter Androsch von der Hörstadt Linz spricht über die Definition von Lärm und wie oft auf Schall vergessen wird.
Der Tag gegen Lärm findet in diesem Jahr unter dem Motto „Ruhe rockt“ statt. Dieser wurde 1995 vom Verband der Hörgeschädigten ins Leben gerufen. Damals noch mit Fokus auf den Lärm, der an Arbeitsplätzen entstand. Heutzutage ist es eher Straßenverkehrslärm, Baulärm oder auch laute Nachbar*innen, die Menschen stören. „Lärm, das sind die anderen.“, so Peter Androsch von der Hörstadt. Die Hörstadt hat eine Karte veröffentlicht, auf denen Linzer Hörenswürdigkeiten veröffentlicht werden, Orte, die einen besonderen Klang haben, oder Alltagsgeräusche gut wiedergeben. Aktives Hören ist etwas, das Menschen trainieren müssen, so Androsch.
Lautstärke allein ist kein Indikator für den Störfaktor von Geräuschen, man denke nur an den tropfenden Wasserhahn, der den Schlaf raubt, versus das laute Meeresrauschen, bei dem es sich wunderbar schlafen lässt. Naturgeräusche wirken allgemein beruhigend. In der Stadt entkommt man Lärm kaum, hier hilft es, wenn man Parameter weiß, zum Beispiel, wie lange eine Baustelle dauert, oder wann die Party in der nächsten Wohnung vorbei sein wird. Dem Lärm ausgeliefert zu sein, ohne Kontrolle, wann er wieder vorbei sein wird, das ist es, was die Menschen stresst. Das kann auch der Gesundheit schaden, Herzprobleme sind eine mögliche Folge von zu viel Lärmbelastung.
Die Hörstadt hat auch das Projekt „Über drei Brücken musst du gehn“ gestaltet, das sind Hörspaziergänge unter und über die drei Linzer Stadtbrücken. Alle sind eingeladen, diesen akustisch eingefangenen Wegen zu folgen und sich selbst davon ein Bild zu erhören. Alle Informationen gibt es hier.
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