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By Marina WetzlmaierSociety & Culture
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FROzine episodes

  • Weltempfänger: Nauru – vergessene deutsche Kolonie

    Nauru: Eine vergessen deutsche Kolonie im Pazifik

    Am 16. April 1888 annektierte das Deutsche Reich die Pazifikinsel Nauru. Auf der 21 Quadratkilometer kleinen Insel war zu dem Zeitpunkt ein Stammeskrieg in vollem Gang. Aber warum hat das Deutsche Reich ausgerechnet eine so kleine Insel in sein Kolonialreich einverleibt? Das erfuhr Radio Corax im Gespräch mit Hermann Mückler. Er ist Professor an der Universität Wien und Autor des Buchs „Die Marshall-Inseln und Nauru in deutscher Kolonialzeit“.

    Gespräch zum Nachhören

    Klimaklage in Frankreich

    Frankreich stellte eine Klimaanpassungsstrategie vor, in der als worst case von einem Szenario ausgegangen wird, dass mit einer Erwärmung von vier Grad für Frankreich im Jahr 2100 rechnet. Angesichts dessen haben nun 14 Organisationen die französische Regierung verklagt, weil sie ihre Bürger*innen zu wenig vor den Folgen des Klimawandels schützen würde. Die Klage fordert also nicht mehr Klimaschutz, sondern eine bessere Anpassung an den Klimawandel und ist damit laut Berichten die erste, die so vorgeht in Europa. RDL sprach darüber mit deren Frankreichkorrespondenten, den freien Journalisten und Juristen Bernard Schmid aus Paris.

    Gespräch zum Nachhören

    Nachhaltige Technik

    Am 22. April war der World Earth Day, der internationale Tag der Erde. Der Tag der Erde findet jedes Jahr an diesem Tag mit einem bestimmten Schwerpunkt und Motto in über 175 Ländern statt. Der erste Earth Day fand 1970 statt. Mit dem Slogan #EarthActionDay stand der 55. Erdtag international unter dem Leitmotiv, (selbst) aktiv zu werden. Aus diesem Anlass hat sich Radio Corax mit der Nachhaltigkeit von Computern beschäftigt. Dass sie immer noch viel Energie verbrauchen, ist klar. Was das aber genau bedeutet und was man dagegen (selbst) tun kann, darüber sprach Radio Corax mit einer der Koordinator*innen der Gruppe Bits und Bäume.

    Beitrag zum Nachhören

    Moderation: Nora Niemetz

    CC-BY Musik: Ronald Kah: fallen heros, thoughts

    50 min
  • Weißen Feminismus canceln

    Am 25. März fand im DH5 eine Diskussion zu Sibel Schicks Buch „Weißen Feminismus canceln – Warum unser Feminismus feministischer werden muss“ statt. maiz hat gemeinsam mit der Autorin und Segal Hussein, Aktivistin gegen rassistische Polizeigewalt, über die Bedeutung von weißem Feminismus gesprochen, dass dieser nur einer gewissen Demografie zu gute kommt und wirkliche Gleichberechtigung nur mit Intersektionalität, also der Berücksichtigung von Faktoren wie Geschlecht, Ethnizität, Alter, Armut etc., geschaffen werden kann.

    Sie sprechen über Polizeigewalt, Sexarbeit und den Zusammenhang von Umwelt und Feminismus.

    Danke an DorfTV für die Audiospur der Veranstaltung.

     

    1 hr
  • „Menschenzoos“ und „Völkerschauen“

    Vom Umgang mit dem kolonialen Erbe. Historikerin Elfriede Windischbauer berichtete auf der Antirassimus.Messe über ihre Forschung zu „Menschenausstellungen“ in Salzburg.

    Österreich hatte zwar keine eigenen Kolonien, beteiligte sich jedoch intensiv am Kolonialismus. Ein besonders menschenverachtendes Beispiel dafür sind die sogenannten “Menschenzoos” oder Völkerschauen, bei denen Menschen kommerziell zur Schau gestellt wurden. Zwischen 1870 und 1910 fanden in Wien über 50 solcher Völkerschauen statt. Es wird oft vergessen, dass jenseits der europäischen Hauptstädte auch in ländlichen Gebieten Menschen zur Belustigung und Demütigung ausgestellt wurde. Die PH-Professorin Elfriede Windischbauer entdeckte, dass in Salzburg bis 1951 insgesamt 32 Menschenausstellungen stattfanden. Im Gespräch mit der Historikerin und Journalistin Vanessa Spanbauer berichtet sie im Rahmen der Antirassismus.Messe in Wien über die Herausforderungen in ihrer Recherche und wie unsere Gesellschaft mit diesem Erbe umgehen sollte.

    Das Titelbild zeigt den Ausschnitt einer Timeline, die Windischbauer erstellt hat. Darauf ist zu sehen, dass es noch nicht allzu lange her ist, als zuletzt Menschen “ausgestellt” wurden. Windischbauers Forschung wirft daher weitere Fragen auf: Gibt es noch Zeitzeug*innen dieser “Menschenzoos”? Wie ging die Bevölkerung damals damit um? Sie regt außerdem an darüber nachzudenken oder zu erforschen an welch anderen Orten in Österreich es solche Völkerschauen gegeben haben könnte.

    1 hr
  • „WARM, SATT UND SAUBER“ im Kepler Salon

    Im Rahmen einer Kooperation mit der Caritasschule für Sozialbetreuungsberufe fand im Kepler Salon Linz am 7. April eine Diskussion zu aktuellen Herausforderungen in der Behindertenbetreuung, Pflegeausbildung und inklusiven Gesellschaft statt. Die Veranstaltung mit dem Titel „Warm, satt und sauber – Die Bedeutung von „Betreuung“ warf einen kritischen Blick auf die Frage: Was braucht es wirklich für ein menschenwürdiges Leben?

    Cornelia Zefferer, Leiterin der Caritasschule für Sozialbetreuungsberufe, schilderte die zunehmende Verschiebung hin zu einer rein funktionalen Betreuung. Der Fokus auf körperliche Grundbedürfnisse – warm, satt, sauber – greife zu kurz: „Pflege darf nicht nur versorgen – sie muss auch begleiten, verstehen und stärken.“

    Als Ursachen für die Vernachlässigung von Beziehungsarbeit nannte sie Personalmangel und Zeitdruck, bis 2030 würden Tausende Pflegefachkräfte fehlen.

    Ewald Feyerer, ehemaliger Leiter des Instituts für inklusive Pädagogik, erläuterte die Rolle von Bildung als Schlüssel zur Teilhabe. Er plädierte für ein Verständnis von Betreuung als Agogik, also als professionelle Begleitung über alle Lebensalter hinweg. Ziel müsse es sein, Menschen mit Behinderungen zu einem selbstbestimmten Leben zu befähigen – mit individuell passenden Herausforderungen und ausreichender Unterstützung.

    Volker Schönwiese, Erziehungswissenschaftler und Mitbegründer der österreichischen Behindertenrechtsbewegung, stellte das soziale Modell von Behinderung ins Zentrum. Nicht die individuelle Einschränkung, sondern gesellschaftliche Barrieren behinderten die Teilhabe. Er erinnerte an die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention und kritisierte, dass diese in Österreich noch immer unzureichend umgesetzt werde.

    Ein weiterer zentraler Punkt des Abends war die historische Aufarbeitung der österreichischen Behindertenhilfe – von NS-Verbrechen bis hin zu institutionellen Strukturen der Nachkriegszeit. Behinderte Menschen hatten während des Nationalsozialismus kein Existenzrecht, danach zwar das Recht auf Leben, aber von wirklicher Inklusion war man noch weit entfernt. Auch heute noch trennt alleine das Bildungssystem behinderte Menschen von nichtbehinderten.

    Moderiert wurde der Abend von Dominika Meindl.

    Headerbild: Cliff Booth @pexels

    1 hr
  • Nibelungenbrücke Radstreifen wieder entfernt

    Das Provisorium der Fahrradstreifen auf der Nibelungenbrücke sind grade erst eröffnet worden nur um am 15. April von der Politik wieder das Aus von der Politik zu verkünden.

    Die Nibelungenbrücke ist eine der zentralen Verkehrsadern in Linz – für Autos, Öffis, Fußgeher*innen und Radfahrende gleichermaßen. Doch gerade für den Radverkehr war sie keine ideale Route. Wenig Platz und gefährliche Situation mit Autos wurden beanstandet. Nun hat die Stadt Linz provisorische Radfahrstreifen seit 7. April implementiert. Ziel war es, mehr Sicherheit und Platz für den Radverkehr zu schaffen. Seit gestern 15. April ist nun bekannt, dass der Fahrradstreifen auf der Seite des neuen Rathauses wieder entfernt wird. Stau und Sicherheitsbedenken sind die Begründungen von Seiten der Politik. Wie die Radlobby auf diese Entwicklungen reagiert hören Sie im Interview mit Lukas Beurle.

     

    30 min
  • Widerstand leisten und Einsatz zeigen

    Die Radlobby über die Radfahrstreifen auf der Nibelungenbrücke | Die Enstehung des Nationalparks Vjosa

    Die Radlobby über die Radfahrstreifen auf der Nibelungenbrücke

    Die Nibelungenbrücke ist eine der zentralen Verkehrsadern in Linz – für Autos, Öffis, Fußgeher*innen und Radfahrende gleichermaßen. Doch gerade für den Radverkehr war sie keine ideale Route. Wenig Platz und gefährliche Situation mit Autos wurden beanstandet. Nun hat die Stadt Linz provisorische Radfahrstreifen seit 7. April implementiert. Ziel war es, mehr Sicherheit und Platz für den Radverkehr zu schaffen. Seit gestern 15. April ist nun bekannt, dass der Fahrradstreifen auf der Seite des neuen Rathauses wieder entfernt wird. Stau und Sicherheitsbedenken sind die Begründungen von Seiten der Politik. Wie die Radlobby auf diese Entwicklungen reagiert hören Sie in folgendem Interview von Aylin Yilmaz.

     

    Die Enstehung des Nationalparks Vjosa

    FERNSICHT – das sind entwicklungspolitische Film- und Dialogabende, organisiert vom Welthaus der Diözese Linz, die zwischen 28. März und 9. Mai 2025 an verschieden Orten in OÖ stattfinden. Heuer liegt der inhaltliche Fokus auf zwei Ländern – FERNSICHT begibt sich auf eine Reise nach Albanien und Kosovo. Den Start am 28. März machte die Dokumentation “Blue Heart”, vorgeführt im Nationalparkzentrum Molln.

    “Die Dokumentation „Blue Heart“ folgt einer Riverwatch Kampagne und weiteren, lokalen Protagonist:innen durch den Balkan und dokumentiert die Verbrechen, die gegen Europas letzten Flussjuwel und die betroffene Lokalbevölkerung begangen werden.”, so wird die Doku von FERNSICHT/ Diözese Linz beschrieben.

    Ein Beispiel für einen Fluss, an dem Kraftwerke gebaut hätten werden sollen, ist die Vjosa. Durch Proteste konnte dies jedoch verhindert werden. Unter anderem beteiligt an dem Stopp der Kraftwerkbauten und letztendlich auch an der Entstehung des Nationalparks Vjosa war Fritz Schiemer (Universität Wien).

    Wie lief die wissenschaftliche Forschung am Fluss ab? Was waren wichtige Hebel in Richtung Stopp der Kraftwerkbauten? Wie kam es letztendlich zur Unterzeichnung des Nationalparks von politischer Seite?
    Auf diese und weitere Fragen gab Fritz Schiemer im Gespräch, zu dem er nach der Filmvorführung zu Gast war, Antworten.

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    50 min
  • Entstehung Nationalpark Vjosa

    Die Entstehung des Nationalparks an der Vjosa / „Blue Heart“ bei FERNSICHT

    FERNSICHT – das sind entwicklungspolitische Film- und Dialogabende, organisiert vom Welthaus der Diözese Linz, die zwischen 28. März und 9. Mai 2025 an verschieden Orten in OÖ stattfinden. Heuer liegt der inhaltliche Fokus auf zwei Ländern – FERNSICHT begibt sich auf eine Reise nach Albanien und Kosovo.

    Den Start am 28. März machte die Dokumentation „Blue Heart“, vorgeführt im Nationalparkzentrum Molln.

    zu weiterführenden Infos FERNSICHT

    Die letzten natürlichen Flussläufe in Europa verlaufen im Balkan. Die Region gilt als „Das blaue Herz Europas“. Doch auch diese Flüsse sind bedroht – nämlich vom Goldrausch der Wasserkraft. Wasserkraft führt zu Artensterben, der Vertreibung von Menschen und verschärft den Klimawandel.

    „Die Dokumentation „Blue Heart“ folgt einer Riverwatch Kampagne und weiteren, lokalen Protagonist:innen durch den Balkan und dokumentiert die Verbrechen, die gegen Europas letzten Flussjuwel und die betroffene Lokalbevölkerung begangen werden.“, so wird die Doku von FERNSICHT/ Diözese Linz beschrieben.

    Ein Beispiel für so einen Fluss, an dem Kraftwerke gebaut hätten werden sollen, ist die Vjosa. Durch Proteste konnte dies jedoch verhindert werden. Unter anderem beteiligt an dem Stopp der Kraftwerkbauten und letztendlich auch an der Entstehung des Nationalparks Vjosa war Fritz Schiemer (Universität Wien).

    Wie lief die wissenschaftliche Forschung am Fluss ab? Was waren wichtige Hebel in Richtung Stopp der Kraftwerkbauten? Wie kam es letztendlich zur Unterzeichnung des Nationalparks von politischer Seite?
    Auf diese und weitere Fragen gab Fritz Schiemer im Gespräch, zu dem er nach der Filmvorführung zu Gast war, Antworten.

     

    25 min
  • Protesttour nach Straßburg

    „Subotica, Budapest, Bratislava und Wien, über Linz und Salzburg geht’s weiter, unsere Route ist wirklich lang“, riefen die Studierenden aus Serbien, die auf ihrer Protesttour durch Europa am 9. April in Linz ankamen.

    Am 3. April machten sie sich mit ihren Fahrrädern von Novi Sad aus auf den Weg. Am 15. April wollen sie Straßburg erreichen, wo sich das EU-Parlament befindet. Sie fordern die europäischen Staaten und Institutionen dazu auf Druck auf die serbische Regierung auszuüben. Dort demonstrieren die Menschen seit November 2024 gegen die Korruption im Land und für die Demokratie. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines neu renovierten Vordachs am Bahnhof von Novi Sad. 16 Menschen starben dabei.

    Am Linzer Hauptplatz versammelten sich u.a. viele Menschen mit serbischen Wurzeln, um ihre Solidarität mit den Protestierenden auszudrücken. Sie machen sich Sorgen um die politische Situation im Land, wie sie sagen. Marina Wetzlmaier war vor Ort und hat Eindrücke vom Empfang der Studierenden gesammelt.

    Mehr Informationen zur “Tour nach Straßburg”: de.turadostrazbura.rs

    30 min
  • Gemeinsam Druck aufbauen

    Die Protestradler*innen aus Serbien wurden in Linz empfangen | Digitalisierung & (De-) Radikalisierung junger Menschen

    Protesttour nach Straßburg

    „Subotica, Budapest, Bratislava und Wien, über Linz und Salzburg geht’s weiter, unsere Route ist wirklich lang“, riefen die rund 80 Studierenden aus Serbien, die auf ihrer Protesttour durch Europa am 9. April in Linz ankamen.

    Am 3. April machten sie sich mit ihren Fahrrädern von Novi Sad aus auf den Weg. Am 15. April wollen sie Straßburg erreichen, wo sich das EU-Parlament befindet. Sie fordern die europäischen Staaten und Institutionen dazu auf Druck auf die serbische Regierung auszuüben. Dort demonstrieren die Menschen seit November 2024 gegen die Korruption im Land und für die Demokratie. Auslöser der Proteste war der Einsturz eines neu renovierten Vordachs am Bahnhof von Novi Sad. 16 Menschen starben dabei.

    Am Linzer Hauptplatz versammelten sich u.a. viele Menschen mit serbischen Wurzeln, um ihre Solidarität mit den Protestierenden auszudrücken. Sie machen sich Sorgen um die politische Situation im Land, wie sie sagen. Marina Wetzlmaier war vor Ort und hat Eindrücke vom Empfang der Studierenden gesammelt.

    Mehr Informationen zur “Tour nach Straßburg”: de.turadostrazbura.rs

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    “Unser größter Kampf gilt dem Algorithmus”

    TikTok, Instagram, Whatsapp. Die digitale Welt ist aus dem Alltag von vielen Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Laut dem Jugend-Internet-Monitor von saferinternet verbringt ein erheblicher Teil der jungen Menschen täglich mehrere Stunden online. ​Doch diese intensive Nutzung birgt auch Risiken.

    Am zweiten April 2025 richtete die Kinder und Jugendanwaltschat Oberösterreich ihre Fachtagung zum Thema „Digitalisierung & (De-) Radikalisierung junger Menschen“ im Linzer Schlossmuseum aus. Gemeinsam mit Expert*innen konnten Lehrende, Pädagog*innen oder Mitarbeitende im Jugendbereich einen Einblick in die präventative De-Radikalisierungsarbeit bekommen. Ziel war es, Strategien zu entwickeln, um Jugendliche vor extremistischer Beeinflussung im digitalen Raum zu schützen und diejenigen Menschen, die mit Jugendlichen und Kinder in Kontakt kommen, zu schulen.

    Bei der Pressekonferenz vor dem Start der Tagung, sprachen Michael Lindner (Kinder – und Jugendschutz-Landesrat), Ingrid Brodnig (Buchautorin und Journalistin), Kenan Dogan Güngör (Soziologe, Integrations- und Diversitätsexperte) und die Leiterin der Kinder – und Jugendanwaltschaft OÖ, Christine Winkler-Kirchberger über die wichtigsten Erkenntnisse und Ansatzpunkte der präventiven De- Radikalisierungsarbeit. Anna Jungwirth berichtet.

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    48 min
  • Weltempfänger: Aus Ozeanien und von anderswo

    Aus Ozeanien und anderswo

    Ein Großteil der Ethnologischen Sammlung in Freiburg besteht aus kolonialen Exponaten, unter anderem aus Ozeanien. Einige dieser Objekte haben die beiden Marineoffiziere Walther Brandt und Paul Werber mitgebracht. Sie waren auf dem Schiff S.M.S Cormoran der kaiserlichen Marine stationiert. Wie genau sind die Sammlungsstücke nach Freiburg gekommen? Durch »alltäglichen« Handel, »Schenkungen« durch Indigene oder aktive Ausbeutung durch kriegerische Handlungen? Mit diesen Fragen hat sich ein Forscher*innen-Team der Ethnologischen Sammlung beschäftigt. Anuk Oltersdorf vom südnordfunk spricht mit Nicole Landmann-Burkhardt. Sie ist Leiterin der Ethnologischen Sammlung am Museum Natur und Mensch.

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    Journalist*innen in der Türkei

    Vor etwas mehr als zwei Wochen kam es zur Festnahme von Ekrem İmamoğlu in der Türkei. Er ist ehemaliger Bürgermeister von Istanbul und Oppositionspolitiker. Laut Taz bezeichnete der CHP-Vorsitzende Özgür Özel die Festnahme seines Parteifreundes als einen „zivilen Putsch“ . Als Reaktion auf die Festnahme İmamoğlus versammelten sich bereits am selben Tag hunderttausende Menschen. Die Proteste ziehen weitreichende Konsequenzen mit sich, von massiver Polizeigewalt bis zur Festnahme von hunderten Menschen. Darunter sind viele Journalist*innen. Darüber sprach Radio Corax mit Katharina Weiss, sie ist Pressereferentin bei Reportern ohne Grenzen Deutschland.

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    Die andalusische Arbeiter*innengewerkschaft SAT

    Zehn Jahre dauerte in Spanien ein Prozess gegen 4 Mitglieder der andalusischen LandarbeiterInnengewerkschaft SAT. Unter anderem auch gegen den Vorsitzenden Óscar Reina. Der 34-jährige wurde im März als Generalsekretär der SAT bestätigt. Die Gewerkschaft der Andalusischen Arbeiter“ (SAT) ist eine stark verfolgte Gewerkschaft in Europa. Tatsächlich werden etwa 600 SAT-Mitglieder juristisch verfolgt. Gegen sie werden unter anderem mehr als 400 Jahre Haft gefordert. Geldstrafen summieren sich schon auf einen Betrag von über eine Million Euro auf. Ralf Streck, Spanienkorrespondent von RDL sprach mit Óscar Reina über die SAT, den Prozess und die Kooperative in Marinaleda.

    Gespräch zum Nachhören

    Moderation: Nora Niemetz

    CC-BY Ronald Kah: Floating Piano

    50 min

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