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Arbeitslose Menschen sind faul und liegen dem Staat auf der Tasche, Arbeit wollen sie jedenfalls keine finden. Aussagen wie diesen begegnen wir im Alltag und auch in der Politik immer wieder, vor allem wenn zu unserem Sozialsystem debattiert wird. Aber wie sieht der Alltag von arbeitslosen Menschen wirklich aus? Mit welchen Sorgen haben sie zu kämpfen. Die youngCaritas Oberösterreich hat das mit Schüler*innen auf einem Rundgang durch Linz erkundet. Aylin Yilmaz hat sie dabei begleitet.
Informationen zur youngCaritas finden Sie im Internet unter ooe.youngcaritas.at
Neues Abfallsystem
Ab 1. Jänner 2025 wird in ganz Österreich ein einheitliches Abfallsystem eingeführt. Mit der „gelben Formel“ sollen Angebote wie der gelbe Sack oder der Einwegpfand ausgebaut und damit die Kreislaufwirtschaft verbessert werden. Welche Änderungen das Neue System mit sich bringt und was das für die individuelle Abfallentsorgung bedeutet, berichtet Anna Jungwirth.
Wer Fragen zur Abfallentsorgung hat, kann in den Altstoffsammelzentren nachfragen. Informationen dazu finden Sie im Internet auf www.altstoffsammelzentrum.at sowie auf der Seite des oberösterreichischen Landesabfallverbands www.umweltprofis.at.
“Für viele ist Gewalt schon so normal, dass sie es gar nicht als Gewalt sehen.” (Eva Schuh, Gewaltschutzzentrum OÖ)
Gewalt gegen Frauen nimmt viele Formen an und ist nicht immer sichtbar. Sie zeigt sich nicht nur als körperliche Gewalt, sondern auch in der Sprache, in der finanziellen Abhängigkeit, in struktureller und institutioneller Gewalt. Über diese Facetten und darüber, wie und wo sich Betroffene Hilfe suchen können, informieren Vertreterinnen der Linzer Frauenberatungsstellen. Sie appellieren außerdem an mehr Bewusstsein und Verantwortung in der Gesellschaft, um Gewalt zu erkennen und zu verhindern. Denn: “Jede*r kann was sagen, was tun”, so das Motto des Gewaltpräventionsprojekts StoP-Stadtteile ohne Partnergewalt.
“Gewalt wird nicht als das Grundübel ernst genommen, das es ist”,
kritisiert Frauenstadträtin Eva Schobesberger und betont, dass Männer in allen Bereichen Verantwortung für Männergewalt übernehmen müssen.
Zu hören sind:
Zum Beitrag
Frauenhelpline Österreich: 0800 222 555 (rund um die Uhr, kostenlos, anonym)
Gewaltschutzzentrum OÖ: Das Gewaltschutzzentrum berät und begleitet Opfer von häuslicher Gewalt, Gewalt im sozialen Nahraum und Stalking. www.gewaltschutzzentrum.at/oberoesterreich , Kontakt: +43 732 60 77 60
Autonomes Frauenzentrum Linz: Fachberatungsstelle für Frauen und Mädchen bei Gewalt in Trennungssituationen und alle Formen der Gewaltbetroffenheit, insbesondere bei sexualisierter Gewalt: www.frauenzentrum.at , Kontakt: 0732 /602200
Frauenhaus Linz: Zufluchtstätte für Frauen und ihre Kinder in Krisensituationen Notruf rund um die Uhr: 0732 60 67 00
Plakatkampagne der Gewaltschutzzentren Österreichs
Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne 16 Tage gegen Gewalt an Frauen:
Demonstration in Linz gegen Gewalt an Frauen
Laut den Autonomen Österreichischen Frauenhäusern verzeichnet Österreich in diesem Jahr bereits 27 Femizide und 39 Fälle schwerer Gewalt gegen Frauen. Vor einigen Tagen wurde außerdem ein neuer UN-Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass letztes Jahr 85.000 Frauen und Mädchen vorsätzlich getötet wurden. Mehr als die Hälfte dieser Taten, nämlich 60% wurden von Intimpartnern oder Familienmitgliedern begangen.
Der 25. November, als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen ist also aktueller denn je und symbolisiert gleichzeitig auch den Beginn der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Diese internationale Kampagne läuft jedes Jahr bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte und währenddessen werden (Info-)veranstaltungen und Aktionen organisiert, die Gewalt gegen Frauen und Strategien gegen diese Gewalt zum Thema haben.
Auch in Linz gab es dazu am Montag, dem 25 November eine Demonstration zum Tag gegen Gewalt an Frauen, organisiert vom Bündnis DIY Frauentag Linz. Radio FRO war bei der Demo vor Ort und hat mit Aktivist*innen von Catcalls of Linz, StoP Linz, DIY Frauentag Linz und Teilnehmenden über Zivilcourage, Handlungsmöglichkeiten und Forderungen an die Politik gesprochen.
Die Organisationen finden Sie hier:
Weitere Ressourcen:
Am 20. November wird jedes Jahr der Trans Day of Remembrance begangen. An diesem Tag wird den Menschen gedacht, die Opfer von transfeindlicher Gewalt wurden.
Der Trans Day of Remembrance (TDoR) wurde 1999 von der Aktivistin Gwendolyn Ann Smith in den USA ins Leben gerufen, nachdem Rita Hester, eine Schwarze trans Frau, ermordet wurde. In den Medien wurde der Fall kaum aufgegriffen und somit soll dieser Tag öffentlich auf die Opfer aufmerksam machen und sie in Erinnerung behalten.
In Linz wurde der TDoR am Hauptplatz begangen. Kerzen und die trans Flagge wurden am L_nz Schiftzug aufgebaut. Das Gedenken ist Teil der Rainbow Reflections der Stadt Linz, erklärt Patricia Kurz-Khattab, Koordinatorin für LGBT Angelegenheiten der Stadt Linz. Diese widmen das ganze Jahr über unterschiedlichen LGBTQIA+-Gedenk- und Feiertagen. Das Ziel ist Wissen zu vermitteln und zu den spezifischen Herausforderungen von queeren Menschen zu sensibilisieren.
Michael Müller, Vereinsprecher der HOSI Linz sagt, dass es wichtig sei, zur Polizei zu gehen, wenn man Opfer von einer Gewalttat wurde. Nur so können offizielle Zahlen bereitgestellt und sichtbar gemacht werden, dass es Gewaltprobleme gebe. Eine Organisation, die Gewalttaten gegen trans und genderdiverse Personen beobachtet und Zahlen bereitstellt ist Transgender Europe und Central Asia. Sie schreiben, dass vor allem trans Frauen, Schwarze und Braune trans Personen, trans Sexarbeiter*innen und trans Migrant*innen und Geflüchtete Opfer von Morden weltweit werden.
In Linz mag die Situation für trans Personen nicht so gefährlich sein, aber trotzdem gibt es einige Anlaufstellen, wo sich Menschen mit allen möglichen Anliegen hinwenden können:
Bily – Beratungsstelle
Die young Caritas Oberösterreich hat Schüler*innen eingeladen, an verschiedenen Orten in Linz mehr über das Thema Arbeitslosigkeit zu lernen.
Am 6. November hat die young Caritas im Rahmen einer City Challenge Schülerinnen der Polytechnischen Schule Traun über Arbeitslosigkeit aufgeklärt. Das passierte an Orten, die eine besondere Bedeutung für arbeitslose Menschen haben, positiv wie negativ. Erarbeitet worden sind die Plätze mit arbeitslosen Menschen gemeinsam, ihre Gedanken dazu wurden beim Rundgang durch Linz vorgelesen. Begleitet wurde der Rundgang von Claudia Schlosser von der young Caritas OÖ, Barbara Mitterndorfer-Ehrenfellner, Referentin bei der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung, Peter Habenschuss, Mensch & Arbeit Nettingsdorf und Stefan Robbrecht-Roller, Referent bei Mensch & Arbeit der Diözese Linz.
Die Schülerinnen hörten dann zum Beispiel, dass es arbeitslosen Menschen unangenehm sei, die Straßenbahn zu benutzen, weil man Bekannten über den Weg laufen könnte und man sich wegen der Scham über die eigene Situation nicht unterhalten wolle. Diese Scham erstreckt sich auch auf die sozialen Medien, wie ein anderes Statement erzählt. Da wurden alle Kanäle gelöscht, nachdem ein erfolgreicher Geschäftsmann seine Arbeit verlor.
Eine der Stationen war die Ursulinenkirche, die wurde deshalb genannt, weil es einer der wenigen Orte ist, an denen man sich konsumfrei aufhalten kann. Die Menschen können so lange sitzen, wie sie wollen und werden auch nicht angesprochen. Ein, auf den ersten Blick, ungewöhnlich anmutender Ort ist eine Tierhandlung in der Linzer Innenstadt. Dort wird erklärt, dass Haustiere sehr wichtig für arbeitslose und obdachlosen Menschen seien. Sie geben Halt und urteilen nicht. Das Problem dabei ist, dass in Einrichtungen für wohnungslose Menschen nicht erlaubt sind.
Das Ziel dieses Rundgangs ist, mit Vorurteilen über Arbeitslosigkeit aufzuräumen und Menschen selbst zu Wort kommen zu lassen, die davon betroffen sind. Den Schülerinnen waren die gängigen Klischees über „Faulheit von Arbeitslosen“ bekannt und sie fanden es wichtig, einen Einblick in die Realität zu bekommen.
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