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In dieser Ausgabe vom FROzine hören sie ein Mediengespräch zum Thema „Hohe Qualität für wenig Geld? Die Lebensrealität freier Journalist:innen“ und einen Beitrag zu Psychotherapie und ihre momentanen sozio-ökononomischen Gegebenheiten aus Leipzig.
Die Existenzängste unter freien Journalistinnen und Journalisten im Land sind real und messbar. Das belegt eine aktuelle Untersuchung zur Journalismusförderung in Österreich, die jüngst von Medienminister Andreas Babler vorgestellt wurde. Die Daten zeigen ein massives Einkommensgefälle: Freiberufliche Journalist:innen verdienen signifikant weniger als Festangestellte. Um finanziell zu überleben, ist die Mehrheit von ihnen auf Nebenjobs angewiesen. Viele Freie rutschen trotz Vollarbeitszeit unter die offizielle Armutsgrenze von monatlich 1.661 Euro. Der wirtschaftliche Druck, unter dem freie Journalist:innen stehen, ist umso dramatischer, betrachtet man ihre hohe gesellschaftliche Relevanz: Sie sind es, die vielfach wichtige Lücken füllen, die in personell ausgedünnten Redaktionen offen bleiben. Sie übernehmen oft zeitintensive und riskante Arbeit, berichten aus schwer zugänglichen Regionen oder investieren viele Monate in tiefgründige Recherchen, etwa zu Machtmissbrauch und Korruption. In diesem Sinn übernehmen freie Journalist:innen demokratiepolitisch unverzichtbare Funktionen im Medienbetrieb. In Österreich werden Medienhäuser in Form von Förderungen und Inseraten mit öffentlichen Geldern finanziert. In anderen Branchen sind staatliche Förderungen und Aufträge an soziale Mindeststandards der Mitarbeitenden gekoppelt. Dies wäre auch in der Medienbranche dringend notwendig. Im Mediengespräch von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz wird die Lage der freien Journalist:innen beleuchtet und mögliche Lösungsansätze skizziert. Diskussionsteilnehmer waren Andreas Kaltenbrunner (Österreichische Akademie der Wissenschaften) und Josef Trappel (Universität Salzburg) Moderiert hat das Mediengespräch Anna Hasenauer.
Keine Finanzierung – keine Therapie!
Gespräch mit Isabel Ilgner, sie war Teil einer Demo für die Weiterbildung von Psychotherapeut*innen in Leipzig, im Moment läuft gerade auch der Aktionsmonat zur Finanzierung der Weiterbildung von Psychotherapeut*innen. Rein statistisch steigt die Zahl der Psychotherapeut*innen in Deutschland langsam an, aber viele Menschen müssen auf Therapieplätze warten, wo liegen die Ursachen? Vom 2.6.2026 RadioBlau https://fsrpsy-leipzig.de/ https://psyfako.org/news/beginn-des-aktionsmonats-zur-finanzierung-der-weiterbildung/
Eindrücke vom Gedenken an die Befreiung des KZ-Außenlagers Gunskirchen vor 81 Jahren.
Mitten in einem Waldstück, „Hochholz“ genannt, auf dem heutigen Gemeindegebiet von Edt bei Lambach befand sich das KZ-Außenlager Gunskirchen. Überlebende bezeichneten es als die Hölle. Viele der Häftlinge waren ungarische Jüdinnen und Juden. Sie wurden von den Konzentrationslagern Mauthausen und Gusen auf Todesmärschen nach Gunskirchen getrieben. Tausende Menschen starben auf dem Weg dorthin. Jene, die das Lager erreichten fanden katastrophale Bedingungen vor. Sie waren mehr oder weniger sich selbst überlassen, wurden kaum versorgt, Krankheiten breiteten sich schnell aus. Nach Schätzungen waren 20.000 Menschen im KZ Gunskirchen interniert, 5.000 überlebten die Bedingungen nicht. Viele weitere starben nach der Befreiung an den Folgen ihrer Gefangenschaft.
Vor 81 Jahren, am 5. Mai 1945, befreiten Soldaten der 71. US‐Infanteriedivision das Lager.
Daran erinnert die jährliche Gedenkfeier, zu der die Gemeinden Gunskirchen und Edt bei Lambach gemeinsam mit der Welser Initiative gegen Faschismus einladen. Heuer fand sie am Samstag, 9. Mai 2026 statt.
Schüler*innen der Mittelschule Gunskirchen haben das Programm mitgestaltet. Sie setzten sich mit dem Thema „Täter*innen“ auseinander und berichteten, welche Gedanken sie nach einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, beschäftigten.
Das Mauthausen Komitee Österreich errichtet derzeit einen offiziellen Gedenkort am ehemaligen Lagergelände. Die Eröffnung findet am Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 Uhr statt.
Mehr Informationen:
Gedenkinitiative Gunskirchen-Edt: www.lager-gunskirchen.at
Informationen zum KZ-Außenlager Gunskirchen: www.mauthausen-guides.at
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Außerdem zu hören sind Ausschnitte vom „Fest der Freude“, das am 8. Mai 2026 am Wiener Heldenplatz stattfand.
Zum Weiterhören: ein Gespräch mit Zeitzeugin Lucy Waldstein
Heute hören sie in der neuen FROzine-Ausgabe einen Bericht zur 1. Wöspride, die am 16. Mai in Wels stattgefunden hat.
Versammelt wurde sich um 13 Uhr am Weliosplatz, um 14 Uhr war Parade-Start – und trotz Regen und Schlechtwetter war eine riesige Menge an Menschen laut, bunt und lebensfroh in Wels mit dabei und sorgte so für queere Sichtbarkeit!
Ab 16:00 Uhr ging es im Anschluss weiter beim Pridevillage im Schl8hof Wels – mit buntem Programm, Austausch und Community. Wir haben vor Ort einige Stimmen für euch eingefangen und haben eine bunte Momentaufnahme vom Pride Village mit dabei. Ihr hört nun verschiedenste Personen, Organisationen und Gruppen, die bei der ersten Wels Pride mit dabei waren und den Tag so richtig zelebriert haben. Unter anderem hören Sie auch die Bands Color the night, sowie Mama Frida.
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