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Live im Fernsehen! Live von der Allianz Arena, im Windschatten von Kanzler Söder! Die Volkswagen Tailgate Tour Live! Die drei Jungs von Fussball MML diskutieren im strömenden Regen das Pokal-Spiel der Bayern gegen Düren. Und jede Menge anderer Themen. Eigentlich hauptsächlich andere Themen… Auf jeden Fall mit dabei: Micky als Uli Hoeneß und Christoph Daum. Maik, der Falschparker aufschreibt. Und Lucas als personifizierter Finger in den Wunden des FC Schalke 04. Die magische Nacht von München - hier in voller Länge!
Er hat den Scheiß schon einmal versucht. In Kiew, gegen die Ukraine. Dreierkette gegen den Außenseiter. Und schon damals nannte er das Ganze: Experiment. Als müsste dieses Bauerntheater am Ende noch mit Moritz Bleibtreu und Justus von Dohnányi in den Hauptrollen verfilmt werden. Der 11freunde-Liveticker gab diesem unwürdigen Schauspiel hinterher einen anderen Titel: Uncool Runnings. Wobei der Bob an der Seitenlinie stand. Seitdem sind neun Jahre vergangen. Andrij Schewtschenko, damals Starstürmer in der Anfangself, ist mittlerweile Trainer der Ukraine. Und Joachim Löw, aus unerfindlichen Gründen noch immer Bundestrainer, hat seither nichts gelernt. Er hat sich nur immer weiter entfernt, von den Fans, den Journalisten, den Kritikern. So schafft er es, gleichzeitig an einer Laterne zu lehnen und doch über den Dingen zu schweben. Von dort oben, das sagt er gerne, hat er das Großeganze im Blick, und meint damit wahrscheinlich vor allem sich selbst. Oder den DFB, der einst eine Otto-Fleck-Schneise in den Urwald getrieben und danach noch ein paar Bilanzen gefälscht hat. Nur wenn der Nationalelf jetzt sogar Lothar Matthäus und Bastian Schweinsteiger abhanden kommen, ist dieses Konstrukt auf Jahre hinaus untragbar. Auf der Suche nach Ersatz und Ablenkung könnte man nun nach Eindhoven schauen, wo Mario Götze der Welt zeigen möchte, dass er noch immer besser ist als Mario Götze. Oder in die Toskana, wo sich die Weltmeister von 1990 getroffen haben, um mit Thomas Berthold über die Maskenpflicht zu debattieren. Vielleicht auch eine Alternative für Deutschland. Wir sind jetzt allerdings erstmal gespannt, was Helm-Jogi, der alte Querdenker, als nächstes plant. Denn nach dem Spiel ist vor der Schweiz. Und wir bleiben, wie immer angemessen unneutral, für euch am Maskenball. Fussball MML, die seit Samstag nur noch zweitschlechteste Dreierkette dieses Landes. Viel Spaß!
Das Internet vergisst nicht, keine Zitate und keine Tabellen, keine Seitenhiebe und keine Aussetzer. Es ist das Elefantengedächtnis, mit dem man sich zum Affen macht, das Erinnerungsmonster, das dich verschlingt, weil du es vorher gefüttert hast. Es steht immer schon an der nächsten Ecke, im Schatten. Und wartet, auf den nächsten Trainerwechsel, den nächsten Deadline Day. Und dann spuckt es die alten Kamellen wieder aus, als hätte es sich an den Jecken verschluckt. Die Clowns, ungeschminkt und unvorbereitet, sind dann immer die anderen. Uli Hoeneß zum Beispiel, von Söldnern verfolgt. Oder Manuel Baum, vom eigenen Wagemut eingeholt. Sie werden am Ende vor allem mit sich selbst konfrontiert. Das Internet ist ein Spiegel, der keine Unebenheiten verzeiht. Und dann kommen wir und drücken die Mitesser aus, lachen über die Falten und Fehler, lehnen uns weit aus dem Fenster, unter dünnen Ärmchen das weiche Sofakissen der Satire. So brüllen wir in die Straße, in der auch am Wochenende wieder gespielt wurde. Und versuchen, von oben herab, für Unruhe zu sorgen.
Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen wir uns zurücklehnen und vom Blatt spielen, uns in unserem eigenen Fundus bedienen, die Narrenkappe aufziehen und dabei doch so tun, als wäre das alles die prächtigste Oper, das deutscheste Theater, die überhaupt größte Kleinkunst. Kabarett mit Kabak, Hamlet mit Hoeneß, Festspiele ohne Wagner. Und wir stellen die überhaupt besten Fragen. Rangnick oder Keller? Kopf oder Zahl? Effe oder Neffe?
Leute, zum Auftakt der neuen Saison machen wir es wie die Bundesliga und feiern die Rückkehr der Fans, rücken wieder eng zusammen und suchen die Nähe der Mächtigen. So sitzen wir gemeinsam auf der Tribüne der Schaulustigen und melden uns aus den verschiedenen Stadien der Erregung. Aus München, wo auch die Schickeria ihre eigenen Gesetze hat und Gäste nicht mehr in Zelten bewirtet dafür aber in ihre Einzelteile zerlegt werden. Oder aus Dortmund, wo Teenager erst auf der Bugwelle des Erfolgs und dann auf dem Rücken eines norwegischen Büffels in den Sonnenuntergang reiten, während ihr Trainer die Kunst perfektioniert, gleichzeitig anatomisch unmöglich und doch aufreizend tonlos zu klatschen. Applaus für Menschen, die Angst vor Beifall haben. Eine Rabona, aus dem schweizer Handgelenk geschüttelt. Und am Ende trauen wir uns auch noch nach Bremen, an die Weser, wo es keine Wunder mehr gibt und der Spielfluss längst ausgetrocknet ist, die Angst wieder umgeht, auf den Rängen Abstiegsgespenster, die den roten Teufel an die Wand malen. Dort pfiffen die Fans, dann war Ruhe, weil sie doch genau wissen, dass ihr Verein zwischen den Zeiten gefangen ist, nicht so kann, wie er gerne würde. Das Schweigen, Dilemma. Für die gute Laune sind derzeit andere zuständig. Wir zum Beispiel. Auch, weil wir uns den Otto noch trauen, den Mirko und den Mario. Die alten Recken. Denn wir, liebe Hörer, bieten dem Fußball ein Zuhause, ein Wohnzimmer sogar. Und ihr dürft gleich mit auf die Couch. Viel Spaß!
Keine Durchschlagskraft, keine Achse, keine Ahnung. Machen wir uns nichts vor, die Mängelliste auf der Großbaustelle Hertha BSC liest sich wie eine ehrliche Analyse des Ist-Zustandes dieses Podcasts. Natürlich wollten wir mit den OMR-Millionen richtig angreifen, die Hackordnung (sic!) mal richtig durcheinander wirbeln, aber zu mehr als dem traurigen Jingle zur kühnen These hat es bisher leider nicht gereicht. Wäre das hier der Pokal, wir wären längst ausgeschieden. So aber machen wir einfach weiter wie bisher und gnadenfristen unser Dasein im Keller. Mit altbewährten Stanzen und gut abgehangenen Pointen. Und ab und zu grölt Uli Hoeneß dazwischen. Im Grunde, herzlichen Glückwunsch, ist im Studio in Hamburg mittlerweile alles wie beim Doppelpass mit München. Nur ohne Lobby. Und ohne Weißbier. Da kann man mal sehen, was passiert, wenn man den falschen Berater wählt. Da, Butter bei die Fische, werden selbst Big City Haie am Ende vom Piranha gefressen. Oder so. Wer trotzdem hören will, wie drei Schweine die Sendezeit mit Phrasen gefüllt haben, der möge einschalten. Alle anderen hören besser Rasenfunk. Viel Spaß!
Es gibt ja so Tage, da weiß man schon morgens, dass es im Grunde nur zwei Möglichkeiten gibt. Entweder das wird jetzt richtig großartig oder sensationell beschissen. Heute, liebe Hörer, war wieder so ein Tag. Weil Maik Nöcker den kurzen Weg von Berlin nach Hamburg statt mit dem Flugzeug (Regeneration!) lieber mit dem Zug zurück legen wollte und dafür mit dem üblichen Wahnsinn aus Stillstand vor Ludwigslust und lauwarmem Christinenbrunnen aus dem TetrakPak bestraft wurde. Vier Stunden später aber konnte er sich dann doch noch ins Studio schleppen und die Aufnahme einer Folge beginnen, die sich mindestens großartig beschissen, vielleicht aber auch sensationell richtig anfühlen wird. Beides möglich. Wir wissen es nicht. Aber, so viel sei vorab verraten, es ist auch diesmal alles drin, was reingehört. Miese Wortwitze aus der untersten Schublade, hölzerne Schleichwerbung für windschiefe Möbelhäuser, absehbare Tiraden aus den Untiefen der Abneigung (Löw raus! Nations League abschaffen!), komplett verstolperteTransfermarktanalysen und ein vollkommen überflüssiger Exkurs in die Schattenwelt der Politik. Und am Ende meldet sich auch noch Joachim Król aus Herne. Mehr geht nicht, weil wir mehr auch gar nicht können wollen. Aber, auch wahr, wer zu spät kommt, den bestraft das Label. Deshalb viel Spaß jetzt mit Fussball MML, dem Marcelo Bielsa unter den Podcasts!
Der Fußball, meine Damen und Herren, kennt keine Pausen. Er ist rastlos, gefräßig, unersättlich. Endspiele, Testspiele, Machtspiele. Irgendwas ist immer, irgendwo fällt immer das nächste Tor. Und wenn der Ball schweigt, sprechen die Spieler und Trainer, ein Toben und Tönen, dann werden Interviews lanciert und Schlagzeilen erzwungen. Als hätten sie Angst vor der Stille, den Momenten der Leere. In Barcelona, prominentestes Beispiel, darf Lionel Messi der Welt gerade noch einmal zeigen, dass er mehr ist als ein Verein. Und irgendwo hinter Freiburg schreibt Joachim Löw gemeinsam mit Franz Josef Wagner einen Brief an die Fifa, legt dann übergroße Torwarthandschuhe ins Schaufenster,
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Große Ereignisse werfen ihre Flutlichtschatten voraus, doch weil vor dem Pokal immer auch nach dem Finale ist und die Champions League längst ihre eigenen Gesetze hat, sprechen wir heute natürlich erstmal über die Sonntagsszenen aus Lissabon, wo sich junge Männer im Konfettiregen erst Edelmetallvasen über den Kopf gestülpt und später noch eine Trommel vor den Bauch geschnallt haben, als wäre zumindest in Portugal schon Karneval. Das ganz große Henkelpottpourri der Klubeuropameister, die erst über den Kontinent gewalzt sind, um dann auf Triple-Schritten auch das Finale hinter sich zu bringen. Ein Eiertanz, wie ihn sich nicht mal Oliver Kahn besser hätte ausdenken können. Die Luft an diesem Abend, sie schmeckte nach Testosteron und nach Tränen, nach Taumel und Trauer. Mit etwas Abstand aber muss man sich auch noch mal die Umstände auf der pelzigen Zunge zergehen lassen, Knospe es, was es wolle. Denn dort bleibt ein Geschmäckle, weil auch Blutgeld Tore schießt und weil es nur ein bisschen Katar nicht geben kann. So klopfen wir den Bayern auf die breiten Schultern und versuchen gleichzeitig, sie noch am Ärmel zu erwischen. Die Dialektik als Grätsche, mit der wir über den Boden der Tatsachen rutschen, über die Asche der Scheichs, immer nah an der Scherzgrenze. Am Ende, hintenraus also, machen wir es noch mal ganz anders als die Bayern und verteilen Geschenke. Aus der Vergangenheit und aus dem Westen. Denn wo wir sind ist immer unten. Viel Spaß!
Heute, liebe Hörer, ist uns in der Hitze der Nacht noch einmal ein mehrstimmiges Solo-Album gelungen, mit dem ihr wieder problemlos auf allen Hochzeiten tanzen könntet. Weil wir unmittelbar die anderen Saiten aufgezogen und zwischen den Zeilen die falschen Töne gefunden haben. In diesem Fall, das muss man so sagen, ist also Musikke drin. Mehr Kitsch als Krieg, mehr Delay als Jan. Wir, drei Discofüchse ohne Taktgefühl, müssen nun mal so tun, als wüssten wir, was nun zu tun ist. Luxus und Rummenigge bis zum Schluss. Denn MML ist auch, wenn die Hymne zum Abgesang wird und jeder Zwischenruf so klingt, als würden die Spatzen aus dem letzten Loch pfeifen. Und deshalb gibt es in den folgenden 70 Minuten nicht nur kühne Thesen, sondern auch den immer wieder übermütigen Refrain der Opportunisten, die Hookline der Ahnungslosen. Bis uns, am Ende, nur noch die Coverversionen retten können. Das Best-Of der anderen, das Feature befreundeter Philosophen. Auch uns haben, um es mit Mario Basler zu sagen, schon bei der Aufnahme die Ohren gebluded. Aber, Kinners, Liebe wird aus Mut gemacht. Also schaltet ein und dreht das Soundsystem auf bis das Viertel zum Finale wird. Viel Spaß!
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