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Leute, was soll denn das? Da wacht man am Sonntag auf, nichtsahnend und taufrisch, taumelt zur Kaffeemaschine, startet den Doppelpass als Hörspiel, und erfährt dann, als erste Meldung gleich, dass Khedira nach Berlin kommt. Ein letzter Scherz zum Deadline Day? Mitnichten. Die meinen das tatsächlich ernst. Und holen den Weltmeister zur Hertha. Was eine geile Nachricht gewesen wäre, allerdings 2016. So ist dieser Transfer jetzt vor allem ein Armutszeugnis, das sich der Verein selbst ausgestellt hat. Eine Vogelscheuche auf einem längst vergifteten Acker. Und überhaupt, wenn man schon einen ehemaligen Nationalspieler mit umfangreicher Krankenakte aus Italien zurück in die Hauptstadt holt, dann doch bitte den Prinzen, der ihn lang schlägt, weil vorne der Bruder lauert. Klare Sache, Fredi Bobic sollte es sich zweimal überlegen, ob er bei einer alten Dame unterkommen möchte, die sich gerade wieder mit alten Männern einlässt. In Frankfurt, fixe Idee, stimmt wenigstens der Applaus. Womit wir, ohne vernünftige Überleitung, aber mit viel Beifall für den Moment, auch gleich in Wolfsburg landen, wo Jörg Schmadtke auf Kritik und Komplimente gleichermaßen sparsam reagiert. Ein Achsenzucken.Der Erfolg allerdings, er ist da wie Barbara Salesch, gibt ihm recht. So nicken wir anerkennend, rühren mal wieder die Werbetrommel, ereifern uns noch ein bisschen und packen am Ende auch den Elefanten im Raum bei den Stoßzähnen, um selbst noch mal ein paar rote Karten zu verteilen. Und damit, liebe Hörer, wünschen wir euch wie immer viel Spaß!
Dickes B oben an der Spree, im Sommer tust du gut und im Winter tut's weh. Willkommen, liebe Hörer, zur Sonderfolge West-Berlin. Ähm, eine Stadt sucht einen Trainer. Mit Ralf Rangnick als dem üblichen Verdächtigen, das Fahndunngsbild mit dem Filzstift auf die Taktik-Tafel gemalt. Vorerst aber soll es ein alter Bekannter richten, der Dardai. Also Pal plus Zecke Neuendorf, Stallgeruch gegen den Muff des Mittelmaßes. Der immer lächelnde Ungar wird damit sein eigener Nachnachnachnachnachfolger und muss als Feuerwehrmann den Feuerwehrmann ersetzen. Die einzig gute Nachricht ist hier, dass neben Labbadia auch Preetz gehen musste, ein Manager, der dem plötzlichen Reichtum zuletzt immer häufiger mit geistiger Armut begegnet ist. Und damit geben wir ab nach Dortmund. Weil, wer Preetz sagt, irgendwann auch Zorc sagen muss. Leider. Aber beim BVB ist die Trainer- längst zur Standardfrage geworden und damit auch zum Armutszeugnis für die Verantwortlichen. Anders sieht es hingegen in Frankfurt aus, wo Fredi Bobic die richtigen Spieler für den richtigen Trainer holt und nebenbei eine alte Freundschaft wiederbelebt hat. Jetzt wackeln selbst die ganz alten Rekorde. Und weil wir das alles in schwer bekömmliche 70 Minuten gepresst haben, werden euch, hörthört, jetzt immerhin die Ohren schlackern. Viel Spaß!
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Leute, im Käfig Bundesliga haben die Affen mal wieder Theater gespielt. Da wurde Gift und Galle gespuckt, mal oben gezogen, mal unten getreten und am Ende auch wieder lautstark gegen jede Regel verstoßen. Feinstes Idiotenballett, der Muss-Kacka-Prinz. Dazwischen wurde zudem feinster Kitsch aufgeführt. In Frankfurt vor allem. Erst die große Rückkehr des verlorenen Sohnes, dann der tränenreiche Abgang des in die Jahre gekommenen Vaters. Da musste selbst der Unparteiische sein letztes Hemd geben. Tränen, Tore, Temperamente, während sich der Rest der Aufführung jedoch wie eine einzige Retrospektive anfühlte. Ein Rückfall in längst vergessene Zeiten, in den vor allem für die Bayern goldenen Herbst, weil sich die Verfolger mal wieder an die Gesetzmäßigkeiten der Serie erinnert und dann artig Spalier gestanden haben, während die Münchner einer schneebedeckten Herbstmeisterschaft entgegen humpeln durften. Weshalb natürlich auch Thomas Müller wieder gut Lachen hatte. Ganz so, als wäre er mit 4 PS dem nächsten money shot entgegen geritten. Aber das ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Und bevor nun endgültig der Gaul mit uns durchgeht, rühren wir lieber die Werbetrommel und wünschen euch wie immer: Viel Spaß!
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Ja, was denn nun, liebe Liga? Man kann doch nach diesem uneigentlichen aber wenig uneitlen Spieltag eigentlich nur den Kopf schütteln. Über eine Saison, die sich partout nicht entscheiden, sich gar nicht erst festlegen möchte. So wechseln wöchentlich die Zuschreibungen. Schalke, diese zahnlose Bahnhofsnutte hat sich jetzt noch mal aufgerafft, die Mission verlassen, als wäre sie plötzlich auf einer Mission. Und Matthew Hoppe, dieser amerikanische Markus Happe, macht am Ende drei Buden. Als Kinderüberraschung für all jene, die jetzt vom Erwachsenenfußball schwärmen. So selbstverständlich und schön zumal, als wäre er der alte Raul, nur eben mit der jugendlichen Mischhaut von Christian Ziege. Und damit natürlich auch das andere königsblaue Gesicht. Damit also schöpft Schalke neue Hoffnung, während die Bayern ganz offensichtlich nur dann gewinnen können, wenn sie zuvor eine Respektschelle bekommen haben, man sie also erst provozieren muss, damit sie reagieren. Mit der Führung im Rücken allerdings stehen sie zu hoch, fallen dann tief. Die Gladbacher hingegen haben den Bären erlegt und sind trotzdem diejenigen, die im Sommer um ihre Haut fürchten müssen, weil ihnen spätestens dann die Felle wegschwimmen werden. Nun ja. Bleibt noch der BVB, der unter Edin Terzic den Kampf für sich entdeckt hat. Das verspricht eine gute Rückrunde. Auch, weil sie ja im Mittelfeld jetzt eine Achillesferse weniger haben. Gute Besserung an dieser Stelle. Und sonst? Haben wir mit dem Lexikon auf den Knien dem Doppelpass gelauscht, um jenen, die Sonntags immer mit der Strichliste vor dem Fernseher sitzen, eine kleine Geschichtsstunde zu erteilen. Als Hinterbankdrücker mit erhobenem Zeigezeh. Immer schon eher Bernd als Wolf Schneider. Fussball MML, das ist nunmal auch Deutsch fürs Leben und Historie zum Anfassen. Viel Spaß!
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Leute, wir haben uns heute stellvertretend für die Kurve in die Kurve gestellt und ein bisschen in die dröhnende Stille der Stadien gebrüllt, haben unsere Pfandbecher mit handwarmen Thesen und hochprozentiger Systemkritik gefüllt und sie mit Maiks Tennisarm wütend auf den Rasen geschleudert. Weil sich der Fußball gerade wieder vom Fußball entfernt, 973 Tage vor dem Beginn der WM in Katar. In Dortmund etwa machen sie jetzt in Cryptowährung, wollen damit Nähe schaffen zum Fan in der Ferne. Schaffen damit aber vor allem Distanz zum Fan vor der Haustür, weil man sich einen Token nunmal nicht an die Kutte nähen kann. Und auf Schalke, trauriger Nachbar, hoffen sie nun wieder auf die Millionen vom Clemens, da fordern selbst die Spieler Verstärkung, weil sie selbst keine mehr sind. Unhaltbare Zustände. Das, so der Gedanke, hätte es mit Publikum nicht gegeben. Da hätte die Kurve eine rechte Gerade verteilt, da wären die Pfiffe zu hören gewesen, parteiisch und penetrant. So aber hören die Vereine derzeit nur ihr eigenes Echo, keine Wand nirgends. Und auch keine Konfrontation. Weshalb wir, liebe Fans, diesmal nicht nur uns, sondern auch denen da oben ins Wort fallen, wieder lauthals dazwischen quatschen. So bieten wir Sprechchöre, die allein auf Hörensagen beruhen. Als Gatekeeper der guten Laune, als Ehrenmänner auf der Ehrenrunde, irgendwo zwischen GenZ und Jetset, zwischen Bitcoin und Bitburger. Dafür stehen wir mit unserem Namen. Meinung mit Lachers, ihr habt es ja nicht anders gewollt. Also Ruhe jetzt und natürlich viel Spaß!
Leute! Wir sind, man kann es nicht anders sagen, über die Feiertage körperlich aber vor allem moralisch verlottert. Maik hat sich mit der Familie abgesetzt, um in den Bergen einen veritablen Skimaskenball zu feiern, während Micky schon in Köln ist, um die Plastikpalmen für den nächsten Dschungel aufzublasen und ganz nebenbei die ersten Emu-Klöten vorzukosten. Lucas hingegen ist in Berlin verblieben, um an nur zwei Tagen alle sieben Staffeln von Sons of Anarchy durchzusuchten, als wäre die Biker-Operette tatsächlich Meth für die Augen. Seitdem liegt er im Wife-beater auf der Couch und tätowiert sich selbst ein Herzchen auf den Steiß. Mit einer Nadel und jener Tinte, mit der zuvor bereits die Verträge von Christian Gross auf Schalke und Christian Heidel in Mainz unterschrieben wurden. Fear the Riether!
Live im Fernsehen! Live aus Braunschweig! Die Volkswagen Tailgate Tour live! Der DFB-Pokal geht weiter – und somit auch die Volkswagen Tailgate Tour! Micky, Maik und Lucas gehen in die zweite Runde – mit tatkräftiger Unterstützung ihres eigenen Barmanns Nils.
Und nebenbei spricht Fussball MML über das Pokal-Spiel des BVB gegen Braunschweig inklusive einer Zusammenfassung in Gedichtform von Nils! Und selbstverständlich auch über den Sieg des FC Schalke 04. Kann es eigentlich ein schöneres vorweihnachtliches Geschenk geben?
Leute, Leute! Bei uns ist heut schon Weihnachten, hier jagt ein Feiertag den nächsten, quasi Gegenpressing im Advent, Forechecking mit der Kerze in der Hand. Heiter, immer heiter! War ja auch schon wieder die Hölle los. Weshalb wir, alles für die Fans, schon am frühen Sonntag Morgen zum Mikrofon gegriffen haben. Zwischen Gottesdienst und Doppelpass, wenn man so will. Die einen noch im Nacht-, die anderen schon im Kettenhemd. Willkommen also zum irrationalen Frühschoppen, dem literarischen Terzett. Oder wie es demnächst heißen wird: from Grass till Dorn! Ihr merkt, wir waren tatsächlich in beeindruckender Frühform. So haben wir euch ein ordentliches Omelette gebraten. Verrückte Hunde, die wissen, was in die Pfanne gehört. Polnische Glücksgefühle und traurige Pillen, schwarzgelbe Kitschkrieger und königsblaue Jahrhunderttränen. Dazu noch fair gehandelte Bauchmuskeln und gut abgehangenes Fohlenfleisch. Geschmackvoller als jeder Satansbraten und farbenfroher als jede Götterspeise. Fussball MML, hier brennt der Baum, hier wackelt der Pudding. Also schaltet ein, wenn es wieder heißt: Körperklaus is coming to town. Frohes Fest!
Fans treffen, Stadionwurst essen, Atmosphäre aufsaugen, die Seele des Fußballs kennenlernen. Das ist die #VWTAILGATETOUR. Micky Beisenherz, Maik Nöcker und Lucas Vogelsang vom Podcast FUSSBALL MML sind unterwegs in Fußball-Deutschland. Im Stadion, in Fankneipen oder einfach auf dem Parkplatz. Sie treffen Fans und Funktionäre und plaudern mit ihnen. Getreu dem Motto: Fußball ist für alle da. Mehr dazu unter: https://www.volkswagen.de/de/marke-und-erlebnis/wedrivefootball/highlights/vwtailgatetour.html
Leute, wie die Zeit vergeht. Heute vor 30 Jahren, am 19.12.1990, traf die deutsche Nationalmannschaft im Neckarstadion auf die von Uli Stielike trainierten Schweizer. Eine besondere Begegnung, eine ganz und gar geschichtsträchtige Angelegenheit. Denn zum ersten Mal seit 1942 stand dort, in der Stuttgarter Eiseskälte, eine gesamtdeutsche Mannschaft auf dem Platz. Bundestrainer Berti Vogts hatte diese Partie deshalb zurecht als Wiedervereinigungsspiel bezeichnet und gleich fünf Spieler aus dem noch nicht ehemaligen Kader der gerade erst ehemaligen DDR nominiert. Neben Matthias Sammler auch Andy Thom, Ulf Kirsten, Thomas Doll und den Torwart Perry Bräutigam, der sich ein Zimmer mit Bodo Illgner teilen durfte, danach allerdings nie wieder eingeladen wurde. Sammer immerhin schaffte es in die Startelf. Und war damit der erste in der DDR geborene Fußballer, der mit dem Adler auf der Brust die Hymne singen durfte. Die anderen standen vor der Bank und sangen mit, historische Strophen.
Leute, Weihnachten steht vor der Tür! Und Lucien Favre endlich auch. Nachdem der Schweizer die BVB-Bosse mit einer finalen Demonstration seiner soft Skills im Grunde dazu gezwungen hat, endlich harte Fakten zu schaffen. Eine nur folgerichtige Entscheidung. Weil eine Mannschaft, die nicht verteidigen kann, keinen Trainer haben sollte, der sich ständig verteidigen muss. Jetzt also Terzic, der Borussen-Flick, die Bilic-Variante. Mit ihm und seinem Assistenten, so die Hoffnung, soll endlich wieder Dortmund in Dortmund sein. Addotore statt Adduktoren, ehrlicher Winterurlaub auf der Zeche statt Reha zwischen Ölfeldern. Irgendwas muss ja passieren. Weil die Saison für die Borussia sonst schon an Silvester gelaufen sein könnte. Die Konkurrenz, Obacht, schläft nicht. Und liefert derweil immer neue Szenen für den Jahresrückblick. In Leverkusen, in Wolfsburg, in Leipzig. Und auch in Berlin, selbst ohne Kruse. Ein großes Schauspiel vor leider leeren Rängen.
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