GEDÖNS

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GEDÖNS episodes

  • #15 Glücks-Tipp 1: So steuerst du negative Gedanken
    Dir immer wieder Folgendes bewusst zu machen: "ich bin nicht meine Gedanken" hilft dir dabei, langfristig glücklicher zu werden.
    Wir können unsere Gedanken steuern und sind ihnen nicht hilflos ausgeliefert. Der erste Schritt ist, sich der eigenen Gedanken bewusst zu werden.
    6 min
  • #14 Erwartungen, die dich unglücklich machen
    Eine wichtige Sache, die unserem persönlichen Lebensglück häufig massiv im Weg steht, ist die Tatsache, dass wir grundsätzlich zu hohe Erwartungen an uns selbst, an Situationen und an unsere Mitmenschen stellen und somit viel zu oft enttäuscht werden, weil diese Erwartungen sich mal wieder nicht erfüllt haben. Hast du dir vielleicht einen Plan gemacht und stellst dir vor, wie schön es ist, wenn alles so verläuft, wie du es dir wünschst? Mit 25 fertig mit dem Studium, mit 27 die perfekte Beziehung, mit 30 Haus und Kinder und du bist jetzt vielleicht 32 und keine der Sachen ist auch nur ansatzweise in Sichtweite? Vielleicht hast du aber auch einen Ausflug geplant und malst dir haargenau aus, wie alles ablaufen wird und am Ende endet alles in einem riesengroßen Desaster? Die Erwartungshaltung, dass wir vorher immer alles perfekt durchplanen können führt möglichweise dazu, dass wir enttäuscht werden, wenn diese hohen Erwarten dann nicht erfüllt werden können, weil uns etwas dazwischen gekommen ist. Es spricht nichts dagegen, sich sein perfektes Szenario auszumalen, allerdings hilft es dir auch nichts, wenn du am Ende enttäuscht bist, weil deine Erwartungen nicht erfüllt werden konnten. Perfektionismus bringt uns immer wieder dazu, zu glauben, dass wir nicht gut genug sind, weil Dinge nun einmal nicht immer perfekt laufen können. Wenn wir uns zu sehr an ein bestimmtes Ideal klammern, verlieren wir aus den Augen, was eigentlich wichtig ist: Das Hier und Jetzt. 
    Wie du deine Erwartungshaltung verändern kannst, erkläre ich in dieser Podcastfolge.
    https://www.instagram.com/spracheunddenken/
    28 min
  • #38 Glaubenssatz: "Wer rastet, der rostet" - zufriedener mit dir selbst werden

    Falls du dich manchmal fragst, warum du mit deinen Erfolgen niemals zufrieden bist und nach dem Erreichen eines Ziels dir vielleicht eine kurze Erholung gönnst, aber direkt danach zum nächsten Ziel aufbrichst, dann trägst du vielleicht den Glaubenssatz „Wer rastet, der rostet“ in dir. Der Glaubenssatz hat, wie so viele Glaubenssätze, eine positive Grundintention. Meist wird er von Menschen gebraucht, die sich sportlich fit halten und davon überzeugt sind, dass körperliche Fitness zu einem positiven Lebensgefühl dazu gehört (eigentlich klingt das ja auch nach einer guten Sache). Körper und Geist sind stets im Einklang miteinander, weswegen es bei diesem Glaubenssatz meist auch dazu gehört, geistig ständig in Bewegung zu bleiben und ja nicht stillzustehen. 

    LEISTUNG IST GUT, RUHE IST SCHLECHT

    Es gilt also auch in unserer Leistungsgesellschaft als erstrebenswert, ständig an etwas zu arbeiten und etwas zu tun zu haben. Wer sich also eine Ruhephase gönnt, wird schnell abgehängt und verliert an Agilität. Wer also stets durch sein Leben sprintet und sich keine Pausen gönnt, wird erfolgreich sein. Jene, die ständig am Machen und Tun sind, werden sozial anerkannt, sie werden dafür bewundert, dass sie immer nur in Bewegung sind und ernten das ersehnte Lob. – Dazu gehört auch unter Anderem die Denkweise, dass man ja keine Lücke im Lebenslauf haben soll, dass man nach dem Schulabschluss direkt eine Berufsausbildung oder ein Studium starten muss und, dass Ausruhen zwingend vermieden werden soll. Wenn der innere Antreiber nach einem erfolgreich abgeschlossenen Projekt sofort ankommt und sagt „Bloß nicht rosten, schnell schnell! Auf zum neuen Projekt!“ entsteht das, was wir heutzutage „Rastlosigkeit“ nennen und worüber sich viele Menschen ihre Anerkennung holen. Warum ist es schlecht, sich auszuruhen, mal ohne Job oder Tätigkeit zu sein und mal in seine Ruhe zu kommen? Weil Leistung als etwas Positives bewertet wird, das uns Lob und Anerkennung bringt.  

    Anerkennung ist der innere Antreiber von 99% aller Menschen – und das ist noch nicht mal verwerflich, denn sei mal ehrlich zu dir: Würdest du einen Marathon laufen und es niemandem erzählen? Wer nicht mal kurz innehalten kann und sich seine Erfolge vor Augen führen kann bzw. reflektieren und ggf. sogar ein Gefühl dazu entwickeln kann, der rast nur so von Projekt zu Projekt. der Innere Antreiber, der immer wieder sagt „Beeil dich“ ruft dazu auf, bloß nicht zu langsam zu sein, was auch dazu führt, nie mit sich selbst in Berührung zu kommen. Oft verleiten solche Menschen zu Termindruck bei bei anderen, verbreiten Stress, wo eigentlich gar keiner nötig wäre und erledigen viele Dinge gleichzeitig, weswegen sie auch nie im Hier und Jetzt ankommen können. Als Vorgesetzte können solche Menschen ihre Mitarbeiter auch gern mal ins Burnout treiben, da sie ihre eigenen Ansprüche auf andere übertragen – wenn denn auch noch die Fähigkeit zur Reflexion fehlt, entsteht meist nur ein großes Unverständnis. Den Moment einfach mal genießen? Die Gedanken schweifen lassen? Fehlanzeigen. Wer unter so einer Person arbeitet und sich dadurch angespornt fühlt, buhlt meist nach einer sehr kurzweiligen oder nie zu erreichenden Anerkennung.

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    26 min
  • #37 "Um wahre Liebe MUSS man kämpfen"
    Im Laufe meines Lebens bin ich immer wieder mit dem Glaubenssatz "Um wahre Liebe muss man kämpfen" konfrontiert worden - einerseits, weil ich mich selbst oft genug in Situationen wiedergefunden habe, die mich haben glauben lassen, ich müsse mich erst mal beweisen, bevor ich die wahre Liebe auch wirklich verdient habe. Auf der anderen Seite wird dieser Glaubenssatz innerhalb der Gesellschaft als gängiges Totschlagargument benutzt, um eine schlecht bis mittelmäßig laufende Beziehung nicht einfach so aufzugeben können.
    Beim Glaubenssatz "Um Liebe muss man kämpfen" geht es eigentlich darum, die Liebe als etwas Wertvolles anzusehen zu wollen, nämlich als ein Konstrukt, das man sich erst hart erarbeiten muss, um es zu würdigen zu dürfen. Er besagt also, dass ich Liebe erst würdigen darf, wenn ich vorher darum gekämpft habe.
    Die positive Intention dieses Glaubenssatzes ist, Liebe in unserer heutigen als so flüchtig angesehenen Welt als etwas Beständiges zu betrachten, das es zu pflegen gilt. Angeblich sei man ja früher so viel glücklicher gewesen, als Beziehungen noch bis ans Lebensende gehalten haben, da man ständig für die Liebe gekämpft und gearbeitet habe. Dass dies aus heutiger Sicht häufig ein Trugschluss ist, da viele Menschen aus Prinzip in schlechten Beziehungen verharren, nur um nicht aufzugeben, wird dabei leider vergessen. Die Flüchtigkeit von Beziehungen und Liebe ist nicht einseitig. Frauen haben heute eher die Möglichkeit, unabhängig zu sein, ihr eigenes Geld zu verdienen und eine schlecht laufende Beziehung einfach zu beenden - früher fehlte es aufgrund der starken Abhängigkeit schlichtweg an diesen Möglichkeiten. Warum also lang anhaltende Beziehungen, wenn sie denn unglücklich machen, unnötig glorifizieren? Sicherlich ist die Vorstellung sehr romantisch, dass man sich bis an sein Lebensende liebt und alle Wege gemeinsam meistert, aber seien wir mal ehrlich: Die Scheidungs- und Trennungsrate sagt etwas Anderes. Woran liegt das? Die einen sagen jetzt bestimmt, dass Monogamie kein Konzept für die Ewigkeit sei und die anderen schieben es auf unsere Wegwerfgesellschaft. Ich sehe die Ursache in tief verankerten Glaubenssätzen und einer mangelhaften Kenntnis der eigenen Bedürfnisse.
    Die Vorstellung davon, dass Liebe unbedingt ein Kampf sein muss kann sich in vielen verschiedenen Facetten äußern. Manche Menschen suchen sich (unbewusst) potentielle Partner, die ihnen das Gefühl vermitteln, sie müssen sich ihrer Liebe erst mal würdig erweisen. Das kann sogar so weit gehen, dass der Liebende alles tut, um einen potentiellen Partner für sich zu gewinnen, bis hin zum Verlust der eigenen Würde. Er oder sie opfert sich auf, klammert oder verherrlicht die Sehnsucht nach der anderen Person so sehr, dass alles was als "zu leicht zu haben" interpretiert werden könnte, nicht mehr interessant ist. An dieser Stelle sollte erwähnt sein, dass Sehnsucht ein Mangelfühl ist. Sehnsucht ist in manchen Situationen hilfreich - vielleicht um sich seiner Liebe bewusst zu werden. Sollte sie allerdings überhand nehmen, so führt sie zu tiefen Mangelfühlen, was sogar in eine Besessenheit münden kann. Sehnsucht wird häufig mit Liebe verwechselt, weil sie starke Gefühle verursacht, die jedoch eher schmerzhaft als heilend sind. Sie spiegelt das "Habenwollen" auf der emotionalen Ebene wider. Etwas haben zu wollen heißt aber nicht etwas zu haben, das Bedürfnis bleibt also unbefriedigt. Warum sollte ein unbefriedigtes Bedürfnis auf Dauer glücklich machen? Wieso ist es aber trotzdem so, dass viele Menschen sich lieber in dem Gefühl der Sehnsucht (also dem Mangelgefühl des nicht-habens) winden, als im Gefühl des Zulassens und Habens?
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    23 min
  • #13 "Was du angefangen hast, musst du jetzt aber auch zu Ende bringen"
    Kennst diese Sprüche: "Was du angefangen hast, musst du jetzt aber auch zu Ende bringen" oder "Wer A sagt, muss auch B sagen"? Herzlichen Glückwunsch, du bist nicht alleine!
    Solche Sätze bzw. Sprichworte sollen uns Menschen zum Durchhalten animieren, sie sollen uns dazu bringen, eine Sache, die wir angefangen haben, auch zu Ende zu bringen. Dahinter stehen Werte wie Disziplin oder Durchhaltevermögen, welche wiederum gesamtgesellschaftlich als positiv bewertet werden. Dass solche Glaubenssätze allerdings auch Ängste schüren können bzw. unsere Risikobereitschaft erheblich einschränken können wird dabei oft nicht bedacht. Es kann passieren, dass Gedanken aufkommen wie: "Was passiert mir, wenn ich eine Sache nicht zu Ende bringe?", "Sind andere enttäuscht von mir, wenn ich es wirklich nicht schaffe? Bin ich dann gescheitert?", "Was ist, wenn ich mich auf meinem Weg umentscheide? Darf ich das überhaupt?"
    Der Gedanke, dass eine unvollendete Aufgabe als Scheitern interpretiert werden könnte stammt nicht von uns, sondern von den Generationen vor uns, die schlichtweg Angst um unser Wohlergehen hatten und wollten, dass wir nicht scheitern oder sogar aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden. Ich kenne diesen Glaubenssatz nur zu gut und auch wenn es nur ein kleiner Teil von mir ist, der ihn wirklich verinnerlicht hat, dann muss ich doch gestehen, dass er Zeit meines Lebens sicherlich sehr einschränkend gewirkt hat.
    Dadurch, dass uns dieser Glaubenssatz suggeriert, dass eine Sache nur wertvoll ist, wenn sie auch zu Ende gebracht wird, fühlen wir uns in unserer Risikobereitschaft automatisch blockiert. Fange ich diese Sache wirklich an? Oder lasse ich es lieber bleiben, weil ich ja scheitern könnte und dies dann fatal für mich wäre? Es führt also dazu, dass wir uns zweimal überlegen, ob wir etwas wirklich beginnen wollen oder nicht.
    Der innere Antreiber "Streng dich an" spielt hier definitiv auch eine Rolle. Durchhaltevermögen ist schließlich mit Anstrengung verbunden und nur, wer sich richtig anstrengt und verausgabt, ist ein wertvolles Mitglied unserer Leistungsgesellschaft.
    Es muss nicht zwingend so sein, dass deine Eltern oder Großeltern haargenau diesen Satz zu dir gesagt haben. Es reicht auch schon, wenn es dir so vorgelebt worden ist: Ein Elternteil hat bspw. in einem Job verharrt, der ihm oder ihr nicht gut tat, eine Freundschaft wurde weitergeführt, obwohl sie längst nicht mehr gut tat, es wurde oder wird an einer Beziehung festgehalten, die längst nicht mehr glücklich macht. Diese Muster suggerieren "Wer A sagt, muss auch B sagen": Durchhalten ist wichtiger als das persönliche Glück.
    Dass Durchhalten von Älteren als so wichtiges Credo interpretiert wird, liegt daran, dass in den Personen, die diese Glaubenssätze in sich tragen, eigene Ängste wirken, die nicht gespürt werden wollen: z.B.: Die Angst davor, zu sehr aufzufallen, auszubrechen oder die hart erarbeitete Sicherheit zu verlieren. Angst vor zu viel Individualität, die als "zu rebellisch" interpretiert werden könnte und dazu führen könnte, nicht mehr zur Gesellschaft dazuzugehören.
    25 min
  • #12 Wie du deine Grenzen setzt
    Unter Grenzen verstehen wir meistens etwas, das die eine Sache von der anderen Sache abgrenzt – meistens handelt es sich dabei um persönliches oder politisches Gebiet und die Grenze legt dann fest, wo der Rand eines Raumes oder eines Gebietes entlang läuft. Was bedeutet es, anderen Menschen Grenzen zu setzen? Es bedeutet sozusagen, anderen Menschen zu zeigen, wo dein Hoheitsgebiet endet. Dieses Hoheitsgebiet ist bei jedem Menschen sehr individuell, daher kann man auch nicht pauschal für jeden einzelnen Menschen Benimm-Regeln festsetzen.
    Was bezieht sich auf die eigenen Grenzen? Körperlich, aber auch in puncto „Kommunikation“. – z.B. Wie reden andere Menschen mit mir, wie reden sie vor anderen über mich?
    Es spricht außerdem von Wertschätzung, die Grenzen anderer Menschen zu respektieren und sie nicht ständig zu überschreiten. Wenn da also jemand ist, der ständig an deinen persönlichen Grenzen kratzt, obwohl du eindeutig und klar kommuniziert hast, was du nicht willst, dann respektiert dich diese Person schlichtweg nicht. Ich würde trotzdem immer davon ausgehen, dass diese Person das nicht aus einer böswilligen Absicht heraus, sondern eher aus Unwissenheit tut. Es ist hierbei wichtig, dass die Grenzen ausdrücklich kommuniziert werden, weil es ja bspw. auch sein kann, dass ein Mensch es gewohnt ist, dass sein Umfeld die Grenzen wo anders hat und dann an jemanden gerät, bei dem die Grenzen anders gesteckt sind. D.h. er oder sie überschreitet sie dann erst mal unwissentlich und in guter Absicht, gerät dann aber an jemand, der das so gar nicht toll findet.
    Wie kommuniziere ich meine persönliche Grenze? Wenn du möchtest, dass deine Grenzen respektiert werden, bringt es nichts, darauf zu hoffen, dass der andere das schon weiß und sich dann im Nachhinein insgeheim darüber aufzuregen, dass das nicht der Fall ist. Am besten ist es, wenn du klar und deutlich und vor allem direkt sagst, dass deine persönliche Grenze überschritten wurde „Stopp, hier ist meine Grenze, bitte respektiere sie!“. Du musst noch nicht einmal erklären, wieso dies deine persönliche Grenze ist. Eine Grenze zu haben bedarf keiner Rechtfertigung.
    18 min
  • #10 Gefühle von Fülle machen DICH ERFOLGREICH, Gefühle von Mangel machen DICH erfolglos
    Warum sollten Füllegefühle überhaupt das grundlegende Ziel sein? Gute Gefühle - oder besser gesagt Füllegefühle - lassen uns unser volles Potenzial ausschöpfen. Im Bereich der Fülle sind wir kreativ, inspiriert und wir ziehen das Glück sozusagen magisch an. Im Bereich des Mangels sieht es genau anders aus: Wir sind blockiert, wenig aufnahmefähig und unser IQ verringert sich massiv.  Es sollte nicht nur das Ziel sein, mehr Potenzial auszuschöpfen, sondern auch grundlegend die Zwischenmenschlichen Beziehungen um uns herum zu stärken. Auch die Qualität unserer zwischenmenschlichen Verbindungen hängt grundlegend davon ab, wie erfüllt wir sind.
    23 min
  • #33 "Gute Gefühle machen schlau" - Warum gute Gefühle gut für uns sind
    Warum sollten Füllegefühle überhaupt das grundlegende Ziel sein? Gute Gefühle - oder besser gesagt Füllegefühle - lassen uns unser volles Potenzial ausschöpfen. Im Bereich der Fülle sind wir kreativ, inspiriert und wir ziehen das Glück sozusagen magisch an. Im Bereich des Mangels sieht es genau anders aus: Wir sind blockiert, wenig aufnahmefähig und unser IQ verringert sich massiv. 
    Es sollte nicht nur das Ziel sein, mehr Potenzial auszuschöpfen, sondern auch grundlegend die Zwischenmenschlichen Beziehungen um uns herum zu stärken. Auch die Qualität unserer zwischenmenschlichen Verbindungen hängt grundlegend davon ab, wie erfüllt wir sind.
    27 min
  • #9 So wirkt Sprache auf dein Unterbewusstsein
    Der zweite Teil des Zitats von Charles Reade besagt "Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen". Was ist damit gemeint und inwiefern können wir auch durch die Wahl unserer Worte unsere Gefühlswelt bzw. unser inneres Erleben beeinflussen?
    Worte haben eine eine Wirkung, da wir mit Worten und Sätzen eine innere und individuelle Vorstellung und somit auch ein inneres Erleben verknüpfen. Mit dem "inneren Erleben" meine ich eine individuelle Vorstellung von Situationen, Dingen und Erlebnissen. Wenn ich z.B. sage "ich esse gern Kuchen", assoziiere ich damit meine persönliche Vorstellung, die definitiv von deiner abweichen wird. Wir verbinden dann damit vielleicht ein Bild, einen Geruch, einen Ton oder sogar auch ein Gefühl. Bildhafte Worte wecken in uns Assoziationen, welche wir uns zunutze machen können, um unser inneres Erleben und somit unser Verhalten zu beeinflussen.
    Wie soll das jetzt funktionieren? In meiner letzten Podcastfolge habe ich ja z.B. davon gesprochen, dass laut ausgesprochene Affirmationen sehr nützlich sind, um unseren inneren Fokus und somit unsere Handlungen in eine bestimmte Richtung zu lenken.
    Affirmationen sind - einfach gesagt - Sätze, die etwas aussagen. Das kann ein Verhalten, aber auch ein Gefühl oder ein Glaubenssatz sein. Es können Aussagen über die Umwelt sein oder es kann die komplette Identität eines Menschen betreffen.
    Ein kleines Beispiel: Jemand sagt über sich selbst "Ich bin ein Idiot.", dann ist das eine sehr krasse Aussage, weil es die komplette Identität dieser Person betrifft. Er oder sie sieht sich in seiner kompletten Identität als Idiot*in. In den allermeisten Fällen betrifft das, was die Person eigentlich über sich denkt, nicht die komplette Identität, sondern es betrifft nur einen winzigen Aspekt - vielleicht ein idiotisches Verhalten. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass die Person als Ganzes ein/e Idiot*in ist. Das Problem an solchen Aussagen ist jedoch, dass, wenn wir so etwas wirklich denken und auch aussprechen, unser Unterbewusstsein davon ausgeht, dass das Idiot-sein sich auf uns komplett als Person bezieht. Wenn das wir erstmal nur denken - okay.... Aber sobald wir es aussprechen, sehen wir auch einen gewissen Wahrheitsgehalt in der Aussage, denn ansonsten würden wir es nicht aussprechen. Weiterhin gehen wir dann mit dieser Aussage in womöglich in Interaktion mit anderen Menschen - wir verpflichten uns also in Gewisser Weise auch auch dazu, hinter dieser Aussage zu stehen / uns dafür zu rechtfertigen, sobald unser Gegenüber darauf reagiert.
    Das Gleiche gilt übrigens für Gedanken. Nur weil du über dich denkst, dass du etwas nicht kannst, heißt das noch lange nicht, dass das der Wahrheit entspricht. Du bist nicht deine Gedanken und du bist auch nicht deine Worte. Bei reinen Gedanken ist nur der Unterschied, dass du damit noch nicht in Interaktion mit anderen getreten bist. Sie sind einfacher revidierbar. Auf der anderen Seite kann man sich diesen Mechanismus unseres Unterbewusstseins zunutze machen und für sich selbst Affirmationen bauen, die dann laut aussprechen und neue neuronale Vernetzungen kreieren - darum soll es in dieser Folge gehen.
    21 min

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GEDÖNS ist unnötiges Zeug, das irgendwo rumliegt. Dieser Podcast ist auch unnötig und langweilig. Selbst schuld, wenn du dir den anhörst.