Geldbewusst
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Geldbewusst episodes

  • Folge 60 - Das Glück des Tüchtigen
    Das ist doch wieder mal ein schönes Sprichwort. „Das Glück des Tüchtigen“, oder auch „Das Glück ist mit den Tüchtigen“.

    Das Sprichwort stammt aus dem Lateinischen: Fortis fortuna adiuvat. Es lässt sich übersetzen als „Den Mutigen (oder auch den Tapferen) hilft das Glück“.

    Zurückgehen soll dieses Sprichwort auf den griechischen Dichter Simonides von Keos.

    Und es wird auch im militärischen Umfeld verwendet, beispielsweise als Wahlspruch im Schiffswappen der USS Nicholson und im Kompaniewappen der zweiten Kompanie des Logistikbataillons 471 der Bundeswehr.

    Das Sprichwort gilt natürlich auch im finanziellen Sinne. Wer fortwährend an der Verbesserung seiner finanziellen Situation arbeitet, der wird auch fortschreiten.

    Man muss also Schritte machen, um fort zu kommen, fort von der Stelle an der man gerade steht. Und wie das so ist, wer sich bewegt, kommt in Bewegung, wer handelt, kommt ins Handeln.

    Ich möchte dich daher ermutigen, diese Woche deine Zeit darin zu investieren, deine Finanzen zu ertüchtigen. Also deine Aufzeichnungen herauszusuchen, deine Kontostände zu prüfen, deine Vermögenswerte zu betrachten. Wie hat sich alles entwickelt? Bist du mit der Entwicklung zufrieden? Wo hast du versucht vorwärts zu kommen, bist aber stecken geblieben? Was willst du ändern? Welche Menschen können Dir vielleicht helfen?

    Fange damit innerhalb von 24 Stunden nach dem Hören dieser Podcast-Folge an. Denn der erste Schritt ist der Wichtigste.
    2 min
  • Folge 59 - Was ist das Geld-Gehirn?

    Wir denken in Geld, wir denken über Geld und wir denken mit Geld. Alles begann mit dem Prinzip des Tauschens und Bewertens von Dingen. Geld ist unser Werkzeug, um den Wert von etwas auszudrücken.

    Heute möchte ich einen Blick auf die Trendstudie „Geld-Gehirn“ des Zukunftsinstituts werfen.

    Wir Menschen haften dem Denken an, mit Geld die Welt besser ordnen zu können. Diese Denkform ist Gehirnfreundlich, denn unser Gehirn mag es, Dinge nach Rang zu ordnen, Dinge zu vergleichen, zu messen und zu vereinfachen.

    Wir vergleichen den Preis von Waren und Leistungen. Das Denken in Geldwerten hilft dabei zu verstehen, was Dinge kosten und was man für sie zu zahlen bereit ist.

    Geld an sich ist uninteressant, es geht darum, was wir mit Geld kaufen können. Geld ermöglicht uns den Zugang zu Dienstleistungen und Gütern einer glücklichen Zukunft. In den Freiraum, den das vorhandene Geld bietet, legen wir unsere Wünsche und Hoffnungen.

    Und somit ist Bezahlen eine Form von Kommunikation. Geld ist eine Sprache, die alle Menschen verstehen. Es vereinfacht unser Leben, indem es Unvergleichbares vergleichbar macht.

    Sobald wir einer Sache einen monetären Wert geben können, also anhand von Zahlen beschreiben können, ist es für uns Menschen greifbar
    Geld hilft also dabei, die Komplexität zu reduzieren.

    Am Ende zählt immer nur die Frage, was Menschen bereit sind zu bezahlen. Doch Geldwerte sind keineswegs objektiv. Es gibt keine naturgegebene Relation zwischen Dingen in der Welt und den ihnen zugeordneten Geldwerten.

    Vielmehr ist Geld und Denken in Geld als eine hoch emotionale Angelegenheit zu betrachten. Wenn wir Produkte oder Dienstleistungen kaufen, so kaufen wir große und kleine Versprechungen. Es geht eine Emotion vorweg, die uns Dinge kaufen lässt und der wir damit Raum geben.

     

    Das, womit wir heute bezahlen, hat keinen substanziellen Eigenwert mehr. Mit Banknoten als Bezahlmittel wurde die Verknüpfung mit einem Materialwert aufgegeben. In Zeiten von Gold- und Kupfermünzen hatte das Medium Geld noch einen Materialwert. Heute gibt es nur noch den bezeichneten Wert.

    Mit der Digitalisierung und Währungen wie Bitcoin verliert Geld sogar seinen Status als physisches Medium .

    Gold, Münzen und Scheine kann man fühlen, riechen, hören, schmecken. Im digitalen Zeitalter wird Geld mehr und mehr zu einer virtuellen Einheit.
    Geld existiert nunmehr auch als Plastikkarte. Doch der Wert, zu dem das Plastik unser Schlüssel sein soll, ist variabel - je nach Kontostand - und auf der Plastikkarte an sich nicht ablesbar.
    Der Wert ist virtuell und nur durch das Ansehen von Zahlen – also dem Kontostand - erfassbar.
    Geld wird somit für uns Menschen schwerer greifbar, denn der Wert steckt nur noch in einer digitalen Information.

    Was ist Geld und warum streben Menschen nach Geld? Geld ist eine Art Versprechen. Es verspricht den Zugang zu unendlichen Möglichkeiten, zu Macht. Und mehr Geld verspricht damit auch einen größeren Spielraum.

    Mit Geld zu mehr Optionen und damit zu mehr Wahlfreiheit zu kommen, lässt den Menschen nach Geld streben.
    Doch die Logik des Geldes, die auch das Geld-Gehirn strukturiert, untergräbt alle anderen Absichten. Und deshalb endet die Hoffnung auf mehr Optionen und mehr Wahlfreiheit meistens im Anhäufen von immer mehr Dingen.

    In der Logik des Geldes ist kein „Genug“ vorgesehen. Geld fordert mehr Geld.

    Im Geld-Gehirn dreht sich das Denken endlos um sich selbst. Das Glück wird in die Zukunft aufgeschoben.

    Ein hohes Einkommen und berufliche Karriere sind nicht mehr auf Platz 1 der wichtigsten Dinge im Leben. Den Menschen sind heutzutage ihre Freunde, Familie, private und berufliche Erfüllung und Gesundheit wichtiger. Damit ändert sich auch die Haltung gegenüber Geld:

    Statt Geld wählen die Menschen einen anderen Lebensentwurf, der das Glück nicht in angehäuftem Geld, sondern im Jetzt sucht.

    Mehr Informationen zur Studie unter https:

    5 min
  • Folge 58 - antizyklisch
    Antizyklisch agieren bedeutet, sich entgegen der allgemeinen Erwartung oder entgegen den üblichen Verhaltensmustern zu verhalten.

    Hier mal einige Beispiele.

    Du kaufst an der Börse entgegen dem üblichen Trend bei sinkenden Kursen einer Aktie, in der Hoffnung, dass der Aktienkurs bald wieder steigt. Das nennt man dann Antizyklisches Investieren.
       
    Oder du absolvierst eine Weiterbildung in einem Segment mit aktuell geringen Chancen, in der Hoffnung, dass sich die Situation bis zum Abschluss der Weiterbildung umkehrt.

    In einem Gespräch könnte eine antizyklische Reaktion z.B. die freundliche Antwort auf eine unfreundlich gestellte Frage sein.

    Ich möchte Dir daher heute folgenden Gedanken mit auf den Weg geben.
    Wenn es uns finanziell gut geht müssen wir uns darum kümmern, was wir tun werden, wenn es uns finanziell schlecht geht und umgekehrt.

    Warum: Wenn es uns eines Tages finanziell schlecht geht haben wir möglicherweise weder die Zeit noch die Gedankenkapazität uns mit dieser Situation auseinander zu setzen. Es könnte sein, dass sich die wirtschaftliche Situation so verändert hat, dass du von Ängsten geplagt wirst. Es könnte sein, dass du selbst oder jemand in deinem familiären Umfeld schwer erkrankt und dies deine Freizeit einnimmt und emotional belastend ist.
    Wäre es dann nicht schön, auf einen vorab erstellten Fahrplan zurückgreifen zu können. Ein Fahrplan der genau sagt, wie finanziell und darüber hinaus zu verfahren ist.

    In der Podcast-Folge  „Neujahrsausgabe 2018“ hatte ich das Thema „finanzielle Erste-Hilfe“ behandelt. Dort hatte ich Dir einige Fragen genannt, anhand derer du dir Lösungen für besondere Situationen überlegen solltest.
    Wichtige Schwerpunkte sind
    •    Sicherung von Vermögen
    •    Gegenmittel für finanzielle Verletzungen
    •    Finanzielle Handlungsfähigkeit erhalten
    •    Finanzielles Überleben sichern

    Ich weiß, es klingt schon etwas übertrieben sich auf etwas vorzubereiten, was gefühlt sehr weit weg ist. Und möglicherweise tritt dieser Fall sogar niemals ein. Natürlich gibt es viele andere Dinge, die erledigt werden müssen: Wäsche waschen, aufräumen, einkaufen gehen, mit den Freunden treffen usw.

    Aber wie das so im Leben ist, es kommt immer anders als man denkt.
    Nehmen wir an, es passiert etwas, dass du gar nicht auf deiner Liste stehen hattest und wofür du keine Überlegungen angestellt hast. In dieser Situation kannst du aber dann eine Lösung anwenden, die du für eine andere Situation erarbeitet hast und die für deine Situation am besten funktioniert. Du bist also wesentlich schneller bei einer Lösung als ohne Vorbereitung.

    Meine Empfehlung für diese Woche lautet daher, bitte einmal über Antworten auf folgende Fragen nachzudenken und die Fragen und Antworten schriftlich zu dokumentieren.

    Wenn ich mein Geld-Vermögen nicht ausschließlich in einer Währung halten dürfte, welche andere Währung würde ich wählen?

    Wenn ich auswandern müsste, in welches Land würde ich gehen und warum?

    Wenn ich arbeitslos werde, was sind meine Schritte 1, 2 und 3, die ich sofort unternehme?

    Wenn der Wert meiner Immobilie, meines Oldtimers oder meiner Armbanduhr um 20 % steigt, käme ein Verkauf in Betracht?

    Wenn ich sofort Bargeld benötige, auf was kann ich verzichten und was kann ich einfach, schnell und zu einem guten Preis an wen verkaufen?

    Wenn ich nicht an das Geld auf meiner Bank herankomme, jedoch dringend Zahlungen leisten muss, wie kann ich das dann realisieren?

    Denke bitte über die Fragen nach und schreibe nach Beantwortung der Fragen auch auf, welche anderen Gedanken dir bei noch in den Sinn gekommen sind. Vielleicht ist dir ja eingefallen, dass im Ausland noch entfernte Verwandte leben, mit denen du schon lange keinen Kontakt mehr hattest. Oder vielleicht fällt Dir ein, dass du deine Oma noch nie gefragt
    5 min
  • Folge 57 - Bester Ratenkredit
    Ich dieser Woche möchte ich Dir kurz von einer Begebenheit am Geldautomaten erzählen. Da klebte ein Aufkleber mit einem Testergebnis „Bester Ratenkredit“ dran, und unten drunter dann der entsprechende Marketingsatz, mit dem die Bank Konsum auf Kredit anbietet.

    Entschuldige bitte, dass ich so direkt bin, aber es gibt keinen besten Ratenkredit. Konsum auf Kredit gleicht einem finanztechnischen K.O. Bitte kaufe keine Konsumgüter wie Fernseher oder Möbel auf Kredit. Finde einen anderen Weg.

    Wenn du kein Geld hast, dann hast du kein Geldproblem; dann hast du ein Ideenproblem.

    Der Satz klingt im ersten Moment komisch, deshalb lass ihn diese Woche bitte auf dich wirken, bevor du urteilst.

    Ich wünsche Dir eine ideenreiche Woche.
    1 min
  • Folge 56 - Engpass-Simulation
    Hast du schon mal daran gedacht, schwere Zeiten zu trainieren? Was meine ich damit. Nehmen wir mal an, dein finanzielles Gebäude stürzt aufgrund eines Einnahme-Erdbebens zusammen. Du musst nun mit der Hälfte deiner üblichen Monatlichen Einnahmen auskommen. Und das für voraussichtlich 6 Monate. Der Grund ist ganz einfach. Eine Wirtschaftskrise und überall werden die Ausgaben reduziert. Die Unternehmen stoppen Investitionen, verhängen Kurzarbeit, entlassen Personal etc.
    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es ist hilfreich zu wissen, wie man eine solche Zeit durchstehen kann.

    Ich bitte dich darum, für zwei Monate ein Experiment zu starten. Simuliere einfach mal um dreißig Prozent geringere Einnahmen und Teile nur diese geringeren Einnahmen auf die Geldtöpfe auf.  Ich hoffe, Dir bleibt dann noch Geld zur Aufteilung auf die Geldtöpfe, denn wenn du bereits alles Geld für die wiederkehrenden Ausgaben benötigst, wäre das erste Problem schon spürbar. Ansonsten wäre jetzt der Punkt, an dem du die Aufteilung auf deine Geldtöpfe genau durchdenken musst.

    Ich werde keine Empfehlung abgeben, wie du das Geld auf deine Geldtöpfe aufteilen sollst. Du bist jetzt schon lange hier beim Podcast dabei. Das entscheidest du selbst.

    Schreibe mir gerne einen Kommentar auf geldbewusst.wordpress.com, wie es Dir mit dieser Simulation ergangen ist und welche Schlussfolgerungen du daraus gezogen hast.

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.

    2 min
  • Folge 55 - Teste Deinen Finanzstatus
    Wie viele Monate lang kannst du ohne Einnahmen deine Ausgaben (Summe aus wiederkehrenden Ausgaben + dem Geldtopf für monatlichen Lebensunterhalt (Essen, Trinken, Drogerie etc.) decken? Zu berücksichtigen sind hier alle Guthaben aus Girokonten, Sparkonten, Depots etc., die keiner längeren Kündigungsfrist unterliegen. Schreibe bitte die Zahl einmal auf.
    Wieviele Tausend Euro hast du in deiner Kriegskasse? Schreibe bitte die Zahl auf. Also z.B. die Zahl zwei, wenn du zweitausend Euro in der Kriegskasse hast.
    Wieviele Tausend Euro könntest du – konservativ gerechnet – bei einem Eilverkauf deiner Sachwerte (Möbel, Auto) usw. erlösen? Schreibe bitte die Zahl auf. Also z.B. die Zahl eins, wenn du eintausend Euro erlösen kannst.

    Und nun kommen wir zur Auswertung deines Finanzstatus. Rechne bitte die Zahlen, die du bei den Fragen 2 und 3 notiert hast, geteilt durch deine durchschnittlichen monatlichen Ausgaben. Addiere bitte alle Ergebnis-Zahlen drei Fragen zusammen und schreibe die Summe auf.

    Kategorie D – Du bist für eine unerwartete Krise unzureichend abgesichert
    Wenn die Summe zwischen 1 und 3 liegt

    Kategorie C - Du bist für eine unerwartete Krise geringfügig abgesichert
    Wenn die Summe zwischen 4 und 8 liegt

    Kategorie B – Du bist für eine unerwartete Krise handlungsfähig abgesichert
    Wenn die Summe zwischen 9 und 18 liegt

    Kategorie A – Du bist für eine unerwartete Krise sorgenfrei abgesichert
    Wenn die Summe zwischen 19 und aufwärts liegt

    Die Stufen A bis D und diesen Test habe ich selbst entwickelt, um Dir aufzuzeigen, wie gut du bei einer plötzlich auftretenden Störung deines Einnahmeflusses gewappnet bist. Bitte überlege, ob du mit deinem Ergebnis zufrieden bist und dich ausreichend abgesichert fühlst.
    3 min
  • Folge 54 - Geld ist nicht weg
    Wenn du Geld ausgibst, dann ist es doch erstmal weg, oder? Ja und Nein. Es ist weg von Dir. Es ist aber nicht weg im allgemeinen Sinne. Es ist woanders.
    Willst du, dass dein Geld woanders ist?

    Ich denke, jetzt wird es klarer, worauf ich hinaus will. Diese Frage habe ich neulich für mich nochmal als absoluten Hebel entdeckt. Diese Frage macht mich wach, egal wie müde ich bin. Wenn ich etwas kaufen will und vor dem Moment stehe, mein Geld dafür wegzugeben, dann stelle ich mir diese Frage. Will ich, dass mein Geld wegen dieser Sache woanders ist?

    Seitdem ich diese Frage verwende, kann ich noch besser überprüfen, ob mein geplanter Kauf wirklich notwendig und sinnvoll ist. Und du kennst diese Frage jetzt auch. Ich wünsche Dir damit wieder eine erfolgreiche Woche.
    2 min
  • Folge 53 - Was ist für Dich Luxus?
    Urlaub machen können
    Bio Lebensmittel oder Bio Kleidung kaufen
    Elektroauto fahren
    Echte Freunde besitzen
    Zeit für sich selbst haben
    Ein unbefristeter Arbeitsvertrag
    Ortsunabhängig arbeiten und leben zu können
    Eine berufliche Auszeit
    Strom aus regenerativen Energien beziehen
    Ein gepflegter Garten
    Eine Familie gründen

    Das Wort Luxus bezeichnet Verhaltensweisen, Aufwendungen oder Ausstattungen, welche über den in einer Gesellschaft als normal geltenden Lebensstandard hinausgehen
    Somit ist das Wort Luxus auch etwas, was für einen großen Teil der Bezugsgruppe als erstrebenswert angesehen wird. Der Preis für den Erwerb von Luxus-Gütern ist hoch und deshalb sind Luxusgüter meist nur auf der Grundlage einer entsprechenden Ausstattung mit Macht oder Reichtum zu erwerben.
    Doch sehen Menschen heute Luxus überhaupt im materiellen Sinne?
    Materieller Luxus steht für eine Lebensform, die sich wegen ihrer Exklusivität vom normalen gesellschaftlichen Leben abhebt. Eine luxuriöse Lebensweise zeigt sich beispielweise in Form erlesener Speisen und Getränke sowie in teurer Kleidung und bestimmten Reisezielen.
    Luxus kann auch immateriell sein. Der Konsum von Luxusprodukten kann auch ein Ausdruck von Selbstbelohnung und Selbstverwirklichung sein. Luxus kann auch als Ausgleich für einen stressigen Beruf dienen, es dient dann der Befriedigung emotionaler Bedürfnisse.
    Bei Luxus kann es auch um ein Lebensgefühl gehen, also darum seine eigene Persönlichkeit auszudrücken. In diesem Zusammenhang dienen Luxusgüter hauptsächlich der Identifikation.

    Man kann nicht allgemein klassifizieren, was als Luxus anzusehen ist. Dies hängt stark von kulturellen und ethischen Standards sowie von der sozialen Stellung des Urteilenden ab.
    Was von der Gesellschaft als Luxus betrachtet wird, unterliegt einem ständigen Wandel.

    In dem von mir vorgestellten System der Einnahmen und Ausgabenverwaltung und der Verteilung auf Geldtöpfe kannst du Dir selbst einen Geldtopf für Luxus anlegen – wenn du das willst. Du könntest auch mit einem relativ kleinen Luxus-Budget in einem teuren Hotel zum Frühstückessen vorbei schauen. Viele wohlhabende Menschen haben so – bevor sie reich geworden sind – gelernt wie es sich anfühlt, reich zu sein. Du bist der Durchschnitt der fünf Personen, mit denen du die meiste Zeit verbringst. Unter dem Aspekt betrachtet wäre ein Geldtopf für Luxus eine sinnvolle Investition.

    Mit diesen Gedanken wünsche ich Dir nun eine erfolgreiche Woche.
    Und wenn du jemanden Kennst, den dieses Thema interessieren könnte, dann leite ihm doch freundlicherweise einfach den Link zur Podcastfolge weiter.
    3 min
  • Folge 52 - Was Dich Statussymbole kosten
    Was kosten dich im Laufe deines Lebens Statussymbole? Um uns dieser Frage zu nähern, müssen wir jedoch erst einmal definieren, was Statussymbole eigentlich sind:
    • Statussymbole sind Dinge, mit denen du Wohlstand nach außen sichtbar machst
    • Statussymbole sind Luxus und in den meisten Fällen kein Vermögenswert.
    Warum legen nun viele Menschen Wert auf Statussymbole?
    • Wohlstand ohne Statussymbole ist unsichtbar. Daher werden nur Menschen mit sichtbaren Statussymbolen von der Gesellschaft als vermögend angesehen.
    • Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch: Kein Wohlstand trotz Statussymbolen ist schwer erkennbar. Somit werden auch Menschen mit sichtbaren Statussymbolen und unsichtbarer Geldnot von der Gesellschaft als vermögend angesehen.
    • Es ist also hier mit Vorsicht zu urteilen, ob jemand wirklich Wohlhabend ist.

    Generell ist zu sagen: Wenn Du viel Wert auf Statussymbole legst, dann besteht die Gefahr, dass Du Dein Geld dafür ausgibst anstatt Vermögen aufzubauen.
    Du musst verstehen, dass es nicht relevant ist, ob dein Wohlstand sichtbar ist. Er muss ausschließlich für dich selbst sichtbar sein. Und daher definierst du selbst, was der Maßstab für „sichtbar“ ist. Was Dein Maßstab für „sichtbar“ ist.

    In Deutschland ist das Auto immer noch eines der meist verbreitetsten Statussymbole. Doch das ändert sich langsam.
    Für Kinder in der Schule ist Kleidung sowie das Smartphone zu einem Statussymbol geworden.
    Für manche Menschen sind auch Ämter in der Politik oder in Vereinen ein Statussymbol.
    Du kennst sicher die Formulierung: „Der hängt an der Macht“. Diese Formulierung hat auch etwas mit Status zu tun, mit einem Streben nach Relevanz, nach Bedeutung in einer sozialen Gruppe, in einem Dorf, in der Gesellschaft allgemein.

    Statussymbole können dazu benutzt werden, den Anschein eines höheren oder niedrigeren Status zu erwecken. Deshalb ist Vorsicht geboten. Menschen mit Statussymbolen müssen nicht zwangsläufig einen Positiven Kontostand haben. Das sind zwei Paar Schuhe. Menschen mit Statussymbolen müssen auch keine guten Geldangewohnheiten haben. Sie sind deshalb nicht zwangsläufig als Vorbilder in Bezug auf den Umgang mit Geld anzusehen.
    Doch nun zurück zu den Kosten.

    Um zu ermitteln was uns Statussymbole kosten, habe ich ein Beispiel vorbereitet:
    Erna ist 72 Jahre alt. Sie hat im Laufe Ihres Lebens immer nur Neuwagen gekauft. Im Durchschnitt alle 5 Jahre. Dabei hat Sie durchgängig Wagen aus dem gehobenen Segment gekauft. Ihren ersten Wagen kaufte Sie selbst im Alter von 32 Jahren. Das heißt, sie hat acht Neuwagen gekauft.
    Diese hatten einen Anschaffungspreis von jeweils ca 40.000 €
    Den alten Wagen konnte Sie jeweils für ca. 20.000 € in Zahlung geben. Das bedeutet eine Differenz von 20.000 € mal 8 Wagen ergibt eine Summe i.H.v. 160.000 €
    Zudem besitzt Erna ein Segelboot, mit dem Sie zweimal im Jahr für eine Woche Urlaub macht. Es ist bereits ihr drittes Segelboot und die Kosten dafür belaufen sich abzüglich Wiederverkaufserlös der Vorgängermodelle auf 60.000 €. Hinzu kommen jährliche Kosten für den Anlegeplatz i.H.v. 1000 €
    Erna hat seit dem 42. Lebensjahr ein Segelboot, also seit 30 Jahren. Somit kommen wir auf eine Summe von 90.000 € für die Segelboote.
    Auto und Segelboote zusammengerechnet sind wir nun bereits bei 250.000 €.

    So ein Beispiel könnte man auch mit Kleidung, Smartphones oder anderen Luxusgütern aufstellen.

    Bitte erstelle mal für dich eine Liste deiner Statussymbole. Welche Gegenstände besitzt du, um deinen Wohlstand zu zeigen? Rechne dann bitte einmal aus, welche Anschaffungskosten bisher und in der Zukunft dafür anfallen werden und dann schauen Dir diese Zahl einmal genau an. Jetzt musst du nur noch entscheiden, ob du mit diesem Betrag einverstanden bist oder nicht. Falls ja, dann mache einfach weiter wie bisher. Falls nein, dann überlege und entscheide bitte, was du ändern willst.

    Mich würde interessieren, was du als Sta
    5 min
  • Folge 51 - Geld der Kinder
    Geld, welches deine Kinder geschenkt bekommen, solltest du für deine Kinder mit treuer Hand aufbewahren. Denn Deine Kinder haben ein Anrecht auf ihr Geld. Es ist ihr Geld. Natürlich benötigen Kinder zunächst erst einmal eine gewisse Kompetenz, um mit Geld umzugehen, aber diese Kompetenz entsteht eben nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Erfahrungen machen wir durch Freude und Schmerz.
    Doch was tun, wenn bestimmte zwingende Anschaffungen für die Kinder anstehen, wie z.B. ein Kindersitz für das Auto oder ein Fahrrad für den Weg zur Schule? Was, wenn diese Anschaffungen nicht aus der normalen Haushaltskasse aufgebracht werden können?

    In diesem Fall können Eltern auch bewusst entscheiden, für die Kinder erhaltenes Geld einzusetzen, um diese Dinge zu kaufen. Es sollte bei einem späteren Verkauf allerdings der Erlös auch wieder in die Kasse der Kinder zurückfließen. Wenn man diesen Ablauf dann auch noch den Kindern erklärt, dann lernen Sie den bewussten Umgang mit Geld kennen. Und Sie verstehen, was eine zweckgebundene Verwendung von Geld bedeutet.
    Daher will ich dich ermutigen, mit Deinen Kindern über Geld zu sprechen und Vorbild zu sein, was den Umgang mit Geld betrifft. Kinder kopieren in vielerlei Dingen die Personen in ihrem nahen Umfeld. Sie lernen durch Vorbilder. Und das sind zumeist die Eltern.

    Wenn du also an Dir selbst arbeitest, um Geld sinnvoll einzusetzen, dann hat das automatisch einen positiven Einfluss auf deine Kinder.
    Es ist wichtig, dass Kinder einen bewussten Umgang mit Geld vorgelebt bekommen, denn in der Schule gibt es keinen Geldunterricht.
    Nur um es klar zu sagen: Ich meine hier explizit nur wirklich zwingend notwendige Anschaffungen für die Mobilität und Entwicklungsförderung. Eine Spielekonsole würde für mich nicht unter eine zwingende Anschaffung fallen.
    Wenn Du jemanden kennst, dem diese Folge hier weiterhelfen könnte, dann sei so lieb und leite ihm diesen Podcast bitte weiter. Den Podcast kannst du mittlerweile nicht nur als RSS Feed und auf iTunes abonnieren, sondern auch auf Radio.de und Stitcher.com hören.

    Ich wünsche Dir eine erfolgreiche Woche.
    3 min

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