In der letzten Folge sprach ich über die Geldtöpfe.
Es ging darum, die Differenz zwischen Einnahmen und wiederkehrenden
Ausgaben auf Geldtöpfe zu verteilen. Heute möchte ich Dir erklären, wie
Du einen Sparautomatismus in dieses Konzept integrieren kannst. Dazu
solltest Du unter den wiederkehrenden Ausgaben eine neue Position mit
dem Titel „Sparen“ aufnehmen, die monatlich mit einem Betrag Deiner Wahl
Wenn Du also 100 € sparen willst, dann nehme dies in Deine Liste der
wiederkehrenden Ausgaben so auf. 100€ pro Monat sind 1200 € pro Jahr.
Aber Du solltest auch definieren, wofür diese Spar-Position später
einmal verwendet werden darf. Denn nur wenn Du dies definiert hast,
Nehmen wir an, Du hast diese Spar-Position als Vermögensaufbau
vorgesehen. Dann wirst Du dieses Geld niemals ausgeben, sondern es
investieren, damit dieses Geld vermehrt wird.
Wenn Du allerdings für eine Urlaubsreise sparen willst, dann wirst Du
dieses Geld irgendwann ausgeben. Es ist aber auch hier wichtig, den
Zweck definiert zu haben, damit Du nicht irgendwann in Versuchung
kommst, das Geld anderweitig zu verwenden.
Verstehe bitte, dass diese Variante unheimlich mächtig ist, um Geld
zu sparen. Denn durch das System der Differenz-Ermittlung zwischen
Einnahmen und wiederkehrenden Ausgaben siehst Du dieses Geld gar nicht
bei der Verteilung auf die Geldtöpfe, und kommst auch nicht in
Versuchung, das Sparen zugunsten von Konsum einzuschränken oder gar
Ich möchte Dir noch empfehlen, für die Einnahmen ein eigenes
Bankkonto zu nutzen und für die wiederkehrenden Ausgaben ein zweites
(anderes) Bankkonto zu nutzen.
Wenn Du dann immer zum neuen Monat die Differenz zwischen Einnahmen
und wiederkehrenden Ausgaben ermittelt hast, hebst Du diese Differenz in
Bar von Deinem Konto ab und nimmst Dir das Taschengeld und anschließend
verteilst Du das Geld auf die Geldtöpfe. Taschengeld und Geldtöpfe
solltest Du am besten in Bargeld verwalten.
Für die Spar-Position unter Deinen wiederkehrenden Ausgaben empfehle
ich Dir, einen Dauerauftrag auf ein Unterkonto einzurichten. Die meisten
Banken bieten ein Sparbuch oder Tagesgeldkonto an, wofür keinerlei
Gebühren anfallen. Der Vorteil von einem Dauerauftrag ist, dass der
Betrag quasi gleich separiert ist, bevor Du ihn verteilen kannst. Du
trickst Dich mit dieser Vorgehensweise selber aus. Aber das Ganze
geschieht nur zu Deinem Wohl. Es ist ein Hilfsmechanismus, um Deinen
Kopf nicht in Versuchung zu führen, das Geld anderweitig zu verteilen.
In einer älteren Folge hatten wir über das Thema Gewohnheiten
gesprochen. Wenn Du daran kontinuierlich arbeitest, dann solltest Du
Fortschritte erzielt haben. Probiere daher den Spar-Automatismus einfach
mal aus und wenn Du willst, dann kannst Du die Sparsumme auch Monat für
Monat anheben, sofern Du Durch die parallele Änderung Deiner
Gewohnheiten auch Dein Konsumverhalten geändert hast und mittlerweile
Das Thema Bargeld wird Dir auch dabei helfen, die Ausgaben besser im
Griff zu haben. Wenn Du das Geld weggibst, dann ist das eine andere
Situation als wenn Du es mit einer elektronischen Transaktion per
Geldkarte weggibst. Jedes Mal wenn Du bar bezahlst, entscheide Dich
bewusst dafür, Dein Geld jetzt für diese Sache auszugeben. Und wenn Du
merkst, dass es sich falsch anfühlt, dann lass es sein und kaufe diese
Sache nicht. Und bitte erschrecke in dem Moment nicht. Das ist eine
normale Entwicklungsstufe auf dem Weg zum geldbewussten Handeln. Du
beschäftigst Dich jetzt schon mehrere Monate mit dem Thema Geld, mit
Deinen Angewohnheiten, Deiner finanziellen Situation, Deinem
Konsumverhalten etc. Du wirst an einem bestimmten Punkt spüren, dass Du
Dich verändert hast. Beglückwünsche Dich zu diesem Entwicklungsschritt
und bleibe aufmerksam beim Weggeben von Geld.
Übrigens: Damit Du bei den gan