
Sign up to save your podcasts
Or


Nicht die antiken Weltwunder, sondern die sieben Wunder Polens, gewählt 2007 von den Leserinnen und Lesern einer großen polnischen Zeitung. Die Folge führt vom größten mittelalterlichen Marktplatz Europas in Krakau über die Renaissance-Idealstadt Zamość und den ungewöhnlichen Elbląg-Kanal zur Marienburg, der größten Burg der Welt. Dazu kommen Toruń, die Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus, der Wawel in Krakau und als Nummer eins die Salzmine von Wieliczka mit ihrer Kapelle ganz aus Salz. Eine Geschichte über ein Land, das viel europäischer ist, als viele denken, und zugleich eine Bucket-List für die nächste Reise.
Wir verbringen ein Drittel unseres Lebens damit, und doch schlafen zwei Drittel der Erwachsenen in Industrieländern zu wenig. Diese Folge zeigt, was das wirklich kostet: schlechtere Konzentration, ein schwächeres Immunsystem, mehr Verkehrsunfälle und Schäden in Milliardenhöhe für ganze Volkswirtschaften. Sie räumt mit dem Mythos auf, man komme dauerhaft mit fünf Stunden aus, und erklärt, warum Jugendliche morgens nicht aus Faulheit müde sind, sondern aus Biologie. Und sie fragt, was passiert, wenn Schulen einfach später beginnen. Eine Folge über das, was wir jeden Tag tun und trotzdem unterschätzen.
Streik klingt nach Industrialisierung, Gewerkschaften und modernem Arbeitskampf. Tatsächlich legten Menschen schon vor über 3000 Jahren kollektiv die Arbeit nieder. Diese Folge spannt den Bogen von den Grabarbeitern unter Ramses III., die als Erste streikten, über die Plebejer im frühen Rom, die einfach die Stadt verließen, bis zu den Unruhen im Konstantinopel des 6. Jahrhunderts. Sie zeigt den Unterschied zwischen Streik und Rebellion, warum auch Spartacus dazugehört, und dass die Reaktion der Mächtigen damals wie heute zwischen Verhandlung und brutaler Gewalt schwankte. Eine Geschichte darüber, dass kollektive Macht so alt ist wie die Arbeit selbst.
1914 kauft ein kanadischer Tierarzt auf dem Weg an die Front an einem Bahnhof eine verwaiste Schwarzbärin. Er nennt sie Winnie, nach seiner Heimatstadt Winnipeg, und nimmt sie als Maskottchen mit ins Militärlager und über den Atlantik nach England. Als seine Einheit nach Frankreich muss, gibt er Winnie an den Londoner Zoo, wo sie zum Liebling der Besucher wird. Einer dieser Besucher ist ein kleiner Junge namens Christopher Robin, dessen Vater A. A. Milne daraus eine der berühmtesten Kinderbuchfiguren der Welt macht: Winnie Puuh. Die wahre Geschichte hinter dem honigliebenden Bären.
Weitere Bilder von Winnie: https://www.theguardian.com/childrens-books-site/gallery/2015/nov/24/winnie-the-pooh-inspired-by-a-real-bear
Eine Kanone, gepanzert, beweglich im Gelände: Der Panzer entsteht erst im Ersten Weltkrieg, als der Stellungskrieg in den Gräben festgefahren ist. Diese Folge erzählt, wie aus den ersten britischen Ungetümen über die Schlacht von Cambrai der moderne Kampfpanzer wurde, und wie sich seither ein ständiges Wettrennen zwischen Panzerung und Abwehr abspielt. Sie zeigt, warum im Zweiten Weltkrieg oft nicht die beste, sondern die meistgebaute Maschine gewann, vom amerikanischen Sherman bis zum sowjetischen T-34, und warum der Panzer trotz Panzerfaust und Drohnen bis heute nicht ausgedient hat. Eine Geschichte über Technik, Industrie und die Frage, was eine Waffe wirklich entscheidend macht.
Elmer McCurdy war ein ziemlich erfolgloser Zug- und Bankräuber im Amerika der 1910er Jahre, dessen größter Coup ganze 46 Dollar einbrachte. 1911 wird er nach einem Raub erschossen, 31 Jahre alt. Doch seine eigentliche Geschichte beginnt erst nach dem Tod: Seine einbalsamierte Leiche wird zur Jahrmarktsattraktion und reist fast 60 Jahre lang durch die USA, bis niemand mehr weiß, dass es ein echter Mensch ist. Erst 1976 fliegt der Schwindel an einem Filmset auf. Eine wahre Geschichte über einen Mann, der im Tod berühmter wurde als im Leben.
Octavian und Augustus sind nicht zwei Personen, sondern ein und derselbe Mann, und das fasst seine Geschichte gut zusammen. Als Großneffe und Erbe Cäsars steigt er mit Tötungslisten, Enteignungen und Bürgerkriegen zur Macht auf, unter anderem fällt ihm Cicero zum Opfer. Nach dem Sieg über Marcus Antonius und Kleopatra bei Actium wird aus dem brutalen Octavian der Staatsmann Augustus, der erste Kaiser Roms. Er beendet die Bürgerkriege, baut Infrastruktur, lässt die Republik dem Schein nach weiterbestehen und schafft ein System, das in verschiedenen Formen weit über tausend Jahre hält. Eine Geschichte über die Frage, ob man Stabilität bewundern darf, wenn sie auf Blut gebaut ist.
Die meisten kennen Mar-a-Lago nur als Anwesen von Donald Trump. Dabei reicht seine Geschichte fast hundert Jahre zurück: Erbaut wurde der Palast in den 1920er Jahren von Marjorie Merriweather Post, einer der reichsten Frauen der USA. Sie vermachte das Anwesen sogar dem Staat, ausdrücklich als Winterresidenz für US-Präsidenten, doch niemand wollte es haben. Erst Trump kaufte es 1985, machte daraus einen exklusiven Club und später ein politisches Machtzentrum. Die Geschichte eines Hauses, das genau das wurde, was seine Gründerin sich erträumte, nur ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatte.
Bei Propaganda denken die meisten an Goebbels. Diese Folge erzählt die andere Seite: die britische Gegenpropaganda im Zweiten Weltkrieg. In einem Landsitz nördlich von London erfand eine bunte Truppe aus Journalisten, Schriftstellern und Geheimdienstlern getarnte Radiosender, die sich als deutsche Soldaten oder französische Priester ausgaben, eine frühe Form dessen, was wir heute Fake News nennen. Es geht um schwarze Propaganda, um die Frage, wie weit man lügen darf, ohne die eigene Glaubwürdigkeit zu verlieren, und um einen fingierten Agenten, der aus Versehen gleich zweimal live im Radio erschossen wurde. Eine Geschichte darüber, dass Desinformation schon vor dem Smartphone eine ganze Organisation brauchte.
Rund 95 Kilometer östlich von Los Angeles liegt Reche Canyon, und dort leben schätzungsweise 1000 wilde Esel. Sie stehen auf den Straßen, grasen in Vorgärten und betteln Autofahrer um Futter an, wahrscheinlich Nachfahren entlaufener Lasttiere aus der Zeit des Goldrauschs. Lange galten sie als Plage, doch als die Behörden Ende 2024 begannen, die Tiere nach Texas umzusiedeln, gingen die Bewohner auf die Barrikaden: "We love our donkeys". Diese Folge erzählt vom komplizierten Zusammenleben zwischen Mensch und Esel, von Verkehrstoten, Fütterungsverboten und einer Auffangstation, die verletzte Tiere rettet. Eine Geschichte über einen der wohl eseligsten Orte der USA.
Welcome to Donkey Country, U.S.A.: https://archive.is/2b8RJ
From the publisher's feed