Geschichte 10 Minuten

Geschichte 10 Minuten

By Alexander und DavidHistory
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Geschichte 10 Minuten episodes

  • Alexander der Große: Was bleibt, wenn man den Mythos abzieht (#138)

    Alexander der Große kennt jeder, aber vieles an seiner Geschichte ist anders, als der Mythos erzählt. Sein Feldzug gegen Persien beginnt nicht aus Eroberungslust, sondern aus Geldnot: Die Staatskasse ist leer und sein Heer will bezahlt werden. Diese Folge erzählt vom Erbe seines Vaters Philipp II., der die schlagkräftigste Armee ihrer Zeit aufbaute, vom erzwungenen Unterricht bei Aristoteles, vom Abstecher zum Orakel in der Wüste, der Alexander zum Sohn eines Gottes machte, und von seinem Tod mit 32 Jahren in Babylon, für den heute nicht Gift, sondern verseuchtes Trinkwasser als wahrscheinlichste Ursache gilt. Und sie stellt die Frage, was von diesem Feldherrn bleibt, wenn man die Legende abzieht: ein taktisches Ausnahmetalent ohne politisches Konzept, dessen Erbe vor allem Zerstörung war.

    11 min
  • Der Schienenzeppelin: Der Propellerzug, der 1931 einen Weltrekord fuhr (#137)

    1931 rast in Brandenburg ein silberner Zug mit einem Flugzeugpropeller am Heck über die Schienen, entworfen vom Luftschiff-Ingenieur Franz Kruckenberg. Der Schienenzeppelin erreicht 230 km/h und stellt damit einen Weltrekord für Schienenfahrzeuge auf, der ganze 24 Jahre hält. Trotzdem wird aus der Sensation nichts: Der Wagen kann nicht rückwärts fahren, keine weiteren Wagen ankuppeln, und der rotierende Propeller ist auf vollen Bahnsteigen schlicht zu gefährlich. Am Ende fließen seine Ideen in den berühmten Fliegenden Hamburger ein, während das einzige Exemplar 1939 verschrottet wird. Die Geschichte einer genialen Fehlkonstruktion aus der Weimarer Republik.


    Bilder zum Schienenzeppelin finden Sie u.a. hier!


    Titelfoto-Quelle: Franz Jansen (†), Erkrath / CC BY-SA 3.0 -


    8 min
  • Der Bart: Das älteste Statussymbol der Menschheit (#136)

    Warum Männer überhaupt Bärte haben, weiß die Forschung bis heute nicht sicher. Sicher ist nur, dass kaum etwas so oft umgedeutet wurde: Der Bart stand mal für Kraft und Macht, mal für Dekadenz, das glatte Gesicht mal für Reinheit, mal für Fortschritt. Diese Folge spannt den Bogen vom künstlichen Pharaonenbart über Alexander den Großen, der sich und seine Armee glatt rasieren ließ, bis zu Kaiser Hadrian, der Reformation und King Camp Gillette mit seiner Einwegklinge. Und sie zeigt, dass der Bart bis heute selten neutral ist, sondern fast immer eine Botschaft. Eine Kulturgeschichte über ein paar Haare im Gesicht und die Macht, die in ihnen steckt.

    13 min
  • Das Voynich-Manuskript: Das Buch, das niemand lesen kann (#135)

    Ein rund 600 Jahre altes Buch, vollgeschrieben in einer Schrift, die zu keinem bekannten Alphabet passt, bebildert mit Pflanzen, die es nicht gibt, und rätselhaften Sternkarten. Das Voynich-Manuskript ging durch die Hände von Kaiser Rudolf II., Prager Alchemisten und den besten Codeknackern des 20. Jahrhunderts, darunter William Friedman, der im Krieg den japanischen PURPLE-Code knackte. Niemand von ihnen konnte ein einziges Wort entziffern. Bis heute ist unklar, ob darin eine verlorene Sprache steckt, eine geniale Verschlüsselung oder der teuerste Schwindel des Mittelalters. Eine Geschichte über das berühmteste ungelöste Rätsel der Buchgeschichte.


    Link zum Voynich-Manuskript: https://collections.library.yale.edu/catalog/2002046

    8 min
  • God Save the King: Vom Jakobitenlied zur Königshymne (#134)

    Fast 300 Jahre alt, der Komponist bis heute unbekannt, vereinnahmt von Royalisten wie von Punks: God Save the King. Ihren Durchbruch erlebt die Hymne im Herbst 1745, als Bonnie Prince Charlie in Schottland landet und in London Panik ausbricht. In einem Londoner Theater stimmen die Schauspieler das Lied an, binnen Wochen singt es das ganze Land. Die Ironie dabei: Ursprünglich war es wohl ein Lied der Jakobiten, also genau jener Seite, die der hannoversche König bekämpfte. Später übernehmen rund 20 Staaten die Melodie, von der Schweiz bis Liechtenstein, das sie bis heute nutzt. Und 1977 macht die Punkband Sex Pistols daraus eine Abrechnung mit der Monarchie. Die Geschichte eines Lieds, das man ohne Übertreibung den ersten Popsong der Welt nennen kann.

    14 min
  • Der Kluge Hans: Das Pferd, das rechnen konnte (#133)

    Berlin um 1900: Ein Pferd namens Kluger Hans rechnet, liest und buchstabiert vor Publikum. Sein Besitzer, der Mathematiklehrer Wilhelm von Osten, ist überzeugt, dem Tier echtes Denken beigebracht zu haben. Eine 13-köpfige Kommission unter dem Psychologen Carl Stumpf findet keinen Betrug. Erst Stumpfs Student Oskar Pfungst löst das Rätsel und beschreibt, was heute als Kluger-Hans-Effekt bekannt ist. Die Geschichte einer ehrlichen Selbsttäuschung und eines Phänomens, das die Wissenschaft bis heute beschäftigt.

    9 min
  • Dom Pedro II.: Der Kaiser von Brasilien, der lieber forschte als regierte (#132)

    Brasilien war einmal ein Kaiserreich, und über vierzig Jahre regierte es ein Mann, der lieber Meteoriten suchte und Gedichte schrieb, als auf dem Thron zu sitzen. Dom Pedro II. spricht ein Dutzend Sprachen, baut sich Labore und eine Sternwarte in den Palast und korrespondiert mit Victor Hugo, Richard Wagner und Friedrich Nietzsche. Doch sein Reich steht auf dem Fundament der Sklaverei, und als diese 1888 endlich abgeschafft wird, wenden sich die Kaffeebarone von ihm ab. 1889 stürzt ihn das Militär, Pedro II. geht ins Exil und stirbt zwei Jahre später einsam in einem Pariser Hotel. Die Geschichte vom Gelehrten auf dem Thron, der bis heute als einer der größten Brasilianer gilt.

    15 min
  • Schani Breitwieser: Der Robin Hood von Wien (#131)

    Wien, kurz nach dem Ersten Weltkrieg: Johann „Schani" Breitwieser knackt Tresore mit dem Schweißbrenner und wird vom Meidlinger Proletariat als Robin Hood gefeiert. Der „Einbrecherkönig" bricht in Villen, Ringstraßenpalais und sogar das Kriegsministerium ein. Bei einem Coup in der Hirtenberger Munitionsfabrik erbeutet er eine halbe Million Kronen. 1919 stellt ihn die Polizei in St. Andrä-Wördern. Die Geschichte vom „König von Meidling", dem Robin Hood von Wien.

    9 min
  • Die 90 Prozent: Das wahre Leben im Römischen Reich (#130)

    Kaiser, Schlachten, Senatoren: Davon handeln die meisten Geschichten über Rom. Diese Folge erzählt die andere Seite, das Leben der einfachen Leute, die das Imperium tatsächlich trugen. Die Archäologin Kim Bowes nennt sie in ihrem Buch "Surviving Rome" die 90 Prozent: Kleinbauern, Handwerker, Sklaven, Gastwirte und Weberinnen, die von ihrer eigenen Arbeit leben mussten. Funde aus Britannien bis Ägypten zeigen, dass selbst arme Haushalte importierten Wein, indischen Pfeffer und Parfüm besaßen, Teil einer frühen Form von Globalisierung. Eine Geschichte über Arbeit, Frauen und Kinder und darüber, wie die große Mehrheit im Römischen Reich wirklich lebte.

    Titelbild: KI

    9 min
  • William Buckland: Der Forscher, der jedes Tier der Welt essen wollte (#129)

    William Buckland war einer der wichtigsten Geologen des 19. Jahrhunderts, und der Mann, der sich vorgenommen hatte, jedes Tier der Welt zu probieren. Diese Folge erzählt von Hyänenhöhlen, dem ersten wissenschaftlich beschriebenen Dinosaurier und Mäusen auf Toast. Und von der Frage, wofür ein Mensch am Ende in Erinnerung bleibt.

    8 min

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