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Im Oktober 1590 kommt es in Neapel zu einem Doppelmord. Beide Opfer stammen aus mächtigen Adelsfamilien Italiens: Maria d'Avalos und Fabrizio Carafa, Herzog von Andria. Der Täter? Fürst Carlo Gesualdo da Venosa, Ehemann von Maria d'Avalos. Für die Tat wurde Gesualdo nie vor Gericht gestellt.
In den Jahren danach komponiert er Madrigale, mehrstimmige Vokalstücke. Sein Werk zählt zur experimentellsten und ausdrucksstärksten Musik der Renaissance. Wir sprechen in dieser Folge über das Leben von Gesualdo und warum bis heute Opern und Stücke über ihn geschrieben werden.
Glenn Watkins: „Carlo Gesualdo da Venosa: Leben und Werk eines fürstlichen Komponisten“
Moro lasso al mio duolo, Madrigal aus dem sechsten Madrigalbuch von Carlo Gesualdo (1611), in einer Aufführung vom MIT Chamber Chorus: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gesualdo-moro_lasso_al_mio_duolo.ogg
Das Episodenbild zeigt das einzige bestätigte Porträt von Carlo Gesualdo. Das Altarbild Perdono di Carlo Gesualdo.
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Wir springen in dieser Folge zum ersten Mal nach Hawaii. Dort wird im Jahr 1890 jemand geboren, der in den folgenden sieben Jahrzehnten nicht nur zu einem der herausragendsten Sportler der Welt werden wird, sondern gleichzeitig auch noch die Popularität eines anderen Sports maßgeblich beeinflussen wird!
Wir sprechen über Duke Kahanamoku, Ausnahmeschwimmer und Vater des modernen Surfsports.
David Davis: "Waterman - The Life and Times of Duke Kahanamoku"
Das Episodenbild zeigt Duke Kahanamoku mit Surfbrett, ca. 1912
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Im Jahr 1777 wurde ein Pfälzer neuer Regent in Bayern. In der bayerischen Linie der Wittelsbacher gab es keine erbberechtigten Nachkommen mehr und so übernahm der pfälzische Kurfürst Karl Theodor die Münchner Residenz. Großes Interesse an seinem neuen Regierungssitz hatte er nicht. Jahrelang versuchte er vergeblich, Bayern wieder loszuwerden. Am Ende war es seine fünfzig Jahre jüngere Frau, die Habsburgerin Maria Leopoldine, die dafür sorgte, dass die letzte verbliebene Nebenlinie der Wittelsbacher aus Zweibrücken in Bayern an die Macht kam.
Wir sprechen in der Folge über den Bayerischen Erbfolgekrieg, warum es Karl Theodor nicht gelang, Bayern einzutauschen und wie die letzte Kurfürstin in Bayern den Habsburgern die Tour vermasselte und dafür sorgte, dass die Wittelsbacher an der Macht blieben.
Sylvia Krauss-Meyl: Das „Enfant Terrible"“ des Königshauses: Maria Leopoldine, Bayerns letzte Kurfürstin, 2002.
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Der Monat neigt sich dem Ende entgegen, daher wird es wieder Zeit für eine neue Folge unseres Feedbackformats. Wir sprechen unter anderem über Schachfiguren, das Matterhorn und Richards Kreuzallergien.
Der zweite Teil ist ein Update zur Folge über Philipp Reis und die Erfindung des Telefons. Claus hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass Daniels Erklärung der Funktionsweise nicht ganz korrekt war. Wir haben das zum Anlass genommen, um bei Reinhard Remfort mal nachzufragen. Der ist nämlich nicht nur Podcaster, Methodisch Inkorrekt und Alliteration am Arsch, sondern auch Physiker und kennt sich daher mit Strom und Elektrizität deutlich besser aus. Er erklärt uns, wie das Reis-Telefon funktioniert hat und warum Reis damit auch im Prinzip das Kohlemikrofon erfunden hat.
DAS PODCAST UFO – https://podcast-ufo.fail/
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Wir springen in dieser Folge in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Schauplatz ist Paris, wo sich ein äußerst produktiver Erfinder als Wegbereiter der Elektrifizierung herausstellen wird. Allerdings gerät er bald nach seinem Tod in Vergessenheit - erst über hundert Jahre später wird er wieder seinen wohlverdienten Platz in den Geschichtsbüchern einnehmen.
Kevin Desmond: "Gustave Trouvé - French Electrical Genius (1839-1902)", 2015
Das Episodenbild zeigt eine der wenigen erhaltenen Abbildungen Trouvés (nach 1881, vor 1902) und eine Darstellung seines mechanischen Vogels aus dem Jahr 1891.
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Im Juli 1865 machen sich zwei Gruppen auf, um den letzten noch nicht bestiegenen Viertausender der Alpen zu erklimmen: Das Matterhorn. Der Berg galt lange Zeit als unbezwingbar. Sieben Männer stehen schließlich auf dem Gipfel, doch ihr Triumph dauert nur kurz, denn beim Abstieg kommt es zum Unglück.
Wir sprechen in der Episode über die Anfänge des Alpinismus und warum die Matterhorn-Erstbesteigung einer der folgenreichsten Aufstiege in der Geschichte des Bergsteigens ist.
Die erwähnte Ringvorlesung über den Alpinismus der Universität Zürich ist hier zu finden.
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Wir sprechen in dieser Folge über die Geschichte des Schachspiels. Woher kam es, warum wurde gerade dieses Spiel so erfolgreich und was hat es mit der Feudalgesellschaft des Mittelalters zu tun?
Die erwähnte Folge von Jeanne Drach zu georgischen Schachspielerinnen gibt's hier: https://jeannedrach.podigee.io/46-schach
David Shenk. 2007. The Immortal Game: A History of Chess. Knopf Doubleday Publishing Group.
H. J. R. Murray. 2015. A History of Chess: The Original 1913 Edition. Skyhorse.
Das Episodenbild zeigt die etwas krude Replika eines Lewis Chessman, in Stornoway (Fotocredit: Lene Kieberl)
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In seiner Scheune experimentierte um 1860 ein Lehrer aus Hessen mit dem Holznachbau eines Ohrs, einer Geige, einer Stricknadel und der Blase eines Hasen. Philipp Reis erfand den Vorläufer jenes Apparats, der zum wichtigsten Kommunikationsmittel des 20. Jahrhunderts werden sollte: das Telefon.
Ihm ist es 1861 erstmals gelungen, Sprache fernmündlich zu übertragen: „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“ soll der erste Satz gewesen sein, gefolgt von „Die Sonne ist von Kupfer.“ Wir sprechen über die Geschichte des Telefons und warum es zu einem langen Patenstreit kam, in dessen Mittelpunkt der Mann stand, dem das Telefonpatent am Ende zugesprochen wurde: Alexander Graham Bell. Andere Telefonpioniere wie Antonio Meucci oder Elisha Gray gingen hingegen leer aus.
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Pünktlich zum Ende des Monats kommt die dritte Ausgabe unseres neuen Feedbackformats. Wir sprechen unter anderem über medizinische und sprachwissenschaftliche Hintergründe des Englischen Schweißes und Daniel erzählt von den Tücken der Buchausleihe.
Der zweite Teil ist ein Update zu einer unserer meistgehörten Folgen: Erwin Kreuz. In diesem ursprünglich nur auf unserer Website veröffentlichten Gespräch mit dem Journalisten Sebastian Dalkowski, spricht Richard darüber, was wir über Erwin Kreuz nach seiner Zeit als transatlantische Berühmtheit wissen.
Die erwähnte Studie zu vernakularsprachlichen Veröffentlichungen ist tatsächlich noch nicht veröffentlicht, allerdings sind die der Studie zugrundeliegenden Daten, ca. 350.000 veröffentlichte Bucheditionen, auf dieser Seite einsehbar: https://www.ustc.ac.uk/
Rasenfunk - https://rasenfunk.de/
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Wir springen in dieser Folge ins viktorianische England, wo sich im Jahr 1893 die 30-jährige Mary Kingsley aufmacht, den Westen Afrikas zu erforschen. Nur vier Jahre später wird sie eine berühmte Autorin und die bekannteste Afrikanistin Großbritanniens sein - und all das ohne eine formale Ausbildung.
Brisson, Ulrike. 2005. ‘Fish and Fetish: Mary Kingsley’s Studies of Fetish in West Africa’. Journal of Narrative Theory 35 (3): 326–40. https://www.jstor.org/stable/30225805.
Heather Lehr Wagner. 2004. Mary Kingsley: Explorer of the Congo. Chelsea House Publishers.
Das Episodenbild zeigt ein Porträt von Mary Kingsley gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
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