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Im Schatten der Berge, wo die Hallen kühl und die Gesetze streng waren, lebte Karl Dav.
Eines Tages jedoch riss der gierige Landvogt Bezo die Macht an sich und errichtete überall glänzende Festungen im Tal. Seine Armee war riesig, und wo immer sie entlangzog, verdunkelten sich Himmel und Boden zugleich. Dichte Wolken hingen über dem Land, und bald sprach man nur noch von „Bezos Wolke“.
Der Landvogt erschien eines Morgens selbst auf dem Marktplatz.
„Es ist zu eurem Besten“, rief der Vogt. „Ihr müsst nur zustimmen.“
Neben den Vertrag stellte er einen Tisch. Darauf lagen Plätzchen, frisch gebacken, süß und harmlos duftend. In Wahrheit aber waren sie vergiftet und zwangen jeden der sie aß, in ewige Gefolgschaft.
Viele griffen zu.
Karl Dav aber verweigerte die Plätzchen. Und den Vertrag.
Er sammelte eine kleine Schar von Widerständlern um sich. Er nannte sie die „nächste Wolke“ – nicht hoch und blendend, sondern niedrig, schützend und nah bei den Menschen. Karl Dav war sich sicher, dass er die Herrschaft des Vogts brechen konnte, denn er trug ein besonderes Kartenset bei sich: die unsichtbaren Strategien.
Als der Kampf aussichtslos schien, zog er die erste Karte. „Use an old idea.“
Die Wolke des Vogts lachte und breitete sich weiter aus, als kenne sie keine Grenzen. Karl Dav zog die nächste Karte. „Work at a different speed.“
Als Zweifel durch die Reihen seiner Leute gingen, zog er erneut eine Karte. „Find a safe part and use it as an anchor.“
Schließlich, im entscheidenden Moment, als der Vogt erneut den Vertrag hob und mit den Plätzchen winkte, zog Karl Dav die letzte Karte. „Do the obvious thing.“
Er hob die Armbrust.
Der Schuss löste sich, und der Landvogt stürzte zu Boden wie ein leerer Sack.
Die Wolken verzogen sich.
Karl Dav aber verschwand wieder in den Bergen, zwischen Listen und Gedanken.
By Esel Müller und Teddy Krzysteczko5
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Im Schatten der Berge, wo die Hallen kühl und die Gesetze streng waren, lebte Karl Dav.
Eines Tages jedoch riss der gierige Landvogt Bezo die Macht an sich und errichtete überall glänzende Festungen im Tal. Seine Armee war riesig, und wo immer sie entlangzog, verdunkelten sich Himmel und Boden zugleich. Dichte Wolken hingen über dem Land, und bald sprach man nur noch von „Bezos Wolke“.
Der Landvogt erschien eines Morgens selbst auf dem Marktplatz.
„Es ist zu eurem Besten“, rief der Vogt. „Ihr müsst nur zustimmen.“
Neben den Vertrag stellte er einen Tisch. Darauf lagen Plätzchen, frisch gebacken, süß und harmlos duftend. In Wahrheit aber waren sie vergiftet und zwangen jeden der sie aß, in ewige Gefolgschaft.
Viele griffen zu.
Karl Dav aber verweigerte die Plätzchen. Und den Vertrag.
Er sammelte eine kleine Schar von Widerständlern um sich. Er nannte sie die „nächste Wolke“ – nicht hoch und blendend, sondern niedrig, schützend und nah bei den Menschen. Karl Dav war sich sicher, dass er die Herrschaft des Vogts brechen konnte, denn er trug ein besonderes Kartenset bei sich: die unsichtbaren Strategien.
Als der Kampf aussichtslos schien, zog er die erste Karte. „Use an old idea.“
Die Wolke des Vogts lachte und breitete sich weiter aus, als kenne sie keine Grenzen. Karl Dav zog die nächste Karte. „Work at a different speed.“
Als Zweifel durch die Reihen seiner Leute gingen, zog er erneut eine Karte. „Find a safe part and use it as an anchor.“
Schließlich, im entscheidenden Moment, als der Vogt erneut den Vertrag hob und mit den Plätzchen winkte, zog Karl Dav die letzte Karte. „Do the obvious thing.“
Er hob die Armbrust.
Der Schuss löste sich, und der Landvogt stürzte zu Boden wie ein leerer Sack.
Die Wolken verzogen sich.
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