
Sign up to save your podcasts
Or


Ich gehe durch ein verlassenes Land
Ich kenne den Weg wie meine Westentasche
Ich spüre den Boden unter meinen Füßen
Setze mich an den Fluss, und irgendwie ist alles wieder wie früher
Hey, gute alte Zeiten, wo seid ihr geblieben?
Ich werde älter und brauche etwas, worauf ich mich verlassen kann
Wann lässt du mich wieder rein?
Ich werde langsam müde und brauche einen Ort, an dem ich neu anfangen kann
Ich fahre über die Brücke
Kenne jede Kurve, jede Abfahrt auf dem Weg
Da ist der Weg, den ich früher so gut kannte.
Ist das die Zeit, an die ich manchmal zurückdenke?
Hey, gute alte Zeiten, wo seid ihr geblieben?
Ich werde älter und brauche etwas, worauf ich mich verlassen kann
Wann lässt du mich wieder rein?
Ich werde langsam müde und brauche einen Ort, an dem ich neu anfangen kann
Hast du ein bisschen Zeit? Wollen wir zusammen losfahren?
Ein bisschen reden, irgendwo, wo wir früher immer waren?
Vielleicht ist das alles längst vorbei
Aber warum fahren wir nicht nochmal an einen Ort, den nur wir kennen?
An einen Ort, den nur wir kennen
Hey, gute alte Zeiten, wo seid ihr geblieben?
Ich werde älter und brauche etwas, worauf ich mich verlassen kann
Sag mir, wann lässt du mich wieder rein?
Ich werde langsam müde und brauche einen Ort, an dem ich neu anfangen kann
Hast du ein bisschen Zeit? Wollen wir zusammen losfahren?
Ein bisschen reden, irgendwo, wo wir früher immer waren?
Vielleicht ist das alles längst vorbei
Aber warum fahren wir nicht nochmal an einen Ort, den nur wir kennen?
An einen Ort, den nur wir kennen
Oh, oh-oh
Ah, oh
Vielleicht ist das alles längst vorbei
Aber warum fahren wir nicht nochmal an einen Ort, den nur wir kennen?
An einen Ort, den nur wir kennen
An einen Ort, den nur wir kennen
Benutzte Tools:
streetwarp.com
www.maptogpx.com
Wir feiern unser 20. Jubiläum! Am 10.4.2027 ab 16 Uhr im Wasemer Turm in Rheinbach. Wenn du dabei sein willst, fülle einfach das Formular aus. Wir freuen uns riesig über jede Zusage!
Die Hintergrundgeschichte:
Im Jahre des Herrn 1248, als man in Köln den Grundstein für einen Dom legte, bot man auch Meister Wilfried aus Rheinbach die Arbeit auf dieser größten Baustelle des Reiches an. Er lehnte aber ab und fing stattdessen an, einen Turm in Rheinbach zu planen. Meister Wilfried hatte nämlich geträumt, dass dort an einem fernen Apriltag zwei Männer des Wortes ein Fest feiern wollten.
Die Mauern des Turmes machte er besonders dick, damit die Liebe darin festen Halt finden würde. Rund baute er den Turm, damit der Blödsinn nirgends anecken könne. Und er baute ihn mit Absicht nur zum zweithöchsten Turm der Stadt. „Es gibt auch höhere“, soll Meister Wilfried der Überlieferung nach gesagt haben.
Der Turm hat seither viel erlebt. Als man zu Beginn des 14. Jahrhunderts eine Mauer um die Stadt zog, plante man den Turm kurzerhand mit ein. Im 16. und 17. Jahrhundert diente er gar als Gefängnis. Im 19. Jahrhundert rissen die Rheinbacher ihre Stadtmauer wieder ab, den Turm jedoch ließen sie stehen. Denn die Stadtwachen gaben von Generation zu Generation einen Befehl weiter: Der Turm sei mindestens so lange zu hüten, bis die zwei Männer des Wortes ihn für sich beanspruchen wollten.
Auch das Corps der Rheinbacher Stadtsoldaten hält an dieser Tradition fest. Seit 1973 beheizen sie den Turm sogar. Und jedes Jahr am 11. November stellen sie ihr Wachhäuschen vor dem Turm auf, angeblich zum Beginn des Karnevals. Doch in Wahrheit wachen sie den Winter hindurch, damit sich die Prophezeiung aus dem Traum von Meister Wilfried eines Tages erfüllen kann und der Turm, der heute Wasemer Turm genannt wird, in jenem April für das Fest gewappnet ist.
Klavier: Music by BlackPy Beats from Pixabay
Weitere Links zur Folge:
Eine Folge über die Absurdität von Persönlichkeitstests, kleine persönliche Geständnisse, das Älterwerden und die Erkenntnis, dass Esel und Teddy trotz aller Unterschiede erstaunlich ähnlich sind.
atzigfotzigmausig.de
Teddy: Heute waren irgendwie alle nett. Im Hotel, beim Konzert, in der Kneipe – nur entspannte Menschen.
Esel: Eigentlich sind die Menschen doch alle gut.
Teddy: Das dachte ich beim Konzert auch. Alle glücklich, freundlich, einander zugewandt.
Esel: Und trotzdem läuft auf der Welt so viel schief. Warum gibt es Kriege? Wir sind doch alle nur Menschen, die Träume haben.
Teddy: Das klingt jetzt schon ziemlich platt.
Esel: Wollen wir das wirklich veröffentlichen?
Teddy: Nee, oder?
Esel: Nee, sicher nicht. Viel zu platt.
New Dawn
Scouting For Girls
Zwanzig Jahre. Zwanzig Jahre habe ich gewartet.
Damals hat es irgendwann einfach nicht mehr gepasst. Jeder ist seinen Weg gegangen. Und wahrscheinlich haben beide lange geglaubt, dass es besser so war.
Ich stehe in den vordersten Reihen, ziemlich weit links, aber nah genug dran.
Jetzt kommen sie Arm in Arm auf die Bühne, ein bisschen unbeholfen vielleicht, aber sie müssen ja erst wieder herausfinden, wie das geht. Eigentlich tun sie gar nichts Besonderes. Es reicht schon, dass sie da sind. Zusammen. Und plötzlich sieht alles so einfach aus.
Als hätten sie sich all die Jahre vermisst. Als wäre das, was damals nicht mehr gepasst hat, mit der Zeit wieder passend geworden.
Vielleicht waren sie ja doch gar nicht so verschieden gewesen.
Vielleicht passen sie ja doch sogar verdammt gut zusammen.
Dann ist alles still, Freude, Spannung, neben mir weint jemand. Dann geht er ans Mikro. „Hallo, Herr Müller!“
Und das Stadion tobt.
Sounds:
Es regnet. Seit Stunden.
Ich sitze am Fenster in einem Sessel und sehe hinaus auf diese Hügel, die man hier Berge nennt. Obwohl sie dafür eigentlich zu weich sind. Alles ist grün, noch grün jedenfalls, aber an manchen Bäumen beginnt schon ein stumpfes Gelb. Herbstanfang? Die Fichten sind natürlich alle tot, wie überall. Das ignoriere ich. Über den höheren Hügeln hängt Nebel, mal sieht man die Baumkronen, dann sieht man sie verschwinden.
Ein paar Tropfen laufen die Scheibe hinunter. Ich könnte ihnen ewig zusehen.
Damals im Auto, als Kind, auf dem Weg in den Urlaub, da habe ich das auch gemacht. Der Regen lief durch den Fahrtwind seitlich über das Fenster, von vor nach hinten, und ich habe stundenlang zugesehen. Nichts anders gemacht. Die Tropfen kamen, vereinten sich mit anderen Tropfen, wurden größer, verschwanden am Rand. Manche liefen ein Stück zusammen. Dann wieder auseinander.
Ich mag Regen wirklich sehr. Alles wird dunkler und stärker. Die Wiesen grüner, die Dächer röter, die Straßen schwärzer. Alles nass, alles neu. Oder so.
Raus will ich trotzdem nicht.
Das ist vielleicht nicht ganz fair, denke ich. Regen schön zu finden, solange eine Scheibe dazwischen ist.
Ich könnte einfach aufstehen. Schuhe an, Jacke an, raus. Der Weg führt am Haus vorbei, dann den Hügel runter, durch die Bäume, runter zum See.
Ich sollte rausgehen.
Ich gehe jetzt raus.
Vielleicht vorher noch einen Kaffee.
Oder ein alkoholfreies Bier.
Kaffee hatte ich genug. Süßigkeiten auch. Raffaello vor allem. Erstaunlich, dass etwas, das so leicht aussieht, einen so schwer machen kann.
Ich bleibe sitzen.
Draußen wird der Nebel dichter. Für ein paar Minuten ist der gegenüberliegende Hügel fast weg. Ich weiß natürlich, dass er noch da ist. Das ist ja das Beruhigende. Dinge verschwinden nicht gleich, nur weil man sie nicht mehr sieht.
Ich will raus.
Wirklich.
Ich will den Regen ja spüren, den Geruch von nasser Erde, die kalte Luft.
Aber vielleicht ist es auch schöner, ihn von hier aus zu mögen.
Aus meinem Sessel.
Hinter dem Glas.
Ein Tropfen läuft über die Scheibe, sehr langsam, bleibt kurz stehen und entscheidet sich dann doch für eine Richtung.
Ich sehe ihm nach.
Vielleicht mache ich das gleich auch.
Vielleicht.
Links zur Folge:
POLIZEI – Zwei Podcaster mit ungewöhnlichem Pressearchiv aufgefallen
Am Mittwochabend wurden Beamte auf zwei Männer aufmerksam, die nach eigenen Angaben seit mehreren Jahren Polizeimeldungen und Zeitungsberichte sammelten, in denen die Formulierung „Die Beamten staunten nicht schlecht“ vorkam. Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass die beiden Podcaster über einen umfangreichen Bestand entsprechender Meldungen verfügten. Darunter befanden sich zahlreiche kuriose Berichte, in denen Einsatzkräfte mit Situationen konfrontiert wurden, mit denen sie offenbar nicht gerechnet hatten.
Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie sahen, wie oft die Beamten in den gesammelten Meldungen nicht schlecht gestaunt hatten.
Nach einer ersten Sichtung konnte eine genaue Anzahl nicht festgestellt werden. Die Sammlung soll jedoch über mehrere Jahre hinweg systematisch erweitert worden sein. Auf die Frage nach dem Zweck des Archivs erklärten die beiden Männer, das Material für ihren Podcast auszuwerten. Die Polizei weist vorsorglich darauf hin, dass das Staunen von Beamten grundsätzlich nicht strafbar ist. Die Ermittlungen dauern nicht an.
Die besprochenen Meldungen:
Der Morgen-Kaffee schnell im Steh’n
Ich sehe oben am Himmel
Hauptsache raus aus dieser Folge
(Frei nach Max Giesinger)
Er kommt auf mich zu und hebt die Hand. Ich sehe das erst, dann sehe ich seine Frisur, beeindruckend fluffig irgendwie, energetisch, leichter Neid steigt in mir auf. Ich schaue wieder auf die Hand und denke sofort: Fistbump. Keine Ahnung, warum. Vielleicht weil er so aussieht, als würde er fistbumpen. Was natürlich Quatsch ist. Menschen sehen nicht aus, als würden sie fistbumpen. Höchstens wie Menschen, bei denen man hofft, dass sie einem einfach normal die Hand geben.
Ich mache jedenfalls eine Faust. Er nicht. Er greift nach meiner Faust. Für ungefähr fünf Sekunden hält er sie einfach in seiner Hand. Ich denke: Das ist also unser Anfang.
Andere Leute lernen sich kennen und wissen später noch, dass es geregnet hat oder welcher Song lief oder was der andere anhatte. Wir werden irgendwann sagen: Weißt du noch, wie du beim ersten Mal meine Faust festgehalten hast?
Falls es ein Irgendwann gibt. Vielleicht bleiben wir länger zusammen. Vielleicht sehen wir uns noch zwei- bis dreimal. Und erst dann müssen wir uns Gedanken über den Abschied machen. Was aber einfacher ist, man riskiert weniger, das ist wie beim Abspann im Kino, den schauen sich ja die wenigsten an. Außer der Film war super. Dann bleibt man vielleicht und es ist wichtig. Dann gibt es vielleicht Outtakes.
Vielleicht werde ich in sechs Monaten nachts wachliegen und denken, dass ich damals schon hätte merken müssen, dass das mit uns nichts wird, weil ich einen Fistbump wollte und er irgendeinen komplizierten Handschlag.
Jetzt öffne ich die Hand. Zu spät. Er verändert seinen Griff, zieht meine Hand leicht zu sich, unsere Finger rutschen gegeneinander und dann macht er mit dem Daumen plötzlich dieses Schnipsen.
Klack. Ich schaue ihn an. „Was war das?“
„Ghanaischer Snap-Handshake.“, sagt er.
Natürlich.
Natürlich lerne ich jemanden kennen, der einen ghanaischen Snap-Handshake macht.
„Und du?“, fragt er.
„Was ich?“
„Was wolltest du machen?“
Ich schaue auf meine Hand. Ich mag, dass er offen fragt, das nimmt die Ernsthaftigkeit raus.
„Fistbump.“
Er lacht.
Ich auch.
Und wir beide stehen so da und tun so, als wäre das jetzt einfach lustig. So wie das Leben lustig ist, nicht haha-lustig, eher merkwürdig lustig. Möglicherweise ist das eine sehr präzise Zusammenfassung von allem, was zwischen uns noch passieren wird, denke ich: Vielleicht ist das ja Beziehung.
Einer macht eine Faust. Der andere erwartet eine offene Hand.
Und dann versuchen wir irgendwie, daraus noch eine Begrüßung zu machen.
Ein Teil der Geräusche in dieser Folge stammt von Freesound.org. Alle verwendeten Sounds sind unter CC0 veröffentlicht.
Ein Mietboot, das wochenlang ungenutzt am äußersten Steg am Hafen von Peep’n’Brook lag, wird endlich von seinem Besitzer abgeholt, der sich mit einer längeren Geschäftsreise entschuldigt. Esel hilft aus Reflex beim Verladen der Ausrüstung. Als das Boot ablegt, muss Teddy die eine oder andere Träne verdrücken, weil ihn der leere Platz unfassbar rührt.
Titelmusik von Iaroslav Mzhelskii auf Pixabay. Hintergrundmusik von we-o_rd35mz9xtevppwrj6 auf Pixabay. Erzählerstimme erstellt mit ElevenLabs.
From the publisher's feed

3 Listeners

16 Listeners

43 Listeners

11 Listeners

5 Listeners

1 Listeners

2 Listeners

3 Listeners

13 Listeners

43 Listeners

13 Listeners

71 Listeners

25 Listeners

0 Listeners

11 Listeners