(Bildquelle: Apple / Bearbeitung GIGA)
Ich wollte dieses MacBook sofort kaufen – bis mir ein kleines Detail alles verdorben hat.
Apple überrascht mit dem neuen MacBook Neo: Ein hochwertig verarbeitetes Einstiegs-Notebook für unter 700 Euro, im Bildungsbereich sogar noch günstiger. Angetrieben vom A18 Pro liefert es mehr als genug Leistung für alltägliche Aufgaben und positioniert sich als ernsthafte Alternative zu günstigen Windows-Laptops. Doch so überzeugend das Gesamtpaket ist – ein kleines, aber entscheidendes Detail sorgt bei mir für Zweifel.
Das MacBook Neo: Ein Paradigmenwechsel bei Apple
Wer hätte das gedacht: Apple bringt ein echtes Budget-MacBook auf den Markt. Kein abgespeckter Kompromiss, sondern ein erstaunlich rundes Gerät zu einem Preis, den man bislang eher aus der Windows-Welt kannte. Unter 700 Euro – das ist eine Ansage (bei Amazon ansehen). Für Bildungseinrichtungen wird es sogar noch günstiger.
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Natürlich musste Apple an einigen Stellen sparen. Doch das fällt im Alltag weniger ins Gewicht, als man zunächst vermuten könnte. Der verbaute A18 Pro ist kein Leistungsmonster für Videoschnitt oder 3D-Rendering – muss er aber auch gar nicht sein. Für Office, Web, Streaming und gelegentliche kreative Aufgaben reicht die Performance locker aus.
Auch die Anschlussausstattung wirkt auf dem Papier eingeschränkt (USB-C mit USB 3 und USB 2), entpuppt sich im Alltag aber als verkraftbar. Die Zielgruppe wird damit leben können – und wahrscheinlich auch müssen.
Die perfekte Reiseschreibmaschine?
Für mich als Redakteur klingt das MacBook Neo zunächst wie ein Volltreffer. Ein leichter, günstiger Zweitrechner, den man ohne Bauchschmerzen in den Rucksack wirft. Kein teures Statussymbol, sondern ein pragmatisches Arbeitsgerät. Kurz gesagt: die Reiseschreibmaschine des 21. Jahrhunderts.
Genau so ein Gerät will man doch haben – minimalistisch, zuverlässig, ausreichend schnell. Ein Laptop, bei dem man nicht ständig Angst hat, er könnte Schaden nehmen oder gestohlen werden.
Das eine Detail, das alles kippt
Und dann ist da dieses eine Detail, das mich ausbremst: das Magic Keyboard ohne Hintergrundbeleuchtung. Für viele mag das kein Problem sein. Wer von günstigen Windows-Laptops kommt, kennt das oft gar nicht anders. Doch als langjähriger Mac-Nutzer ist man schlicht verwöhnt. Beleuchtete Tastaturen gehören bei Apples Laptops seit Jahren zum Standard – und man lernt schnell, sie zu lieben.
Gerade unterwegs, im Zug, im Flugzeug oder abends im Hotelzimmer, ist die Hintergrundbeleuchtung kein Luxus, sondern ein echter Komfortfaktor. Fällt sie weg, merkt man erst, wie sehr man sich daran gewöhnt hat.
Apple versucht, das Problem mit einer helleren Tastenfarbe zu kaschieren. Doch ganz ehrlich: Das ist für mich kein Ersatz. Im Halbdunkeln hilft das meiner Meinung nach nur bedingt.
So stehe ich nun da: Auf der einen Seite ein extrem attraktives Gesamtpaket, das preislich und funktional überzeugt. Auf der anderen Seite ein Detail, das im Alltag ständig präsent ist – und mich vermutlich jedes Mal stören würde.
Meine Konsequenz? Ich greife wohl doch eher wieder zum MacBook Air. Es kostet nur ein paar hundert Euro mehr und bietet genau den Komfort, den ich inzwischen einfach erwarte.
Das neue MacBook Neo im Video-Review:
» Video ansehen: MacBook Neo: Ein MacBook für (fast) alle
Ein Erfolg – trotz meiner Kritik
Meine persönliche Abfuhr sollte aber niemanden abschrecken. Im Gegenteil: Ich bin überzeugt, dass das MacBook Neo viele Fans finden wird. Vor allem bei Nutzerinnen und Nutzern, die einfach ein günstiges, solides MacBook suchen und auf solche Komfortfeatures verzichten können.
Nicht jeder arbeitet nachts. Nicht jeder braucht beleuchtete Tasten. Aber viele wollen ein zuverlässiges, schickes und erschwingliches Notebook – und genau das liefert Apple hier.
Und vielleicht ist genau das der eigentliche Clou am MacBook Neo: Es ist nicht für mich gemacht. Sondern für eine neue Zielgruppe, die Apple bisher kaum erreicht hat.