(Bildquelle: Netflix / Everett Collection / MCDREMO / IMAGO)
Wo ist bei diesen Streaming-Flops eigentlich das ganze Geld geblieben?
Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ investieren Jahr für Jahr mehrere Milliarden US-Dollar, um mit exklusiven Serien und Filmen beim Publikum zu punkten. In manchen Fällen gelingt dies mit Bravour, bei anderen Projekten dagegen stellt sich die Frage, wer das für eine gute Idee gehalten hat.
Wir zeigen euch hier 13 exklusive Streaming-Produktionen, die aus verschiedenen Gründen krachend gescheitert sind.
Krieg der Welten (Amazon)
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Obwohl die Idee hinter Krieg der Welten mittlerweile über 120 Jahre alt ist – der ursprüngliche Roman erschien 1897 – hat sich Amazon mit seinem 2025er-Remake daran übel verhoben.
Das brutal gefloppte Sci-Fi-Machwerk erzählt die altbekannte Story als Zoom-Call mit Ice Cube und peinlicher Amazon-Produktplatzierung. Auf Rotten Tomatoes hat der Film gerade einmal 4 Prozent der Kritiker und 20 Prozent des Publikums überzeugt.
The Electric State (Netflix)
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Berichten zufolge investierte Netflix satte 320 Millionen US-Dollar in den dystopischen Sci-Fi-Film The Electric State – als Lohn setzte es einen Verriss nach dem anderen.
Auf Rotten Tomatoes geben gerade einmal 14 Prozent der Kritiker den Daumen nach oben – das generische Abenteuer mit Chris Pratt und Millie Bobby Brown ist damit einer der teuersten Flops der jüngeren Vergangenheit.
Secret Invasion (Disney+)
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Das MCU steckt nicht erst seit diesem Jahr in einer existenziellen Krise, die durch die wie am Fließband abgelieferten Serien auf Disney+ mit jeder Veröffentlichung schlimmer wird. Den vorläufigen Tiefpunkt erreichte Marvel 2023 mit der exklusiven Serie Secret Invasion – eine langatmige, unlogische und frustrierende Serie, deren Vorlage eigentlich so viel mehr Potenzial gehabt hätte.
Die Unterwanderung der Erdbevölkerung durch außerirdische Gestaltwandler hätte zu einem spannenden Thriller führen können, doch Secret Invasion bringt nicht mehr als MCU-Massenware zustande, der narrative Konstanz, Emotionalität und Charakterbindung fehlen. Auf Rotten Tomatoes gab es dafür sowohl von den Kritikern (nur 53 Prozent positiv) als auch vom Publikum (nur 47 Prozent positiv) die Quittung.
The Ridiculous 6 (Netflix)
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Die Partnerschaft zwischen Netflix und Adam Sandler hat bislang gruselig wenige Highlights hervorgebracht – dafür aber einen der schlechtesten Filme aller Zeiten.
Der Klamauk-Western The Ridiculous 6 kann zwar einen namhaften Cast, allerdings leider keinerlei Lacher vorweisen und ist dermaßen schmerzhaft anzusehen, dass er auf Rotten Tomatoes eine Kritikerwertung von 0 Prozent hat. Die Zuschauer waren mit 36 Prozent nur unwesentlich gnädiger.
Ghosted (Apple TV+)
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Apple TV+ hat im Vergleich zu anderen Streaming-Diensten eine verhältnismäßig kleine Streaming-Bibliothek – aber dafür mit Serien wie Severance, Shrinking oder Mythic Quest auch echte Perlen zu bieten.
Doch auch Apple leistet sich Fehltritte – zum Beispiel mit der Action-Komödie Ghosted. Der Film mit Chris Evans und Ana de Armas ist ein mittelmäßiges Star-Vehikel, das zu keinem Zeitpunkt eine echte, eigenständige Daseinsberechtigung entwickelt.
Auf Rotten Tomatoes gab es für den Blockbuster, der weder starke Action oder humorvolle Unterhaltung noch romantische Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern bieten konnte, gerade einmal 25 Prozent positive Reviews von den Kritikern und 55 Prozent von den Zuschauern.
Citadel (Amazon)
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Amazon lässt bei seinen Streaming-Serien gerne mal die finanziellen Muskeln spielen – nach der ziemlich kontroversen Der-Herr-der-Ringe-Serie The Rings of Power bekam auch die Spionage-Serie Citadel ein Budget von über 250 Millionen US-Dollar spendiert, nur um damit minimale Zuschauerzahlen einzufahren und generell wenig Eindruck zu hinterlassen.
Die Action-Serie um zwei Agenten mit Gedächtnisverlust konnte auf Rotten Tomatoes ebenfalls nicht überzeugen – 63 Prozent der Zuschauer gaben den Daumen nach oben, bei den Kritikern waren es gerade einmal 50 Prozent. Viel zu wenig für solch ein exorbitant teures Projekt.
Rebel Moon (Netflix)
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Mit Rebel Moon wollte der umstrittene Regisseur Zack Snyder sein eigenes Star-Wars-Universum zusammenschustern und bekam dafür ein gigantisches Budget von Netflix zur Verfügung gestellt. Dabei herausgekommen ist eine dröge Sci-Fi-Schmonzette, die viel zu wenig auf neue Ideen und viel zu viel auf nervige Zeitlupensequenzen ohne Substanz setzt.
Auf Rotten Tomatoes fällt das Machwerk damit durch und steht gerade einmal bei einer Kritikerwertung von 21 Prozent. Auch die Zuschauer sind mit nur 58 Prozent alles andere als begeistert. Der zweite Teil, Die Narbenmacherin, ist übrigens keinen Deut besser.
Artemis Fowl (Disney+)
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Die beliebte Fantasy-Roman-Reihe Artemis Fowl handelt von einem jungen Meisterdieb, der sich mit dem geheimnisvollen Erdvolk anlegt, zu dem unter anderem Feen und Zentauren gehören. Nach dem Mega-Erfolg von Harry Potter wurde 2001 eine Verfilmung in Auftrag gegeben, doch das Projekt kam viele Jahre lang nicht vom Fleck.
Als der Film 2020 schließlich auf Disney+ erschien, zeigte sich, dass sich das Warten nicht gelohnt hat. Die Adaption weicht in wesentlichen Punkten von der deutlich besseren Romanvorlage ab, ist voller Logiklöcher und lässt jeden Charme des Buchs vermissen.
Auf Rotten Tomatoes gab es dafür eine bittere Wertung von gerade einmal 8 Prozent bei den Kritikern und 20 Prozent bei den Zuschauern. Potenzial verschenkt!
The Idol (HBO)
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The Idol zählt zu den größten Flops, die das oftmals so treffsichere Produktionsunternehmen HBO jemals in Auftrag gegeben hat. Das langweilige Serien-Projekt, das einzig und allein auf dem Sex-Sells-Prinzip basiert, zeigt nackte Haut ohne Ende, ist dabei aber belanglos, abgehackt, eingebildet, ohne jegliche Pointe und nimmt sich selbst unglaublich ernst.
Die Serie, die mit ihrem verruchten Schock-Faktor zu überzeugen versucht, ist sowohl beim Publikum mit einer RT-Wertung von 41 Prozent als auch bei den Kritikern mit 19 Prozent krachend und völlig zurecht gescheitert.
Resident Evil (Netflix)
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Netflix hat es in den letzten Jahren geschafft, einige Videospiele überraschend gut umzusetzen – The Witcher, League of Legends: Arcane und Cyberpunk: Edgerunners sind gelungen und wurden wohlwollend aufgenommen. Die Serienverfilmung von Resident Evil dagegen ist monumental in die Hose gegangen.
Das Projekt konnte gerade einmal 26 Prozent der Zuschauer auf Rotten Tomatoes überzeugen und nur 53 Prozent der Kritiker gaben den Daumen nach. Der Mangel an Action und Horror sowie die nur schwer erträglichen Charaktere sorgten für jede Menge Gegenwind und ein frühzeitiges Ende des Projekts nach nur einer Staffel.
Home Sweet Home Alone (Disney+)
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Selbst die größten Weihnachts-Fans sollten die Finger von Home Sweet Home Alone lassen – der Reboot zu dem Klassiker Kevin allein zu Haus bietet einen nervigen Protagonisten, unsägliche Humorversuche und ist in jeder Faser ein zynischer Versuch, etwas Profit aus einem Nostalgie-Franchise zu ziehen.
Die Disney+-Produktion ist auch mit ordentlich Eierlikör nicht zu empfehlen und hat auf Rotten Tomatoes gerade einmal 15 Prozent der Kritiker und 12 Prozent der Zuschauer überzeugt.
Queen Cleopatra (Netflix)
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Die Netflix-Produktion Queen Cleopatra hat nicht nur einen handfesten Skandal in Ägypten ausgelöst, sondern fiel bei so ziemlich allen Zuschauern und Kritikern durch. Während die hitzige Diskussion um die akkurate Hautfarbe der legendären Pharaonin schnell in eine extrem toxische Debatte ausartete, gab es davon abgesehen leider wenig, was Kritiker und Zuschauer begeistern konnte.
Mit einer bitteren Zuschauerwertung von gerade einmal 3 Prozent musste das Doku-Drama eine echte Klatsche hinnehmen und auch bei den Kritikern lief es mit schlappen 18 Prozent nicht wirklich besser. Zeitweise hatte das unausgegorene Projekt sogar den Titel als schlechteste Streaming-Serie der Geschichte inne.
Willow (Disney+)
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Willow ist ein trauriges und bemerkenswert anderes Beispiel für ein geflopptes Streaming-Projekt: Die Disney+-Serie hatte eigentlich eine mehr als solide Bewertung auf Rotten Tomatoes, immerhin 84 Prozent der Kritiker gaben den Daumen nach oben. Doch Disney entschied sich aus Kostengründen dennoch dafür, die Serie komplett aus dem hauseigenen Streaming-Dienst zu streichen.
In der Konsequenz ist die Serie, die in der Produktion Berichten zufolge rund 105 Millionen US-Dollar gekostet hat, nun nirgendwo mehr verfügbar – Disney hätte das Geld auch einfach in der Toilette herunterspülen können. (Quelle: Forbes)