Wusstet ihr, was die Namen dieser Marken bedeuten? (Bildquelle: IMAGO / CHROMORANGE / Bearbeitung: GIGA)
Deutschlands größter Textildiscounter hat das angebliche Motto aller Händler zu seiner Marke gemacht: „Kunde ist König“.
Diese Erklärung ist noch ziemlich einfach, aber woher kommen eigentlich so Firmenbezeichnungen wie Rewe, DHL oder Huawei? Was bedeuten diese Marken wirklich? Die Erklärung für einige der bekanntesten Firmen- und Produktnamen findet ihr hier.
Isch `abe eine `Obi(Bildquelle: IMAGO / Elke Münzel)
In meinen Augen ist die Geschichte hinter der Bedeutung der Marke „Obi“ eine der lustigsten Erklärungen: Der Gründer des Unternehmens kaufte den Firmennamen von einem Baumarkt-Betreiber in Frankreich. Es sollte so viel wie „Hobby“ bedeuten, aber da dieses Wort in Frankreich ohne H und eher wie „Obi“ ausgesprochen wird, wurde das der Markenname für die deutsche Baumarktkette.
Die darf übrigens in Frankreich keine Baumärkte dieses Namens eröffnen.
DHL ist die Post, oder?(Bildquelle: IMAGO / CHROMORANGE)
Über die Bedeutung des Namens DHL denkt vermutlich kaum jemand nach. „D ist irgendwas mit Deutsch und das L steht bestimmt für Logistik oder so“.
Von wegen!
DHL wurde 1969 in San Francisco gegründet und der Name setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der Gründer-Nachnamen: Adrian Dalsey, Larry Hillblom und Robert Lynn. Das Unternehmen frachtete Papiere von Schiffen per Flugzeug von San Francisco nach Honolulu, damit die Verzollung bereits vor dem Anlanden der Frachtschiffe starten konnte.
Von der Post wurde DHL erst 2002 übernommen.
Milka und die lila Kühe(Bildquelle: IMAGO / imageBROKER / Logo Factory)
Woraus besteht Schokolade? Aus Milch und Kakao, beziehungsweise eigentlich Kakaobutter.
Daraus wurde einfach kurz „Milka“ gemacht und fertig war die Marke.
Edeka? So heißt bestimmt der Besitzer!(Bildquelle: IMAGO / imageBROKER / Frank Schneider)
1898 wurde die „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler“ gegründet. Abgekürzt wurde daraus E. d. K. – und gesprochen Edeka. Es kann so einfach sein.
Audi ist Latein(Bildquelle: IMAGO / imageBROKER / Logo Factory)
Die Firma Audi wurde von August Horch gegründet und er nannte sie – und die gebauten Autos – ursprünglich auch „Horch“.
Er war aber auch clever genug, zu erkennen, dass solch ein Firmenname irgendwie „cooler“ und auch internationaler sein muss. Also übersetzte er die Befehlsform des deutschen Verbs „horchen“ einfach in den lateinischen Imperativ und der lautet „Audi“.
Huawei ist nicht Huibuh(Bildquelle: IMAGO / imageBROKER)
Der Name Huawei ist chinesisch und bedeutet etwa so viel wie „das vielversprechende China“, „großartige Leistung“ oder „China ist fähig“.
Während das Unternehmen am Anfang hauptsächlich aus Hongkong importierte Telefonanlagen verkaufte, setzte es auf intensive Forschung und Entwicklung. 1993 hatte es erste Erfolge mit eigenen Produkten. Offenbar war China wirklich fähig und musste nicht mehr nur kopieren.
Gib mal das Maggi rüber!(Bildquelle: IMAGO / imageBROKER / Raimund Kutter)
Julius Maggi – ausgesprochen „Madschi“ – gab dem Unternehmen seinen Namen. Sein Ziel war die bessere Ernährung von Arbeitern. Dazu konzentrierte er sich auf Hülsenfrüchte. Daraus machte er die ersten Fertigsuppen, aber in erster Linie steht sein Name nach wie vor für die „deutsche Sojasauce“.
Das beste Persil(Bildquelle: IMAGO / CHROMORANGE)
Bevor es Persil gab, war das Wäschewaschen eine anstrengende Handarbeit. Das sollte sich mit dem Waschmittel „Persil“ ändern.
Es bestand aus dem Bleichmittel Perborat (Natriumperborat) und dem Schmutzlöser Silikat (Natriumsilikat). Zusammengesetzt wurde daraus „Persil“. Der Begriff wurde in Deutschland lange Zeit mit Waschmittel gleichgesetzt, so wie jeder Klebestreifen hierzulande „Tesa“ und jedes Papiertaschentuch „Tempo“ heißt.
Kurz, knackig, SAP(Bildquelle: IMAGO / D. Kerlekin / Snowfield Photography)
Halten wir es auch so kurz und einfach wie das Unternehmen selbst:
SAP steht für Systeme, Anwendungen, Produkte.
Was bedeutet Walmart?(Bildquelle: IMAGO / Christian Offenberg)
Walmart ist die Kurzform für „Walton’s Market“. Gegründet wurde das Unternehmen von Sam Walton, der vermutlich keine Lust auf zu lange Firmenschilder hatte.
Samsung bedeutet …(Bildquelle: IMAGO / imageBROKER / Md Mamun Miah)
Samsung bedeutet auf Koreanisch „Drei Sterne“ und soll Stärke symbolisieren. Gerüchteweise waren damit auch die drei Söhne des Firmengründers Lee Byung-chull gemeint.
Ursprünglich wurde das Unternehmen 1938 als Lebensmittelladen gegründet. Später kam eine Zuckerraffinerie dazu, bevor sich die Firma in der Textilbranche etablierte. Erst 1969 wandte sich Samsung der Elektronik zu.
Mach da lieber mal Nivea drauf!(Bildquelle: IMAGO / Pond5 Images)
„Nivea“ hat seine Wurzeln im lateinischen Wort „nix“, dessen Genitiv „nivis“ heißt. Übersetzt heißt das so viel wie Schnee und der Name soll auf die „schneeweiße“ Farbe der Creme hinweisen.
Das lateinische Adjektiv „niveus“ hat mehrere Bedeutungen. Eine davon ist eben „schneeweiß“.
Einfach nur dm(Bildquelle: IMAGO / Elke Münzel)
Der Preis für die knackigste Firmenbezeichnung geht an die Marke „dm“. Sie steht für „Drogeriemarkt“ und jeder weiß, was damit gemeint ist.
Zusammengestrichen auf „Spar“(Bildquelle: IMAGO / CHROMORANGE / Weingartner-Foto)
Spar ist ursprünglich eine niederländische Handelskette, die aus lauter eigenständigen Gesellschaften besteht. Der Name ist im Laufe der Zeit aus dem Firmenmotto entstanden, das „Door Eendrachtig Samenwerken Profiteren Allen Regelmatig“ lautet. Übersetzen lässt sich das mit „Durch einträchtiges Zusammenwirken profitieren alle gleich“.
Die Anfangsbuchstaben des niederländischen Mottos ergeben den Namen „De Spar“, der später noch auf „Spar“ zusammengekürzt wurde.
In Italien heißt die Marke übrigens immer noch „Despar“. In Deutschland wurden mittlerweile fast alle Geschäfte von Edeka übernommen.
Ich geh mal eben zu Rewe(Bildquelle: IMAGO / photothek / Florian Gaertner)
Die Wahl der Abkürzung „Rewe“ war eine gute Entscheidung. Sonst würde der Laden nämlich „Revisionsverband der Westkaufgenossenschaften“ heißen und da möchte niemand einkaufen.
Lidl lohnt sich(Bildquelle: IMAGO / CHROMORANGE)
Die „Lidl & Cie. Südfrüchtenhandlung“ wurde 1858 von A. Lidl gegründet. 1930 wurde der Kaufmann Josef Schwarz Gesellschafter und der Name änderte sich zu „Lidl & Schwarz KG“.
Nach dem Krieg musste der Sohn Dieter Schwarz neu anfangen. Die alte Firmenbezeichnung konnte er für seine neuen Märkte nicht verwenden und „Schwarz-Markt“ wollte er sie auch nicht nennen. Deshalb kaufte er einem pensionierten Maler namens Ludwig Lidl für 1.000 Mark die Namensrechte ab.
So kam Lidl zu seinem Namen.
Wo geht dat hier nach Aldi?(Bildquelle: IMAGO / CHROMORANGE)
1962 gründeten die Essener Brüder Karl und Theo Albrecht in der Ruhrgebietsstadt Dortmund ihren ersten Discounter-Markt und nannten ihn einfach Aldi. Der Name setzt sich aus ihrem Familiennamen Albrecht und der Bezeichnung Diskont zusammen. Die vorherigen Märkte hießen noch „Albrecht Lebensmittel“.
Inzwischen ist Aldi weltweit vertreten und verkauft sogar in den USA, China und Australien.