Langusten sind weltweit als Delikatesse bekannt. Doch nicht nur das: die Krebstiere sind auch wichtig für das Ökosystem der Korallenriffe - Haie oder Rochen ernähren sich von ihnen. Die NGO Razonatura setzt sich mit ihren Forschungen für eine nachhaltige Langustenfischerei an der mexikanischen Karibikküste ein.
Der Biologe Kim Ley-Cooper begleitet daher einheimische Fischer und unterstützt sie dabei, Langusten auf möglichst schonende Art zu fangen. An der Ostküste Mexikos liegt das Biosphärenreservat Sian Ka'an, was auf Maya-Sprache so viel bedeutet wie "Ort, wo der Himmel geboren wurde": Es ist ein einzigartiges Ökosystem mit Fischen, Krokodilen, Haien und Schildkröten. Die Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Langustenfischerei, und zwar einer besonders schonenden: sie tauchen sie bis zu 15 Meter in die Tiefe und holen Langusten lebend an Bord des Fischerbootes. Laichende Weibchen und zu kleine Jungtiere werden sofort wieder lebend freigelassen. Und alle Langusten, die in einer Wassertiefe von über 15 Metern leben, bleiben verschont. Das wirkt sich auch positiv auf den Rest des Ökosystems aus, denn Langusten sind Nahrungsmittel vieler anderer Tiere. Der Biologe Kim Ley-Cooper arbeitet mit den Fischern zusammen, er möchte die Langusten erforschen und damit zum Schutz beitragen. Und Kims Strategie hat Erfolg: Die Fischerkooperativen sind die ersten in Mexiko, die die Nachhaltigkeits-Zertifizierung des "Marine Stewardship Council" verliehen bekamen.