Gredig direkt

Gredig direkt

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Gredig direkt episodes

  • Lotti Latrous: Die Frau, die helfen muss
    Der Engel der Bedürftigen der Elfenbeinküste kommt aus Regensberg ZH. Seit 26 Jahren hilft Lotti Latrous dort den Ärmsten, nun übergibt sie ihr Zentrum an Nachfolger. Bei «Gredig direkt» spricht Latrous über ihren Rücktritt und warum sie den Tod nicht fürchtet.
    Lotti Latrous’ Geschichte begann im Luxus und führte sie ins Elend von Abidjan. Den Weg in die dortigen Armenviertel hat sie selbst gewählt. 1994 wird der Ehemann Aziz Latrous mit der Familie an die Elfenbeinküste versetzt. Das Elend in den Slums der Handelsmetropole erschüttert die dreifache Mutter und Latrous beschliesst, nach einem kurzen Aufenthalt in einem Heim von Mutter Theresa, selbst ein Zentrum für Bedürftige zu gründen. Seither wirkt die 72-jährige Schweizerin im Dienst der Bedürftigen.
    Als Retterin einen hohen Preis bezahlt
    In den Slums der ivorischen Hauptstadt kümmert sich die Entwicklungshelferin um Kranke und Waisen und hat unter anderem ein Hospiz und ein Ambulatorium aufgebaut. Lotti Latrous wurde für ihr Lebenswerk vielfach ausgezeichnet und hat einen hohen Preis für ihr Engagement bezahlt. So verliess sie, laut eigenen Angaben aus egoistischen Gründen, zeitweise ihre Familie, um bei den Armen bleiben zu können. Zudem kämpft sie nach einer Tuberkuloseinfektion heute mit der Lungenkrankheit COPD.
    Ende Mai 2025 gibt «Madame Lotti» ihr Lebenswerk in jüngere Hände, ein Abschied, der der resoluten Entwicklungshelferin schwerfällt. Bei «Gredig direkt» erzählt Latrous von ihrem Alltag zwischen Elend und Hoffnung. Sie spricht über ihre Motivation zu helfen und warum seit ihrem Einsatz in den Slums von Abidjan der Tod seinen Schrecken für sie verloren hat.
    36 min
  • Röbi Koller: Gibt es ein Leben nach der TV-Karriere?
    Am Samstag, 5. April 2025, erfüllt Röbi Koller zum letzten Mal als Moderator von «Happy Day» die Wünsche seiner Zuschauenden, dann geht er in Rente. Was der umtriebige Zuger nach seiner Zeit bei SRF plant und warum er sich nicht vor grossen Emotionen fürchtet, erzählt Koller bei «Gredig direkt».
    Röbi Koller war Gesicht und Stimme zahlreicher Sendungen wie «Karussell», «Quer», «Persönlich» oder «Club». Nun endet die TV-Karriere des Innerschweizers mit der letzten Folge «Happy Day» am Samstag, 5. April 2025, nach fast vier Jahrzehnten bei SRF.
    Seine ersten Einsätze am Mikrofon hatte der 68-Jährige beim Piratensender Radio 24 und wechselte 1988 zu Radio DRS 3 und gleichzeitig zum Schweizer Fernsehen. Schnell war Koller bei einer breiten Öffentlichkeit mit Shows und Langzeitreportagen bekannt und beliebt.
    Grosse Emotionen – Am TV und in der Literatur
    Neben der Arbeit vor Kamera und Mikrofon liegt Röbi Koller besonders die Literatur am Herzen. Lange leitete er die Veranstaltung «Züri Littéraire» und ist Autor mehrerer Publikationen, wie die zuletzt verfassten Aufzeichnungen «Backstage», ein Buch über die Arbeit hinter den Kulissen von «Happy Day». Die Show im «Epizentrum der Emotionen» erfreut sich beim Publikum enormer Beliebtheit, zieht aber auch immer wieder Spot und Argwohn der Kritikerinnen und Kritiker auf sich.
    Worauf sich das Publikum in Kollers letzter Folge «Happy Day» gefasst machen muss und wie das Leben des Zugers jenseits des Rampenlichtes aussieht, darüber spricht der Journalist mit Urs Gredig.
    46 min
  • Caroline Darian Pelicot: Wie lebt es sich als Tochter eines Perversen?
    Der Fall Pelicot erschütterte die Welt. Über ein Jahrzehnt lang wurde Gisèle Pelicot von ihrem Mann Dominique und anderen Männern vergewaltigt – unter Betäubung. Caroline Darian spricht bei «Gredig direkt» schonungslos über ihre Perspektive – als Tochter des Opfers und des Täters.
    Sexueller Missbrauch in unvorstellbarem Ausmass
    Zehn Jahre lang betäubte Dominique Pelicot seine Frau Gisèle immer wieder, um sie selbst zu vergewaltigen und sie anderen Männern zur Verfügung zu stellen. Die Übergriffe dokumentierte er in Tausenden von Fotos und Videos. Ende 2024 wurde Dominique Pelicot zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Auch alle fünfzig Mitangeklagten wurden schuldig gesprochen.
    Doch das Grauen endet nicht dort. Caroline Darian ist überzeugt: Auch sie selbst wurde von ihrem Vater sexuell missbraucht. Erst vor kurzem hat sie Strafanzeige gegen ihn erstattet. Sie ist die Tochter eines verurteilten Sexualstraftäters und seines Opfers, ihrer Mutter.
    Die Sprache für das Unfassbare finden
    In ihrem Buch «Und ich werde dich nie wieder Papa nennen» gibt Caroline Darian dem Unvorstellbaren eine Stimme. Die 45-Jährige beschreibt, wie ihre Welt von einem Moment auf den anderen zusammenbrach, als das Ausmass der Taten ihres Vaters ans Licht kam. Im exklusiven Gespräch mit Urs Gredig erzählt sie von der Wut, der Scham und dem Schmerz, die sie und ihre Familie bis heute prägen, und vom Verrat ihrer Kindheit durch ihren Vater.
    36 min
  • Wolfgang Niedecken bei «Gredig direkt» – Der Kölschrocker über Verzweiflung und Hoffnung
    Wolfgang Niedecken ist eine Rock-Institution und hat mit BAP deutsche Musikgeschichte geschrieben. Warum er manchmal an der Realität schier verzweifelt und weshalb die Beschreibung «Gutmensch» für den Kölner ein Kompliment ist, darüber spricht er bei «Gredig direkt».
    Wolfgang Niedecken darf man getrost als vielseitig begabt bezeichnen. 1951 in Köln geboren, studierte er gegen den Willen seines Vaters Malerei. Die Musik und seine Band BAP, die er 1976 gründete, liefen nebenher – ein mehr oder weniger ambitioniertes Hobby. «Wir probten, tranken einen Kasten Bier leer und hatten einfach Spass an der Musik», fasst der Sänger heute diese Zeit zusammen. Doch spätestens ab 1979 mit dem Durchbruch der Kölschrocker-Band BAP verschoben sich die Verhältnisse gewaltig und für die jungen Musiker vom Rhein spielt die Musik fortan die Hauptrolle.
    Vom Zufallsmusiker zum Star mit Legendenstatus
    Mit den Alben «Für usszeschnigge!» von 1981 sowie von dem nur wenige Monate später «Vun drinne noh drusse» legte die Band zwei Megaseller vor. Beide Alben haben sich bis heute über eine Million Mal verkauft und enthalten mit «Verdamp lang her» und «Kristallnaach» die grössten Hits der Band. BAP wird zum deutschen Kulturgut und ist auch nach über vier Jahrzehnt Bühne aus der Musiklandschaft nicht wegzudenken.
    Nun hat die Band mit dem neuesten Album «Zeitreise – Live in den Sartorysälen» den Kern ihres Schaffens neu aufgelegt und damit 2024 sogar Taylor Swift vom ersten Platz der deutschen Albumcharts verdrängt.
    Bei «Gredig direkt» resümiert Wolfang Niedecken über 45 Jahre Bühnenarbeit. Der Herzenskölner spricht über die Motivation seines politischen Engagements und warum er mit den Jahren nachsichtiger mit sich und anderen geworden ist.
    36 min
  • mit Daniel Jositsch und Werner Salzmann
    Der Nachfolger von Viola Amherd heisst Martin Pfister. Bei «Gredig direkt» fassen die Politschwergewichte Daniel Jositsch und Werner Salzmann die gestrige Wahl zusammen. Was ist vom Zuger Bundesrat zu erwarten und wie lassen sich die neuen geopolitischen Herausforderungen meistern?
    Die Vereinigte Bundesversammlung hat gesprochen und bestätigte den Zuger Regierungsrat Martin Pfister im zweiten Wahlgang als Nachfolger von Viola Amherd. Man zog den bedachten Familienvater und Oberst dem Bauernpräsidenten Markus Ritter vor. Pfister, erst als Alibikandidat gehandelt, schien die Sprache seiner Wählerinnen und Wähler zu sprechen und punktete damit im bundesrätlichen Wahlkampf. In Kürze dürfte er aller Voraussicht nach dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) vorstehen, dem grössten aller Departemente.
    Kann Martin Pfister Krise?
    Bei «Gredig direkt» sprechen die Ständeräte und Mitglieder der Sicherheitspolitischen Kommission Werner Salzmann SVP/BE und Daniel Jositsch SP/ZH über die Wahl des neuen Magistraten. Welches sind aus Sicht der beiden Parlamentarier die grössten Baustellen des VBS und wie soll sich die Schweiz in der veränderten geopolitischen Weltlage positionieren. Ein Gespräch unter Ständeratskollegen über Wehrhaftigkeit, Politik über Parteigrenzen hinweg und darüber, ob «der Neue» Krise kann.
    37 min
  • mit Viktor Giacobbo und Mike Müller
    Wenn Viktor Giacobbo und Mike Müller aufeinandertreffen, dann sprühen die Funken. Jetzt kehrt das legendäre Komiker-Duo zurück in die Manege des Zirkus Knie. Ein Gespräch über Freundschaft, Politik und die Zukunft der Satire bei «Gredig direkt».
    Über Jahre hinweg prägten sie gemeinsam die Schweizer Comedy-Szene, ob mit der Kult-Show «Giacobbo/Müller», auf der Bühne oder im Zirkus.
    Seit ihrem letzten Bühnenprogramm wurden ihre gemeinsamen Auftritte seltener. Jetzt zieht es Mike Müller und Viktor Giacobbo erneut in den Zirkus Knie. Während Mike Müller mit neuen Sketchen fix zum diesjährigen Programm gehört, wird Viktor Giacobbo nur punktuell mit dabei sein.
    Satire in turbulenten Zeiten
    In einer Gesellschaft, die immer sensibler wird, stellt sich die Frage: Wie weit darf und soll Satire heute gehen? Dazu werfen die beiden auch einen Blick auf die politische Grosswetterlage. Im Gespräch bei «Gredig direkt» blicken die beiden Satire-Urgesteine zurück auf ihre Karriere und ihre Freundschaft, werfen einen kritischen Blick auf die politische Lage – von den bevorstehenden Bundesratswahlen bis zu Trump 2.0 – und sprechen darüber, wie sich Satire in einer immer sensibleren Gesellschaft verändert und wie schwierig es ist, als Künstler in der Schweiz sichtbar zu bleiben.
    34 min
  • mit Sänger und Entertainer Roland Kaiser
    Roland Kaiser steht über fünf Jahrzehnte auf der Bühne und hat seinem Publikum unzählige Ohrwürmer beschert. Neben seinem Bühnenengagement ist der Berliner ein Kritiker radikaler Tendenzen. Bei «Gredig direkt» resümiert er seine Karriere und enthüllt, was er sich von der Bundestagswahl erhofft.
    Roland Kaisers Start ins Leben war rau. Nachdem seine leibliche Mutter ihn als Säugling vor einem Waisenhaus ablegte, wuchs er bei einer Pflegemutter in ärmlichen Verhältnissen jedoch behütet auf. Zum Singen kam er eher zufällig, doch der Junge aus Berlin Wedding fasste schnell Fuss im Schlagerbusiness und schon bald folgte Hit auf Hit. Über 100 Millionen Tonträger verkaufte Roland Kaiser, der schon bald nicht nur sang, sondern auch komponierte und seine eigenen Texte schrieb. Nach einem turbulenten Bühnenleben setzte die Lungenkrankheit COPD dem Schaffen des Sängers ein jähes Ende. 2010 wurde ihm eine Lunge transplantiert und bereits kurze Zeit nach dem Eingriff konnte Roland Kaiser seine Karriere fortsetzen.
    Schlagerstar und kritischer Geist
    Es sind vor allem grosse Bühnen, die der Musiker und Sänger nach seiner Operation bespielt, so etwa bei der «Kaisermania» in Dresden, wo er sich seit Jahren vom heimischen Publikum feiern lässt. Auch abseits des Showgeschäftes ist Roland Kaiser ein Zeitgenosse, der seine Stimme erhebt. So macht er sich etwa stark gegen rechte Gewalt und faschistische Tendenzen. Kurz vor der Bundestagswahl fühlt Urs Gredig dem Sozialdemokraten Kaiser den Puls. Was erwartet der Sänger von der Bundespolitik – welche gesellschaftlichen Strömungen bereiten ihm Sorgen und was ist vom neuen Album «Marathon» zu erwarten?
    31 min
  • Mit Büne Huber – Künstler zwischen Licht und Schatten
    Büne Huber, Frontmann von «Patent Ochsner», ist eine vielschichtige Persönlichkeit. Mit dem neuen Album «Tag und Nacht» gewährt Huber Einblicke in sein Innenleben und spricht bei «Gredig direkt» offen über Verlustängste, Depression und das Glück seiner späten Vaterschaft.
    Huber ist ein Mensch mit Widersprüchen: hypersensibel und ruhelos, authentisch und ungeschönt. Er ist geprägt von einem Leben mit persönlichen Höhen und Tiefen: der Verlust seiner Eltern, die späte Vaterschaft und die immerwährende Suche nach Balance. Seine impulsive Art und seine unkonventionellen Aussagen polarisieren. Seine Musik, seine Bilder und seine Texte sind eine Liebeserklärung an das Leben in all seinen Facetten.
    Kunst, Familie und Selbstzweifel
    Trotz aller Höhen und Tiefen bleibt Büne Huber ein Getriebener, der in der Kunst – insbesondere in der Malerei – seinen Halt findet. Huber hat eine schier unendliche Schöpfungskraft und Energie. Halt gibt ihm auch seine Familie. Der 62-Jährige ist zum zweiten Mal verheiratet und lebt mit seiner Frau Sue und den beiden kleinen Kindern in Bern. Seine Kinder seien das Helle in seinem Leben, das Lachen und das Leichte, sagt Huber.
    Über die Herausforderungen seiner späten Vaterschaft, seine Depression und den Mut, trotz aller Selbstzweifel dennoch seit 40 Jahren auf der Bühne zu stehen, spricht Büne Huber in einem offenen und persönlichen Gespräch mit Urs Gredig.
    37 min
  • Mit Angela Merkel – Die erste Frau an der Spitze Deutschlands
    16 Jahre lang war Angela Merkel deutsche Bundeskanzlerin. Nach ihrem Abschied aus der Politik überrascht sie nun mit einem Buch über ihr Leben. Bei «Gredig direkt» spricht sie über prägende Momente, das Frau-Sein in der Spitzenpolitik und über ihre ganz persönliche Freiheit.
    Krisen, Macht und Haltung
    Als Ostdeutsche und erste Frau im Kanzleramt hat Angela Merkel eine politische Laufbahn hingelegt, die ihresgleichen sucht. Während ihrer Amtszeit von 2005 bis 2021 wurde sie oft als «Krisenkanzlerin» bezeichnet. Kein Wunder, denn die Finanzkrise, die Flüchtlingskrise und die globale Pandemie stellten sie immer wieder vor immense Herausforderungen. Besonders prägend: ihr berühmtes «Wir schaffen das!», das zum Symbol ihrer Haltung in der Flüchtlingskrise wurde.
    Die Welt im Blick
    Im Wahlkampf 2013 sagte Angela Merkel den Satz: «Sie kennen mich.» Doch wie gut kennen wir die Frau wirklich, die Deutschland über anderthalb Jahrzehnte regierte? Bei «Gredig direkt» gibt die 70-jährige Ausnahmepolitikerin seltene Einblicke in ihre Vergangenheit und Persönlichkeit. Wie hat ihre ostdeutsche Herkunft sie geprägt? Wie hat sie es geschafft, trotz Kritik und Anfeindungen ihrer Linie treu zu bleiben? Und wie beurteilt sie die Entwicklungen in der Weltpolitik – vom Aufstieg der AfD bis hin zu globalen Machtverschiebungen?
    Ein persönliches und tiefgründiges Gespräch mit Angela Merkel – über politische Verantwortung, Krisenmanagement und das Leben nach der Macht. Exklusiv bei «Gredig direkt».
    40 min

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Information: Dieser Video Podcast wird per Ende Juli 2021 eingestellt. Künftige und bisherige Episoden finden Sie auf unserem Play SRF Portal (www.srf.ch/play). Urs Gredig empfängt in seiner…

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