III Deutsche Aufbauhilfe
Wir Deutschen und die Amerikaner: was für eine exzeptionelle Hassliebe. Zu Hunderttausenden wanderten Deutsche nach Amerika aus, um dort eine neue Heimat zu finden, auf der Flucht vor Hunger, Religionskriegen, Fürstenwillkür, sie waren tüchtig und durchaus gern gesehen, denn sie sorgten nur für sich selber, sondern bereicherten und beschenkten das Empfängerland.
Unter Auswanderern war auch ein gewisser Friedrich Trump aus dem pfälzischen Kallstadt, ein Vorfahr des amerikanischen Präsidenten, der es mit einer Restaurantkette zur Zeit des Klondike-Goldrush zu Vermögen gebracht hatte.
Der deutsche Jude Levi Strauss, ungefähr zur gleichen Zeit emigriert, produzierte Hosen für die Goldgräber, und genau die haben als Levi’s Jeans ihren Siegeszug um die Welt angetreten und für eine alles und alle nivellierende Arbeitskleidung gesorgt, denn, jawohl, Jeans trugen die Baumwollpflücker, Automechaniker, Rodeoreiter, all diejenigen, die sich zwischendurch eine Marlboro ins Gesicht stecken.
Deutschstämmige bilden mit 15 Prozent die größte Ethnie in den USA, eine Zeitlang erwägte man Deutsch zur offiziellen Verkehrs-Sprache zu machen.
Ein Artikel von Matthias Matussek.
Gesprochen von: Oliver Ratzke.
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