HAUT Couture ® - ICH BIN ICH und das ist gut so - Der Podcast mit NANÉE

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HAUT Couture ® - ICH BIN ICH und das ist gut so - Der Podcast mit NANÉE episodes

  • #015 Podcast: Die Würde des Menschen ist (un)Antastbar! – Interview Special mit Isabelle Bodenseh - Teil 2
    Wo die Gesellschaft versagt & was wir für eine inklusive Gesellschaft tun können

    „Würde fängt für mich da an, dass ich überhaupt LEBE! Damit ich Überleben kann, muss Trinken, Essen, Verdauung, Schlafen funktionieren und da hat man dann noch keine Beschäftigung oder Bildung gehabt!“ (Isabelle Bodenseh)

    Wenn wir darüber nachdenken, wie wir uns unser zukünftiges Leben vorstellen, dann geht es häufig darum, in was für einer Stadt ich leben möchte, was möchte ich beruflich tun, mit wem möchte ich mein Leben verbringen?

    Menschen mit Handicaps, haben diese Entscheidungsmöglichkeiten häufig nicht, da es bereits an den grundlegenden Sachen fehlt und sie keine Möglichkeit haben, selbst Entscheidungen zu treffen.
    Häufig werden Anträge auf Reha-Maßnahmen oder Hilfsmittel nach Aktenlage bearbeitet und abgelehnt. Einfach, weil es nicht wirtschaftlich ist, oder, ohne mit den Menschen gesprochen zu haben, der Patient in die Schublade „Bringt ej nichts.“ gesteckt wird

    „Wenn du es bis 18 Jahren noch nicht geschafft hast, immer noch nicht laufen kannst, immer noch nicht sprechen kannst, dann lohnt sich gar nichts mehr. Die Hilfmittelversorgung bricht ein und es wird ganz viel nicht mehr genehmigt!“ (Isabelle Bodenseh)

    Man gewinnt den Eindruck, dass Menschen nur danach beurteilt und gefördert werden, inwieweit sie der Gesellschaft das zurückgeben können, was in sie investiert wird. Aber kann bzw. sollte ein Menschenleben so aufgerechnet werden?

    Die notwendige Reha, die Juliette benötigt, um ihren Körper zu dehnen und ihre Spastiken zu lockern, finanzieren die Bodenseh’s seit Jahren selbst oder aus Spendengeldern, dabei ist sie für Juliette auf Dauer überlebenswichtig. Ohne die Reha würde Juliettes Körper sich in die Embryonalhaltung verkrümmen, Spastiken entwickeln und irgendwann sterben. Und das, bei vollem Bewusstsein.

    Grenzt das nicht an unterlassene Hilfeleistung?

    Und: Wenn unterlassene Hilfeleistung bei z.B. Unfällen ein Straftatbestand des Strafrechts ist, müssten dann abgelehnte Rehas oder Hilfsmittel, die über kurz oder lang zum Tod der Menschen führen, nicht ebenfalls als unterlassene Hilfeleistung eingestuft werden?
    Dieser Gedanke kam mir grad während des Schreibens dieser Podcast-Beschreibung, ist vielleicht etwas extrem, aber vielleicht auch eine Idee für eine separate Folge.

    Fakt ist, das es Kämpferinnen wie Isabelle Bodenseh braucht, die sich von dem Urteil der Behörden und Krankenkassen nicht abspeisen lässt und nichts unversucht lässt, um ihrer Tochter Juliette das bestmögliche und ein würdevolles Leben zu ermöglichen.

    Um der Fallnummer ein Gesicht und einen Namen zu geben und Juliette aus den Schubladen herauszuholen, fordert Isabelle Kreisverwaltungen und Krankenkassen heraus und konfrontiert sie mit Juliette: > „Unterhalte dich mit ihr! Stell ihr eine Frage!“
    Und häufig sind diese dann ganz verwundert, dass man mit jemandem mit einer Zerebralparese eben doch kommunizieren kann.

    „Innovation und Inklusion gibt es nicht für umme! Man muss sich entscheiden, ob man Menschen mit Handicaps in der Gesellschaft haben möchte.“ (Isabelle Bodenseh)

    Wie es gehen kann, zeigt ein genossenschaftliches Wohnprojekt, bei dem Juliette sich als Mieterin beworben hat. Aufgerüttelt von dem Antrag der Bodenseh’s wurde kurzerhand eine Inklusions-AG gegründet, in der Bedenken geäußert und Fragen beantwortet werden.

    „Wir akzeptieren, dass die Menschen Bedenken haben und nehmen uns Zeit, reden mit ihnen.“ (Isabelle Bodenseh)

    Wenn wir es schaffen, allen Menschen, egal, ob mit oder ohne Handicap auf Augenhöhe zu begegnen, und uns als Menschen zu sehen und zu respektieren, haben wir den allerwichtigsten Schritt geschafft!

    Wir müssen uns bewusst machen, dass jeder Mensch einzigartig ist und dass es wichtig ist, dass wir die Fähigkeiten und Stärken jedes Einzelnen fördern und anerkennen.

    Ich hoffe, dass dich dieses Interview inspiriert hat, denn jeder Einzelne von uns kann dazu beitragen, indem wir uns informieren, sensibilisieren und aktiv werden.

    Lass uns gemeinsam daran arbeiten, Barrieren abzubauen und die Vielfalt zu feiern, die unsere Gesellschaft ausmacht. Denn nur so können wir sicherstellen, dass der erste Paragraf des Grundgesetzes tatsächlich für alle Menschen gilt, unabhängig von ihrer körperlichen oder geistigen Verfassung

    Teile diese Folge gern mit Menschen, für die das wichtig sein könnte. Denn mir liegt es sehr am Herzen, dass so viele Menschen wie möglich verstehen, dass sie mit ihren Zweifeln und Ängsten nicht allein sind und dass es Unterstützung gibt.

    Was hast du aus dieser Folge für dich mitgenommen? Welcher Gedanke war für dich besonders wertvoll?

    Schreib mir gerne hier unter dem Beitrag oder in die Kommentare bei Instagram @nanee.music, wie dir diese Podcastfolge gefallen hat und was du für dich mitnehmen konntest.

    Mehr Infos zu Isabelle Bodenseh:
    o Website: https://www.isabellebodenseh.de
    o Facebook: https://www.facebook.com/IsabelleBodensehFlute/
    o Instagram: https://www.instagram.com/isabellebodenseh_jazzflute/

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    32 min
  • #014 Podcast: Die Würde des Menschen ist unantastbar? – Interview Special mit Isabelle Bodenseh - Teil 1
    Meine Tochter ist nicht behindert, sondern wird gehindert!

    "Juliette hat zwar eine Zerebralparese, aber sie ist nicht BEHINDERT, sondern wird von der Gesellschaft GEHINDERT!“ (Isabelle Bodenseh)

    Isabelle Bodenseh ist eine bemerkenswerte Frau, die uns zeigt, was es bedeutet, wirklich für etwas zu kämpfen und hartnäckig zu bleiben, wenn es um die Würde und die Rechte eines Menschen geht. In ihrem Fall geht es um ihre Tochter Juliette, die eine infantiler Zerebralparese hat und mit schweren körperlichen Einschränkungen und der Unfähigkeit zu sprechen lebt.

    „Die Aussage des Förderkindergartens war „Frau Bodenseh, das mit Juliette wird nichts!“ (Isabelle Bodenseh)

    Damit wollte Isabelle sich nicht zufriedengeben, denn sie erkannte schon früh, dass Juliette zwar nicht sprechen konnte, aber trotzdem geistig hellwach war.

    Sie hat sich gegen das Schubladendenken und Vorurteile in Behörden und Einrichtungen gewehrt und es nicht nur geschafft, dass Juliette damals in den Kindergarten gehen konnte, sondern heute sogar den Hauptschulabschluss gemacht hat.

    „Juliette ist wahnsinnig stolz und war, glaube ich, das einzige Kind, dass sich über Klassenarbeiten gefreut hat!“ (Isabelle Bodenseh)

    Da sie nicht sprechen kann, wurde ein spezielles Multiple Choice Verfahren eingesetzt, mit dem Juliette kommunizieren kann.

    Isabelle betont, wie wichtig es ist, uns als Gesellschaft viel stärker zu bemühen, die Würde und die Rechte von Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen zu respektieren und zu schützen.
    Das bedeutet nicht nur, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu berücksichtigen, sondern auch ihre Fähigkeiten und Stärken anzuerkennen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten und zu entwickeln.
    Und das erfordert, dass wir unser eigenes Denken und Verhalten hinterfragen und uns bewusst machen, welche Vorurteile und Stereotypen wir vielleicht unbewusst haben.

    „Es gab mal eine Situation beim Arzt, bei der der Arzt, wie selbstverständlich nur mit mir geredet hat. Das hat Juliette sehr aufgeregt, denn sie wollte selbst mit dem Arzt reden. In dem Moment, in dem der Arzt sich entschied, sie als Mensch zu sehen und direkt mit ihr zu sprechen, fühlte sie sich respektiert.“ (Isabelle Bodenseh)

    Wir sind so viel mehr als nur unsere äußerliche Hülle!

    Es geht darum, Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen nicht auf ihre Krankheit, ihr Handicap oder ihre äußerlichen Besonderheiten zu reduzieren, sondern sie als Menschen mit einer Vielfalt von Fähigkeiten, Interessen und Persönlichkeiten zu erkennen und zu schätzen.

    "Ich sage immer, ich tue dir einen Gefallen, wenn ich dir Juliette mit in den Förderkindergarten oder die Schule gebe. Am Anfang musste ich gegen viele Widerstände kämpfen, aber am Ende hieß es immer: „Wieso wollte ich das eigentlich nicht? Ich habe soviel Tolles mit Juliette gelernt“. Und wenn man wegschaut, kann man nichts lernen! (Isabelle Bodenseh)

    Nur wenn wir alle bereit sind zu lernen und über unsere Schubladen hinweg zu kommen, können wir eine inklusive Gesellschaft schaffen, in der jeder Mensch unabhängig von seinen körperlichen oder geistigen Fähigkeiten die Chance hat, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und seine Träume zu verwirklichen.

    Ich hoffe, dass dich dieses Interview inspiriert, hat, offener auf Menschen zuzugehen, die vielleicht körperliche Einschränkungen haben. Lass uns gemeinsam eine inklusive Welt schaffen, in der wir jede*n annehmen, so, wie er/sie/es ist!

    Teile diese Folge gern mit Menschen, für die das wichtig sein könnte. Denn mir liegt es sehr am Herzen, dass so viele Menschen wie möglich verstehen, dass sie mit ihren Zweifeln und Ängsten nicht allein sind und dass es Unterstützung gibt.

    Was hast du aus dieser Folge für dich mitgenommen? Welcher Gedanke war für dich besonders wertvoll?

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    Mehr Infos zu Isabelle Bodenseh:

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    29 min
  • #013 Podcast: Wenn die Angst dein Leben bestimmt - Interview Special mit Mandy Fleer
    Trotz Angststörung auf der Bühne tanzen – Die inspirierende Geschichte einer jungen Frau mit Sozialphobie

    „Stell dich nicht so an! Das wird schon nicht so schlimm sein!“

    Das ist einer der Sätze, den Mandy Fleer àka die Mutsammlerin in ihrer Vergangenheit schon öfter hören musste. Denn wie bei vielen Erkrankungen, die man nicht auf den ersten Blick sieht, fällt es vielen Menschen schwer, zu verstehen wie man Angst vor sozialen Situationen haben kann und sie tun es häufig als Schüchternheit oder übertriebene Empfindlichkeit ab.

    Und auch bei Mandy war erst die dritte Psychologin überhaupt erst in der Lage, die Diagnose „Sozialphobie“ zu stellen.

    „Allein die Tatsache, dass mich jemand mit meinen Ängsten und Sorgen wahrnimmt und ernst nimmt, half, dass ich mich zum ersten Mal verstanden gefühlt habe.“ (Mandy Fleer)

    Denn Aussagen wie „Hab dich doch nicht so!“ oder „Stell dich nicht so an!“, können bei Menschen mit einer Angststörung das Gefühl verstärken, nicht ernst genommen zu werden, sodass Betroffene sich zurückziehen und soziale Kontakte noch weiter meiden. Ein Teufelskreis.

    Der wichtigste Schritt, um einen Weg zu finden, Ängste zu bewältigen und sein Leben wieder in die Hand zu nehmen, ist, sich professionelle Hilfe zu suchen. Und auch der Austausch mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe kann dabei helfen.

    „Bei der Selbsthilfe habe ich gesehen, dass es noch andere gibt, denen es genauso geht wie mir. Und ich dachte: Die verstehen mich wirklich. Das war super hilfreich!“ (Mandy Fleer)

    Obwohl es nicht einfach war, hat sie gelernt, ihre Komfortzone zu erweitern und trotz ihrer Ängste am Leben teilzunehmen. Und sie schafft es sogar, auf der Bühne zu tanzen, aber wie?

    „Wenn ich auf der Bühne stehe, bewerte ich die körperlichen Symptome anders, weil Lampenfieber zum Auftritt dazugehört. Nicht jedoch, wenn ich im Alltag beim Bäcker ein Brötchen kaufen will.“ (Mandy Fleer)

    Mandy erklärt, wie wichtig es ist, dass andere, insbesondere die engen Bezugspersonen einen ernst nehmen und dass es wichtig ist, offen und ehrlich über psychische Erkrankungen zu sprechen.

    Dazu braucht es eine Menge Mut, insbesondere wenn man befürchtet, dafür abgelehnt oder nicht für voll genommen zu werden. Aber es lohnt sich, denn es kann dazu beitragen, die eigene psychische Gesundheit zu verbessern und das Stigma zu reduzieren.
    Denn auch mit einer Angststörung kann man ein erfülltes Leben haben. Alles, was man braucht, ist Zeit und Geduld, eine positive Einstellung zum Leben und provate und professionelle Unterstützung.

    Ich hoffe, dass diese Folge Menschen, die an einer Angststörung leiden oder jemanden kennen, der betroffen ist, Mut macht und zeigt, dass es Hilfe gibt. Teile diese Folge gern mit Menschen, für die das wichtig sein könnte.

    Schreib mir gerne hier unter dem Beitrag oder in die Kommentare bei Instagram @nanee.music, wie dir diese Podcastfolge gefallen hat und was du für dich mitnehmen konntest.

    Mehr Infos zu Mandy Fleer und ihrem Blog „Mutsammlerin“:

    o Website: http://mutsammlerin.de
    o Instagram: https://www.instagram.com/mutsammlerin

    Du kennst jemanden, der an einer Angststörung leiden könnte oder würdest gern selbst mehr darüber erfahren. Dann findest du z.B. hier

    Weitere Infos und Hilfe:
    o Deutsche Gesellschaft für Angststörungen (DGAD): https://dgad.org/
    o Deutsche Angstselbsthilfe e.V.: https://www.angstselbsthilfe.de/
    o Junge Selbsthilfegruppen (Seite von der NAKOS): https://schon-mal-an-selbsthilfegruppen-gedacht.de/
    o Junge Selbsthilfe Blog (Projekt von der NAKOS): https://www.junge-selbsthilfe-blog.de/
    o Verband Selbsthilfe Soziale Phobie: https://www.vssp.de/

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    20 min
  • #012 Podcast: Mein Kind hat CMN – Gemeinsam stark – Interview Special mit Melena Ludwig - Teil 2
    Eine Mutter erzählt - Wie der Austausch mit Anderen uns hilft, Herausforderungen zu meistern

    Am Anfang, direkt nach einer Diagnose, die das eigene oder das Leben deines Kindes betrifft, fühlt man sich häufig allein. Unsicher, was die Zukunft bringt, was man machen soll? Kann man überhaupt was machen? Tausend Fragen, die einem als Eltern durch den Kopf gehen.

    "Mich mit anderen Menschen auszutauschen, die in der gleichen Situation waren, wie ich, war das Allerwichtigste. Z.B. bei einem Treffen von unserem Selbsthilfe-Verein, dem Nävus-Netzwerk Deutschland. Mir ging es damals wie den Eltern, die heute neu dazu kommen. Sie gehen so, so dankbar und gestärkt daraus. Haben einen neuen Hintergrund und ganz andere Einstellungen zum Nävus ihres Kindes." (Melena Ludwig)

    Neben einer kompetenten medizinischen Betreuung ist das Wertvollste, der Austausch mit anderen betroffenen Eltern, denn sie verstehen, was du durchmachst und wie du dich fühlst.

    Und du kannst von ihren Erfahrungen lernen und dir Ratschläge holen. Denn sie waren genau da, wo du jetzt bist. Hatten wahrscheinlich die gleichen oder ähnliche Fragen. Man erkennt, dass man mit der Herausforderung nicht allein ist und dass man selbst eine wichtige Rolle dabei spielt, das Leben des eigenen Kindes positiv zu gestalten.

    _(Anmerkung und Tipp: unter www.achse-online.de findest du mehr als 180 unterschiedliche Selbsthilfe-Vereine)

    _
    Womit alle Eltern (und auch die Kinder, die mit einer sichtbaren Besonderheit geboren wurden, umgehen müssen, sind die starrenden Blicke und die Fragen von anderen.

    „Am Anfang wusste ich nicht, wie ich darauf reagieren soll, aber heute kann ich einfach auf die Leute zugehen und fragen „Hey, Sie gucken so interessiert. Haben Sie eine Frage? Kann ich Ihnen helfen?“ (Melena Ludwig)

    Melena erzählt, wie wichtig es ist, auf Menschen zuzugehen und zu erklären, was ihre Tochter hat, um Vorbehalte abzubauen. Sie betont dabei, wie wichtig es ist, auf Kinder zuzugehen und ihnen die Besonderheit ihrer Tochter zu erklären. Nur so können Vorurteile abgebaut und ein offenes Miteinander gefördert werden.

    Aber hier kommt es nicht nur auf die Offenheit von Eltern, wie Melena an, sondern insbesondere auch von den Eltern, der potentiellen Spielkameraden. Viel zu häufig muss man auch heute noch erleben, wie sich die Eltern fast schämen, wenn ihr Kind, Kinder wie Merle auf ihre Besonderheit ansprechen. Dabei:

    „Alle Eltern (ob mit oder ohne Besonderheit) sollten ihre Kinder dazu erziehen Fragen zu stellen: Ja, du kannst alles fragen, was du willst, und du kannst alles wissen. Und es ist nicht schlimm, wenn man fragt, warum das Mädchen anders aussieht. Das ist der beste Ansatz, bei der Erziehung und auch dem Umgang mit der eigenen Besonderheit, denn es gibt ihm Normalität.“ (Melena Ludwig)

    Melena's Erfahrungen und Tipps zeigen uns, dass es möglich ist, auch mit einer Herausforderung wie einem Gendefekt positiv umzugehen. Und dass man zusammen mit seinem Kind wachsen kann.

    Ich hoffe, dass du durch dieses inspirierende Interview Mut und Motivation schöpfen konntest, um dein Kind auf seinem Weg zu begleiten. Lass uns gemeinsam eine Welt schaffen, in der Vielfalt und Einzigartigkeit gefeiert werden!

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    Mehr Infos zu weiteren Selbsthilfegruppen gibt es bei der Allianz Chronisch seltener Erkrankungen:

    o Website: www.achse-online.de

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    26 min
  • #011 Podcast: Mein Kind hat CMN – Und das ist auch gut so – Interview Special mit Melena Ludwig - Teil 1
    Eine Mutter erzählt - Über Herausforderungen und Tipps, mit deinem Kind an seiner Besonderheit zu wachsen

    Dein Kind ist viel mehr als nur seine Besonderheit!

    Du freust dich 9 Monate auf dein Baby. Spürst die Tritte im Bauch, richtest das Kinderzimmer ein, fährst zur Geburt ins Krankenhaus und plötzlich ist alles anders.
    Denn dein Kind kommt mit einem Gendefekt zur Welt. Es hat eine fast schwarze Hand und riesige Muttermale auf dem Po
    Alle Vorstellungen und Erwartungen vom jungen Elternglück scheinen auf einmal meilenweit weg und du durchlebst stattdessen einen Untersuchungsmarathon, siehst in ratlose Gesichter von Ärzten und Hebammen, und weist selbst nicht, wie du mit der Situation umgehen sollst.

    So ähnlich erging es Melena Ludwig nach der Geburt ihrer Tochter Merle.

    Nach der letzten Podcast-Folge, in der ich erzählt habe, wie für mich als Kind war, mit der Pigmentstörung CMN aufzuwachsen, lade ich dich in der heutigen Folge ein, die Perspektive zu wechseln und durch die Augen einer Heute spricht sie offen über Ihre Ängste und Unsicherheiten und auch, dass sie am Anfang Schwierigkeiten hatte, damit umzugehen, dass plötzlich alles ganz anders war.
    Statt ihr rosiges und gesundes Baby in den Arm gelegt zu bekommen, sah sie die großen Flecken, die den Po bedeckten und die fast schwarze Hand

    Am Anfang habe ich die Augen zugemacht und wollte das alles gar nicht wissen. Meine Vorstellungen haben einfach nicht mit der Realität zusammengepasst. (Melena Ludwig)

    Denn der Gendefekt, der zu CMN führt, entsteht ganz willkürlich erst im Laufe der Schwangerschaft.

    Er führt zu einer übermäßigen Ansammlung der Pigmentbildenen Zellen in den tieferen Hautschichten und ist nicht in der Prä-Diagnostik erkennbar, sondern erst nach der Geburt in Form von zum Teil großflächigen Leberflecken und Muttermalen auf der Haut.
    Also keine Möglichkeit, sich vor der Geburt darauf vorzubereiten, dass etwas anders sein könnte.
    Was das für Melena bedeutete und warum die naheliegenden medizinischen Optionen (wie z.B. Dermabrasion und OPs) nicht immer die besten sind, darüber spricht Melena im Interview.

    Es ist wahnsinnig schwer, eine Entscheidung für sein Kind zu treffen, mit der es sein ganzes restliches Leben leben muss. (Melena Ludwig)

    Mit Hilfe eines mitfühlenden Ärzte- und Hebammen-Teams und anderen Eltern mit CMN-Kindern hat Melena es geschafft, ihren eigenen Weg zu finden, um ihre Tochter bestmöglich auf ihrem zu unterstützen.

    Ich bin wahnsinnig stolz auf meine Tochter und dankbar! Denn dank ihr bin ich gewachsen und habe meine Ansichten zum sogenannten „Ideal“ verändert. (Melena Ludwig)

    Ich hoffe sehr, dass dich diese Folge inspiriert, zu erkennen, dass dein Kind (und wir alle) so viel mehr ist, als nur sein Äußeres und dass es wichtig ist, seine Perspektive zu wechseln. Weg von dem, was vielleicht nicht den ursprünglichen Erwartungen und sog. Normen entspricht, hin zu dem, was dein Kind dir geben kann. Sein Lachen, sein Grenzen austesten, seine klare Sicht auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben.

    Im zweiten Teil des Interviews mit Melena, welches am 09.03.2023 erscheint, erfährst du, wie Melena es geschafft hat, ihre Tochter auf ihrem Weg zu einem selbstbewussten Umgang mit ihrer Besonderheit zu unterstützen und warum es so wichtig ist, sich auch mit anderen Eltern von Kindern mit CMN auszutauschen.

    Teile diese Folge gern mit Menschen, für die das wichtig sein könnte. Denn mir liegt es sehr am Herzen, dass so viele Menschen wie möglich verstehen, dass sie mit ihren Zweifeln und Ängsten nicht allein sind und dass es Unterstützung gibt.

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    28 min
  • #010 Podcast: Dein Kind ist besonders? So wird es selbstbewusst!
    3 Tipps, mit denen DU dein Kind unterstützt, selbstbewusst mit seiner Besonderheit umzugehen

    Alle Eltern, die ein Kind haben, dem man auf den ersten Blick ansieht, dass es eben nicht der sogenannten „Norm“ entspricht, kennen das!

    Sei es wegen Pigmentstörungen wie CMN, Vitiligo oder Feuermalen, einem körperlichen Handicap oder einem anderen Grund - Die musternden Blicke und das Getuschel der anderen Eltern sind einem häufig sicher.
    Wenn es gut läuft, wird man gefragt: „Ja, was ist denn mit Ihrem Kind passiert?“
    Wenn es schlecht läuft, ziehen andere Eltern ihre Kinder auf dem Spielplatz weg, damit sie ja nicht mit diesem anderen Kind spielen und sich womöglich anstecken.
    Das macht nicht nur etwas mit den Eltern, sondern auch etwas mit dem Kind.
    Denn Kinder haben unglaublich feine Antennen und merken, wenn ÜBER SIE geredet wird, oder sie komisch angeguckt werden und wenn sie aufgrund ihrer Besonderheit abgelehnt werden.

    **Möchtest du, dass dein Kind, selbstbewusst mit seiner Besonderheit umgeht? Freunde findet. Seinen / ihren eigenen Weg im Leben geht?! **

    Dann erfährst du in der heutigen Folge Tipps, was dein Kind braucht, um positiv und selbstbewusst zu sein und wie Du es dabei unterstützen kannst.

    Selbst mit der Pigmentstörung CMN (Congenital Melanocytic Naevi) geboren und aufgewachsen, waren meine Eltern mit mir genau in den Situationen, die ich oben beschrieben habe und heute weiß ich, was mir damals geholfen hätte, ein stärkeres Selbstbewusstsein aufzubauen. Und was meinen Eltern geholfen hätte, um mich dabei zu unterstützen.

    Denn der wichtigste Kernpunkt ist bedingungslose Liebe mit allen Ecken, Kanten, Flecken und Besonderheiten. Bedingungslos und aus tiefster Überzeugung deines Herzens, dass dein Kind genau so ok ist, wie es ist.

    Denn wie sagte mal eine Krankenschwester zu einer Mutter: „How you feel about it, your child will feel about it!“ So wie du über den Gendefekt, das Handicap deines Kindes denkt, so wird dein Kind darüber denken!

    Eine Einladung an dich einmal zu schauen, welche alten Glaubenssätze du noch in dir trägst.

    Und auch wenn dein Kind später vielleicht auch auf nicht so nette Menschen treffen wird, hast Du es in der Hand, ihm genau die Werkzeuge mit an die Hand zu geben, mit denen es auch genau solche Herausforderungen meistert.

    Dazu gehört vor allen Dingen, dass ihr in eurer Familie offen und ganz normal mit der Besonderheit eures Kindes umgeht. Ihr tabuisiert sie nicht, aber sie steht auch nicht ständig im Mittelpunkt eurer Aufmerksamkeit (wenn es medizinisch nicht sein muss).

    Euer Kind ist ein Kind, wie jedes andere, nur eben mit einer Sonderausstattung.

    • Helft eurem Kind auf die Bemerkungen und Sprüche der anderen zu reagieren. Dazu gehört auch, dass es genau weiß, warum sein Körper nicht so ist, wie der der anderen. Welcher Gendefekt führt dazu und was bedeutet das?

    • Erklärt eurem Kind, warum die anderen gucken MÜSSEN, wenn sie etwas außergewöhnliches sehen. Denn das hat etwas mit dem Säbelzahntiger-Moment zu tun und nicht mit ihm / ihr (Siehe auch „HAUT Couture“-Folge #002: Link).

    Sowohl für euer Kind als auch für euch ist wichtig: Erweitert euren Fokus!

    **Euer Kind ist sooo viel mehr ist als seine Besonderheit. **
    Was macht euer Kind ansonsten aus?
    • Zeige deinem Kind, dass es nicht allein ist und es auch andere mit seiner Besonderheit gibt. So wird es sich nicht alleine und sehr viel normaler fühlen
    • Und: Kinder verknüpfen Gelerntes mit Emotionen. Schaffe spielerisch möglichst viele positive Emotionen die ihm zeigen, dass es genau so perfekt ist, wie es ist.

    Ich hoffe sehr, dass dir diese Folge dabei geholfen hat, zu verstehen, was deinem Kind dabei hilft, selbstbewusst seinen Weg zu finden und wie du dein Kind dabei unterstützen kannst.

    Was hast du aus dieser Folge für dich mitgenommen? Welcher Gedanke war für dich besonders wertvoll?
    Hast du noch einen besonderen Tipp, den du anderen Eltern mit auf den Weg geben möchtest, wie sie ihr Kind dabei unterstützen können?!
    Schreib es mir gerne per E-Mail an [email protected] oder in die Kommentare auf meinem Instagram-Profil unter @nanee.music

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    16 min
  • #009 Podcast: Warum gute Vorsätze Quatsch sind
    Und 3 Tipps, wie du trotzdem deine Ziele erreichst

    Grad am Jahresanfang sind wir meistens sehr sehr motiviert unser Leben in neue Bahnen zu lenken, um endlich glücklich(er) zu sein

    Wir melden uns im Fitnesstudio an, probieren die neuesten Diäten aus, nehmen uns vor weniger zu arbeiten, zu rauchen oder weniger Schokolade zu essen, um endlich wieder in unsere Lieblingshose zu passen.

    Oft denken wir dann, dass wir genau an dem Tag glücklich werden, an dem wir genau das erreicht haben…

    …Und sind dann fürchterlich enttäuscht, wenn nach ein paar Wochen die alten Pfunde wieder drauf sind, die Laufschuhe eher in der Ecke verstauben, statt durchs Laufen und und und…

    ABER, hast du dich mal gefragt:

    Wenn ich nur dadurch glücklich bin, dass ich ein bestimmtes Ziel erreiche, verschiebe ich dann mein Glücklichsein nicht immer auf die Zukunft?

    Ich sage dir: Du musst nicht mehr warten! Denn DER TAG AUF DEN DU WARTEST IST HEUTE!

    Ich finde, dass gute Vorsätze im eigentlichen Sinne Quatsch sind! Denn sie nur wirken ungefähr so, wie Kopfschmerztabletten bei Grippe. Sie lindern die Symptome für den Augenblick, aber die Ursache / Grippe ist immer noch da.
    Um uns wirklich gut zu fühlen und mit uns im Reinen zu sein, geht es gar nicht oberflächlich darum, die Menge der Schokolade oder der Zigaretten zu ändern, die man konsumiert, sondern vielmehr darum, zu verstehen, WARUM wir in bestimmten Situationen zu ihnen greifen. Was triggert uns?
    Wenn du es schaffst, den Auslöser für deine Stresssituationen zu ändern / zu beseitigen, dann brauchst du sie zukünftig auch nicht mehr als „Glücklichmacher“
    Das Glück liegt IN DIR! Und alles, was du brauchst, um es sichtbar zu machen, trägst du bereits in dir.

    Eines davon ist dein „Growth Mindset“, dass du bereits in dir trägst.

    Dieses sagt, dass wir uns weiter entwickeln wollen. Wir wollen ein positives und glückliches Leben führen. Und wir wissen, dass wir es selbst in der Hand haben, etwas zu ändern.

    Frage dich: Wer möchtest du in Zukunft sein? Wie möchtest du dich fühlen? Stark? Selbstsicher? Selbstbewusst? Positiv? Und was brauchst du dafür, um das zu erreichen?

    Wie der buddhistische ZEN-Meister Thich Nhat Hanh schon sagte:

    _"Ob dies ein glücklicher Moment ist, hängt nicht vom Moment ab, sondern von unserer Sichtweise" _
    Ich hoffe sehr, dass dich diese Folge dazu inspiriert hat, einen anderen Blick auf deine Ziele & guten Vorsätze zu werfen und lade dich ein, statt in Äußerlichkeiten, deine Perspektive nach innen zu lenken.

    _Was macht dich glücklich? Wie schaffst du zufrieden mit dir zu sein? _

    Alles, was du brauchst, um glücklich zu sein und deinen eigenen Weg zu gehen, trägst du bereits in dir!

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    Hast Du Fragen, Wünsche oder Kritik? – Schreibe sie mir gern an [email protected]
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    17 min
  • #008 Podcast: Powertalk – Mit Eigenlob zu mehr Selbstbewusstsein!
    Tipps & Tools, mit denen du dein Selbstwert stärkst und dein Potential entfaltest

    Wenn es dir noch schwerfällt, dich selbst zu loben, oder deine Erfolge zu sehen und zu würdigen, liegt das zumeist daran, dass wir so geprägt sind. Von unserer Kultur, der Gesellschaft, oder, weil wir es von unserem Elternhaus aus vielleicht gar nicht gelernt haben.

    Ganz nach dem Motto „Eigenlob stinkt!“
    Indem wir unseren Fokus aber eher darauflegen, was noch nicht perfekt ist, NÄHREN wir unseren inneren Kritiker und machen ihn groß.

    Hast du dich mal gefragt:

    Wenn wir alle soviel Angst davor haben, durch zu viel Eigenlob eingebildet zu werden, warum haben wir dann eigentlich keine Angst davor, uns durch zu viel Selbstkritik minderwertig zu fühlen?

    Und was wäre, wenn wir, statt unzufrieden zu sein, mit uns, unserem Äußeren und unseren sogenannten "Mängeln", den Fokus darauf legen, was uns einzigartig macht?!

    Indem wir uns selber Anerkennung schenken, nähren wir auch unsere Erfolge.

    Und nur, wenn wir unsere Erfolge erkennen und wertschätzen, können wir und kann unser Erfolg und unser Selbstbewusstsein wachsen.
    Wenn du dir mit Selbstliebe begegnest, und dich auch an kleinen Schritten erfreust, gibt dir das neue Energie und motiviert dich, weiterzumachen.
    Und: du machst dich vom Außen unabhängig(er).
    Wie immer im Leben, kommt es auf die richtige Balance an. Auf ein gesundes Gleichgewicht zwischen Kritik und Lob.

    Frage dich: Wer bist du heute? Wer möchtest du sein? Und was bedeutet für dich Erfolg?

    Und gelingt es dir, auch die kleinen Erfolge zu sehen?
    Eine wichtige Rolle für unser Selbstbewusstsein und unseren Erfolg, spielt auch die Kommunikation. Wusstest du, dass du durch die Wortwahl beeinflussen kannst, wie du dich fühlst? Und dass du damit auch zum Erfolg oder Misserfolg beitragen kannst?
    Diese unbewusste Beeinflussung mit Worten, Gesten etc. nennt sich Priming.
    Und in der heutigen Folge zeige ich dir, wie du, durch das positive Hervorheben von Sachen, die wir erreicht haben, den Priming-Effekt nutzen kannst, um dich selbst positiv zu beeinflussen und motivieren.

    Da wir eine viel längere Übung darin haben, uns selbst zu kritisieren, finde ich, ist es an der Zeit für einen Ausgleich zu sorgen, oder?!

    Was ist für dich Erfolg? Und wie leicht fällt es dir, dich zu loben?

    Ich hoffe sehr, dass dich die Tipps dabei unterstützen, zukünftig dich und deine Erfolge zu feiern und damit dein ganzes Potential zu entfalten! Alles, was du brauchst, um erfolgreicher und selbstbewusster zu sein, trägst du bereits in dir!

    Schreib mir gerne hier unter dem Beitrag oder in die Kommentare bei Instagram @nanee.music, wie dir diese Podcastfolge gefallen hat und was du für dich mitnehmen konntest.

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    15 min
  • #007 Podcast: Ich bin Dick! Na und?! – Nie wieder Body Shaming – Interview Special mit Kathrin Tschorn
    Tipps, mit denen du mit kleinen und großen Rundungen durchs Leben tanzen kannst & die Wahrheit über Body Positivity

    Dein Körper sagt nichts über deinen Wert als Mensch aus!

    Was mich an dem Interview mit Kathrin so inspiriert hat, ist, dass sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Ihr ist wichtig, die Dinge beim Namen zu nennen. Ja, sie ist dick! Na und? Was sagt das über sie aus?

    Zu erkennen, Moment mal, warum soll was mit mir nicht in Ordnung sein, nur weil ich dick bin? Ich bin ein guter Mensch, ich bin ne tolle Freundin, fleißig und freundlich und all diese Dinge. Ja ich bin dick, aber ich bin halt auch alles andere. (Kathrin Tschorn)

    Und sich genau das immer wieder vor Augen zu führen, dass man soo viel mehr ist, als dass, wie andere mich oberflächlich sehen.

    Viele der Zweifel und der Vorurteile, die wir selbst uns gegenüber haben, hängen ganz starkl davon ab, wie wir aufgewachsen sind und was wir im Kindesalter von unseren Bezugspersonen gelernt haben. Das beeinflusst unser Denken, Fühlen und damit auch unser Selbstwert,

    Und wenn du schon als Kind immer wieder zu hören bekommen hast, dass du zu dick bist, dann glaubst du das irgendwann und fühlst dich als „Nicht ok, wie ich bin.“

    Aber gerade zu erkennen, wo die Glaubenssätze herkommen, hilft uns, unsere alten Ängste, Zweifel und Verhaltensweisen zu hinterfragen und eine neue Richtung einzuschlagen.

    Eine Freundin wollte mich fotografieren, aber ich hatte kein Kleid, weil es für dicke Menschen quasi nicht gehörig ist, so feminin zu sein. Das war tatsächlich ein Moment, der sehr viel in mir in Bewegung gesetzt hat. (kathrin tschorn)

    Im Gespräch wurde mir einmal mehr bewusst, wie stark unsere Wahrnehmung von außen beeinflusst wird. Sei es positiv oder negativ. Und dass das Thema und die Body Positivity Bewegung in einem größeren gesellschafts-politischen Kontext stehen, der weit über das „Ich liebe meinen Körper, wie er ist.“ hinaus geht

    Unter Body Positivity verstehen viele etwas, was es gar nicht ist, nämlich dass es darum geht, sich irgendwie schön zu finden. Es geht um Respekt und darum, Diskriminierung für alle marginalisierten Körper abzuschaffen und für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. (Kathrin Tschorn)

    Ich hoffe sehr, dass dich diese Folge inspiriert, dich anzunehmen, wie du bist und deinen Weg zu gehen und dich nicht vom sog. System davon abhalten zu lassen. Auch wenn noch Unsicherheiten und Ängste da sind.

    Teile diese Folge gern mit Menschen, für die das wichtig sein könnte. Denn mir liegt es sehr am Herzen, dass so viele Menschen wie möglich verstehen, dass sie mit ihren Zweifeln und Ängsten nicht allein sind und dass es Unterstützung gibt.

    Was hast du aus dieser Folge für dich mitgenommen? Welcher Gedanke war für dich besonders wertvoll?

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    Mehr von Kathrin Tschorn und Marshmallow-Mädchen:

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    39 min
  • #006 Podcast: So konterst du richtig! 4 Tipps, um souverän auf Sprüche zu reagieren
    Wie du aus der Opferrolle heraus und in deine Stärke kommst

    Wenn wir mit unserem Körper noch nicht im Reinen sind, treffen einen die Bemerkungen der anderen zu unserem Aussehen besonders hart.

    Denn sie treffen meist auf Glaubenssätze, die wir noch in uns haben und die uns sagen, dass wir zu dick / zu dünn, zu groß / zu klein, oder hässlich sind, mit unserer Pigmentstörung wie CMN, Feuermalen, Vitiligo, oder mit was auch immer.
    Wie oft habe ich mir gewünscht, einfach unsichtbar zu sein! Oder aus Scham im Erdboden zu versinken… Ich habe mich lieber weggeduckt, anstatt mich der Situation zu stellen.

    Und warum? Zum einen, weil ich dachte, dass mein Gegenüber recht hatte und zum anderen, weil mir genau in dem Moment natürlich nie die passende Antwort einfiel.

    Wichtig ist, dass du verstehst, dass das, was andere zu dir und über dich sagen, nichts über deinen Wert aussagt!

    Und es ist völlig in Ordnung, wenn wir Ablehnung, Furcht oder Wut verspüren, wenn uns jemand unangemessene Sprüche an den Kopf wirft. Alle Gefühle sind in Ordnung. Aber wenn du es schaffst, diese zu überwinden, wirst du feststellen, dass du den meisten Sprüchen die Spitzen nehmen kannst, wenn du bei dir bleibst und souverän darauf reagierst.

    Und: nicht alle dieser Bemerkungen haben zum Ziel, uns zu verletzen. Häufig sind sie einfach auch nur Interesse oder Neugierde und der Wunsch, zu verstehen, warum wir anders aussehen.

    Was mir damals geholfen hat, selbstbewusster mit solchen Bemerkungen umzugehen, war, die Gründe dahinter besser zu verstehen. Allein dieser Perspektivwechsel hat mir damals eine ganz neue Freiheit geschenkt.

    Denn dass, was andere Menschen zu dir oder über dich sagen, hat nicht zwangsläufig etwas mit dir zu tun, sondern vielmehr etwas mit unserem Gegenüber!

    Aber wie WIR reagieren, hat viel mit unserer eigenen Haltung zu uns und anderen zu tun. So kannst du aus einer Opferhaltung heraus antworten oder aus einer selbstverantwortlichen, liebevollen Haltung. Reagierst du aus der Opferhaltung, wirst du darauf sehr wahrscheinlich Reaktionen erhalten, die dein Opferdenken noch verstärken. Denken wie Er muss recht haben, wenn er das sagt. Oder Wieso passiert das wieder mir? Werden dich in deiner Opferhaltung weiter bestärken.

    Wenn du deinem Gegenüber aber mit offenem Blick und einer liebevollen Grundhaltung begegnest, bewirkt das nicht nur bei deinem Gegenüber einen Mindchange, sondern auch bei dir.

    Es wird dich am Anfang eine große Überwindung kosten, über deinen Schatten zu springen und dich unangenehmen Situationen zu stellen. Doch es wird dich wahnsinnig empowern und deinem Selbstbewusstsein einen Boost geben.

    Wie souverän bist du in Begegnungen mit anderen? Welche der Strategien hilft dir am meisten, deine eigene Souveränität zu finden?

    Ich hoffe sehr, dass dich die Tipps dabei unterstützen, zukünftig selbstbestimmt und liebevoll mit dir und anderen zu sein und zu entdecken, dass du viel mehr bist, als das, was andere im Außen von dir sehen.

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