Heiligenschein

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Heiligenschein episodes

  • 15. Jänner: Heiliger Arnold Janssen

    Arnold Janssen wurde 1837 in Nordrhein-Westfalen in eine arme Familie geboren. Er war ein Deutscher mit österreichischer Staatsbürgerschaft und gilt als Pionier der modernen Missionsbewegung.

    Arnold und sein Weg vom Priester zum Ordensgründer

    Es gelang ihm aufgrund seines Fleißes, ins Gymnasium aufgenommen zu werden. Er wurde Priester, Lehrer und Verleger. Im Alter von 38 Jahren gründete Arnold den Missionsorden Gesellschaft des göttlichen Wortes und eröffnete ein Missionshaus im holländischen Steyl. Seiner Überzeugung nach steht die Verkündigung an erster Stelle der Mission. Daher nützte er die Medien und gab Zeitschriften zu Missionsthemen heraus, aus deren Erlös er seine bald in alle Welt aufbrechenden Missionare unterstützte.

    Um in Österreich ein Haus eröffnen zu dürfen, wurde er österreichischer Staatsbürger. Somit konnten die Standorte Sankt Gabriel in Mödling und Sankt Rupert in Bischofshofen errichtet werden. Er gründete auch zwei Frauenorden: die Steyler Missionsschwestern und die Anbetungsschwestern. Arnold starb am 15. Jänner 1909. Mittlerweile zählt die Steyler Ordensfamilie über 10.000 Frauen und Männer aus 70 Nationen. Im Jahr 2003 wurde er heiliggesprochen.

    2 min
  • 10. Jänner: Heilige Leonie

    Am 10. Jänner wird der Gedenktag der Heiligen Leonie Aviat gefeiert. Eine Brille spielte im Leben der Heiligen eine entscheidende Rolle. 1864, Sézanne, Frankreich. 

    Wie Leonie aus einer Begegnung eine Bewegung machte

    Die 20-jährige Leonie Aviat, Tochter aus gutbürgerlichem Haus, holt für ihre Mutter eine Brille aus der örtlichen Brillenfabrik. Dort sieht sie erstmals die Auswirkungen der Industrialisierung. Leonie ist entsetzt über die Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Spontan beschließt sie, zu helfen. Sie geht zu ihrem früheren Lehrer, dem Kaplan Louis Brisson. Dieser unterstützt sie. Er hat nämlich ähnliche Ideen. Zunächst leitet Leonie für Louis Brisson Unterstützungseinrichtungen für Textilarbeiterinnen, später gründet sie mit ihm die Gemeinschaft der Oblatinnen des heiligen Franz von Sales. Die Kongregation kümmert sich um Mädchen, die als billige Arbeitskräfte in den Industriebetrieben arbeiten. Für sie werden Wohnheime gegründet, später auch Werkstätten und Schulen.

    Bald schon gesellen sich zu Leonie weitere junge Frauen, auch in Österreich. 1904 werden die Oblatinnen im Zuge der Säkularisierung Frankreichs vertrieben. Leonie verlegt das Mutterhaus nach Perugia in Italien. Dort stirbt sie 10 Jahre später im Alter von 70 Jahren am 10. Januar 1914. 2001 wurde Leonie Aviat heiliggesprochen. 



    2 min
  • 28. Dezember: Heiliger Julius

    Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

    Der 28. Dezember ist der Gedenktag der Unschuldigen Kinder. Ursprünglich bezog er sich auf die Opfer des Kindermords von Betlehem. Inzwischen ist er ausgeweitet worden auf das Gedenken an alle leidenden Kinder. 

    Aber an diesem Tag ist auch Gedenktag eines Heiligen, der nur zehn Jahre alt wurde und dann als Märtyrer starb. Julius von Rom wurde Opfer der ersten Christenverfolgungen in Rom im 2. oder 3. Jahrhundert. In Wien hat er eine Gedenkstätte, denn seine Gebeine befinden sich in der Michaelerkirche. Wie das kam?

    Es begann mit einer päpstlichen Schenkung an den Wiener Kaiserhof. Kaiserin Maria Theresia ließ die Gebeine zur öffentlichen Verehrung in die Kirche am Hof bringen, die damals den Jesuiten gehörte. Kardinal Sigismund Kollonitz legte das Fest des Heiligen mit dem Tag der Unschuldigen Kinder zusammen. Daraus wurde ein regelrechter „Juliuskult“ mit Kinderprozessionen. Er wurde zum Schutzpatron der Wiener Kinder. Seine Verehrung verbreitete sich von Wien aus über die Jesuitenmissionen in die ganze Welt. Nach Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773, übergab Maria Theresia die Reliquien schließlich der Hofpfarrkirche St. Michael, wo sie sich noch heute befinden. Schauen Sie sich das an! 


    Bernadette Spitzer
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    2 min
  • 22. Dezember: Heilige Franziska

    Francesca Cabrini war ursprünglich Italienerin. Sie wurde vom Papst mit einem originellen Auftrag in die USA geschickt, erhielt dort die Staatsbürgerschaft und wurde durch ihre Kanonisierung die erste heiliggesprochene Bürgerin der USA.

    Franziska gründete eine Gemeinschaft für Herz und Mission

    Sie kam 1850 in der Nähe von Mailand als jüngstes von 13 Kindern zur Welt und wurde Lehrerin und Ordensfrau. Als der Orden aufgelöst wurde, gründete sie mit 30 Jahren ihren eigenen: die Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu. Mission war Francescas Leidenschaft, deshalb fügte sie ihrem Vornamen den ihres Vorbilds Franz Xaver an, des großen Missionsheiligen, und kreierte damit die weibliche Form Franziska Xaviera.

    Papst Leo XIII. schickte sie in die USA, wo sie sich um die Italiener kümmern sollte. Sie gründete innerhalb von 30 Jahren fast 70 Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser und Klöster mit dem Ziel, den Italienern die Integration in die neue Heimat zu erleichtern. Franziska Xaviera Cabrini starb am 22. Dezember 1917 im Alter von 77 Jahren im Mutterhaus ihres Ordens in Chicago.


    2 min
  • 14. Dezember: Heiliger Johannes

    Johannes könnte Patron all jener Eltern sein, die verzweifeln, weil ihre Kinder lebensuntüchtig scheinen und in der Schule nichts zusammenbringen, denn er war bis ins Erwachsenenalter Analphabet.


    Die mystische Reise des Johannes vom Kreuz

    Heute ist er Patron der spanischsprachigen Dichter und sogar Kirchenlehrer: Johannes vom Kreuz. Er wurde 1542 in Spanien geboren und wuchs in armen Verhältnissen auf, daher lernte er weder Lesen noch Schreiben. Auch handwerklich war Johannes ungeschickt. Endlich fand man dann doch etwas, was ihm Spaß machte und wofür er begabt schien: Er wurde Pfleger in einem Krankenhaus. Ab seinem 17. Lebensjahr besuchte er Kurse im örtlichen Jesuitenkolleg, wodurch er dann doch noch Lesen und Schreiben lernte.

    Johannes schloss sich dem Karmeliterorden an und wurde Priester. Gemeinsam mit Teresa von Ávila wollte er den Orden reformieren, was zu Konflikten führte, denn die Inquisition sperrte ihn ein. Im Gefängnis erlebte er mystische Visionen, die er später in Gedichten verarbeitete. Schließlich löste man den Konflikt durch eine Spaltung des Ordens. Johannes leitete die „unbeschuhten“ Karmeliten und starb 1591 mit 49 Jahren.

    2 min
  • 7. Dezember: Heiliger Ambrosius

    Ambrosius zählt zu den vier großen Kirchenvätern des Abendlandes. Er war nicht nur Politiker und Heiliger, sondern auch ein Spätberufener.

    Der Weg des Ambrosius vom Politiker zur Kirche

    Sein Vater war römischer Statthalter und er folgte dieser Tradition, indem er selbst Politiker wurde. Ambrosius war so erfolgreich, dass er Statthalter von Oberitalien mit Sitz in Mailand wurde. Er war ein Politiker, den das Volk liebte. Als 374 ein neuer Bischof für Mailand gewählt werden sollte, konnte man sich nicht einigen. Ambrosius nahm an der Wahl als Beobachter Teil, beeindruckte jedoch so sehr, dass alle Parteien ihn zum Bischof wünschten. Zu diesem Zeitpunkt war er noch nicht einmal getauft.

    Die Kirche reagierte schnell, indem Ambrosius sofort getauft wurde und nur eine Woche später, am 7. Dezember, zum Priester und Bischof geweiht. Die 23 Jahre seines Bischofsamtes sind in dem Bienenstock, mit dem er dargestellt wird, symbolisiert: Er war flott, fleißig und gelehrsam wie die Bienen, und sein Reden und Handeln war kostbar und wohlschmeckend für die Menschen wie Honig. Ambrosius starb 397.


    2 min
  • 3. Dezember: Heilige Emma

    Ihr Name erlebt im Moment ein Revival: Emma, die Erhabene. Für alle Deutschen unter Ihnen: Sie ist die erste namentlich nachweisbare Einwohnerin von Bremen.

    Emma als Wohltäterin und Kirchenstifterin im frühen Mittelalter

    Emma von Lesum war Gräfin und wurde um 980 in Sachsen geboren. Sie heiratete Liudger, den Sohn des sächsischen Herzogs, und bekam einen Sohn, der später Bischof von Paderborn wurde. 1001 wurde dem Paar vom deutschen Kaiser der Königshof in Stiepel geschenkt. Er ist heute ein Stadtteil von Bochum. Emma ließ dort eine Kirche errichten, und zwar eine, die nicht dem Bischof unterstellt war. Nach dem frühen Tod ihres Mannes im Jahr 1011 zog Emma ins heutige Bremen, nach Lesum, das heute der Stadtteil Burglesum ist.

    Als Witwe kümmerte sie sich um Bedürftige und um die Kirche. Dem Dom in Bremen machte sie reiche Stiftungen, dem Domkapitel schenkte sie auch ihr Eigengut samt Kirche in Stiepel. Ihre Fürsorge galt aber besonders den Armen. Emma starb am 3. Dezember 1038. Schon bald wurde sie als Heilige verehrt, aber nie heiliggesprochen. Ihr Grab soll noch im 16. Jahrhundert im Bremer Dom vorhanden gewesen sein, wurde aber nicht gefunden.

    2 min
  • 25. November: Heilige Katharina

    Der Legende nach war Katharina die wunderschöne, hochgebildete und eingebildete Tochter des Königs von Zypern, der nicht einmal der Sohn des Kaisers als Ehemann gut genug war, bis sie ein Einsiedler bekehrte, der ihr von Christus als wahrem Bräutigam erzählte.


    Glaube, Weisheit und Legende um Katharina

    In Alexandria verlangte der römische Kaiser Maxentius während eines Militärzugs Opfer. Katharina weigerte sich und wollte ihre Argumente in einer Diskussion präsentieren. Der Kaiser lud die 50 besten Philosophen ein, aber am Ende der Diskussion ließen sie sich auch taufen. Katharina gilt deshalb als besonders gelehrt. Sie ist eine der nur drei Nothelferinnen. Ihr Symbol, das Rad, war einst ein grausames Folterinstrument mit Sägen und Nägeln.

    Ein Engel zerstörte es der Legende nach mit solcher Wucht, dass die Folterknechte getötet wurden. Katharina wurde später enthauptet, doch ihr Mut beeindruckte die Menschen tief. Ihr Martyrium soll sie um 307 erlitten haben. 500 Jahre später wurden ihre Gebeine am Berg Sinai gefunden und das Katharinenkloster erbaut. Ab dem 13. Jahrhundert war Katharina die beliebteste Heilige nach Maria. Nach ihr ist außerdem ein Mondkrater benannt.


    2 min
  • 15. November: Heiliger Leopold

    In Klosterneuburg geht es wieder rund beim Leopoldimarkt. Und in Wien und Niederösterreich ist schulfrei, denn der Patron besagter Bundesländer wird gefeiert: Markgraf Leopold III.

    Leopold – vom jungen Markgraf zum Heiligen

    Besonders Niederösterreich ist mit ihm verbunden, denn seine Schädelreliquie wird im von ihm gegründeten Stift Klosterneuburg ausgestellt. Zudem zeigt das Stift einen Ornat mit fünf Adlern, den man für Leopolds Mantel hielt und den Herzog Rudolf IV. als Vorbild für sein Wappen nahm. Heute ist es das niederösterreichische Landeswappen. Leopold wurde 1073 in Melk oder Gars geboren und wurde mit 22 Jahren Markgraf.

    In 41 Jahren Regentschaft führte er keinen einzigen Krieg, sondern erweiterte sein Territorium durch Heirat. Zuerst Adelheid von Perg/Machland und dann die deutsche Kaisertochter Agnes. Seine Ehe mit Agnes galt als eine sehr glückliche Ehe.

    Ebenso sorgte er für Arme und Notleidende. Leopold gründete die Stifte Klosterneuburg, Heiligenkreuz und Kleinmariazell. Er starb am 15. November 1136 nach einem Jagdunfall. 1485 wurde er heiliggesprochen, seit 1663 gilt er als Patron von Österreich sowie Landespatron von Wien, Niederösterreich und Oberösterreich.


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  • 3. November: Heiliger Hubertus

    Hubertus, 727 geboren, war Bischof von Maastricht und später Lüttich. Der fränkische Adlige, der nach dem Tod seiner Frau als Einsiedler lebte, widmete sich dem Glauben und drängte das Heidentum in den Ardennen zurück.

    Hubertus und die Hirsch-Vision

    Warum gilt er nun als Schutzpatron der Jäger? Seine Legende zählt zu den bekanntesten Heiligengeschichten: Am Karfreitag begegnet Hubertus einem Hirsch mit leuchtendem Kreuz im Geweih – ein göttliches Zeichen, das ihn zur Umkehr bewegt. Er verzichtet auf die Jagd, angeblich ließ er sich nach dieser Begegnung taufen. Diese Vision, ursprünglich dem heiligen Eustachius zugeschrieben, wurde ab dem 11. Jahrhundert mit Hubertus verbunden und prägt bis heute das Bild des „christlichen Jägers“.


    Hubertus: Gedenktag mit Jagdhörnern

    An seinem Gedenktag, dem 3. November, wird Hubertus mit Gottesdiensten gefeiert, bei denen traditionell Jagdhörner erklingen. Er ist Patron zahlreicher Berufe und gilt auch als Helfer gegen Tollwut und Tierkrankheiten. Seine Verehrung reicht von Wallfahrtsorten über Ritterorden bis hin zum Logo eines Kräuterlikörs. 




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