hinten links außen

hinten links außen

By Elke Breitenbach und Klaus LedererNewsPolitics
Download on the App Store

hinten links außen episodes

  • Das Beste zum Schluss

    Zur letzten Folge von „Hinten Links Außen“ blicken Elke Breitenbach und Klaus Lederer nochmals gemeinsam zurück: Was war, was ist und was kommt? Wie blicken zwei jahrzehntelange Weggefährten nach fast 20 Jahren im Berliner Abgeordnetenhaus auf eine Zeit zurück, die von tiefen Krisen, schmerzhaften Sparzwängen, aber auch von unermüdlicher Gestaltungskraft geprägt war? Und wie verändert sich die Perspektive auf das politische Berlin, wenn man durch einen historischen Zufall am exakt selben Tag im Januar 2003 als Nachrücker ins Parlament eingezogen ist?

    Elke Breitenbach und Klaus Lederer ziehen in dieser ganz besonderen, finalen Episode Bilanz aus über zwei Jahrzehnten Berliner Landespolitik. Die Folge analysiert ohne falsche Nostalgie das Spannungsfeld zwischen linkem Gestaltungsanspruch und den harten Realitäten von Regierungsverantwortung – von den bitteren Konsolidierungsjahren der Nullerjahre, in denen ein pleites Berlin kaputtgespart werden musste, bis hin zum permanenten Krisenmodus der jüngsten Vergangenheit.

    Die Diskussion beleuchtet den weiten Weg vom damaligen Teilzeitparlament zur heutigen professionalisierten Politik im Zeitalter von Social Media. Ein zentrales Thema ist dabei die Arbeit in der rot-rot-grünen Landesregierung ab 2016: Wie steuert man eine Stadt durch die Pandemie, wie rettet man die Kulturlandschaft und wie findet man in Ausnahmesituationen pragmatische Lösungen für Obdachlose und schutzbedürftige Gruppen? Jenseits der harten politischen Analyse gewähren die beiden persönliche Einblicke in das Innenleben von Senatsverwaltungen und zeigen, was es bedeutet, plötzlich Dienstherr für Hunderte Beschäftigte zu sein.

    Ein emotionales und ehrliches Abschlussgespräch über das, was bleibt, wenn man das Parlament verlässt, und ein großes Dankeschön an die Teams im Hintergrund, alle bisherigen Gäste und eine treue Zuhörerschaft, die diesen Podcast zu dem gemacht hat, was er war: ein Blick dorthin, wo Politik mit Herz und Haltung gemacht wird – hinten links außen.

    Diese Folge wurde am 08.06.2026 aufgenommen.


    1 hr 5 min
  • Bedrohte Demokratie. Sachsen-Anhalt vor der Wahl.

    Warum erreicht die AfD in Sachsen-Anhalt Umfragewerte von über 40 Prozent, und warum ist der Graben zu den demokratischen Parteien hier tiefer als in jedem anderen Bundesland? Wie hängen Ausgrenzung, der Niedergang industrieller Kerne und die Angst vor dem sozialen Abstieg mit dem Erstarken rechter Kräfte zusammen? Und welche Rolle spielt eine Zivilgesellschaft, die trotz massiver Anfeindungen standhaft bleibt?

    Elke Breitenbach spricht in dieser Folge von „Hinten Links Außen“ mit Henriette Quade (MdL Sachsen-Anhalt) über eine tiefgreifende Krise der Demokratie, die weit über Landesgrenzen hinausreicht. Die Folge analysiert das gefährliche Paradoxon eines Bundeslandes, in dem Migration politisch als „drängendstes Problem“ instrumentalisiert wird, während die reale Bedrohung in massiver Abwanderung, Überalterung und einem eklatanten Arbeitskräftemangel liegt.

    Die Diskussion beleuchtet die strukturellen Ursachen des Rechtsrucks: Von den Folgen der Deindustrialisierung in Regionen wie Bitterfeld bis hin zu einer Rhetorik, die soziale Unsicherheit gezielt gegen marginalisierte Gruppen ausspielt. Ein zentrales Thema ist dabei die Verantwortung der demokratischen Parteien und die Frage, warum eine Kurskorrektur der CDU so entscheidend für die Schwächung rechter Strömungen wäre. Jenseits der harten politischen Analyse gibt die Folge aber auch Einblicke in die unersetzliche Arbeit der Zivilgesellschaft. Ob Opferberatungsstellen, Frauenprojekte oder antifaschistische Initiativen – es wird deutlich, warum diese Strukturen gerade jetzt Solidarität und Rückendeckung brauchen.

    Ein eindringliches Gespräch über die Notwendigkeit, dort dranzubleiben, wo es politisch am schwierigsten ist, und die Vision eines Ostdeutschlands, das sich nicht über Ausgrenzung, sondern über demokratische Wehrhaftigkeit definiert.

    Diese Folge wurde am 11.05.2026 aufgenommen.

    1 hr 3 min
  • Queer und prekär - Sexuelle Gesundheit

    Wie sieht die Realität für queere Geflüchtete in Deutschland aus, wenn bürokratische Hürden auf prekäre Lebensumstände treffen? Warum ist eine spezialisierte Rechtsberatung für Schutzsuchende ein unverzichtbarer Baustein struktureller Gesundheitsprävention? Und wie können wir uns als Community gegen den aktuellen gesellschaftlichen Backlash behaupten, ohne dabei die eigene Resilienz zu verlieren?

    Klaus Lederer begrüßt in dieser Folge von „Hinten Links Außen“ den Gast Stephan Jäkel von der Schwulenberatung Berlin. Gemeinsam blicken sie auf die wegweisende Arbeit der ersten queeren Erstaufnahmeeinrichtung Berlins und diskutieren, warum „One size fits all“-Lösungen im Umgang mit Menschen in Not regelmäßig scheitern.

    Ein Gespräch über die Notwendigkeit einer neuen Repolitisierung, die Kraft von Bündnissen über die eigene Bubble hinaus und die motivierende Erkenntnis, dass Sichtbarkeit und Widerstand gerade dort wachsen, wo der Druck zunimmt.

    Diese Folge wurde am 20.4.2026 in Berlin aufgenommen.

    1 hr 1 min
  • Höchstleistung ohne Lobby: Alleinerziehende Frauen

    Wie lässt sich der Alltag zwischen Vollzeit-Ansprüchen, Kita-Schließzeiten und politischem Ehrenamt organisieren, wenn man auf sich allein gestellt ist? Warum sind Alleinerziehende in Berlin zwar eine riesige Gruppe, haben aber dennoch kaum eine wirksame politische Lobby? Und welche strukturellen Veränderungen sind nötig, damit Kinder für Frauen nicht länger ein programmiertes Armutsrisiko bedeuten?

    Elke Breitenbach feiert das zweijährige Jubiläum von „Hinten Links Außen“ und spricht mit Maxi Häber, die als alleinerziehende Mutter in Berlin-Pankow nicht nur berufstätig, sondern auch antifaschistisch und parteipolitisch aktiv ist. Es geht um den persönlichen Weg vom „Einschlafen vor dem Fernseher“ aus Einsamkeit in der Kleinkindphase bis hin zur Kandidatur für das Abgeordnetehaus, um den täglichen Wecker um 04:30 Uhr und das Jonglieren mit starren Arbeitszeiten in der Verwaltung.

    Maxi Häber beleuchtet, warum die Debatte um „Lifestyle-Teilzeit“ völlig an der Realität von Frauen vorbeigeht, die täglich enorme unbezahlte Care-Arbeit leisten, und warum das aktuelle System des Unterhaltsvorschusses Alleinerziehende finanziell systematisch benachteiligt. Sie thematisiert zudem den Mangel an bezahlbarem Wohnraum, der dazu führt, dass Wohnzimmer oft gleichzeitig Schlafzimmer sein müssen, und fordert innovative Betreuungsmodelle außerhalb starrer Kita-Öffnungszeiten, um echte berufliche Teilhabe zu ermöglichen.

    Ein Gespräch über die Kraft von Netzwerken, die Notwendigkeit einer echten Kindergrundsicherung und die Vision einer Stadtpolitik, die die Höchstleistung von Alleinerziehenden endlich anerkennt und unterstützt.

    Die Sendung wurde am 09.03.2026 in Berlin aufgezeichnet.

    57 min
  • Queer & kommunal

    Was bedeutet es, als queere und taube Person den „Tanker“ der Verwaltung von innen heraus zu verändern? Wie wird Antidiskriminierungsarbeit in einem Berliner Bezirksamt konkret umgesetzt? Und welche Rolle spielt das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) dabei, Bürger*innen eine Stimme gegen strukturelle Benachteiligung zu geben? Klaus Lederer spricht mit Martin Vahemäe-Zierold, dem Beauftragten für Queer und Antidiskriminierung im Bezirksamt Mitte, über die Herausforderungen und Chancen einer inklusiven Verwaltung. Es geht um den persönlichen Weg von der „geschlossenen Bubble“ der Gehörlosenschulen in der DDR bis hin zur Leitung einer kommunalen Beschwerdestelle, die tägliche Arbeit mit Gebärdensprachdolmetschenden und die Überwindung von Audismus im Berufsalltag. Martin Vahemäe-Zierold beleuchtet, warum Sichtbarkeit in der Verwaltung eine wichtige Vorbildfunktion hat und wie intersektionale Perspektiven helfen, die Überlagerung verschiedener Diskriminierungsformen besser zu verstehen. Er thematisiert zudem das Ringen um Fördergelder für queere Projekte, die Notwendigkeit von Schutzräumen in Stadtteilen wie Wedding oder Moabit und kritisiert das Konkurrenzdenken innerhalb marginalisierter Gruppen. Ein Gespräch über den mühsamen Prozess des strukturellen Wandels, die Kraft der Repräsentation und die Vision einer Stadtverwaltung, die so vielfältig ist wie die Menschen, für die sie arbeitet.

    Die Folge wurde am 02.02.2026 in Berlin aufgenommen.

    1 hr
  • Kältehilfe: Warm ist nicht genug

    Was bedeutet es, bei klirrender Kälte auf Berlins Straßen zu überleben? Wie hat sich die Kältehilfe in den letzten 30 Jahren von einer kleinen kirchlichen Initiative zu einem hochprofessionellen, aber oft anonymen System entwickelt? Und warum ist ein „warmes Bett“ für die Nacht allein noch lange keine nachhaltige Lösung gegen Obdachlosigkeit?

    Elke Breitenbach spricht mit Robert Veltmann, Mitbegründer der GEBEWO und langjähriger Experte der Berliner Wohnungslosenhilfe, über die aktuelle Situation der Kältehilfe und die strukturellen Mängel im Hilfesystem. Es geht um die historische Entwicklung von familiären Kirchengemeinde-Angeboten der 90er-Jahre hin zu heutigen großen Notübernachtungen, die zunehmende Diversität der Gäste – von wohnungslosen Familien bis hin zu internationalen Hilfesuchenden – und die spezifischen Herausforderungen wie Suchterkrankungen und psychische Belastungen.

    Robert Veltmann berichtet aus seiner aktuellen Praxis in der Nachtbereitschaft im Steglitzer Kreisel und reflektiert die Erfahrungen mit 24/7-Unterkünften während der Corona-Pandemie. Er beleuchtet, warum dauerhafte Perspektivarbeit in der klassischen Kältehilfe oft zu kurz kommt und welche Rolle Projekte wie „Housing First“ oder die Präventionsarbeit in den Bezirken spielen müssen, um Obdachlosigkeit nicht nur zu verwalten, sondern nachhaltig zu beenden.

    Ein Gespräch über die Grenzen der Akuthilfe, das Ringen um die menschliche Würde in überfüllten Schlafsälen und die Hoffnung auf ein System, das mehr bietet als nur den Schutz vor dem Erfrierungstod.

    Die Folge wurde am 19.01.2026 in Berlin aufgenommen.

    58 min
  • Macht Queer Schule?

    Was passiert, wenn trans, inter und nicht-binäre Schüler*innen in Schulen sichtbar werden? Wie können Lehrkräfte für queere Jugendliche Vorbilder sein? Und welche Rolle spielt die Schulverwaltung bei der Schaffung diskriminierungsfreier Räume?

    Klaus Lederer spricht mit Martin Helbig von der AG Schwule Lehrer in der GEW über die aktuellen Herausforderungen der queeren Community im Berliner Bildungssystem. Es geht um die notwendige Stärkung der Trägerlandschaft , die Einrichtung von Beschwerdestellen , und die praktischen Fragen, die Eltern von Trans-Kindern an Schulen stellen, wie die Verfügbarkeit von All-Gender-Toiletten.

    Martin Helbig beleuchtet, warum das Thema Non-Genderkonformität in der Schulpolitik zentraler wird , und kritisiert die Vorstellung, dass Projekte für queere Schüler*innen durch Angebote der Volkshochschule oder der Landeszentrale für politische Bildung ersetzt werden könnten.

    Ein Gespräch über Solidarität, das Ringen um notwendige Strukturen und die Hoffnung auf diskriminierungsfreie Schulen.

    Die Folge wurde am 08.12.2025 in Berlin aufgenommen.

    1 hr 1 min
  • Obdachlos - Zwischen Räumung und Zuflucht

    Wie erleben Menschen, die auf der Straße leben, eineStadt, die sie kaum noch duldet?

    Und was bedeutet soziale Arbeit, wenn Hilfsangebotewegbrechen und Perspektiven fehlen?

    Mit Lutz Müller-Bohlen, Sozialarbeiter und Fotograf,spricht Elke Breitenbach über die Realität obdachloser Menschen in Berlin –über Projekte, die Hoffnung geben, und über Strukturen, die an ihre Grenzenstoßen. Es geht um Buslinien für wohnungslose Menschen, um den Wert vonPeer-Arbeit, um die Bedeutung des solidarischen Grundeinkommens und um denVersuch, Würde und Stabilität in einem System zu bewahren, das oft nurkurzfristig hilft.

    Was heißt „Kältehilfe“, wenn sie nur für eine Nacht Wärmebietet?

    Wie verändern sich Nachbarschaften, wenn Anwohner*innenbeginnen, Verantwortung zu übernehmen?

    Und welche politischen Schritte braucht es, damit niemandmehr auf der Straße leben muss?

    Ein Gespräch über Engagement, Strukturen und die Frage,wie eine Stadt aussehen kann, die wirklich für alle da ist.

    Die Folge wurde am 03.11.2025 in Berlin aufgenommen.

    1 hr 1 min
  • Solidarische Städte, Gelebte Demokratie?

    Wie lässt sich Demokratie im Alltag leben – und was bedeutet Solidarität auf kommunaler Ebene ganz konkret?

    Mit Wenke Christoph, Politikwissenschaftlerin, ehemalige Berliner Staatssekretärin und Mitautorin des Buchs „Solidarische Städte“, spricht Elke Breitenbach über das Versprechen einer Stadt, die niemanden ausschließt. Es geht um Zufluchtsorte, City-IDs, Teilhabe und das Recht auf Daseinsvorsorge – unabhängig von Aufenthaltsstatus, Einkommen oder Pass.

    Was können Kommunen tun, wenn Bund und Länder sich abschotten? Wie schaffen Städte Räume, in denen Menschen miteinander statt nebeneinander leben – in denen Einsamkeit, Wohnungsnot und Ausgrenzung nicht einfach hingenommen werden?Anhand von Beispielen aus Berlin, Neapel und Barcelona geht es um gelebte Demokratie im Kleinen: um Begegnungscafés und Wärmeorte, um Bürgerhaushalte und lokale Beteiligung, um Netzwerke, die gegen soziale Kälte ankämpfen – und darum, wie politische Teilhabe wieder spürbar wird.

    Wie kann eine City-ID Türen öffnen, wo Bürokratie sonst Mauern baut?Warum brauchen wir eine vielfältige Verwaltung, die die Gesellschaft widerspiegelt?Und was verraten solidarische Städte über den Zustand unserer Demokratie?

    Ein Gespräch über konkrete Politik, zivilgesellschaftlichen Mut und die Hoffnung auf eine Stadt, in der Solidarität kein Slogan ist, sondern gelebte Praxis.

    Die Folge wurde am 06.10.2025 in Berlin aufgezeichnet.

    58 min
  • We are family? Über Queerness & Elternschaft

    Wer ist Familie – und warum ist die rechtliche Gleichstellung für queere Eltern noch immer eine Fiktion?Mit Constanze Körner, Gründerin und langjährige Kämpferin für Regenbogenfamilien, spricht Klaus Lederer über den steinigen Weg zur Elternschaft jenseits heteronormativer Strukturen. Von der Selbstorganisation der Community bis hin zu Beratungsstellen in Berlin: Es geht um Kinderwunsch, Sichtbarkeit – und um die diskriminierenden Hürden von Stiefkindadoptionen, in denen Jugendämter und Gerichte intime Einblicke fordern, die heterosexuelle Familien niemals geben müssten.

    Wie viel kostet es, eine Regenbogenfamilie rechtlich abzusichern? Warum bleibt das Thema Elternschaft trotz „Ehe für alle“ eine Baustelle im BGB? Und was bedeutet es für Kinder, wenn sie nicht von Geburt an zwei rechtliche Elternteile haben?

    Ein Gespräch über Kontrolle, Unsicherheit und Widerstand – und darüber, warum echte Gleichstellung nicht bei Symbolpolitik stehenbleiben darf, sondern im Alltag von Familien spürbar sein muss.

    Die Folge wurde am 08.09.2025 in Berlin aufgezeichnet.

    56 min

About hinten links außen

From the publisher's feed

"hinten links außen" ist der Podcast der linken Abgeordneten und ehemaligen Berliner Senator:innen Elke Breitenbach und Klaus Lederer.